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VerasTagundNachtBuch Archiv

148 Episoden
54 Sekunden
Unsere Welt ist so unübersichtlich, dass sie uns oft Angst macht. Da ist die Sehnsucht groß nach Lebensweisheiten, egal ob in Büchern, im Netz, im Fernsehen. Das geht von „Ernst ist das Leben, heiter die Kunst“ über „In der Beschränkung zeigt sich erst der Meister“ bis zu „Der Weg ist das Ziel“. Sätze - ebenso tiefsinnig wie banal. Tiefsinnig, wenn man drüber nachdenkt, banal, wenn man überzeugt ist, mit ihnen etwas Kluges zu sagen. Aus unserem Bühnenprogramm "Anna Blume - Ich liebe dir". Es sprechen Lutz Flörke und Vera Rosenbusch.
52 Sekunden
Im Alltag tun wir so, als ob Wörter eine feststehende Bedeutung hätten. Obwohl wir es besser wissen: Bedeutung wird sozial hergestellt und ist keineswegs für alle gleich. Eine große Rolle spielt dabei der Klang, der unterschiedliche Assoziationen auslöst. Etwa im Gedicht "Ci – garr – ren". Ein Wort wird lyrisch dekonstruiert, klanglich analysiert, wieder zusammengesetzt. Am Ende ist es nicht mehr dasselbe. Lyrik at it's best. Sie hören Lutz Flörke und Vera Rosenbusch.
17 Sekunden
Vera Rosenbusch liest „Wer sprechen will und wagt’s nicht“ von Kurt Schwitters. 1 Minute Literatur. Eine Hörprobe aus unserem Bühnenprogramm: "Anna Blume - Ich liebe Dir!
41 Sekunden
Die (zu Unrecht) wenig bekannte Karoline von Günderrode (1780-1806) ist eine Dichterin von großer poetischer Kraft. "Eines der ersten vollkommen offenen Liebesgedichte einer Frau in der deutschen Literatur, unverkappt, uneingekleidet", schreibt Christa Wolf zu diesem Text. Liebeslust und -angst halten ihre Verse in Spannung. Schön und gefährlich. Weil Liebe (wie Literatur) ja auch bedeutet, auf andere zuzugehen und den eigenen Standpunkt infrage zu stellen.
55 Sekunden
Dieses Gedicht hat Goethe auf seiner ersten Schweizreise geschrieben – passend zu meinem neuen literarischen Spaziergang im Jenischpark. Ich präsentiere kurz, knapp, knackig nur die allerschönsten Texte von Goethe. Ich rezitiere Bekanntes und Unbekanntes -- einen Dichter abseits von Klischees und lyrischen Gassenhauern.
38 Sekunden
Ihr kennt das: Liebe, Lust und Leidenschaft auf allen sozialen, medialen und sonstigen Kanälen. Aber alles in allem so üblich, so ohne Sehnsucht nach einem besseren Leben. Andererseits, wenn man sich dauernd auf ein anderes Leben als das, was man hat, beruft, kommt einem der Alltag rasch grau und wertlos vor. Auch nicht gut. Was hilft? Dieses Gedicht von Heinrich Heine. Die Liebessehnsucht wendet sich zu den Sternen. Mehr ist nicht drin unter gegebenen Bedingungen. Schade. Trotzdem sollten wir weiterhin davon sprechen. Eine Hörprobe von meinem literarischen Spaziergang "Fritz Schumachers Freilufthaus“. MEHR: www.hamburgerliteraturreisen.de
34 Sekunden
Ein Gedicht als Liebes-Spiel! Das lyrische Ich wendet sich "An seine Spröde". Sie ist trocken nicht zu Scherz und Tändelei aufgelegt. Schade. Also wirbt er um sie. Mit einem Gedicht, einem Sprach-Spiel, das zugleich sein sexuelles Interesse deutlich werden lässt. Er spricht die Pomeranze an und meint die Spröde.
28 Sekunden
Viele denken jetzt: Die Ameisen? Kenn ich! - Wirklich? In seinem kurzen Gedicht über zwei reisewillige Insekten attackiert Ringelnatz unsere Sehnsucht nach ebenso schlichten wie bequemen „Lebensweisheiten“.
29 Sekunden
Gendern? Aber gern: Der Briefmark ...
55 Sekunden
Eine Nachtigall in der Großstadt? Kann das sein? Und falls ja, ist die singende Nachtigall nicht ein ziemlich ausgedroschenes Motiv? Ringelnatz stellt sich die Frage und beantwortet sie mit einem Gedicht voller Esprit. Eine Hörprobe von meinem literarischen Stadtpark-Spaziergang. Termine und mehr: www.hamburgerliteraturreisen.de
43 Sekunden
Hörprobe von meinem literarischen Spaziergang "Hey, Mister Tallyman" durch die Speicherstadt. Karl Kraus schreibt über diesen Text: „Das hier aus der Berliner Wochenschrift ›Der Sturm‹ zitierte Gedicht gehört für mich zu den entzückendsten und ergreifendsten, die ich je gelesen habe, und wenige von Goethe abwärts gibt es, in denen so wie in diesem Tibetteppich Sinn und Klang, Wort und Bild, Sprache und Seele verwoben sind. " »Fackel« (Jg. 12, Nr. 313/314 vom 31. Dezember 1910. S. 36)
56 Sekunden
Vor einiger Zeit recherchierte ich für mein Soloprogramm „Lüste – Vera Rosenbusch serviert erotische Literatur in appetitlichen Häppchen“. Ich suchte nach Stimmen weiblicher Erotik und fand Else Lasker-Schüler. Phantastisch! Mehr von Else Lasker-Schüler findet Ihr hier: https://soundcloud.com/vera-rosenbusch/sets/lasker-schueler.
38 Sekunden
Gottfried Benn (rückblickend): "Dies war die größte Lyrikerin, die Deutschland je hatte. Ihre Themen waren vielfach jüdisch, ihre Phantasie orientalisch, aber ihre Sprache war deutsch, ein üppiges, prunkvolles, zartes deutsch, eine Sprache reif und süß. Feindlich allem satten, Sicheren, Netten vermochte sie in ihrer Sprache ihre leidenschaftlichen Gefühle auszudrücken, ohne das Geheimnisvolle zu entschleiern, das ihr Wesen war."
56 Sekunden
Vera Rosenbusch liest "Ich habe dich so lieb" von Joachim Ringelnatz. In diesem zarten Text spricht der "reisende Artist" Ringelnatz, der sieben Monate im Jahr unterwegs ist von Kabarettbühne zu Kabarettbühne. Als Vortragskünstler reist er kreuz und quer durch Deutschland von Frankfurt - Breslau - Königsberg - Berlin ... Eine Hörprobe von meinem literarischen Spaziergang "Komm, du salzigster Matrose" durch Hafencity und Speicherstadt.
4 Minuten
Anders als viele meinen, ist der Mythos von der Loreley kein „Märchen aus uralten Zeiten“. Der romantische Dichter Clemens Brentano war der Erste, der den Felsen bei Bacherach mit einer weiblichen Gestalt verband. Er erfand die geheimnisvolle Schöne, die von dem hohen Felsen sehnsuchtsvoll über den Rhein schaut und erzählt die Sage von der "armen Lore Lay" in seinem Roman "Godwi" (1801-1802). Vor 200 Jahren hatten Literaten nicht nur den Ehrgeiz, Märchen zu sammeln wie die Brüder Grimm, sie wollten auch neue Mythen schaffen, in denen sich das Seelenleben des modernen Menschen spiegeln konnte. Übrigens war es Brentano, der die Grimms zum Märchensammeln animierte. Autoren wie Heinrich Heine haben das Motiv der Loreley aufgenommen und variiert. „Ich weiß nicht, was soll das bedeuten“. Hören Sie jetzt das "Original"! Eine Hörprobe von unserem literarischen Friedhofsspaziergang "Doch alle Lust will Ewigkeit". mehr: www.hamburgerliteraturreisen.de
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"Veras Tag + Nacht Buch" ist ein iterarisches Zu-…