Zeig Mal! Kunst für alle. Archiv
40 Episoden
14 Minuten
Hier geht's zum Video!
Max Ernst liebte das freie Spiel von Halluzination, Assoziation, Analogie und Deutungen. So erkundete er in zahlreichen auch von ihm entwickelten, einzigartigen Gestaltungsmethoden, wie man bildhafte, oft surreale Vorstellungen aktivieren und steuern kann. Sein Experimentierfeld hierfür war unter anderem das von phantastischer Flora und Fauna belebte, von ihm so völlig neu gedeutete Landschaftsbild. Im Jahr 1927 gestaltete Max Ernst das Gemälde "Der große Wald”. Zu sehen ist darauf eine düstere, versteinert wirkende Struktur, der Wald, hinter der sich eine fahle Kreisform, wohl als Sonnen- oder - angesichts der Farbigkeit - eher als Mondscheibe zu lesen, erhebt. Das Motiv, das Max Ernst dem Betrachter darbietet, ist also bereits auf den ersten Blick alles andere als eine einladende oder natürliche Waldlandschaft, vielmehr zeigt das Bild eine surreal anmutende, nicht unmittelbar zu entschlüsselnde Szene. 00:00 Einleitung 00:49 Vorspann 01:03 Leben und Werk: 1891-1918 02:15 Dada und Surrealismus: 1919-1938 03:10 Die Entdeckung der Frottage 04:20 Die Entdeckung der Grattage 05:10 Exil - Frankreich und die USA: 1938-1948 05:58 Werkbetrachtung: "Der große Wald" (1927) 10:30 Der Wald als Motiv bei Max Ernst 11:59 Kriegsmotivik bei Max Ernst und anderen 12:46 Parallelen zu Paul Nash 13:05 Interpretation: "Der große Wald" (1927) 13:49 Abspann #kunst #abitur #bildung #bildanalyse #bildung #kunstgeschichte #malerei #surrealism #dada #surrealism #maxernst #ernst #wald #krieg #künstler #schule #leistungskurs
Max Ernst liebte das freie Spiel von Halluzination, Assoziation, Analogie und Deutungen. So erkundete er in zahlreichen auch von ihm entwickelten, einzigartigen Gestaltungsmethoden, wie man bildhafte, oft surreale Vorstellungen aktivieren und steuern kann. Sein Experimentierfeld hierfür war unter anderem das von phantastischer Flora und Fauna belebte, von ihm so völlig neu gedeutete Landschaftsbild. Im Jahr 1927 gestaltete Max Ernst das Gemälde "Der große Wald”. Zu sehen ist darauf eine düstere, versteinert wirkende Struktur, der Wald, hinter der sich eine fahle Kreisform, wohl als Sonnen- oder - angesichts der Farbigkeit - eher als Mondscheibe zu lesen, erhebt. Das Motiv, das Max Ernst dem Betrachter darbietet, ist also bereits auf den ersten Blick alles andere als eine einladende oder natürliche Waldlandschaft, vielmehr zeigt das Bild eine surreal anmutende, nicht unmittelbar zu entschlüsselnde Szene. 00:00 Einleitung 00:49 Vorspann 01:03 Leben und Werk: 1891-1918 02:15 Dada und Surrealismus: 1919-1938 03:10 Die Entdeckung der Frottage 04:20 Die Entdeckung der Grattage 05:10 Exil - Frankreich und die USA: 1938-1948 05:58 Werkbetrachtung: "Der große Wald" (1927) 10:30 Der Wald als Motiv bei Max Ernst 11:59 Kriegsmotivik bei Max Ernst und anderen 12:46 Parallelen zu Paul Nash 13:05 Interpretation: "Der große Wald" (1927) 13:49 Abspann #kunst #abitur #bildung #bildanalyse #bildung #kunstgeschichte #malerei #surrealism #dada #surrealism #maxernst #ernst #wald #krieg #künstler #schule #leistungskurs
6 Minuten
Hier geht's zum Video!
Bereits 1917 nutzte der Dichter Guillaume Apollinaire den Begriff „surrealistisch" im Sinne von "abseits der Wirklichkeit stehend", um damit die Nutzung des Unbewussten und von Traumerlebnissen für die künstlerische Arbeit zu bezeichnen. Der sich in der Folge entwickelnde Surrealismus folgt in seinen Vorstellungen dabei den zu dieser Zeit revolutionären Ideen der Psychoanalyse des Wiener Arztes Sigmund Freud. Diese geht vom Unterbewusstsein als Speicher zahlreicher prägender Erfahrungen aus, die dem eigentlichen Bewusstsein verloren gegangen sind oder daraus verdrängt wurden. Nach Freuds zwischen 1899 und 1916 entwickelten Theorien entstehen Träume aus dieser verborgenen, dem Verstand unzugänglichen Bewusstseinsschicht - ein Gedanke, der in seiner Radikalität gerade die Kunstschaffenden der Zeit besonders ansprach. In der Nachfolge der französischen Dada-Bewegung, die ebenfalls mit Zufall und Spontaneität als Gestaltungsmittel arbeitete bildete sich so um den Dichter André Breton eine Künstlergruppe, in der sich Surrealisten, Schriftsteller, Dichter und bildende Künstler lose zusammenschlossen. Im Surrealismus gibt es - wohl gerade wegen seines Fußens im Unbewussten - keine inhaltliche, formale oder stilistische Einheit, sondern nur diese gemeinsame Haltung bezüglich der Einbindung des Überwirklichen in das Schaffen des Künstlers. #kunst #abitur #bildung #kunstgeschichte #surrealism #surrealismus #salvadordali #ernst #dechirico #magritte #surréalisme #surrealism #miró #joanmiró #sigmundfreud #freud
Bereits 1917 nutzte der Dichter Guillaume Apollinaire den Begriff „surrealistisch" im Sinne von "abseits der Wirklichkeit stehend", um damit die Nutzung des Unbewussten und von Traumerlebnissen für die künstlerische Arbeit zu bezeichnen. Der sich in der Folge entwickelnde Surrealismus folgt in seinen Vorstellungen dabei den zu dieser Zeit revolutionären Ideen der Psychoanalyse des Wiener Arztes Sigmund Freud. Diese geht vom Unterbewusstsein als Speicher zahlreicher prägender Erfahrungen aus, die dem eigentlichen Bewusstsein verloren gegangen sind oder daraus verdrängt wurden. Nach Freuds zwischen 1899 und 1916 entwickelten Theorien entstehen Träume aus dieser verborgenen, dem Verstand unzugänglichen Bewusstseinsschicht - ein Gedanke, der in seiner Radikalität gerade die Kunstschaffenden der Zeit besonders ansprach. In der Nachfolge der französischen Dada-Bewegung, die ebenfalls mit Zufall und Spontaneität als Gestaltungsmittel arbeitete bildete sich so um den Dichter André Breton eine Künstlergruppe, in der sich Surrealisten, Schriftsteller, Dichter und bildende Künstler lose zusammenschlossen. Im Surrealismus gibt es - wohl gerade wegen seines Fußens im Unbewussten - keine inhaltliche, formale oder stilistische Einheit, sondern nur diese gemeinsame Haltung bezüglich der Einbindung des Überwirklichen in das Schaffen des Künstlers. #kunst #abitur #bildung #kunstgeschichte #surrealism #surrealismus #salvadordali #ernst #dechirico #magritte #surréalisme #surrealism #miró #joanmiró #sigmundfreud #freud
9 Minuten
Hier geht's zum Video!
"Wahrlich, alles ist bemerkenswert und eine Quelle des Staunens und der Verwunderung. Der Mensch hat das große Glück, in diesem amerikanischen Garten Eden zu leben."
- Albert Bierstadt
Die vom deutschen Auswanderer Albert Bierstadt über seine neue amerikanische Heimat so gesprochenen Worte verdeutlichen die überwältigende Wirkung, die die unberührten Weiten der neuen Welt auf ihn hatte. Mit seinen idyllischen und idealisierten Landschaften, von der Kritik nicht immer nur geliebt, wurde Bierstadt posthum aber zu einem der Wegbereiter der Naturschutzbewegung, hatte er doch einer breiten Bevölkerung die Schönheit des noch weitgehend unerschlossenen Kontinents vor Augen geführt.
"Wahrlich, alles ist bemerkenswert und eine Quelle des Staunens und der Verwunderung. Der Mensch hat das große Glück, in diesem amerikanischen Garten Eden zu leben."
- Albert Bierstadt
Die vom deutschen Auswanderer Albert Bierstadt über seine neue amerikanische Heimat so gesprochenen Worte verdeutlichen die überwältigende Wirkung, die die unberührten Weiten der neuen Welt auf ihn hatte. Mit seinen idyllischen und idealisierten Landschaften, von der Kritik nicht immer nur geliebt, wurde Bierstadt posthum aber zu einem der Wegbereiter der Naturschutzbewegung, hatte er doch einer breiten Bevölkerung die Schönheit des noch weitgehend unerschlossenen Kontinents vor Augen geführt.
7 Minuten
ZUM VIDEO AUF YOUTUBE
Frida Kahlo ist weit mehr als eine Malerin - sie ist einer der Superstars der Kunst des 20. Jahrhunderts, Stilikone, selbstbewusste und selbstbestimmte Frau, Feministin, Streiterin für soziale Gerechtigkeit, Vorbild. Sie ist die bekannteste Malerin Lateinamerikas. Das wiederkehrende Motiv der Kunst Frida Kahlos ist sie selbst, trotz Ausflügen in die Welt der Stillleben und der surrealistischen Allegorien bleibt das Selbstportrait , ob puristisch oder szenisch erweitert, lebenslang ihr wichtigstes Thema.
Frida Kahlo ist weit mehr als eine Malerin - sie ist einer der Superstars der Kunst des 20. Jahrhunderts, Stilikone, selbstbewusste und selbstbestimmte Frau, Feministin, Streiterin für soziale Gerechtigkeit, Vorbild. Sie ist die bekannteste Malerin Lateinamerikas. Das wiederkehrende Motiv der Kunst Frida Kahlos ist sie selbst, trotz Ausflügen in die Welt der Stillleben und der surrealistischen Allegorien bleibt das Selbstportrait , ob puristisch oder szenisch erweitert, lebenslang ihr wichtigstes Thema.
5 Minuten
In der Bezeichnung dieser Stilrichtung des frühen 20. Jahrhunderts erkennt man eigentlich schon deren wesentliche Absicht: „expressio“ ist der lateinische Begriff für „Ausdruck“. Die Kunst, in der kurzen Zeit von 1905 bis 1914 maßgeblich in Deutschland mit den Künstlergruppen "Die Brücke" und "Der blaue Reiter" entstand, war ein Brandbeschleuniger der Moderne, der auch heute noch aktuell ist und seine Spuren tief in die Ästhetik und Bildsprache der Gegenwart eingegraben hat.
Zum YouTube-Video geht's hier entlang: https://youtu.be/aKPkTt_SMIo
Zum YouTube-Video geht's hier entlang: https://youtu.be/aKPkTt_SMIo
7 Minuten
"Die Kunst ist artifiziell - das Eigentliche der Kreativität ist es, sich von der Natur zu trennen, und nicht, sich mit ihr zu verbinden."
Diesen programmatischen Satz postulierte Victor Vasarély, Maler, Graphiker und Bildhauer und einer der bedeutendsten Vertreter der „optischen Kunst“, auch „Op Art“. Ihr Ziel war es, mit Hilfe präziser abstrakter Formmuster und geometrischer Farbfiguren beim Betrachter überraschende oder irritierende optische Effekte wie den Eindruck von Bewegung, Flimmereffekte und optische Täuschungen zu erzeugen, um so Licht, Luft, Bewegung und Raum zu imitieren. Obwohl sie nie eine breite Bewegung innerhalb der Kunst wurde, so hat sie doch deutliche Spuren unter Anderem im Design oder der Digital Art hinterlassen.
Zum Video geht's hier entlang...
Diesen programmatischen Satz postulierte Victor Vasarély, Maler, Graphiker und Bildhauer und einer der bedeutendsten Vertreter der „optischen Kunst“, auch „Op Art“. Ihr Ziel war es, mit Hilfe präziser abstrakter Formmuster und geometrischer Farbfiguren beim Betrachter überraschende oder irritierende optische Effekte wie den Eindruck von Bewegung, Flimmereffekte und optische Täuschungen zu erzeugen, um so Licht, Luft, Bewegung und Raum zu imitieren. Obwohl sie nie eine breite Bewegung innerhalb der Kunst wurde, so hat sie doch deutliche Spuren unter Anderem im Design oder der Digital Art hinterlassen.
Zum Video geht's hier entlang...
13 Minuten
Eines meiner Lieblingsbilder hat eine etwas ungewöhnlich Geschichte. Es ist unfertig geblieben und vom Auftraggeber zugunsten einer Darstellung eines besoffenen Fabelwesens abgelehnt worden. Dabei zeigt das Werk niemanden Geringeres als den Gesalbten, den Heiland, den Erlöser von aller Sünde dieser Welt: Honoré Daumiers „Ecce Homo“. Daumiers künstlerisches Gesamtwerk ist kolossal, schlichtweg kaum erfassbar. Er hat über gut 40 Jahre Schaffenszeit wöchentlich zwei bis drei politische und sozialkritische Karikaturen abgeliefert, so dass schließlich über 4.000 Lithografien, aber auch rund 200 Gemälde, etwa 800 Zeichnungen und mehr als 1.000 gezeichnete Vorlagen für Holzstiche entstanden sind. In diesem anhaltenden Schöpfungsreichtum und seiner scharfsinnig beobachtenden Originalität ist Daumier mit seinen von Freiheitssinn und Menschenwürde geprägten Karikaturen das moralische Gewissen einer von sozialen Umbrüchen gekennzeichneten Epoche. Damit ist er heute noch Inspiration für zahlreiche Karikaturisten, aber auch Comiczeichner der Ligne Claire wie Hergé nennen ihn als Vorbild.
HIER zum Video!
HIER zum Video!
5 Minuten
Der Impressionismus entsteht in Frankreich ab 1865 als Gegenreaktion auf den übermäßigen Einfluss eines akademisch tradierten Kunstverständnisses. Die in den Ausstellungen der Gesellschaft abgelehnten Künstler, die "refusés", entwickeln einen lose gemeinsamen Stil, der als eine der prägendsten Veränderungen der Malereigeschichte bis heute einen deutlichen Nachhall hat.
HIER zum Video!
HIER zum Video!
5 Minuten
Im Gegensatz zum Sprachgebrauch normaler Menschen benutzen Künstler den Begriff Realismus ganz anders... Eine böse Falle, die im Museum, bei der Vernissage, aber auch im Kunstunterricht den Banausen entlarven kann. Diese Folge klärt auf, was genau die Begriffe Naturalismus und Realismus in der Bildenden Kunst bedeuten und was es mit Georg Schmidts Naturalismuskriterien auf sich hat.
HIER zum Video!
HIER zum Video!
4 Minuten
Der Beginn des 20. Jahrhunderts war eine Zeit des Aufbruchs und der Umbrüche. Die technische Entwicklung machte rasante Fortschritte, Gesellschaft, Politik und Kultur schienen dabei kaum mithalten zu können. In dieses Gefühl hinein brachen besonders die Futuristen in Italien und die Kubisten in Frankreich mit ihrer völlig neuen Weise, die sie umgebende Welt zu sehen und darzustellen. Was Künstler wie Braque und Picasso mit dem Kubismus erreichen wollten, war nicht weniger als die endgültige Abwendung der Malerei von der naturgetreuen, naturalistischen Abbildung der Welt.
Mehr Kunst und Kunstvideos auf "ZEIG MAL!" YouTube!
Mehr Kunst und Kunstvideos auf "ZEIG MAL!" YouTube!