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Wuppertaler Auslese Archiv

45 Episoden
45 Minuten
Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die gewaltigste. Dieses Zitat von Heinrich Heine könnte kaum passender sein für Anja Kroll und Frank Schneider, die als Deutschlehrer am Carl-Fuhlrott-Gymnasium in Cronenberg die Kraft der Literatur täglich neu vermitteln. Doch wie funktioniert Deutschunterricht heute? In dieser Podcast-Folge geben Anja Kroll und Frank Schneider Einblicke in den heutigen Deutschunterricht und erzählen, warum klassische Literatur bei Schülern auch heute noch gut ankommt. Themen wie Kindheitstraumata und universelle Konflikte machen Werke wie die von Kafka zeitlos. Dabei hat sich die Unterrichtsmethode verändert: Neben der klassischen Diskussion setzen Lehrer zunehmend auf kreative Zugänge wie szenisches Spiel, Skulpturen und Videos, um Literatur greifbarer zu machen. Literatur bleibt damit eine wertvolle Möglichkeit für Schüler, in fremde Welten und Erfahrungen einzutauchen.
37 Minuten
Der Science-Fiction-Zweiteiler „Das Mars-Paradox“ von Robert Rittermann, der unter dem Pseudonym Ryan Rockwell schreibt, entführt die Leser auf eine Mars-Station, wo Astronaut Nick Adam ohne Erinnerungen erwacht und mit einem rätselhaften Mord konfrontiert wird. Manipulierte Gedanken, ein geheimnisvolles Team und fremde Lebensformen sorgen für Hochspannung und Nervenkitzel. Im Mittelpunkt steht die Frage nach Existenz und Identität auf dem roten, lebensfeindlichen Planeten. Zudem wird beleuchtet, wie Rittermann als Self-Publisher seine Erfolgsgeschichte im Sci-Fi-Genre fortschreibt.
46 Minuten
Autor und Dozent Matthias Rürup spricht über seine Arbeit als Lyriker und Bildungsforscher. Er thematisiert unter anderem seinen neuen Gedichtband „ernstHaft – Finde den Fehler“, der 99 Gedichte über den Wechsel von Gefühlszuständen enthält. Außerdem geht es um seine berufliche Tätigkeit am Institut für Bildungsforschung der Bergischen Universität Wuppertal sowie seine Rolle als Leiter des Literaturhauses Wuppertal. Rürup reflektiert in dem Gespräch auch über die Herausforderungen des Mittelmanagements, die er in seinem 2022 erschienenen Band „Chefchen – eine Höllenfahrt“ verarbeitet hat. Die Folge beleuchtet zudem, wie er den Prozess des Schreibens als Möglichkeit der Kommunikation und Reflexion versteht und wie es ihm gelang, trotz der schwierigen Marktlage für Lyrik seine Werke zu veröffentlichen.
1 Stunde
Ingrid Reinhardt, freiberufliche Märchenerzählerin, erzählt von der besonderen Bedeutung und Symbolik von Märchen. Sie spricht über ihre Erfahrungen, wie Märchen Menschen in verschiedenen Lebenssituationen begleiten können, und erklärt, warum die Geschichten nicht nur der Unterhaltung dienen, sondern auch helfen, die Tiefen des Lebens zu verstehen. Reinhardt teilt ihre Ansichten zur Wichtigkeit der Erzähltradition in einer digitalisierten Welt und erläutert, wie Märchen Kindern und Erwachsenen gleichermaßen Orientierung und Trost bieten können.
27 Minuten
In dieser Folge steht die Wuppertaler Autorin Chris Hartmann im Mittelpunkt, die seit 2016 fesselnde Kinderkrimis veröffentlicht, die alle in Wuppertal spielen. Sie spricht über ihre Inspirationen, den Einfluss von Klassikern wie „Fünf Freunde“ und „TKKG“ und wie sie ihre Heimatstadt Wuppertal als lebendige Kulisse für ihre Geschichten nutzt. Dabei geht es um die intensive Recherche der Schauplätze, die Bedeutung von Geschichte und Lokalkolorit in ihren Büchern sowie darum, wie sie Kindern und Jugendlichen spannende und gleichzeitig aufklärende Geschichten näherbringt.
46 Minuten
In dieser Folge geht es um die besondere Bedeutung von Kultbüchern, vor allem in der Jugend. Christian Klein, Literaturwissenschaftler und bald an der Universität Saarbrücken tätig, beleuchtet, wie diese Bücher die Stimmungen einer Generation einfangen und in der Identitätsfindung eine Rolle spielen. Kultbücher bieten eine Art Zuflucht und Ausdrucksmöglichkeit, die oft über das Lesen hinausgeht. Trotz der Digitalisierung zeigt sich eine wachsende Sehnsucht nach dem gedruckten Buch, das als Gegenpol zur ständigen Vernetzung dient. Klein selbst wurde in seiner Jugend von „Der Fänger im Roggen“ stark beeinflusst. In seiner neuen Position an der Uni Saarbrücken möchte er die Bedeutung von Literatur weiterhin in den Fokus rücken.
33 Minuten
In dieser Folge gibt die Wuppertaler Lektorin Katrin Adam, auch bekannt als die „Textmamsell“, Einblicke in ihre Leidenschaft für Sprache und das Handwerk des Lektorats. Sie erzählt von ihrer Arbeit mit Autoren, den Herausforderungen des Buchlektorats und der Bedeutung psychologischen Feingefühls in ihrem Beruf. Seit über 14 Jahren begleitet sie Romane von der ersten bis zur letzten Seite und erklärt, warum Künstliche Intelligenz das Lektorat nicht ersetzen kann. Außerdem berichtet sie von Projekten, die ihr besonders am Herzen liegen, und ihrem tiefen Bezug zur Region Wuppertal.
40 Minuten
Ein düsterer Rachefeldzug entfaltet sich im neuen Wuppertal-Krimi "Selbstverdammt" von Dirk Osygus. Der zynische Hauptkommissar Frank Gerste ermittelt in einem brutalen Mordfall, der die Stadt in Atem hält. Der Podcast bietet exklusive Einblicke in die Entstehung des Thrillers, die Besonderheiten des Selfpublishings und die Bedeutung von Wuppertal als Schauplatz. Dirk Osygus teilt seine Inspirationen und erzählt, wie er seine realen Erfahrungen als Jäger in die packende Handlung einfließen lässt. Eine spannende Folge für alle Krimi- und Thriller-Fans.
41 Minuten
Andreas Detering, Betreiber des Wuppertaler Comicladen „Kult“, gibt faszinierende Einblicke in die vielfältige Welt der Comics, Graphic Novels und Mangas. Von unterschiedlichen Comic-Traditionen bis hin zur Erwachsenenthematik zeigt sich, warum Comics weit mehr sind als nur Kinderunterhaltung. Die aktuellen Trends der Szene und inspirierende Geschichten stehen im Mittelpunkt dieser spannenden Episode.
33 Minuten
Wuppertaler Autorin Marina Jenkner spricht über ihr Werk „Nachthimmelweit“, das mit dem GEDOK-Literaturförderpreis 2024 ausgezeichnet worden ist. Die Erzählung handelt von den inneren Reisen und Konflikte der drei weiblichen Protagonistinnen und verwebt ihre unterschiedlichen Schicksale. Marina Jenkner teilt ihre Inspirationsquellen, ihre Liebe zur Stadt Wuppertal und ihre kreative Reise von Film und Malerei zur Literatur. Eine Welt voller bewegender Erzählungen und tiefgründiger Charaktere, die trotz melancholischer Untertöne immer Hoffnung tragen.
40 Minuten
Hank Zerboleschs neuer Roman "Gorbach" erforscht die Wechselwirkungen zwischen Menschen und ihrem Umfeld in einer fiktiven Stadt. Episodenhaft erzählt, ohne klassische Handlung, beleuchtet der Roman die Lebenswirklichkeiten seiner Protagonisten und regt die Leser an, eigene Antworten auf die Frage zu finden, ob Orte die Menschen formen oder umgekehrt. Zerbolesch teilt persönliche Einblicke und seine Erfahrungen in verschiedenen Städten, die seine Überzeugung prägen, dass Orte die Menschen maßgeblich beeinflussen.
50 Minuten
Franzi Kopkas neuer dystopischer Roman „Honesty“ entführt die Leser in eine Welt ohne Lügen, überwacht von der Künstlichen Intelligenz AISS. Die 18-jährige Mae lebt in Sestiby, einem fiktiven Deutschland, in einer Gesellschaft, in der negative Emotionen wie Wut verboten sind. Mae spürt diese Emotionen, die sie nicht spüren darf. Um einen idealen Partner zu finden, muss sie an einem Auswahlprogramm teilnehmen, und das, ohne, dass sie auffliegt. Kopka zeigt in „Honesty“, wie dystopische Literatur aktuelle Probleme aufgreifen und ins Extreme spinnen kann. Der Roman ist geschlechtsneutral verfasst und integriert progressive Ansätze zu Gendergerechtigkeit und Geschlechtsidentitäten.
30 Minuten
Soziale Medien halten junge Menschen vom Lesen ab – ein Vorurteil, dass sich hartnäckig hält. Doch auf Plattformen wie Tiktok werden gerade Bücher im Bereich Young Adult und New Adult von jungen Menschen beworben. Durch die Kurzvideo-Plattform kann eine neue Leserschaft gewonnen werden. Kerstin Hardenburg, Inhaberin des Glücksbuchladens erzählt im Podcast, wie sie eine junge Mitarbeiterin eigens für „Booktok“ eingestellt hat. Neben dem Verkauf von Büchern veranstaltet der Laden auch Events und feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen.
47 Minuten
Moritz Klein, Geschäftsführer des Wuppertaler Peter Hammer Verlags, spricht im Podcast über die Herausforderungen der Branche, Künstliche Intelligenz, die Wichtigkeit von Buchmessen und die Träume vieler angehender Autoren. Wöchentlich schicken Autoren ihre Werke ein, in der Hoffnung, beim Peter Hammer Verlag veröffentlichen zu können. Moritz Klein erzählt, welche Fehler oft gemacht werden und wie Manuskripte ausgewählt werden.
52 Minuten
Schule-Schwänzen hat viele Gründe und Gesichter. Im Jahr 1997 ist das Wuppertaler Projekt „w.hip spitzenklasse“ entstanden. Damit sollte jugendlichen Schulschwänzern ein Wiedereinstieg in die Schule ermöglicht werden. Die mittlerweile pensionierten Lehrer Carola Weinhold und Gerd Holl haben 27 Jahre in diesem Projekt gearbeitet und ihre Erfahrungen in einem Buch aufgeschrieben.
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Der Literatur-Podcast der Westdeutschen Zeitung