ZU - Der Podcast der Zeppelin Universität Archiv
77 Episoden
60 Minuten
Alternative Fakten, Alternative für Deutschland, Alternative Medien. Immer dann, wenn Menschen und Gruppierungen mit dem bestehenden System nicht zufrieden sind, bieten sie sogenannte Alternativen an. Im Science Talk mit Prof. Florian Muhle geht Moderator Michael Scheyer der Frage nach, was alternative Medien sind, wie sie definiert werden können, welchem Lager sie zugerechnet werden können (was gar nicht so einfach ist) und was das alles für die Demokratie und die Traditionsmedien bedeutet. Die Analyse, was Alternative Medien in der Gesellschaft für eine Wirkung entfalten können, führt das Gespräch in eine ungeahnt große Gesellschaftsdimension.
46 Minuten
Autoritäre Regime gewinnen in der internationalen Politik zunehmend an Einfluss – und damit auch ihre Rolle in regionalen und internationalen Organisationen. In ihrer Antrittsvorlesung widmet sich Maria J. Debre der Frage, wie autoritäre Regime internationale Kooperation nutzen und gestalten und damit die liberale internationale Ordnung herausfordern. Im Zentrum ihrer Forschung stehen dabei „Dictator Clubs“, regionale Organisationen, die dazu dienen, autoritäre Herrschaft zu stabilisieren, demokratische Normen zu untergraben und illiberale Werte zu verbreiten. Während regionale Zusammenarbeit normalerweise mit Demokratisierung, Frieden und Menschenrechten assoziiert wird, stellt Debre in ihrem Vortrag die Schattenseiten regionaler Kooperation in den Vordergrund. Auch große internationale Organisationen wie die Vereinten Nationen oder die Europäische Union haben mit den Auswirkungen von Autokratisierung und Geopolitik zu kämpfen – manche sind dabei erfolgreich, andere verschwinden vom Radar der Mitgliedstaaten und werden aufgelöst. Im Ausblick auf ihre aktuelle Forschung beleuchtet Debre, wie internationale Organisationen effektiv mit verschiedenen Herausforderungen umgehen können und welche Rolle Autokratisierung für Entscheidungsprozesse in internationalen Organisationen, für die Entwicklung von internationalem Recht und die Verschiebung von Diskursen um Menschenrechte spielen. Maria J. Debre studierte Staats- und Politikwissenschaften an der Universität Passau, der Universität Potsdam und der Université Laval in Québec. Nach ihrem Bachelor- und Masterabschluss promovierte sie an der Freien Universität Berlin im Rahmen der Berlin Graduate School of Transnational Studies und der Kolleg-Forschergruppe „The Transformative Power of Europe“. In ihrem letzten Promotionsjahr war sie Fox International Fellow am Whitney and Betty MacMillan Center for International and Area Studies an der Yale University. In ihrer Doktorarbeit beschäftigte sie sich mit den Auswirkungen regionaler und internationaler zwischenstaatlicher Organisationen auf das Überleben autoritärer Regime. Im Anschluss an ihre Promotion arbeitete Maria J. Debre als Postdoktorandin im European-Research-Council-Projekt „,Who gets to live forever?‘ Towards an Institutional Theory on the Decline and Death of International Organizations” am Department of Political Science der Maastricht University. Zuletzt verstärkte sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin die Professur für Politikwissenschaft, insbesondere internationale Organisationen an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Potsdam.
1 Stunde 54 Minuten
Der US-Präsident Donald Trump bringt das Sicherheitsgefüge der Welt durcheinander. Europa kann sich im Ernstfall wohl nicht mehr auf die Hilfe der USA als Verbündeten verlassen, sondern muss sich selbst um die Verteidigungsfähigkeit kümmern. Was muss getan werden, damit Russland den Krieg nicht auf weitere Länder ausdehnen kann? Was muss Europa leisten? Und was muss Deutschland tun? Das soll Thema unserer nächsten BürgerUniversität sein. Zu Gast sind der CDU-Bundestagsabgeordnete und Sicherheitsexperte Roderich Kiesewetter und der Politikwissenschaftler und ehemalige Schweizer Diplomat Tim Guldimann. Zusammen mit den beiden Moderator:innen Dr Hendrik Groth, ehemaliger Chefredakteur der Schwäbischen Zeitung, und Laura Knobloch, Vorstandsmitglied des Club of International Politics e.V., sollen die beiden Gäste der BürgerUniversität den Versuch unternehmen, eine Richtung zu skizzieren, die Europa in eine friedfertige Zukunft führen könnte.
59 Minuten
Vom Konzertpianisten zum Kulturmanager – Noah Vinzens hat als ZU-Alumnus eine außergewöhnliche Karriere eingeschlagen. Im Gespräch mit AlumniOffice-Mitarbeiterin und CCM-Studentin Lea Wächter erzählt er, wie ihn das Studium geprägt hat, welche Herausforderungen er auf dem Weg zur Selbstständigkeit meisterte und warum er sich heute mit voller Überzeugung dem Kulturmanagement widmet. Ein inspirierender Einblick in die Welt der Kulturbranche, die Bedeutung von Netzwerken und den Mut, eigene Wege zu gehen.
57 Minuten
In dieser Episode des Sustainability Talks im ZU Podcast sprechen wir mit Stefan Kesenheimer, Bereichsleiter Unternehmensförderung und Regionalentwicklung der IHK Bodensee-Oberschwaben. Von Herrn Kesenheimer wollten wir wissen, wie sich Unternehmen nachhaltig aufstellen können und welche Herausforderungen und Chancen es dabei gibt. Er gibt uns einen Einblick in die Innovationskraft der Region Bodensee-Oberschwaben und die aktuelle wirtschaftliche Lage der hiesigen Unternehmen. Wir diskutieren die Rolle der Kreislaufwirtschaft und nachhaltiger Mobilität sowie die Chancen der Energiewende. Was Dokumentationspflichten und Gesetze für die Unternehmen konkret bedeuten, stellt Stefan Kesenheimer anhand von zwei Beispielen vor, darunter ein persönliches Highlight seiner IHK Laufbahn. Zudem verrät er uns, welche Erwartungen er an Universitäten hat und welche Eigenschaften aus seiner Sicht Absolventinnen und Absolventen idealerweise mitbringen sollten.
45 Minuten
Die Zeppelin Universität hat im September 2024 die Kommission "Zukunft Lehre" einberufen, um Maßnahmen zu erarbeiten, wie die hohe Qualität der Lehre an der ZU auch zukunftsfähig bleibt. In einer Zeit, in der sich alles rasant verändert, muss eine Institution anpassungsfähig bleiben und auf neue Herausforderungen und Märkte reagieren. Professor Josef Wieland und studentische Vizepräsidentin Emilia Bös im Gespräch mit Moderator Michael Scheyer von der Universitätskommunikation über die Vorschläge, die die Kommission im Bericht macht. Was kann sofort, heute noch, ohne weitere Mühe umgesetzt werden? Und für was braucht es strategische Weitsicht und Planung? Den vollständigen Bericht der Kommission "Zukunft Lehre" finden Universitätsangehörige im ZUniverse auf der Seite des Präsidiums.
52 Minuten
Wir sind täglich von zahlreichen gesetzlichen Vorschriften umgeben, die unser Leben prägen. Die Europäische Union (EU) spielt dabei eine zentrale Rolle, wobei ihre Gesetze immer zahlreicher und komplexer werden. In seiner Antrittsvorlesung untersucht Steffen Hurka die Ursachen und Auswirkungen dieser Komplexität. Was macht ein EU-Gesetz komplex, wie lässt sich diese Komplexität messen, und warum variiert sie über Zeit sowie zwischen Politikbereichen? Welche Auswirkungen hat die steigende Komplexität auf die EU-Institutionen und die Umsetzung in den Mitgliedstaaten? Steffen Hurka promovierte 2015 an der Universität Konstanz und war von 2014 bis 2019 Akademischer Rat an der Ludwig-Maximilians-Universität LMU München. 2018 wurde ihm von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) die Emmy Noether-Nachwuchsgruppe EUPLEX bewilligt, die er seit 2019 leitet. 2023 erhielt er einen ERC Consolidator Grant für das DEMOLAW-Projekt, das mit computergestützten Methoden die Designlogiken und Ursachen von Gesetzesinstabilität untersucht. Zum 1. Oktober 2024 wurde Steffen Hurka auf den Lehrstuhl für Europäische Politik an der Zeppelin Universität berufen.
1 Stunde 19 Minuten
Die Digitalisierung eröffnet eine neue Medienepoche der menschlichen Gesellschaft. Erstmals beteiligen sich „intelligente“ Maschinen mit generativen Programmen an der Kommunikation der Gesellschaft. Die überlieferte Struktur und Kultur der Buchdruckgesellschaft ist überfordert. Die Instantaneität und Konnektivität der neuen Medien sind in der nächsten digitalen Gesellschaft nur durch eine Struktur exklusiver Netzwerke und eine Kultur symbiotischer Komplexität zu bewältigen. In den Mittelpunkt einer Organisations- und Gesellschaftstheorie rückt ein Kommunikationsbegriff, der den Gesamtzustand der Gesellschaft, aber auch jede einzelne Operation innerhalb dieser Gesellschaft bezeichnet. Eine neue Monadologie wird erkennbar, in der weder Dinge noch Menschen noch Götter die Monaden sind, sondern Ereignisse: in sich geschlossene, wenn auch vielfach verzerrende Spiegel des Universums. Dirk Baecker, promoviert und habilitiert an der Universität Bielefeld im Fach Soziologie, wurde 1996 auf den Reinhard-Mohn-Lehrstuhl für Unternehmensführung, Wirtschaftsethik und sozialen Wandel und 2000 auf den Lehrstuhl für Soziologie an der Universität Witten/Herdecke berufen. 2007 folgte er einem Ruf auf den Lehrstuhl für Kulturtheorie und -analyse an der Zeppelin Universität und 2015 einem Ruf auf den Lehrstuhl für Kulturtheorie und Management erneut an der Uni Witten/Herdecke. Dort war er von 2020 bis 2021 Seniorprofessor für Soziologie und Management, hier ist er seit 2022 Seniorprofessor für Organisations- und Gesellschaftstheorie.
1 Stunde
Wie macht man eine Hochschule nachhaltig? Wie kann man Studierende, Mitarbeitende und Forschende für das Thema Nachhaltigkeit begeistern? Und kann man überhaupt messen, wann eine Hochschule nachhaltig ist? Über diese und weitere Fragen sprechen wir in der zweiten Folge des Sustainability Talks mit Beate Pawle. Sie leitet den Bereich Nachhaltige Hochschule an der Fachhochschule in Dornbirn. Über ihre Arbeit spricht sie mit Dr. Fabian Sennekamp, Nachhaltigkeitsmanager an der Zeppelin Universität. Wir sprechen über die Maßnahmen, die beide Hochschulen in den Bereichen Energie, Mobilität und Wissenstransfer ergreifen, um nachhaltig(er) zu werden. Und wenig überraschend agieren beide Hochschulen nicht für sich alleine im Elfenbeinturm. Wir wagen in dieser Folge des Sustainability Talks den Sprung über den Bodensee. Trotz unterschiedlicher Rahmenbedingungen in Deutschland und Österreich sind wir auf viele Gemeinsamkeiten auf dem Weg zu einer nachhaltigen Hochschule gestoßen.
44 Minuten
Big Data stellt Wissenschaftler:innen und Praktiker:innen vor große Herausforderungen und wird häufig als potenzielle gesellschaftliche Bedrohung wahrgenommen. Die Sorge besteht darin, dass Entscheidungen durch Big Data vollständig gesteuert und determiniert werden könnten. Der Vortrag beleuchtet die Frage, ob Big Data tatsächlich zwangsläufig zu besseren Entscheidungen führt oder ob der Umgang mit großen Datenmengen neue Herausforderungen mit sich bringt, die eine datenbasierte Entscheidungsfindung in Wissenschaft und Wirtschaft erschweren. Anhand von Beispielen aus der Finanzmarktforschung wird gezeigt, wie diese Herausforderungen durch den Einsatz neuer Methoden des maschinellen Lernens bewältigt werden können. Winfried Pohlmeier studierte Wirtschafts- und Politikwissenschaften an der Universität Konstanz und der Princeton University. Er promovierte an der Universität Mannheim, gefolgt von einem Postdoc-Aufenthalt als John F. Kennedy Fellow an der Havard University. Im Jahr 1994 habilitierte er sich an der Universität Mannheim und erhielt die venia legendi für die Gebiete Volkswirtschaftslehre und Ökonometrie. Im selben Jahr wurde er Professor für Volkswirtschaftslehre und Ökonometrie an der Universität Konstanz, den Lehrstuhl hatte er bis zu seiner Emeritierung im Frühjahr vergangenen Jahres inne. Zuletzt war er als Lehrbeauftragter an der Universität Freiburg tätig.
1 Stunde 35 Minuten
Die Frage, was ein Kunstwerk sei, ist heute fast genauso umstritten wie die, was Kunst ist. Eines schien jedoch immer klar: ein Kunstwerk ist „fertig“, vollendet, ein rundes und geschlossenes Ganzes, und wird in einer meist sehr präzisen bestimmten Form und Ausführung vom Künstler gewollt und in die Öffentlichkeit gebracht. Von vielen Komponistinnen und Komponisten gibt es nun allerdings schriftliche Hinterlassenschaften, die diesen konventionellen Kunstwerk-Status nicht erfüllen: Skizzen, Fragmente, nur teilweise ausgeführte, „unvollendete“ Werke. Das Gesprächskonzert des artsprograms mit dem Konzertpianisten Ulrich Murtfeld präsentiert, moderiert von Joachim Landkammer, eine Reihe von solchen aus den verschiedensten Gründen „unfertigen“ Kompositionen u.a. von Franz Schubert, Robert Schumann, Franz Liszt, Claude Debussy, Arnold Schönberg und von dem vor Kurzem verstorbenen Wolfgang Rihm. Das Konzert soll dem Publikum die Frage stellen, ob an diesen im normalen Konzertbetrieb praktisch nie zu hörenden Klavierstücken vielleicht gerade durch ihre „Unfertigkeit“ besondere ästhetische Entdeckungen zu machen sind – und ob diese auf dem Notenpapier „nicht erfüllten Versprechen“ zur Frage, was heute „Kunst“ sein könnte, vielleicht mehr beitragen können als manches (ab)geschlossene Werk: „Viele Werke der Alten sind Fragmente geworden. Viele Werke der Neuern sind es gleich bei der Entstehung“ (Friedrich Schlegel). Der aus Frankfurt am Main stammende Pianist Ulrich Murtfeld tritt nach dem Klavierstudium u.a. am Mozarteum Salzburg und in Bukarest, in ganz Europa, in den USA und in Südamerika auf. Er gastierte bei internationalen Festivals wie Auftakt Alte Oper Frankfurt, den Kasseler Musiktagen, dem Musikfest Bremen, den Thüringer Bachwochen, den Festwochen Gmunden, young.euro.classic. Berlin und dem Festival 2D2N (Odessa). Seine Diskografie umfasst Werke von Beethoven, Brahms, Liszt, Farrenc, Debussy, Dutilleux und Rihm. Im August 2014 und im Juni 2017 erschienen stark beachtete CD-Einspielungen „American Recital Vol. 1 und 2“ mit Klavierwerken US-amerikanischer Komponisten aus mehreren Jahrhunderten. Weitere CDs folgten 2023 („Early Piano Works“ mit frühen Werken der gleichaltrigen Komponisten Chopin, Schumann, Burgmüller und Schuncke), sowie im Herbst 2024 ("Genius Beethoven" mit berühmten und seltener gespielten Werken des Komponisten).
50 Minuten
Seit einigen Jahren wird der Einsatz von Virtual und Augmented Reality (VR/AR) in verschiedenen mediengestützten Lehr- und Lernszenarien intensiv diskutiert. Eine didaktisch sinnvolle Integration der Stärken und Schwächen dieser immersiven Medien in spezifische Lehr- und Lernsituationen ist dabei von entscheidender Bedeutung. In der Antrittsvorlesung werden die aktuellen Chancen, Herausforderungen und offenen Forschungsfragen im Bereich VR/AR-Learning aus informatischer Perspektive beleuchtet und in einen interdisziplinären Kontext eingeordnet. Raphael Zender promovierte an der Universität Rostock in der angewandten Informatik auf dem Gebiet pervasiver E-Learning-Infrastrukturen. Seitdem hat er seinen Forschungsschwerpunkt auf das Lehren und Lernen mit immersiven Bildungstechnologien wie Virtual und Augmented Reality (VR/AR) gelegt, stets mit einem interdisziplinären und praxisnahen Forschungsverständnis. Mit diesem Schwerpunkt engagiert er sich aktiv in der Gesellschaft für Informatik (GI), insbesondere als Gründer und Sprecher des interdisziplinären Arbeitskreises VR/AR-Learning sowie als Co-Sprecher der Fachgruppe Bildungstechnologien. Nach langjähriger Bereichsleitung am Lehrstuhl für Komplexe Multimediale Anwendungsarchitekturen der Universität Potsdam und einer knapp dreijährigen Vertretungsprofessur in der Didaktik der Informatik an der Humboldt-Universität zu Berlin, hat er seit Juli 2024 die ZF-Stiftungsprofessur für Systeme der virtuellen Realität an der Zeppelin Universität inne. Am neuen Lehrstuhl stehen vor allem die Forschung und Lehre zu den gesellschaftlichen Auswirkungen immersiver Medien sowie der effektive Einsatz dieser Technologien in Bildungskontexten im Vordergrund.
56 Minuten
Der Übergang zu einer nachhaltigen Wirtschaft ist für die Zukunft der menschlichen Gesellschaft unerlässlich. Controlling und Unternehmensrechnung leisten zu diesem Übergang einen wesentlichen Beitrag. Die Unternehmensrechnung stellt Entscheidungsträgern innerhalb und außerhalb des Unternehmens Informationen bereit, die ihnen erlauben, ökologische und soziale Wirkungen in ihre Entscheidungen einzubeziehen. Dieser Gedanke trägt auch die jüngsten Vorgaben der Europäischen Union zur Nachhaltigkeitsberichterstattung. Um aber Unternehmen nachhaltig zu machen, bedarf es des Controllings, welches Informationsbereitstellung, Planung und Kontrolle im Unternehmen koordiniert und es auf Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit ausrichtet. Andreas Ostermaier ist Zeppelin Professor für Sustainability Accounting und Controlling an der Zeppelin Universität. Er forscht und lehrt zu Unternehmensrechnung, Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Andreas Ostermaier studierte Kulturwirtschaft und Internationale Beziehungen in Passau und Straßburg und Mathematik in München. Er wurde 2011 an der Ludwig-Maximilians-Universität München promoviert und habilitierte sich 2017 an der Technischen Universität München. Vor seinem Wechsel an die Zeppelin Universität war er von 2018 bis 2024 zunächst Assistant und dann Associate Professor an der University of Southern Denmark.
38 Minuten
In einer zunehmend datengesteuerten Welt ist die Fähigkeit, zwischen Korrelation und Kausalität zu unterscheiden, für eine fundierte Entscheidungsfindung in Wirtschaft und Unternehmen unerlässlich. In dieser Vorlesung werden die Prinzipien und Methoden untersucht, die evidenzbasierten Ansätzen zur Identifizierung kausaler Effekte zugrunde liegen. Wir werden die Bedeutung der Feststellung von Kausalität, die damit verbundenen Herausforderungen und die von Ökonomen und Wirtschaftswissenschaftlern verwendeten Instrumente wie randomisierte kontrollierte Studien, natürliche Experimente und ökonometrische Techniken erörtern. Durch die Hervorhebung von Anwendungen aus der Praxis wird in dieser Vorlesung betont, wie robuste kausale Inferenz zu einer effektiven Politikgestaltung, strategischen Geschäftsentscheidungen und der Weiterentwicklung der Wirtschaftstheorie beiträgt.
57 Minuten
Professor Dr. Jan Söffner, Inhaber des Lehrstuhls für Kulturtheorie und -analyse an der Zeppelin Universität, wurde mit der renommierten Gerda Henkel Visiting Professorship ausgezeichnet. Vom 16. September bis 15. Dezember 2024 durfte er am Department of German Studies der Stanford University forschen und lehren. Im Podcast mit Moderator Michael Scheyer spricht Prof. Söffner darüber, wie er das Semester in Kalifornien erlebt, was für Unterschiede zwischen Deutschland und den USA existieren, wie engagiert die Studierenden hier und dort sind und wie er die US-Wahl erlebt hat. Die Gerda Henkel Stiftung und die Stanford University ermöglichen mit dieser Förderung herausragenden deutschen Geisteswissenschaftlern einen Forschungsaufenthalt in den USA. Professor Söffner wird in Stanford seine aktuellen Forschungsprojekte vertiefen und in Seminaren und Vorlesungen mit Studierenden und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern diskutieren.