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Hier spielt die Musik Archiv

76 Episoden
4 Minuten
Wayne Marshall ist ein wahres Multitalent: Als Organist, Pianist, Dirigent und Komponist begeistert er sein Publikum seit Jahrzehnten als eine feste Größe auf den internationalen Bühnen der Musikwelt. Dem ein oder anderen mag er vielleicht als Leiter des WDR Funkhausorchesters bei vier vergangenen Sommerfesten des Rheingau Musik Festivals sowie als hervorragender Interpret amerikanischer Musik bekannt sein. Doch wenn Wayne Marshall mit seinen Händen imposante Klanglandschaften formt, geschieht das längst nicht nur am Dirigentenpult. Seine erste Leidenschaft galt der Orgel – das unterstreichen die zahlreichen Rezitale des Briten unter anderem in Notre-Dame de Paris, der Royal Festival Hall und der Westminster Abbey. Was für eine Ehre, dass er im kommenden Sommer – zehn Jahre nach seinem Rheingauer Debüt als Organist – nun erneut in die Pfarrkirche St. Martin in Lorch zurückkehrt. Für dieses Wiedersehen hat er ein facettenreiches Programm rund um britische Orgelmusik dabei, das sein feines Gespür für Struktur und Klangfarbe perfekt widerspiegelt.
6 Minuten
Wenn sich zwei der renommiertesten Vokalensembles der Welt begegnen, ist ein ganz besonderes Konzerterlebnis garantiert.  VOCES8 aus London und Chanticleer aus San Francisco vereinen in ihrem gemeinsamen Auftritt das Beste zweier Kontinente: Präzise Klarheit trifft auf samtige Klangfülle, englische Eleganz auf amerikanische Dynamik. Mit dem Programm dieses Abends führen die beiden Ensembles – sowohl gemeinsam als auch jedes für sich – von der Renaissance bis in die Gegenwart, von Messgesängen bis hin zu Spirituals und Jazz-Klassikern. So entsteht an diesem Abend im Kurhaus Wiesbaden, dessen Akustik für Vokalmusik übrigens ganz hervorragend geeignet ist, ein Dialog der Stimmen, der

Grenzen überschreitet und die Magie des A-cappella-Gesangs in all seinen Facetten erlebbar macht.
8 Minuten
Farbenfroh, virtuos und voller Energie starten wir in die 39. Festivalsaison. Ein außergewöhnlicher Auftakt, denn wir dürfen Ihnen in den beiden Eröffnungskonzerten nicht nur direkt unseren Länderschwerpunkt „United Kingdom“ präsentieren, sondern auch zwei mit dem OPUS KLASSIK ausgezeichnete Künstler vorstellen, die in diesem Sommer gleich mehrmals in Erscheinung treten: Im Kloster Eberbach gibt Lucienne Renaudin Vary mit der Darbietung von Arutjunjans imposantem Trompetenkonzert einen ersten Vorgeschmack auf ihren Fokus und zeigt, welche unvergleichlichen Qualitäten die Trompete als Soloinstrument zu bieten hat, während unser diesjähriger Artist in Residence Hayato Sumino beim zweiten Eröffnungskonzert im Kurhaus Wiesbaden mit seinen pianistischen Fähigkeiten in Rachmaninows zweitem Klavierkonzert glänzt. Als einer der gegenwärtig spannendsten Künstler erobert er aktuell die Klassikwelt im Sturm. In insgesamt sieben Konzerten wird er seine fortschrittliche und genreübergreifende Herangehensweise an Musik beim diesjährigen Rheingau Musik Festival auf die Bühne bringen. Nicht fehlen dürfen in beiden Eröffnungskonzerten natürlich das hr-Sinfonieorchester und sein Chefdirigent Alain Altinoglu, die das Festival in jeder Saison traditionsgemäß eröffnen. Mit Borodins temperamentvollen Polowetzer Tänzen sowie Elgars „Enigma-Variationen“ – 14 geheimnisvolle Charakterstücke, inspiriert von Menschen aus dem Umfeld des britischen Komponisten – entführen die Musikerinnen und Musiker das Publikum in ein spätromantisches musikalisches Zeitalter mit schwelgerischen Melodien und orchestraler Leidenschaft. Zwei Abende voller Klangfarben und überraschender Wendungen – und der perfekte Auftakt zu einer Festivalsaison, die Lust auf mehr macht.
6 Minuten
Er ist dem Rheingauer Publikum seit vielen Jahren vertraut: Als ehemaliger Fokus-Künstler und regelmäßiger Festivalgast seit 2011 begeistert Igor Levit sein Publikum mit den unterschiedlichsten Programmen immer wieder aufs Neue. Diesen Sommer kehrt er mit Beethovens erstem Klavierkonzert zurück. Mit diesem Werk hat er sich bereits seit langer Zeit intensiv auseinandergesetzt, hat er doch sämtliche Klavierkonzerte des Komponisten eingespielt. Das Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia – Roma unter der Leitung von Daniel Harding stellt Levits Interpretation von Beethoven mit Johannes Brahms zweiter Sinfonie ein äußerst kontrastreiches Musikwerk an die Seite, das sich zwischen Naturidylle und melancholischer Ernsthaftigkeit bewegt und mit allen Farben der Brahms’schen Komponierkunst aufwartet.
7 Minuten
Ob zauberhafte Reisen zu mystischen Orten, epische Schlachten in weit entfernten Galaxien oder geheimnisvolle Erkundungen in längst vergessene Gefilde – John Williams macht mit seinen legendären Kompositionen das Sichtbare auf wundersame Art hörbar. In dieser Kunst steht ihm die international gefeierte und mit dem Komponisten befreundete Anne-Sophie Mutter in nichts nach: Mit ihren strahlenden Violinklängen präsentiert sie in dem eigens für sie komponierten Violinkonzert Nr. 2 von John Williams an diesem Abend musikalische Welten, die zum Staunen und Träumen einladen. Unterstützt wird sie dabei vom renommierten Royal Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Vasily Petrenko. Der britische Klangkörper, der immer wieder mit eindrucksvollen Soundtracks für Videospiele, Filme und Fernsehen begeistert, ist vor allem für seine grenzüberschreitenden Interpretationen bekannt. Beste Voraussetzungen also, um an diesem Abend die filmgewaltigen Klänge des mehrfachen Oscar- und Grammy-Preisträgers John Williams im Wiesbadener Kurpark in voller Pracht zum Leben zu erwecken.
5 Minuten
Vor etwas mehr als zehn Jahren ist Thomas Quasthoff aus dem Klassik-Genre ausgestiegen und hat sich seitdem stärker dem Jazz zugewandt. „Ich hatte eine wunderbare Zeit als klassischer Musiker und habe es sehr geliebt, meine Arbeit auf so einem hohen Level machen zu können. Jazz habe ich schon immer gesungen, nur hatte ich nie genug Zeit dafür“, gesteht er in einem Interview mit der Zeitschrift „Stern“. Doch jetzt hat er die Zeit dafür – und das ist nun schon seit einigen Jahren ein Glücksfall für die Jazz-Welt! Gemeinsam mit Simon Oslender am Klavier und der Neuen Philharmonie Frankfurt unter Jens Troesters Leitung präsentiert der langjährige Festival-Freund an diesem Abend im Kurhaus Wiesbaden eine musikalische Hommage für Frank Sinatra, bei der eine großartige Stimme auf großartige Hits trifft.
6 Minuten
Gerade in der heutigen Zeit sind Verständigung und Zusammenarbeit über kulturelle und politische Grenzen hinweg von enormer gesellschaftlicher Bedeutung. Ein Klangkörper, der diese Tugenden nicht nur im Namen trägt, sondern auch umsetzt und in die Welt trägt, ist das West-Eastern Divan Orchestra: Es vereint Musikerinnen und Musiker aus Israel, Palästina und anderen Ländern des Nahen Ostens und steht – als starkes Symbol und unverzichtbares Zeichen – für den Dialog der Kulturen und die Kraft der Musik, Brücken zu bauen und Barrieren zu überwinden. Zu diesem herausragenden Orchester gesellt sich der international gefeierte Pianist Lang Lang, der an diesem Abend Felix Mendelssohn Bartholdys erstes Klavierkonzert präsentiert. Danach erklingt Beethovens „Eroica“, ein monumentales Werk, das mit seinem revolutionären Geist und den heroischen Themen als Ausdruck des Strebens nach Freiheit und Menschlichkeit gilt.
6 Minuten
Sorgen Bachs „Goldberg-Variationen“ für besseren Schlaf? So zumindest war die Idee hinter der Komposition, die Reichsgraf von Keyserlingk bei keinem Geringeren als Johann Sebastian Bach bestellte. Ein Musikstück von „sanftem und etwas munterem Charakter“ wünschte er sich, das ihm das Einschlafen erleichtern sollte. Er hatte nicht damit gerechnet, dass Bach ihm ein derart kunstvolles, komplexes und zugleich aufregendes Meisterwerk zusenden würde, dessen Balance zwischen seelenvoller Empfindsamkeit und größter technischer Meisterschaft einfach jeden in Atem halten muss. Und das noch einmal mehr, wenn diese beiden am Werk sind: Mit Thibaut Garcia und Antoine Morinière haben sich zwei überragende Virtuosen der Herausforderung gestellt, Bachs großartiges Klavierwerk auf zwölf Gitarrensaiten zu übertragen. Das Ergebnis ist so berührend schön und der perfekte Gleichklang ihrer Instrumente so beeindruckend, dass dabei an Schlaf ganz und gar nicht zu denken ist.
6 Minuten
Unsere diesjährige Fokus Jazz-Künstlerin Dee Dee Bridgewater zählt mit ihrer kraftvollen Stimme und reichlich darstellerischem Talent zu den großen Entertainerinnen der internationalen Jazzszene. Die Leidenschaft für Musik, Tanz und Schauspiel hat sie von Mutter und Großmutter mitgegeben bekommen, und so ist es auch ihr ein Anliegen, mit aufstrebenden Jazztalenten gemeinsam zu musizieren und ihre Erfahrungen weiterzureichen. So nahm sie einst in dem von ihr ins Leben gerufenen Mentoring Programm „The Woodshed Network“ auch die Jazz-Sängerin Kennedy unter ihre Fittiche, die mittlerweile als Frontfrau der Formation Kennedy Administration aus New York mit ihrer energiegeladenen Stimme und Erscheinung jede Bühne zum Beben bringt. Zusammen mit der Neuen Philharmonie Frankfurt unter Angelo Valoris Leitung zeigen die beiden Sängerinnen, die sich und ihre Musik gegenseitig sehr schätzen, ihr ganzes künstlerisches Spektrum aus Jazz, Blues, sattem R’n’B und deepem Soul.
5 Minuten
So geht Völkerverständigung! Abel Selaocoe glaubt fest an die verbindende Kraft der Musik. Für den gebürtigen Südafrikaner gibt es keine Grenzen – nur vielleicht in den Köpfen, aber keinesfalls in der Musik. „Da wo ich herkomme, steckt man nicht alles gleich in eine Schublade“, berichtet er von seiner frühen und wichtigsten künstlerischen Prägung. „Als ich ein Cello bekam, sagte keiner, spiel’ klassische Musik. Aber man fragte: Welchen Klang kannst Du damit erzeugen?“ Also hat er sich mit großer Neugier auf die Reise in musikalische Zwischenwelten begeben. In seinen Konzerten voll universeller Musikalität wird neben dem Cello auch die Stimme zum wichtigen Instrument und der ganze Körper zum Kommunikationsmittel. Im gemeinsamen Konzert mit dem Stuttgarter Kammerorchester lässt er Werke mit ganz unterschiedlichen musikalischen Wurzeln aufeinandertreffen und die Welt ein Stück zusammenrücken.
5 Minuten
200 Jahre Johann Strauss: Das muss gefeiert werden! Ohne Strauss hätte das Walzervirus sicher keine globale Pandemie ausgelöst und sich nicht derart hartnäckig in den Tanzbeinen festgesetzt. Wenn das kein rauschendes Geburtstagskonzert wert ist! Das musikalische Multitalent Aleksey Igudesman – Wahlwiener, Teufelsgeiger, Komponist mit spitzer Feder und brillanter Entertainer – spielt dazu auf. Gemeinsam mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen geigt er sich in Ekstase und quer durch die Walzerklänge der Welt, verschwistert Strauss mit jüdischem Klezmer, Orientalischem aus Tausendundeiner Nacht, lateinamerikanischer Glut und keltischer Mystik. Sogar Breitwandqualitäten darf der Walzerkönig ausspielen, denn Hollywood hat dessen unsterbliche Melodien längst für sich entdeckt. Für Filmmusiklegende Hans Zimmer gehören sie zum musikalischen Grundvokabular. Mit temperamentvollen Arrangements von Zimmer und Igudesman wird Strauss an diesem Abend zum Leinwandstar.
8 Minuten
In den Auftaktkonzerten unseres auf zwei Jahre angelegten Brahms-Zyklus mit den Bamberger Symphonikern hat das Spitzenorchester zwei ebenso hochkarätigen Solisten an seiner Seite: Jan Lisiecki wird den ersten Abend bestreiten und Renaud Capuçon den zweiten.

Mit unserer Einführung to go seid ihr auf beide Konzerte bestens eingestimmt.
9 Minuten
Zwei Klavierkonzerte an einem Abend? Für Yuja Wang kein Problem! An diesem Abend breitet die Ausnahmepianistin nicht nur in Chopins zweitem Klavierkonzert die gesamte Palette an virtuoser Exzellenz aus, sondern setzt noch einen drauf: In der zweiten Hälfte präsentiert sie zusätzlich Tschaikowskis opulentes erstes Klavierkonzert mit seiner unverkennbaren Eröffnungsmelodie. An ihrer Seite: das Mahler Chamber Orchestra, das in diesem Konzert sein breites musikalisches Epochenspektrum und seine exquisiten Interpretationen darbietet. Erneut dürfen wir diesen renommierten Klangkörper nun beim Rheingau Musik Festival begrüßen – ein Wiedersehen im Kurhaus Wiesbaden, auf das wir uns sehr freuen!
4 Minuten
Dass die Harfe es verdient, mit weitaus interessanteren Aufgaben betraut zu werden, als lediglich plätschernde Glissandi und sanft perlende Läufe in den Orchesterklang zu mischen, zeigt seit einigen Jahren Xavier de Maistre äußerst erfolgreich an seinem Instrument. Der Franzose hat die Harfe von ihren Klischees befreit und die Grenzen ihrer Möglichkeiten neu definiert – mit spannenden Bearbeitungen, bei denen durchaus auch einmal kräftigere Töne angeschlagen werden. Das gilt auch für seinen spanischen Konzertabend, den der mit zahlreichen Preisen bedachte Harfenist auf Schloss Johannisberg gemeinsam mit Lucero Tena an den Kastagnetten gestaltet: In Werken spanischer Komponisten darf die Harfe Feuer entfachen und Temperament zeigen – zumal, wenn die mexikanisch-spanische Kastagnetten- Virtuosin Lucero Tena die rasanten Rhythmen beisteuert.
4 Minuten
Sie sind eine schöne Tradition und sowohl besetzungstechnisch als auch programmatisch einzigartig – die Themennächte im Kreuzgang von Kloster Eberbach. Und auch dieses Jahr ist wieder Wohlklang pur angesagt, wenn wir zur Mediterranen Nacht laden. Dabei stehen unter anderem Meisterwerke aus Spanien und Italien auf dem Programm, die dem Publikum das sonnig-leichte Lebensgefühl und die ganze Bandbreite der temperamentvollen Musik des Mittelmeerraumes direkt in die eigene Region bringen. Ein stimmungsvolles, von sommerlichem Flair durchflutetes Konzertvergnügen, das nicht nur für gute Laune sorgt, sondern auch ein Wiedersehen mit den Festival Strings Lucerne unter Daniel Dodds Leitung und unserem diesjährigen Fokus- Künstler Thibaut Garcia bereithält.