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39 Minuten
Manche Sätze hört man so oft, dass sie wie Tatsachen klingen: Die alternde Gesellschaft überfordere den Sozialstaat. Demenz sei Schicksal. Wer genauer hinsieht, entdeckt oft ein anderes Bild – und genau dazu lädt diese Ausgabe ein.

Den Anfang macht Wirtschaftsjournalist Andreas Hoffmann. Seine These: Nicht die alternde Gesellschaft entscheidet über die Zukunft der Rente, sondern die Frage, wie viele Menschen bei uns arbeiten und wie produktiv sie sind. Japan macht vor, dass die Bevölkerung eines Landes schrumpfen und altern kann, während die Wirtschaft trotzdem stark bleibt. „Diese ganze Untergangserzählung ist Quatsch“, sagt Hoffmann im Interview. Warum er so sicher ist und was stattdessen zu tun wäre, lesen Sie in dieser Ausgabe.

Auch der zweite Blick auf die Demenz überrascht: Wissenschaftsjournalistin Cornelia Stolze zeigt, warum die Zahl der Neuerkrankungen entgegen allen Erwartungen zurückgeht und mit welchen zehn Gewohnheiten jeder selbst etwas für seine geistige Fitness tun kann.

Außerdem gibt es in dieser Ausgabe einen Denkanstoß zu einer großen Frage: Gibt es ein Leben nach dem Tod? Er verzichtet bewusst auf eine endgültige Antwort und lädt stattdessen zum Nachdenken ein – darüber, was wir eigentlich meinen, wenn wir „ich“ sagen, und was von uns bleibt.

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Hören.

Ihr Till Oltmanns
33 Minuten
In Theodor Storms Novelle „Die Söhne des Senators“ lässt ein Bruder eine Mauer zwischen den Häusern hochziehen, so dass der andere im Schatten sitzt. Eine „steinerne Gardine“ – errichtet nicht aus Hass, sondern aus verletztem Stolz und Scham. Am Anfang stand nur ein ungeregeltes Erbe. Darin steckt eine wahre Beobachtung: Die höchsten Mauern zwischen Menschen entstehen selten mit Absicht. Sie wachsen aus dem, was wir aufschieben und unausgesprochen lassen. Genau davon handelt diese Ausgabe. Stefan Schmitz zeigt zum Tag des Testaments am 13. September, was passiert, wenn wir unseren Nachlass einfach dem Gesetz überlassen.

Trauerbegleiter Matthias Kopp nimmt in unserer Webinar-Aufzeichnung die Angst vor dem Unausgesprochenen: Wer Trauernden beistehen will, braucht nicht die richtigen Worte – die gibt es ohnehin nicht. Und Christine Frischke porträtiert Elke, die nach dem Tod ihres Freundes keine Mauern hochzog, sondern Türen öffnete: Sie gründete kurzerhand ihre eigene Senioren-WG.

Warum außerdem der Schlaf ab der Lebensmitte so häufig leidet – und was dann wirklich hilft – erklärt Wissenschaftsjournalistin Martina Janning.

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Hören.

Ihr Till Oltmanns
43 Minuten
Manche Entscheidungen trägt man im Herzen – Sophie trägt ihre jetzt auf der Haut. Für unsere Titelreportage haben wir sie ins Tattoostudio begleitet, wo sie sich das kleine Organspende-Symbol stechen ließ, das inzwischen über 30.000 Menschen tragen. Warum sie diesen Schritt geht, was ihr Vater damit zu tun hat und weshalb das Tattoo einen Organspendeausweis trotzdem nicht ersetzt, lesen Sie in dieser Ausgabe.

Wer seine Entscheidung – ob dafür oder dagegen – verbindlich festhalten möchte, tut das am besten in einer Patientenverfügung. Wie wichtig klare Vorsorgedokumente im Ernstfall sind, hat vergangene Woche Dr. Tim Kleffner, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme am AMEOS Klinikum Warendorf, in unserem Webinar eindrucksvoll geschildert.

Um eine ganz handfeste Sorge geht es in unserem zweiten Artikel: Was, wenn der Platz im Pflegeheim nötig wird – und wer soll das bezahlen? Finanzjournalist Thomas Öchsner rechnet vor, welche Zuschüsse es gibt, wann das Sozialamt einspringt und was dann mit Eigenheim und Erspartem passiert.

Zum Schluss blicken wir nach vorn – und zwar weit: Altersforscherin Daniela Jopp hat rund 450 Hundertjährige und ihre Familien befragt. Im Interview erklärt sie, warum gute Gene nur die halbe Wahrheit sind und wie viel wir selbst für ein langes, erfülltes Leben tun können.

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen.

Ihr Till Oltmanns
1 Stunde
Erfahren Sie, was im Ernstfall wirklich zählt und wie Sie sicherstellen, dass Ihre Verfügung im Notfall auch wirklich greift.
51 Minuten
Erfahren Sie, was die geplante Pflegereform für Sie bedeutet und was Sie beim Beantragen eines Pflegegrades beachten sollten.
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Über diesen Podcast

Das typische Bild vom Ruhestand kennen Sie sicher: Ein gesundes Paar spaziert am Strand entlang und genießt die goldenen Jahre. Die Realität sieht meist anders aus. Zum einen gibt es viel zu regeln – von der Rente über die Pflege bis zum Nachlass. Zum anderen verliert die Vorstellung von 20 Jahren Dauerurlaub schnell ihren Reiz. Man muss sich neu erfinden, mit gesundheitlichen Einschränkungen umgehen und familiäre Herausforderungen meistern. Durch diesen Unruhestand begleiten wir Sie in unserem Afilio-Ratgeber und der Afilio-Show: mal unterhaltsam, mal tiefgründig – aber immer hochrelevant!
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„Unruhestand“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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