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Aquarell Mal-Podcast Archiv

177 Episoden
1 Stunde
Hast Du Dich schon einmal mit Feng Shui befasst? Mit der asiatischen Philosophie von Räumen und Inneneinrichtung? Ich nicht, aber ich vermutete, dass es einige Goldnuggets gibt im Feng Shui, die bei der Einrichtung eines kreativen Raumes helfen können. Ich dachte da an so Sachen wie „stelle etwas Hölzernes im Süden auf und „zünde eine rote Kerze im Norden an, dann wirst du tausend Ideen haben und die Umsetzung wird dir gelingen“. (Das wäre ja wirklich Magie!)

Nie und nimmer hätte ich gedacht, dass ein Gespräch über kreative Räume zu der Frage führt:

Was bringt Dir Freude? Mit welchen Farben und Gegenständen fühlst Du Dich wohl? Wer willst Du sein, wenn Du alles sein könntest, was Du möchtest?

Aber so war es. Aus den praktischen Tipps mit der Feng Shui-Meisterin Nima Soraya wurde ein kleines Coaching zum Wohlfühlen nicht nur in unseren Räumen, sondern mit uns selbst und mit unserer Kunst. So fantastisch und so gut!

Ich kann Dir die Folge nur wärmstens empfehlen. Hör gleich rein! (Falls Dir das hier zu kompliziert ist, bei der kostenlosen App Google Podcast findest Du mich auch, und viele andere Podcasts noch dazu )

Notizen zur Folge:

Nima Sorayas Facebook-Gruppe: Upgrade your Life: Ganzheitliches Wohlbefinden für Dich und Deine Räume.

Virtuelles Urban Sketching am 7.4.
27 Minuten
Die Temperaturen steigen und es ist langsam Zeit! Packt die Badehose ein…ehm, nein, vielmehr: pack das Draußenmalzeug ein, die Pleinairmal-Saison startet wieder!

Jedes Jahr, wenn die Blättchen sich an den Ästen entfalten und die Krokusse in großen Gruppen unsere Stadtwiesen bedecken, fängt es an, in meinen Adern zu kribbeln. Ich will raus! Die Vögel zwitschern hören, die neuen Farben sehen nach dem langen tristen Winter und wieder mitten im Leben drinnen statt immer nur zu Hause sein. Und ich möchte vor allen Dingen wieder direkt vor meinem Motiv sitzen, es ansehen, die Luft dort vor Ort atmen, den Ort und das Motiv fühlen und dann malen. Vor Ort. Ich weiß bei (fast) jeder Skizze und jedem Bild, das vor Ort entstanden ist, wie ich mich an dem Tag gefühlt habe und was mir durch den Kopf gegangen ist. Ich finde das großartig!

Bei dieser Skizze hier beispielsweise war ich in einer komischen Stimmung. Skizziert habe ich einen Eingang der Fachhochschule Brandenburg. Einerseits war ich an dem Tag erleichtert, weil ich es geschafft hatte mich abzuseilen und bei tollstem Wetter draußen saß und malte. Und ich war auch irgendwie stolz, dass ich dieses Draußenmalen mache, denn es hatte mich Überwindung gekostet. Andererseits erinnere ich mich auch noch genau, dass ich beim Anblick dieses Motivs dachte: WTF? Warum eigentlich diese FH? Was habe ich mit der zu tun? Nur weil die Architektur interessant ist? Das war sie zweifelsohne wirklich, aber das ist sie an so vielen Stellen. Soll ich die dann alle malen? Ja, an dem Tag habe ich das gemacht. 3 Stunden und 3 Skizzen belegen, dass frau tatsächlich ohne Inspiration und Lebensfreude einfach nur Architektur sketchen kann. Schon am selben Tag war ich unzufrieden, und jetzt denke ich auch oft, wenn ich diese Skizzen sehe: Warum?

Die Antwort ist: Weil Pleinairmalen auch etwas mit Mut zu tun hat. Da ist einerseits der Mut, sich zu zeigen mit deiner Kunst, indem du sie draußen auf der Straße unter Menschen ausübst. Und andererseits habe ich das Gefühl, dass gerade die Verknüpfung mit dem Motiv mir so viel abverlangt an emotionaler Beteiligung, dass der Druck dadurch groß wird: Werde ich es hinkriegen? Wird es so aussehen, wie es aussieht? Und noch viel wichtiger: Wird es gut aussehen?

Diesen Druck habe ich bis letztes Jahr stark empfunden. Obwohl ich sehr viel in Skizzenbüchern arbeite, wenn ich draußen male, sollten diese alle sehr gut aussehen. Und ich habe immer gedacht, dass Pleinairmalen die große Schule ist. Wer das schafft, der kann stolz auf sich sein. Denn Pleinairmalen ist was Besonderes und was Schweres.

Ja, und genau deswegen wollte ich das auch können, unter anderem.

Jetzt sag du mir mal: Ist das ein gutes Warum? Ich möchte gern viel draußen malen, weil es so schwer ist? Weil ich dann ganz besonders stolz sein kann auf mich?

Natürlich nicht Der einzige gute Grund for anything ist, weil es mir Freude bringt und meine Lebensenergie erhöht.

Dazu und zu anderen Dingen gibt es hier einige Gedanken und Überlegungen. Viel Spaß bei der Folge!

Notizen zur Folge:

Larry Cannons Aquarelle: https://www.cannonwc.com/works

Pleinair Po...
42 Minuten
Es ist der zweite Tag der Kita-Eingewöhnung. Aufgrund der Pandemielage dürfen Eltern wie ich, die ihrem Kind durch sichtbare Anwesenheit ein wenig Unterstützung geben wollen, nur draußen in der Kälte vor den großen Terrassenfenstern anwesend sein. Das ist richtig doof…hat mir aber heute auch eine Gelegenheit zum Skizzieren en plein air ermöglicht!

Eine große Lärche dominiert den Innenhof der Kita.

Ich habe schon immer verschiedenste Skizzenbücher gehabt und gefüllt, insofern ist es eigentlich erstaunlich, dass diese Folge erst jetzt kommt. Da habe ich den Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen

Ich kläre zum Einstieg kurz, was eine Skizze ist: häufig etwas Vorläufiges, Unfertiges, ein Entwurf, noch dazu ein schnell angefertigter. Wozu macht man so einen Entwurf? Um eine Idee auszutesten oder überhaupt eine belastbare Idee für eine Komposition zu finden; um schnell bei sich ändernden Lichtbedingungen draußen eine Szene festzuhalten so wie die Urban Sketcher; oder um eine Bildidee zu verfeinern. (Diese Liste ist nicht vollständig, by the way. Es mag noch gaaaanz viele andere Absichten für Skizzen geben.)

Skizzenbücher nehmen – für die meisten Menschen, aber nicht für alle – ein wenig den Druck raus. Im Skizzenbuch musst du nicht gut sein. Du kannst es zum Warmmalen, Lockerwerden und für allerhand andere Spielereien benutzen. Du kannst es Anderen zeigen oder nur für Dich allein benutzen. Du kannst die Ideen für ein Projekt in einem Skizzenbuch gesammelt haben oder ein ganzes Projekt in einem Skizzenbuch durchführen. So mache ich es mit meinem 100-Tage-Baum-Projekt.

Um diese Dinge geht es in der Folge. Ich komme noch auf die verschiedenen Arten von Skizzenbüchern zu sprechen und schlage dann eine Typologie von Skizzenbuch-BenutzerInnen vor. Es gibt diese drei Typen: Leute, für die das Skizzenbuch ein absolutes Muss ist und die immer skizzieren („Junkies“); Leute, für die ein Skizzenbuch etwas ganz Besonderes und vor allem besonders Schönes ist und die deswegen praktisch nie in Skizzenbüchern arbeiten; und Leute, für die Skizzenbücher Mehrzweckcontainer sind und die u.U. mehrere Bücher gleichzeitig für unterschiedliche Dinge/ Projekte benutzen.

Wie sieht es bei Dir mit dem Skizzenbuch aus? Benutzt Du eins oder mehrere? Und wenn ja, wie?

Wie immer kannst Du hier unter der Folge kommentieren oder auf Instagram, wo ich die Folge verlinken werde (@antjegillandslichtgeschichten), oder auf meiner Webseite www.antjegilland.com unter dem Blogpost zur Folge.

Ich habe in dieser Folge auf diese Personen und Quellen hingewiesen:

Adebanji Alade – hier ist ein ganz toller kurzer Film über ihn, in dem er die Bedeutung der Skizze für sein Werk betont: https://www.youtube.com/watch?v=yLYieN9g1Lk

Louise Fletcher – ihre Künstler-Community heißt Art Tribe (Link) und Skizzenbücher spielen dort häufig eine Rolle.
40 Minuten
Aquarellfarben sind wunderschön! Ich liebe sie und all ihre Eigenschaften. Das kommt auch wirklich von Herzen. Eher vom Hirn kommt meine Begeisterung für die ganzen Ws beim Einsatz von Farben – wann ist welche Farbe für mein Motiv am besten? Wie bringe ich den Vordergrund noch weiter nach vorne? Wie lasse ich eine tieferliegende Schicht durchleuchten? Weil ich in der letzten Zeit gerade bei der Frage nach der Transparenz und den Pigmenten selbst immer wieder auf Folge 7 zurückgegriffen habe UND weil in der Facebook-Gruppe zum Monatsthema Farben der Punkt „Transparenz“ auf gar keinen Fall fehlen darf, gibt es diesmal eine Wiederholung. Auf geht’s in die Welt der Körnchengrößen und Pigmente! Ich hoffe, die Folge gefällt Dir!

Wenn Du alle Videos zum Monatsthema sehen und mit diskutieren möchtest, hier geht’s zur Facebook-Gruppe. Auf Instagram findest Du mich unter @antjegillandslichtgeschichten. Schau gern vorbei, ich würde mich freuen!
40 Minuten
Ich male meistens mit Aquarellfarben und anderen wasserbasierten Medien. Welche Eigenschaften sollen die Farben aufweisen? In dieser Folge trage ich einige wichtige zusammen. Insgesamt komme ich auf sieben:

die Farben sollen brillant sein und leuchtensie sollen ergiebig seinsie sollen erschwinglich seinsie sollen sich gut mischen lassensie sollen gute Fließeigenschaften fürs nass-in-nass-Malen habensie sollen so transparent oder deckend sein, wie der Hersteller es ausweistsie sollen ihr Aussehen auf lange Sicht behalten (z.B. hinsichtlich Lichtechtheit)

Welche Eigenschaften sind für Dich am wichtigsten?

Ich erwähne in dieser Folge einige Herstellermarken. Ich benutze Farben von Schmincke, Winsor & Newton, Sennelier, Mijello, Lukas und White Nights. Ich betrachte die Erwähnung dieser Namen nicht als Werbung und wurde von keinem Hersteller beauftragt, seine Farben zu erwähnen. Es ist allerdings schwer, die einen Farben von den anderen zu unterscheiden, wenn man keine Marken nennt.

In der Facebook-Gruppe geht es in diesem Monat um Farben. Wenn Du an der Diskussion teilhaben möchtest, dann komme doch dazu! Die Gruppe heißt „Online Aquarell Atelier“. Auf Instagram kannst Du unter @antjegillandslightgeschichten all meine Bäume und weitere Bilder sehen, ebenso unter www.antjegilland.com. Wenn Du dich da für meinen Newsletter anmeldest, kriegst Du eine kleine Broschüre zum Blumenmalen – gerade richtig für die Jahreszeit, oder?
41 Minuten
Seit 25 Tagen male ich jeden Tag einen Baum. Warum? Was bedeuten mir Bäume? Zuerst einmal – das große Spiel zwischen Linie und Fläche ist nirgends so ausgefeilt wie bei Bäumen. Diesen Gegensatz überbrücken Bäume wunderbar, und viele andere auch. Hinzu kommt, dass wir uns in so vielerlei Hinsicht zu Bäumen in Beziehung setzen können. Wir können mit ihnen durchs Leben gehen.

In dieser Folge erzähle ich von einigen Bäumen, die in meinem Leben eine Rolle gespielt haben. Unter anderem rede ich von der großen Eiche bei meiner Tante, die so bedeutungsvoll am Rand des Bauernhofs stand, und von den Bäumen, die ich mit meiner Oma immer so bewundert habe. Betrachte die Folge als Einladung für Dich, auch über Bäume nachzudenken und Dich zu erinnern!

Wenn Du meine Bäume sehen möchtest, dann geht das auf Instagram unter @antjegillandslichtgeschichten sehr gut. In der Facebook-Gruppe werden auch viele Bäume gepostet; Du findest sie hier. Meine Webseite ist unter www.antjegilland.com zu finden; auch hier poste ich immer mal wieder Baumbilder.

Ich erwähne in dieser Folge:

Gabriel Lipper und seinen kostenlosen Workshop auf www.artofgabriel.com
29 Minuten
Heute stelle ich mich und meinen Weg in die Kunst für alle Hörer, die mich noch nicht so gut kennen, vor. Ich bin zwar mit Begeisterung und Herz Künstlerin, aber zuvor war ich in der wissenschaftlichen Forschung tätig. Wie ist es dann gekommen, dass ich das hinter mir gelassen habe? Das erzähle ich diesmal etwas genauer. Wie ich vor vielen Jahren mit dem Zeichnen und Malen angefangen habe, kannst Du in diesem Beitrag nachlesen.

Am Anfang verspreche ich, dass ich Dir erzähle, wie es zu diesem Podcast kam. Leider löse ich dieses Versprechen nicht ein Ein anderes Mal!

Im Rest der Folge erzähle ich Dir, was ich als Online-Angebote derzeit bieten kann. Hauptsächlich geht es mir hier darum darzulegen, wie die Online-Malgruppe funktioniert und wie so eine Sitzung mit mir abläuft. Die Sitzungen thematisch und inhaltlich vorzubereiten, ist ein wichtiger Punkt in meinem Wochenplan. Und die Malabende mit der Gruppe sind etwas, worauf ich mich im Vorfeld freue. Kurz gesagt: ohne die Ladies in der Gruppe wäre das letzte Jahr sehr schwer gewesen. Aber so hatten wir einander und wir hatten die vielen schönen Motive, die wir gemeinsam erarbeitet haben und die schönen Momente, in denen wir gelacht haben.

Neben der Online-Malgruppe gibt es die Minikurse, die zumeist an drei aufeinanderfolgenden Abenden stattfinden, und die kostenlosen Workshops. Der nächste kostenlose Workshop findet am 3.3. um 20 Uhr statt.

Guck mal vorbei am 3. März und lerne mich kennen oder komme gleich in die Malgruppe! Ein bisschen Platz haben wir noch.

Notizen zur Folge

Die Facebook-Gruppe „Online Aquarell Atelier“ findest Du hier: https://www.facebook.com/groups/252777022628932

Mein Instagram-Account „antjegillandslichtgeschichten“ ist hier: https://www.instagram.com/antjegillandslichtgeschichten/

Die Seite der Online-Malgruppe ist hier: https://www.antjegilland.com/aquarell-atelier/online-malgruppe/
38 Minuten
In dieser Folge geht es um Zuschreibungen zu Künstlern. Wie werden sie wahrgenommen? Was gibt es für Stereotype? Denn diese spielen eine Rolle in der Selbstpositionierung als Künstlerin. Was handele ich mir eigentlich ein, wenn ich sage „ich bin Künstlerin“?

Anlass zum Nachdenken darüber war ein Spaziergang mit einer Freundin vor ein paar Wochen. Wir haben – auf Abstand – viel geredet und es war ein sehr schöner Nachmittag. Gegen Ende sagte ich dann irgendwas, zu dem die Worte „ich als Künstlerin“ gehörten. Ich habe in dem Moment gleich gemerkt, wie sich bei meiner Freundin etwas zum Negativen veränderte. Sofort vermutete ich, dass meine Aussage ihr ein wenig Unwohlsein verursacht hatte. Du weißt ja, unser Bewusstsein macht nur 20% unserer Wahrnehmung aus, so wie beim sichtbaren Bereich eines Eisbergs. Wenn mir bewusst wird, dass ich etwas über jemand anderen denke, dann ist mein Unterbewusstsein schon vor 5 Minuten mit dem Unterbewusstsein des Anderen kollidiert. In diesem Fall stimmte das auch, denn es war nicht nur so, dass ich vermutet hatte, dass die Aussage „ich als Künstlerin“ da ein wenig problematisch war. Es folgte tatsächlich kurz darauf eine kleine Diskussion darüber, was das heißt und wer das sagen darf und was man damit meint, meinen soll und nicht meinen soll usw.

Kennst du das?

Ich schon. Ich bezeichne mich jetzt als Künstlerin, weil ich eigentlich außer Kunst nichts weiter tue. Du bist, was du am häufigsten tust – also bin ich Künstlerin. – Gut, ich könnte darauf auch verzichten und sagen, ich sei Soloselbständige oder Einzelunternehmerin. Das stimmt auch. Mich als kreative Marketingfrau zu bezeichnen, käme sogar auch hin, weil so viel meiner Zeit ins Marketing geht und gehen muss. Statt dessen sage ich aber, ich bin Künstlerin.

Was schwingt da mit? Warum ist das zum Teil so schwierig?

Hier ist meine Vermutung. Sie geht in zwei Richtungen. Beide haben mit den Aufladungen, die unsere Wahrnehmung und unser Denken über Künstler ausmachen, zu tun. Die erste ist: Künstler sind Taugenichtse, die wenig arbeiten und deswegen arm sind. Und die zweite ist: Künstler sind Genies und ganz besondere Menschen.

Siehst du den Widerspruch darin? Das eine erniedrigt die Künstlerin und macht aus der, die sagt „ich bin Künstlerin“ eine kleine blauäugige Person, die entweder den falschen Weg eingeschlagen oder den Schuss nicht gehört hat. Denn es ist ja keine gute Idee, Künstlerin zu sein. Es ist ja so schwer, damit Geld zu verdienen. Und selbst wenn du über die Runden kommst, was ist dann mit der Rente? Wie oft habe ich das schon zu hören bekommen!

Das andere überhöht Künstler und behauptet, sie seien ganz besondere Personen. Denn Künstler brechen die Regeln, sie denken und schaffen Dinge, die es vorher noch nicht gegeben hat, sie verändern die Gesellschaft, sie sind Genies. Sie stehen dabei allein und schaffen alles allein. Irgendwie sind sie befreit vom Herdentrieb. Ihre geniale Aufgabe als Künstler ist wichtiger. Sie stehen am Rand der Gesellschaft, aber nicht, weil keiner sie haben will, sondern weil sie schon ein wenig weiter sind als der Rest. Künstler sind Visionäre, Helden. Genies eben.

Demgegenüber behaupte ich meine Position, dass Künstler einfach Menschen sind, die viel arbeiten. Sie können sich „Künstler“ nennen, weil sie kreieren, weil sie etwas Künstlerisches schaffen. Es ist also eigentlich alles ganz praktisch.

Unter anderem habe ich erwähnt:

...
39 Minuten
Heute geht es ums Draußensein.

Während ich das schreibe, sehe ich meinen Mann und meinen Sohn draußen im Schnee spielen. Ich fühle fast selbst die kalte Luft in meinen Lungen. Das tut so gut! Ich liebe es, mich draußen in der Kälte zu bewegen, all die überzuckerten Pflanzen zu sehen und die Vögel zu hören! Es ist einfach herrlich. Und draußen zu sein, oder genauer gesagt: spazieren zu gehen ist auch für die Kreativität förderlich. Viel interessantes darüber hat Julia Cameron geschrieben, die mit ihrem Kreativitätskurs „Der Weg des Künstlers“ zu weltweiter Berühmtheit kam. Zwei Tools sind wichtig, um das Ziel von Camerons Kurs – die eigene Schaffenskraft zu entdecken und sprudeln zu lassen – zu erreichen: die Morgenseiten und das wöchentliche Künstlerdate. Und ein paar Jahre später kam dann in der Fortsetzung „Den Weg des Künstlers weitergehen“ auch der wöchentliche Spaziergang dazu. Ich erzähle Dir von Camerons Weg dorthin und warum ein Spaziergang Dir helfen kann, ins Leben und in Deine Schaffenskraft zu kommen.

Ich erzähle auch ein wenig von den Bäumen, die ich gerade jeden Tag male. Du kannst die unter https://www.instagram.com/antjegillandslichtgeschichten/ auf meinem Instagram-Konto anschauen. Unter dem Hashtag #the100dayprojectantjesbaeume kannst Du alle Baumbilder sehen, die im Rahmen dieser 30-Tage-Challenge entstehen. Sie sind nicht nur von mir, sondern auch von anderen Künstlerinnen. In der Facebook-Gruppe kannst Du noch mehr Bilder sehen, von Bäumen, Landschaften und allen möglichen interessanten Dingen. Der Link ist https://www.facebook.com/groups/252777022628932; komm gern mit dazu!

An dieser Stelle lade ich Dich herzlich zum YouTube live heute Abend um 20 Uhr auf meinem YouTube-Kanal ein: https://www.youtube.com/channel/UCb9dXdRkA1E4wHxOqYwStPg Falls es damit Probleme gibt, dann kannst Du auf dem Kanal morgen ein Video finden, in dem ich einen Baum male.

Diese Links ergänzen des Gesagte & Gehörte:

Julia Cameron (2003) Walking in this World. The practical art of creativity. Deutsche Ausgabe: Den Weg des Künstlers weitergehen.
32 Minuten
Times are tough…und deswegen müssen manchmal Pläne geändert werden! Und das bedeutet nun, dass es den angekündigten Intensivkurs zum Thema Bäume vorerst nicht geben wird. Die Bäume sind damit aber nicht „vom Tisch“, ganz im Gegenteil. Ab 31. Januar werde ich 30 Tage lang jeden Tag einen Baum zeichnen oder malen. Ich plane dafür nicht mehr als 20 Minuten ein; tendenziell werde ich eher weniger Zeit brauchen. Am Abend oder tagsüber, je nachdem, stelle ich mein Bild auf meinen Instagram-Kanal (@antjegillandslichtgeschichten). Machst Du mit?

Schon seit geraumer Zeit filme ich Bäume. Ich besitze daher ein kleines Archiv an (sehr) kurzen Clips zum Thema. Jeden Tag stelle ich einen von diesen auf meinen Instagram-Feed. Wenn Du also mitmachen möchtest, dann kannst Du dieses Video benutzen und den Baum oder die Bäume darin skizzieren. Sehe es als Rückversicherung für Dich für den Fall, dass Du mal zu viel zu tun hast um spazieren zu gehen. Ich möchte Dich auf gar keinen Fall um Deine tägliche Frischluft-Pause bringen, wenn Du so eine hast und sie mit dem Anschauen und schnellen Skizzieren von Bäumen verbinden könntest. Die ist nämlich sehr wichtig!

Ja, warum 30 Tage lang sich einer Sache widmen? Weil ich glaube, dass durch solch eine Konzentration auf eine Sache ohne viel Mühe neue Bedeutungsebenen entschlüsselt werden können. Ich weiß jetzt schon, dass ich Bäume sehr mag und dass sie mir viel bedeuten. Aber da gibt es sicherlich noch viel mehr herauszufinden! Davon abgesehen könnte ich tatsächlich die Gewohnheit erschaffen, jeden Tag zu skizzieren. Das ist von jeher mein Ziel, ich mache es aber bei weitem nicht jeden Tag. Dabei sind Gewohnheiten so hilfreich! In stressigen Zeiten sind sie unser Basislager, in guten Zeiten ersparen sie uns die Schwierigkeiten der Entscheidungsfindung. Wie langweilig oder unterstützend man Gewohnheiten letztlich aber findet, ist von Person zu Person verschieden. Ich kann mir das Baum-Projekt mit 30 Tagen sehr gut als interessante Abwechslung vorstellen, weil meine Tage so voller Familienleben sind und ich auf diesem Weg ein bisschen Zeit für mich haben werde, jeden Tag.

Diese Verquickung zwischen dem Baum-Projekt und Gewohnheiten bespreche ich noch ein wenig detaillierter in dieser Podcastfolge. Hilfreiche Materialien bei der Vorbereitung waren:

Art Juice Podcast (auf Google Podcast)

Gretchen Rubin (2015) Better Than Before. What I learned about making and breaking habits – to sleep more, quit sugar, procrastinate less, and generally build a happier life. London: Two Roads.

www.the100dayproject.org

Weil die 30 Tage des Baumprojektes für mich die ersten 30 Tage eines 100-Tage-Projekts sind, werde ich auf Instagram den Hashtag #the100dayprojectantjesbaeume verwenden. Wenn Du mitmachst, dann verwende doch auch diesen Hashtag oder erfinde Deinen eigenen.

Schön, dass Du diesen Podcast magst und unterstützt! Du kannst mehr von meiner Arbeit auf www.antjegilland.com sehen und lesen. Dort kannst Du Dich für den Newsletter anmelden oder mir auf dem Blog folgen. Auf Facebook bin ich unter ...
1 Stunde 29 Minuten
Ich habe heute eine Überraschung für Dich, und zwar in Gestalt einer sehr besonderen Podcast-Folge! Lucinda Ecke ist mein Gast und das Gespräch mit ihr war einfach so so schön! Lucinda ist Yoga-Lehrerin und Heilerin und eine inspirierende Person.

Du wunderst Dich jetzt vielleicht, was eine Yoga-Lehrerin und Heilerin zum Malen zu sagen hat? Zugegebener Maßen zum Malen nicht ganz so viel, aber zum kreativen Leben eine ganze Menge. Lucinda hat ihren Weg hin zu den Dingen, die sie wirklich machen möchte, erst so nach und nach gefunden. Angefangen hat sie als Krankenschwester, obwohl sie gern gleich Heilpraktikerin geworden wäre, aber das ging nicht. Von der Arbeit im Krankenhaus ging es über ein paar Zwischenstationen ins Medizinstudium, aber auch das war nicht das Richtige. Zwei Kinder und einige Herausforderungen später ist sie nun da, wo sie ist.

Auf ihrem Weg hat Lucinda viel über sich selbst gelernt. Ich freue mich so, dass sie über einige ihrer Einsichten gesprochen hat, und ich glaube, dass Du aus dem Interview bestimmt etwas Positives für Dich ziehen kannst.

Show notes

Lucindas Webseite: www.cosmic-matrix.de

Lucindas Facebook-Gruppe: https://www.facebook.com/groups/Matrix.Heil.Kreis

Pam Grout (2015). E² – Wie Ihre Gedanken die Welt verändern. Link zum Hörbuch auf YouTube
37 Minuten
Malst Du manchmal mehr als ein Bild zu einem Thema? Nein? Dann entgeht Dir vielleicht was. Denn das Arbeiten in Serie ist wirklich spannend! Ich denke da in erster Linie an drei oder vier ziemlich kleine Bilder zu einem Thema, z.B. um ein Motiv zu ergründen oder um herauszufinden, was Du an einer Vorlage besonders magst und später vielleicht mal in einem größeren Format malen möchtest. Oder um herumzuspielen oder um eine neue Technik ernsthaft auszuprobieren… es gibt da viele Möglichkeiten! Diese Folge ist die erste, die ich in meinem neuen Atelier aufgenommen habe. Ein neues Zeitalter bricht an, und serielles Arbeiten kann dabei eine große Rolle spielen!

Hör gleich rein und guck auch mal, ob Du am Freitag, 15.1. um 19:30 Uhr beim kostenlosen Workshop zum Thema dabei sein möchtest. Hier geht’s zur Anmeldung.

Show notes

Artist/Mother Podcast

Meine erste kleine Herbstserie 2020.
34 Minuten
Tja, was soll ich sagen: wie so viele andere Familien auch sitzen wir mit Kind zu Hause und geben unser Bestes. So sieht es gerade aus. Zum Arbeiten kam ich bisher nicht so viel; hoffentlich ändert sich das bald. Teilweise genießen wir die Zeit zusammen, teilweise ist es aber auch schwer. Ich rede ein bisschen über die Schwierigkeiten, die ich in dieser Situation habe und komme dann zu vier Dingen, die mir trotz allem helfen. Das sind die vier Tipps, die ich Dir in dieser Folge mitgeben kann. Ich hoffe, sie helfen!

Liebe Grüße und bis nächste Woche!
38 Minuten
In dieser neuen Podcastfolge geht es um Emotionen. Was sind sie, warum rede ich die ganze Zeit von ihnen und was hat es mit Begeisterung auf sich? Klar ist Begeisterung eine tolle Sache. Eignet sie sich aber als Leitemotion in der Kunstproduktion? Dieser Frage spüre ich nach. Ich hoffe, die Folge regt Dich zum Nachdenken an und gibt Dir ein paar positive Vibes für den Jahresanfang. Lass mich gern wissen, was Dir durch den Kopf geht! Ich freue mich darüber. Ansonsten – Guten Rutsch!

Farbe aus Erlzapfen – Naturfarben stelle ich mit Begeisterung her!

Show notes

Art Juice Podcast

Robert Solomon (1993). The Passions. Emotions and the Meaning of Life. Indianapolis/Cambridge: Hackett Publishing.
42 Minuten
Angeregt durch einen Kommentar zur vorletzten Podcastfolge gehe ich heute der Frage nach, was passiert, wenn wir unsere Bilder Anderen zeigen. Mit welcher Erwartungshaltung machen wir das? Gibt es einen richtigen und einen falschen Zeitpunkt, an dem man seine Bilder teilen sollte (oder eben nicht)? Beim Nachdenken über diese Dinge wurde mir dann klar, dass ich zwar weiß, dass ich Bilder produziere, die ich nicht zeige, aber ich nicht so genau sagen kann, warum ich sie nicht zeige. Darüber habe ich dann ad hoc noch ein wenig gegrübelt… Und wie hältst Du es mit dem Bilderzeigen? Das würde mich wirklich interessieren. Kommentieren kannst Du hier unter der Folge, auf Facebook und auf Instagram unter @antjegillandslichtgeschichten.

Ach so, das Cover-Bild für diese Folge ist mit Bedacht gewählt. Es ist eins aus meiner „Rooted/ At home“-Serie, das ich nicht so gelungen finde. Es ist so fest und steif. Der Malprozess war etwas zu diszipliniert und bemüht; ich hatte nicht so richtig Spaß dabei, sondern habe versucht, alles richtig zu machen. Ein paar Eckchen darin gefallen mit aber und inspirieren mich für weitere Arbeiten. Die mögen dann wiederum wunderbar werden (hoffe ich!), und deswegen ist dieses kleine misslungene Teil auch wichtig. Trotzdem hatte ich eigentlich nicht vor, es jemals zu zeigen. Weil ich nur die „tollen“ Bilder zeigen will? Oder weil dieses Bild nicht intensiv genug die Themen bespricht und bearbeitet, die mir wichtig sind? Hm, das weiß ich noch nicht genau. Das werde ich auf dem Weg herausfinden (yay!).

Show notes

Kate Davies (2019) Wheesht. Creative making in uncertain times. Edinburgh: Makadu Press. (Link zur Buch-Webseite)

Rooted II.
Aquarell Mal-Podcast

Aquarell Mal-Podcast

Alles über Aquarellmalerei und Aquarellfarben.