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Kontrafunk: Unter Freunden Archiv

223 Episoden
56 Minuten
Doch leider liegt der „großen Transformation“ ein Menschenbild zugrunde, das uns als leblosen Mechanismus ohne geistige Dimension betrachtet und mit dem Gefühl zurücklässt, wir wären „Ikonen einer längst vergangenen Zeit“. Bernhard Lassahn spricht mit Leon Wilhelm Plöcks über die Gefahren, die im Transhumanismus und im Posthumanismus lauern – aber auch darüber, wie wir uns den Entwicklungen, die sich schon lange abgezeichnet haben, entgegenstellen können: durch Innehalten, durch Immunisierung gegen Manipulation, durch Gewahrsein und durch ein Bemühen um Transzendenz. Also: bleiben wir optimistisch, besinnen wir uns auf unser Menschsein.
56 Minuten
Best of „Unter Freunden": Die Sinne scharf stellen

Er wäre letztes Jahr achtzig geworden. Christof Stählin ist ein vergleichsweise unbekannter, aber vermutlich einer der einflussreichsten Liedermacher gewesen, der uns nicht nur seine Werke hinterlassen hat, sondern obendrein eine Akademie – eine Schule, in der man eine Sichtweise erlernen kann, die an barocke Ideale erinnert und einem einen Blick auf die Welt ermöglicht, der von Gelassenheit und Dankbarkeit gekennzeichnet ist. Für Martin Betz ist es das Glück seines Lebens. Davon erzählt er.
56 Minuten
Best of „Unter Freunden": Chie Ishii - Heinz Erhardt - wie wir ihn noch nicht kannten

Ein Glücksfall: Die japanische Konzertpianistin Chie Ishii lernt Marita Malicke kennen, eine der Töchter von Heinz Erhardt, von dem sie noch nie gehört hatte. So kommt sie an bisher unbekannte Noten aus dem Nachlass und lernt über den privaten Zugang – ohne irgendwelche Vorbehalte zu haben – Heinz Erhardt als ernsthaften Künstler kennen, als eigenständigen Musiker, als feinen Poeten und als großen Humoristen. So schenkt sie uns mit ihren Programmen einen neuen Heinz Erhardt und erinnert daran, dass der Frohsinn eine ernste Sache ist und dass wir das Ernste nicht tragisch nehmen sollen.
56 Minuten
Sebastian Grell ist Botschafter einer Idee. Er ist einer von denen, der die „Free Cities Foundation“ vertritt und für freie Privatstädte nach dem Modell von Titus Gebel wirbt. Solche Städte sind nicht nur philosophische Gedankenspiele, in denen sich die libertären Vorstellungen von Ludwig von Mises wiederfinden. Aus dem Traum wird Wirklichkeit. Auf einer Insel, die zu Honduras gehört, entsteht gerade so eine Stadt. Sebastian Grell erzählt, wie er dazu gekommen ist, Botschafter dieses Projektes zu werden, und gibt uns Hinweise, wie man sich anschließen kann; denn wir leben in einer Zeit, in der mehr und mehr junge, unternehmungslustige Menschen nach solchen Möglichkeiten suchen und jenseits der eingefahrenen Gleise, die sie in Deutschland vorfinden, ein Leben in Freiheit führen wollen.
56 Minuten
Die Autorenvereinigung PEN kämpft gegen Zensur und für freie Rede. Gino Leineweber ist im Vorstand des Exil-PEN und erzählt, wie er sich für inhaftierte Schriftsteller einsetzt, wie der PEN einerseits seine Geschichte pflegt und sich andererseits in die aktuelle Politik einmischt. So ist eine Friedensanthologie für die Ukraine geplant, und der PEN unterstützt einen Aufruf zur Freilassung seines Ehrenmitglieds Julian Assange. Gino Leineweber macht uns mit Guy Sterne und den legendären „Richie-Boys“ bekannt, mit seinen Arbeiten zu Ernest Hemingway – und gibt uns Kostproben von seiner eigenen Poesie, die mit allerlei Preisen bedacht wurde.
56 Minuten
Wie erklärt sich die Sonderrolle, die Ungarn heute in Europa spielt? Wie kommt es zu der legendären Melancholie? Adorján Kovács erzählt von der Karriere seiner Mutter mit dem Budapest Gypsy Orchestra und von der Flucht seines Vaters, der 1956 „im Gänsemarsch“ über die Grenze kam. Noch waren die Übergänge vermint. Wir sehen uns mit einem lachenden und einem weinenden Auge die bewegte deutsch-ungarische Geschichte an, die immer wieder von Flucht und Freundschaft handelt. Adorján Kovács hat vor dem Hintergrund ein besonderes Gespür für „Deutsche Befindlichkeiten“ entwickelt – so der Titel seines Buches – und gleichwohl die Lebensweise seiner Heimat beibehalten, für die das Motto gilt: „Weinend amüsiert sich der Ungar“. Wir amüsieren uns auch und rufen den Hörern zu: Es lebe die deutsch-ungarische Freundschaft!
56 Minuten
Nach 37 Jahren praktischer Berufsberatung, fünfzehn Büchern sowie zahlreichen Artikeln zum Thema hat Uta Glaubitz ihre Erfahrungen in dem Hörbuch „Berufsfindung und Philosophie“ zusammengefasst. Wir sprechen über die verdeckten Gründe für eine falsche Berufswahl, über Meisterschaft, über Glück, über Punk und den kommenden Weltuntergang. Hinter der Frage „Was bin ich?“, wie wir sie noch vom „heiteren Beruferaten“ mit Robert Lemke in Erinnerung haben, lauerte immer schon der Zweifel an der Sinnhaftigkeit unseres Tuns. Wozu sind wir auf der Welt? Was können wir tun? Sind wir sicher, dass das, was wir tun, das Richtige ist? Bestimmen wir selbst, oder lassen wir uns von anderen bevormunden? Wir stellen uns den Fragen mit einer „heiteren Berufsberatung“.
56 Minuten
Was steckt hinter dem Schlagwort von der „toxischen Männlichkeit“? Wie steht es um die Gesundheit der Männer? Wie nennt man „männliche Jungfrauen“? Wie viele gibt es? Was sind „Incels“, von denen man neuerdings so viel hört? Sind sie wirklich so gefährlich, wie von feministischer Seite behauptet wird? Wie schädlich ist Pornografie? Was bedeutet es für junge Männer, unter dem Bannfluch einer pauschalen Verurteilung zu leben, die so weit geht, dass ihnen die Menschlichkeit abgesprochen wird? Prof. Dr. Michael Klein vom Deutschen Institut für Sucht- und Präventionsforschung erklärt, was alles dazu beiträgt, Männer krank zu machen, und was man tun kann, um die Misere zu überwinden.
56 Minuten
Was haben sie an sich, dass wir uns für ihre Kunst begeistern? Manfred Eichel wollte es wissen. Er hat über 500 Gespräche mit Künstlern aus den unterschiedlichen Sparten geführt und daraus Sendungen für die ARD und das ZDF produziert. Obendrein hat er seit 50 Jahren regelmäßig zu allem, was ihn beeindruckt hat, persönliche Notizen gemacht. Es waren glückliche Jahre in der Nähe von großen Talenten, von denen einige sogar seine Freunde wurden. Gerne denkt er zurück an Miles Davis, Peter Ustinov, Achim Freyer, Ulrich Eckardt, György Ligeti, Hermann Rauhe oder Pat Metheny. Um so bedauerlicher ist es, dass sich die Kulturlandschaft so sehr verändert hat. Doch er hofft, dass die „Dummköpfe, die uns heute vorschreiben wollen, was wir aussprechen dürfen“ bald wieder in der Versenkung verschwinden.
56 Minuten
Wenn ein Kind schwimmen lernt, ist es ein elementarer Schritt, ein Selbstbewusstsein zu entwickeln und Ängste zu überwinden. Schwimmen bedeutet im übertragenen Sinne so viel wie „das Leben bewältigen“. Vera Wellmer leitet in Weingarten im Landkreis Karlsruhe die Schwimmschule am See. Sie berichtet, wie das Chaos der Corona-Maßnahmen, die immer noch nachwirken, die Entwicklung der Kinder beeinflusst hat, und versichert uns, dass sie dennoch weiterhin davon überzeugt ist, dass in den Kindern so viel an Widerstandskraft und Überlebenswillen steckt, dass wir als Erwachsene davon lernen können, und dass uns die Kinder „erden“ können, wie sie es nennt.
56 Minuten
Wolfgang Mann ist Maler, Schriftsteller und Weltreisender, den es nach Sydney geführt hat. Er vermisst die deutsche Sprache und redet gerne. Seine Studenten nennen ihn daher auch den „Paganini der Abschweifungen“. Man spürt es sofort – auch über eine Entfernung von 36.084 Kilometern. Er plaudert lässig über die Besonderheiten Australiens und schweift dann ab zu ernsthaften Gedanken zum Krieg. Das Gespräch wurde am 25. April aufgenommen, dem nationalen Gedenktag für die Opfer der Schlacht von Gallipoli im Jahre 1915. Wolfgang Mann erklärt, welche Bedeutung dieser Tag immer noch hat und welche Rolle Deutschland heute im Krieg in der Ukraine spielen sollte.
56 Minuten
Früher sorgte ein Nachtwächter für Sicherheit. Heute ist er eine Touristenattraktion und gibt uns Nachhilfe in Heimatkunde. Martin Harzenmoser sieht sich als Geschichtenerzähler, der ein fröhlich-gruseliges „Gassen-Cabaret“ veranstaltet mit erstaunlichen Erzählungen von Enthauptungen, von der Pest, von zahnlosen Frauen und von verbotenen Liebschaften. Mit seinen Geschichten, die er mit aktuellen politischen Spitzen würzt, will er den ruhelosen Menschen von heute zum Schmunzeln bringen, damit er mit der Vergangenheit versöhnt und ihm die Angst vor den dunklen Seiten des Lebens genommen wird.
56 Minuten
Im letzten Jahr hätte man seinen hundertsten Geburtstag feiern können. Die „bösen Lieder“, wie er sie selber nennt, hallen immer noch nach und konfrontieren uns weiterhin mit der unangenehmen und stets aktuellen Frage, woher das Böse kommt und wie man am besten damit umgeht. Victor Plumettaz ist ein leidenschaftlicher Verehrer und Interpret von Georg Kreisler und sieht es als seine Lebensaufgabe, dieses „Geschenk an uns alle“ lebendig zu halten und den zugrunde liegenden Humanismus, den er trotz der immer wieder zur Schau getragenen Boshaftigkeiten darin erkennt, in Livekonzerten zu verbreiten: „Wenn nicht Liebe, was sonst? Etwa Bomben?“
56 Minuten
Nach einer verdächtig langen Pause von fünfzig Jahren, die das Apollo-Projekt eingelegt hat, soll mit dem Artemis-Projekt ein neuer Versuch gewagt werden, einen Mann auf den Mond zu bringen. Damit wird die Frage beantwortet, ob so etwas überhaupt möglich ist – und damals schon möglich gewesen wäre. War es das etwa nicht? Gab es in Wahrheit nur aufwendige Inszenierungen, nur gigantische Täuschungsmanöver, nur geschickte Kriegspropaganda, die der Kalte Krieg hervorgebracht hat, aber keine echten Mondlandungen? Robert Stein, „der größte Fan der Raumfahrt“, hat in Hunderten von Videovorträgen und Interviews, die wiederum von Millionen von Menschen angeklickt wurden, quälende Fragen aufgeworfen und wäre glücklich, wenn sie beantwortet würden.
56 Minuten
Michael Ransburg hat auf den großen Bühnen wie dem Burgtheater Wien gespielt und hat nach über fünfzig Produktionen mit fremden Texten und aufgrund von zwiespältigen Erfahrungen mit der „Maschinerie“ der großen Theaterwelt erstmalig ein eigenes Programm für die kleine Bühne gewagt. Es heißt „Glücklich“. Darin erinnert er sich, dass er als Junge einen Clown gesehen hat und sich daraufhin entschloss, selber ein „Glücksbringer“ zu werden. Deshalb versucht er immer wieder, die „hohe“ Kultur mit der „humoristischen“ zu verbinden. Die Corona-Krise hat ihn erschüttert und gerade deshalb darin bestärkt, sich ganz auf das Eigene zu verlassen und in Zukunft noch stärker mit humoristischen Elementen zu arbeiten.
Kontrafunk: Unter Freunden

Kontrafunk: Unter Freunden

Hier herrscht Harmonie im Kontrafunk. Schriftsteller und Liedermacher Bernhard Lassahn, auch genannt „der Milde aus dem Norden“, unterhält sich mit Gästen, die in Kultur und Gesellschaft etwas Besonde...