Kontrafunk: Unter Freunden Archiv
223 Episoden
50 Minuten
Angesichts der Bedrohung durch einen großen Krieg fragt sich Dr. Leo Ensel, warum es heute keine Friedensbewegung gibt wie damals zur Zeit des Nato-Doppelbeschlusses. Diese Zeit hat er intensiv erlebt, sein damaliges Engagement hat zu Zerwürfnissen in der Familie geführt, seine Stellungnahmen wurden im Bundestag zitiert. Leo Ensel erzählt, was ihn bewegt hat, aber auch, was ihm an der Friedensbewegung „auf die Nerven ging“. Besonders haben ihn die Lieder beeindruckt, die „dreckigen“ Songs gegen den Krieg (Hendrix, Animals …), mehr als die sanften Gesänge für den Frieden.
Leo Ensel hat zunächst aus purer „Neugier“ den Osten bereist und hat das Leben von denen, die als unsere Feinde hingestellt wurden, bei „interkulturellen Trainingsprogrammen“ kennengelernt. Er hat sich zweimal mit Michail Gorbatschow getroffen und sich mit ihm über die Beendigung des Kalten Krieges unterhalten. Seine Hoffnung ruht nun auf der Jugend, die gezwungen ist, sich mit den bedrohlichen Tönen und Taten der Scharfmacher auseinanderzusetzen und einen eigenen Weg zu finden, einen Krieg zu verhindern.
Leo Ensel hat zunächst aus purer „Neugier“ den Osten bereist und hat das Leben von denen, die als unsere Feinde hingestellt wurden, bei „interkulturellen Trainingsprogrammen“ kennengelernt. Er hat sich zweimal mit Michail Gorbatschow getroffen und sich mit ihm über die Beendigung des Kalten Krieges unterhalten. Seine Hoffnung ruht nun auf der Jugend, die gezwungen ist, sich mit den bedrohlichen Tönen und Taten der Scharfmacher auseinanderzusetzen und einen eigenen Weg zu finden, einen Krieg zu verhindern.
51 Minuten
Wir haben eine „demografische Katastrophe“, und es gibt in der westlichen Welt hauptsächlich zwei Arten, darauf zu reagieren: Man akzeptiert den Bevölkerungsrückgang oder setzt auf Einwanderung. Prof. Dr. Markus Meier benennt zunächst die Ursachen, die er unter anderem in einer „evolutionären Dynamik“, im „Hypergamie-Paradoxon“ und in einer Fehlentwicklung im Familienrecht sieht.
Dann spricht er über Auswege. Da Frauen und Männer unterschiedliche Fortpflanzungsstrategien haben, sieht er die Notwendigkeit von Kompromissen. Er plädiert für eine „mentale Wende“ sowie für eine „Enthysterisierung“ der Debatte. Er betont, dass er nicht „gegen Frauen“, sondern „für Mütter“ ist, dass es „kein Zurück“ gibt, aber durchaus vernünftige Möglichkeiten, auf die Notlage zu reagieren.
Dann spricht er über Auswege. Da Frauen und Männer unterschiedliche Fortpflanzungsstrategien haben, sieht er die Notwendigkeit von Kompromissen. Er plädiert für eine „mentale Wende“ sowie für eine „Enthysterisierung“ der Debatte. Er betont, dass er nicht „gegen Frauen“, sondern „für Mütter“ ist, dass es „kein Zurück“ gibt, aber durchaus vernünftige Möglichkeiten, auf die Notlage zu reagieren.
44 Minuten
Die ungekrönte „Limerick-Queen“ Mai Horlemann, die in ihrem neuen Programm den Limerick auf die Kleinkunstbühne bringt, hat ihre Inspiration von ihrer Mutter, die schon in den Siebzigerjahren Limericks veröffentlicht hat, als Deutschland gerade in einer Art Gegenbewegung zur anspruchsvollen Politkunst der 68er von einer Nonsenswelle erfasst wurde (Otto, Insterburg, Häschenwitze …). Die Ursprünge des Limerick wiederum gehen zurück auf Edward Lear und auf eine Nonsensmode ab 1830 in England.
Mai Horlemann erklärt die klassischen Bausteine: ein ungewöhnlicher Ortsname, hygienische Anspielungen und versteckte oder offene Erotik. Sie spricht über die Faszination der Form, über ihre Vorliebe für dreisilbige Reime und erklärt, warum Limericks „glücklich machen“. Als ihre Mutter an Alzheimer erkrankte und sich an kaum noch etwas erinnern konnte, waren Limerick-Reime das Letzte, das ihr im Gedächtnis geblieben war – und damit auch die Erinnerung „an die sonnigen Tage der Kindheit“.
Mai Horlemann erklärt die klassischen Bausteine: ein ungewöhnlicher Ortsname, hygienische Anspielungen und versteckte oder offene Erotik. Sie spricht über die Faszination der Form, über ihre Vorliebe für dreisilbige Reime und erklärt, warum Limericks „glücklich machen“. Als ihre Mutter an Alzheimer erkrankte und sich an kaum noch etwas erinnern konnte, waren Limerick-Reime das Letzte, das ihr im Gedächtnis geblieben war – und damit auch die Erinnerung „an die sonnigen Tage der Kindheit“.
52 Minuten
In seinem Kanal „Selfmade-Philosophie“ führt Ben Richter besonders krasse Netzfunde vor, die eindrucksvoll illustrieren, was Friedrich Nietzsche unter „Sklavenmoral“ verstanden hat. Davon ausgehend stellt er Betrachtungen über den Zustand der Gesellschaft an, die solche „geisteskranken“ Erscheinungen hervorbringt. Neben Nietzsche ist Max Stirner und seine Vorstellung von einem „radikalen Egoismus“ ein wichtiger Einfluss für sein Denken, das er in seiner Onlineplattform „Der freie Blick“ zur Diskussion stellt. Darüber hinaus bietet er Videokurse an, moderiert ein Buchklubtreffen und lädt zu einem jährlichen Treffen der Community in Sofia ein.
Ben Richter beschreibt seine persönliche Wandlung vom mittellosen, in Opferhaltung lebenden Kunststudenten zum Unternehmer, den es nicht zuletzt durch Corona und die Impfpflichtdebatte aus Deutschland vertrieben hat. Er spricht in Anlehnung an die Ausdrucksweise von Nietzsche ausdrücklich von „einem starken Ekelgefühl“ gegenüber dem Leben in Deutschland. Ausgerechnet in einem der ärmsten Länder Europas fühlt er sich frei, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.
Ben Richter beschreibt seine persönliche Wandlung vom mittellosen, in Opferhaltung lebenden Kunststudenten zum Unternehmer, den es nicht zuletzt durch Corona und die Impfpflichtdebatte aus Deutschland vertrieben hat. Er spricht in Anlehnung an die Ausdrucksweise von Nietzsche ausdrücklich von „einem starken Ekelgefühl“ gegenüber dem Leben in Deutschland. Ausgerechnet in einem der ärmsten Länder Europas fühlt er sich frei, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.
45 Minuten
Mit dem Buch „Klar bin ich eine Ost-Frau!“, in dem Martina Rellin Frauen aus dem Osten ohne festen Fragenkatalog vom „richtigen Leben“ erzählen lässt, stellt sie sich in die Tradition der Protokollbücher von Autoren wie Maxie Wander und Günter Wallraff. Sie will ein möglichst vollständiges und realistisches Bild von der Lebenssituation zeichnen, frei von Verzerrungen und Einseitigkeiten, die durch einen oberflächlichen Westblick entstanden sind. Dabei geht es nicht nur um die von der Westpresse begierig aufgegriffene Frage, ob „Ostfrauen mehr Orgasmen haben“, sondern um ein authentisches Gesamtbild.
Dabei wendet sie die FKK-Methode an – „Man kann nicht am Nacktbadestrand sein, ohne sich selbst nackig zu machen“ –, um so ein vertrauensvolles Klima zu schaffen und ihr eigenes Engagement deutlich zu machen. Ihr geht es nicht darum, zu vergleichen, vielmehr will sie die Unterschiede würdigen, die Eigenarten und Besonderheiten. Das Projekt wird fortgesetzt, Martina Rellin will mit ihren Kursangeboten weitere Menschen ermutigen, über ihr Leben zu schreiben.
Dabei wendet sie die FKK-Methode an – „Man kann nicht am Nacktbadestrand sein, ohne sich selbst nackig zu machen“ –, um so ein vertrauensvolles Klima zu schaffen und ihr eigenes Engagement deutlich zu machen. Ihr geht es nicht darum, zu vergleichen, vielmehr will sie die Unterschiede würdigen, die Eigenarten und Besonderheiten. Das Projekt wird fortgesetzt, Martina Rellin will mit ihren Kursangeboten weitere Menschen ermutigen, über ihr Leben zu schreiben.
40 Minuten
Emrah Erken hat sich „verliebt“ in den Hot Jazz, in die Komplexität und die „Lebendigkeit“, die von alten Schellackplatten ausgeht, „als würde einem die Musik ins Gesicht springen“. Er sammelt die Platten nicht nur, er bereitet sie so auf, dass sie die Hörer von heute erfreuen können, und präsentiert seine Schätze auf seinem Kanal „Atticus Jazz“. Emrah Erken schwärmt besonders von Bix Beiderbecke und dem jungen Louis Armstrong – „etwas vom Besten, was die Vereinigten Staaten überhaupt hervorgebracht haben“ – und berichtet, wie einst ein Weißer zu ihm sagte: „Hey, weißt du was, ich hasse Nigger, aber du, du bist ganz anders.“
51 Minuten
Sieglinde Kliemen hat das erste Männerhaus gegründet, das „Zwüschehalt Bern“, ein Zufluchtsort für Männer, die von häuslicher Gewalt betroffen sind. Dafür wurde ihr der Swiss Diversity Award in der Kategorie Equality verliehen. Es wirkt womöglich überraschend, dass ein solches Männerhaus überhaupt notwendig ist, aber nicht für Sieglinde Kliemen: Sie setzt sich dafür ein, weniger in einfachen Täter-Opfer-Schubladen zu denken, sondern die dahinterliegende Beziehungsdynamik und das gesamte System zu betrachten. Bei Trennungen werden Väter häufig strukturell benachteiligt, und Kinder werden als Machtmittel eingesetzt, während die Beistandschaften eher „Mutterschutz“ als „Kinderschutz“ betreiben.
46 Minuten
Schon während seiner Armeezeit im Jahre 2012 produzierte Sergei Chorolski humorvolle, leicht erotische Musikvideos. Mit Kriegsbeginn wurden die Videos politischer, nach seinem Spottlied „Patriotin“ über Frauen, die selber das Land verlassen hatten und gleichzeitig Männer zum Kämpfen aufforderten, wurde das Militär auf ihn aufmerksam. Er musste untertauchen, schließlich gelang ihm die Flucht, indem er nachts durch einen Grenzfluss nach Moldawien schwamm. In Deutschland setzt er seine Videoarbeit fort, nun jedoch als Dokumentation von Menschenrechtsverletzungen: Er sammelt Aufnahmen von gewaltsamen Zwangsrekrutierungen durch die sogenannten TCK-Einheiten, die brutal Männer entführen.
Möglich wird das Gespräch durch Übersetzungen und Erklärungen von Sergei Bereschnjuk, der mit Sergei Chorolski befreundet ist und die aktuelle Lage in der Ukraine kennt. Beide hoffen, dass durch das Aufzeigen der Menschenrechtsverletzungen der internationale Druck erhöht werden kann und der Krieg ein baldiges Ende findet.
Möglich wird das Gespräch durch Übersetzungen und Erklärungen von Sergei Bereschnjuk, der mit Sergei Chorolski befreundet ist und die aktuelle Lage in der Ukraine kennt. Beide hoffen, dass durch das Aufzeigen der Menschenrechtsverletzungen der internationale Druck erhöht werden kann und der Krieg ein baldiges Ende findet.
49 Minuten
Männer organisieren sich, es gibt neue Männermanifeste, ein Deutscher Männerrat e. V. steht vor der Gründung. Thomas Fügner ist Männercoach mit einem speziellen Programm und einem distanzierten Verhältnis zu der neuen Entwicklung. Er kritisiert sowohl die Tendenz zur Unterwerfung unter feministische Zuschreibungen, bei denen Männer als toxisch gesehen werden, als auch frauenverachtende Auswüchse, die man in der „Pick-up-Artist“-Szene findet. Die größte Tragik für Männer sieht er darin, dass ihnen der Zugang zu ihren Kindern verweigert wird.
Als Weg aus der Tragik empfiehlt er die japanische Kintsugi-Kunst, die es ausgegrenzten Vätern ermöglicht, ihr zerbrochenes Leben durch Selbstfürsorge, Selbstdisziplin und ein neues Selbstbild zu „vergolden“. Fügner greift dabei auf David Deidas Attribute von Männlichkeit – Fokussiertheit, Todesbewusstsein und Präsenz – zurück und plädiert dafür, dass Männer sich nicht an Rechten, sondern an Pflichten orientieren, und stellt sein Projekt „Masculin Spirit“ vor.
Als Weg aus der Tragik empfiehlt er die japanische Kintsugi-Kunst, die es ausgegrenzten Vätern ermöglicht, ihr zerbrochenes Leben durch Selbstfürsorge, Selbstdisziplin und ein neues Selbstbild zu „vergolden“. Fügner greift dabei auf David Deidas Attribute von Männlichkeit – Fokussiertheit, Todesbewusstsein und Präsenz – zurück und plädiert dafür, dass Männer sich nicht an Rechten, sondern an Pflichten orientieren, und stellt sein Projekt „Masculin Spirit“ vor.
44 Minuten
Die Friedensaktivistin und Tänzerin Isabelle Casel berichtet vom „European Peace Projekt“, das sie zusammen mit Ulrike Guérot ins Leben gerufen hat. Dabei wird am 9. Mai um 17 Uhr europaweit ein in verschiedene Sprachen übersetztes Friedensmanifest verlesen und mit künstlerischen Aktionen angereichert. Außerdem stellt sie das neu gegründete „European Peace Project“ vor, das sich als breit aufgestellter Thinktank versteht, der eine von der EU unabhängige, eurasisch orientierte multipolare Zukunft Europas entwickeln will.
Die erste Konferenz findet am 26. September in Istanbul statt und ist als Gegenentwurf zu Institutionen wie der Münchner Sicherheitskonferenz gedacht. Isabelle Casel wünscht sich, dass die stark fragmentierte Friedensbewegung wieder stärker gebündelt wird, damit mehr gemeinsame Aktionen entstehen.
Die erste Konferenz findet am 26. September in Istanbul statt und ist als Gegenentwurf zu Institutionen wie der Münchner Sicherheitskonferenz gedacht. Isabelle Casel wünscht sich, dass die stark fragmentierte Friedensbewegung wieder stärker gebündelt wird, damit mehr gemeinsame Aktionen entstehen.
49 Minuten
Unter dem Pseudonym R. Tarden hat Alexander Schlag einen Roman geschrieben mit dem harmlosen Titel „Nord-Nordost“ und dem verräterischen Untertitel „Eine Flucht vor dem europäischen Blackout“, der als drohendes Unheil im Hintergrund lauert. Der Segeltörn, der unter anderen Umständen heiter sein könnte, stellt die beiden Männer an Bord vor die Frage, wie eine Gesellschaft nach einem Systemversagen neu beginnen kann. Wie kann ein Neuanfang mit Eigenverantwortung, Urteilskraft und Demut sich staatlichen Regulierungen entgegenstellen?
Alexander Schlag ist gelernter Elektrotechniker mit Spezialisierung auf Energieverbundsysteme, man merkt ihm sowohl sein leidenschaftliches Segelfachwissen an als auch seine fundierte Expertise zu Stromnetzen. Am Ende deutet sich eine Art Arche-Noah-Szenario an, wenn das Boot noch zwei Frauen aufnimmt und zur Keimzelle einer möglichen neuen Gemeinschaft wird.
Alexander Schlag ist gelernter Elektrotechniker mit Spezialisierung auf Energieverbundsysteme, man merkt ihm sowohl sein leidenschaftliches Segelfachwissen an als auch seine fundierte Expertise zu Stromnetzen. Am Ende deutet sich eine Art Arche-Noah-Szenario an, wenn das Boot noch zwei Frauen aufnimmt und zur Keimzelle einer möglichen neuen Gemeinschaft wird.
51 Minuten
Dr. Leo Ensel sieht sein „Wörterbuch der Kriegstüchtigkeit" als fortlaufendes Sammelprojekt, in dem dokumentiert wird, wie verharmlosende und militarisierte Sprache uns auf einen Krieg vorbereiten soll. Seine Vorbilder sind Victor Klemperer, Dolf Sternberger und vor allem Günther Anders, der von „Apokalypse-Blindheit" spricht, mit dem die Unfähigkeit bezeichnet wird, sich die Folgen der von Menschen geschaffenen Zerstörungsmittel wirklich vorzustellen. Als Kind der Friedensbewegung der 1980er-Jahre erzählt Leo Ensel von einem bewegenden Versöhnungserlebnis an der Gedenkstätte Chatyn in Weißrussland. Er plädiert für persönliche Begegnungen und Dialoge über Grenzen hinweg als konkrete Friedensarbeit frei nach seinem an Politiker gerichteten „friedensfrechen“ Motto: „Zankt euch weiter – wir lieben uns weiter."
52 Minuten
Mit ihrem Buch „Ist mir egal. Wie Angela Merkel die CDU und Deutschland ruiniert hat“ möchte Vera Lengsfeld verhindern, dass Angela Merkel den Kampf um das Geschichtsbild, das sie hinterlässt, gewinnt. Merkel arbeitet intensiv an ihrem Nachruhm; sie sorgt immer noch dafür, dass Kritik unterbleibt, dass die Nachwirkungen ihrer Kanzlerschaft möglichst lange zu spüren sind und dass es so schnell keine Umkehr geben wird. Doch Lengsfeld will nicht, dass Merkel mit ihren Täuschungsmanövern und Rechtsbrüchen durchkommt und ihr Zerstörungswerk weiterhin verschleiert und weitgehend unbekannt bleibt. (Wiederholung vom 23. Februar 2025)
Ihr Buch blickt hinter die Kulissen, beschreibt Merkels Flucht in die Verantwortungslosigkeit und offenbart die Gleichgültigkeit, mit der sie selbst auf ihre Schadensbilanz zurückblickt: „Ist mir egal.“ Der sachliche Ton lässt die ungeschminkte Wahrheit über die Merkel-Jahre besonders deutlich hervortreten.
Ihr Buch blickt hinter die Kulissen, beschreibt Merkels Flucht in die Verantwortungslosigkeit und offenbart die Gleichgültigkeit, mit der sie selbst auf ihre Schadensbilanz zurückblickt: „Ist mir egal.“ Der sachliche Ton lässt die ungeschminkte Wahrheit über die Merkel-Jahre besonders deutlich hervortreten.
28 Minuten
Von Udo Jürgens gibt es etwa tausend Lieder, er selbst gestand ein, dass darunter einige „Gurken“ sind. Es sind allerdings auch unterschätzte Kunststücke dabei, die im Schatten seiner großen Erfolge stehen. Manfred Bockelmann, der neun Jahre jüngere Bruder, der als Maler Karriere gemacht hat, nennt sie „Schattenlieder“ und stellt einige davon vor. Er berichtet, dass er sich durch den Altersunterschied glücklicherweise von Anfang an nicht in Konkurrenz zu seinem berühmten Bruder gesehen hat und stets in einem produktiven Austausch mit ihm stand. Die Schattenlieder von Udo Jürgens sind überraschend aktuell, wenn er etwa davon singt, dass wir uns „erheben“ sollen gegen den Krieg, und wenn es heißt: „Ich bin dafür, dass Widerspruch erlaubt ist. Ich halte es sogar für eine Pflicht.“ (Wiederholung vom 30. November 2025)
51 Minuten
Windräder ruinieren unsere Landschaften. Auch die letzten verbliebenen Rückzugsgebiete sollen nun der Windkraftindustrie zum Opfer fallen. Doch es regt sich Widerstand. Auch Dr. Wolfgang Epple wehrt sich. Sein neues Buch „Windkraftindustrie und Naturschutz“ hat den bezeichnenden Untertitel „Windkraft-Landschaftsschutz-Naturschutz-Ethik“; denn Epple bietet nicht nur Zahlen und Fakten, er ordnet sein Engagement auch in einen weltanschaulichen Rahmen ein, der an Hans Jonas und dem Prinzip Verantwortung orientiert ist. (Wiederholung vom 14. September 2025)
Epple mischt sich ein, er reist zu den im Schatten der Windräder leidenden Menschen, um ihnen Argumente gegen die Windkraft zu liefern und den Sinn für die Schönheiten der Welt wieder aufzuwecken. Da kommt es vor, dass Zuhörer in Tränen ausbrechen. Sie werden von dem Gefühl der „Solastalgie“ überwältigt, mit dem ein neuartiger Schmerz gemeint ist, ein Leiden unter dem Verlust der Heimat. Epple ermutigt seine Zuhörer: „Seien Sie solastalgisch. Schämen Sie sich nicht für die Tränen. Versuchen Sie etwas zu tun!“
Epple mischt sich ein, er reist zu den im Schatten der Windräder leidenden Menschen, um ihnen Argumente gegen die Windkraft zu liefern und den Sinn für die Schönheiten der Welt wieder aufzuwecken. Da kommt es vor, dass Zuhörer in Tränen ausbrechen. Sie werden von dem Gefühl der „Solastalgie“ überwältigt, mit dem ein neuartiger Schmerz gemeint ist, ein Leiden unter dem Verlust der Heimat. Epple ermutigt seine Zuhörer: „Seien Sie solastalgisch. Schämen Sie sich nicht für die Tränen. Versuchen Sie etwas zu tun!“
Kontrafunk: Unter Freunden
Hier herrscht Harmonie im Kontrafunk. Schriftsteller und Liedermacher Bernhard Lassahn, auch genannt „der Milde aus dem Norden“, unterhält sich mit Gästen, die in Kultur und Gesellschaft etwas Besonde...