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1270 Episoden
41 Minuten
Die Hälfte der Menschheit hat sie – und doch ist sie ein untererforschtes Thema: die Menstruation. Starke Mensbeschwerden schränken die Betroffenen einmal im Monat in ihrem Alltag ein – und doch gibt es kaum Zahlen für die Schweiz. Ein Postulat von zwei Grünen Gemeinderätinnen der Stadt Zürich verlange zu prüfen, wie Mitarbeitende mit regelmässigen und starken Menstruationsbeschwerden unterstützt werden können und ob ein Bedarf für bezahlte Dispensen besteht. Die Stadt Zürich beauftragte das interdisziplinäre Zentrum für Geschlechterforschung (IZFG) der Universität Bern mit der Studie zu Mensbeschwerden der städtischen Angestellten am Arbeitsplatz. Die operative Leiterin dieser quantitativen Befragung, Dr. Christine Bigler, erzählt von den Resultaten, den Handlungsmöglichkeiten und auch der Kritik an den unterschiedlichen Lösungsansätzen.

Die Sendung ist Teil der Serie zu reproduktiver Gerechtigkeit - also Fragen rund um die menschliche Fortpflanzung.
23 Minuten
Letzte Woche ging in Griechenland ein jahrelanger Gerichtsprozess gegen zwei Dutzend Seenotretter*innen zu Ende. Das Gericht hat sie alle freigesprochen. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hatte den Fall im Vorfeld stark kritisiert. Im Interview hören wir Beat Gerber von Amnesty International Schweiz. 

Und ausserdem: Morgen beginnen die 61. Solothurner Filmtage. Einer der zahlreichen Filme, der gezeigt wird ist «Trop Chaud - KlimaSeniorinnen» vs. Switzerland von Benjamin Weiss. Er handelt von dem historischen Sieg der Klimaseniorinnen am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte und von der ernüchternden Reaktion des Schweizer Parlaments. 
29 Minuten
Heute beginnt in Davos das Weltwirtschaftsforum WEF. Wie jedes Jahr kritisiert die JUSO das Treffen von Vertreter*innen aus Wirtschaft und Politik scharf. Unter anderem mit einer Kundgebung in Davos am Tag zuvor. Mirjam Hostettmann, Präsidentin der JUSO Schweiz, im Interview. 

Und: Vor gut 20 Jahren trat im Rahmen der Anti-WEF-Proteste ein Komitee von Soldaten in die Öffentlichkeit, um gegen die Einsätze der Schweizer Armee im innern zu protestieren. Zwei dieser Soldaten waren der heutige Nationalrat Jon Pult und der frühere GSOA-Sekretär Adrian Feller. 
25 Minuten
Der Berner Gemeinderat hat die Geschehnisse rund um die Demo vom 11. Oktober in einem Bericht politisch aufgearbeitet. Darin geht der Gemeinderat auf Kritik, verschiedene Forderungen und Fragen ein. Im Gespräch erzählt Sicherheitsdirektor Alec von Graffenried, welche Gespräche der Gemeinderat für diesen Bericht geführt hat und weshalb er vor hat, die Einsatzkosten auf verurteilte Demoteilnehmende abzuwälzen.

AL-Stadtrat David Böhner erklärt, weshalb er vom Bericht der Stadtregierung enttäuscht ist und was er von Forderungen nach einem schärferen Kundgebungsreglement hält.

Zum Schluss der Sendung blicken wir in die USA. Mehrere Menschenrechtsorganisationen haben kürzlich auf das zweite Amtsjahr Trumps zurückgeblickt, das sie als Katastrophe für die Menschenrechte bezeichnen.
27 Minuten
Nach dem Nein zum Autobahnausbau an der Urne im November 2024 erwägt der Bundesrat, einige der abgelehnten Projekte doch wieder in die Planung aufzunehmen. Der Verkehrsclub Schweiz hat eine Umfrage in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse zeigen, dass eine Mehrheit der Bevölkerung dieses Vorgehen für undemokratisch halten.

Ausserdem:

Das Kollektiv SOORIYAN kreiert in der Kulturlanschaft Orte für südasiatische Identitäten. Damit füllt das Kollektiv eine Lücke und mischt die Schweizer Kulturszene auf. Am Norient Festival ist SOORIYAN zu Gast.
20 Minuten
 Wie klingt Gaza? Dieser Frage geht Mohamed Yaghi nach. Der Film Gaza Sound Man begleitet ihn bei seiner Tätigkeit – Mohamed Yaghi dokumentiert seine Umgebung mit seinem Aufnahmegerät.Gezeigt wird der Film am Norient-Festival. 

Und ausserdem: Mars, der rote Planet – so haben es die Meisten wohl in der Schule gelernt. Dieses Bild muss nun wohl revidiert werden. Zumindest was die Vergangenheit unseres Nachbarplaneten angeht. 

Dass es auf dem Mars früher Wasser gegeben haben muss, das ist schon länger bekannt. Jetzt hat ein Forschungsteam unter Beteiligung der Universität Bern beweisen können, dass es sogar mal einen ganzen Ozean auf dem Mars gegeben hat. 
19 Minuten
Die Stadt Bern will die Nutzung der beiden Allmenden im Norden der Stadt neu regeln. Dafür liess der Gemeinderat verschiedene Varianten ausarbeiten. Nun soll die Stadtbevölkerung mitreden.

Wir blicken noch einmal zurück ans NO WEF Winterquartier: Dort ging es um die Rote Hilfe, einer politischen Organisation, der unteranderem Menschen aus dem linken Spektrum im Gefängnis unterstützt. In Deutschland haben zwei Banken die Konten der politischen Organisation gesperrt. Thomas Meyer Falk, ein ehemaliger Gefangener, erklärt was das für die Betroffenen bedeutet.
22 Minuten
In der heutigen Infosendung berichten wir vom NO WEF Winterquartier 2026 in der Reitschule. Wir hören im Interview die deutsch-iranische Autorin Maryam Aras über die aktuellen Proteste im Iran und Lars vom technologiekritischen Çapulcu-Kollektiv über den Zusammenhang zwischen dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Faschisierung. 
24 Minuten
Auf Anfang Jahr treten jeweils neue Gesetze und Regelungen in Kraft. Einen Überblick über die wichtigsten Änderungen seit dem 1. Januar 2026 geben wir im ersten Teil der Sendung.

Ausserdem: Das Hilfswerk Caritas Schweiz warnt davor, die Gesellschaft drohe auseinanderzudriften. Grund dafür ist die zunehmend schwierige Situation von ärmeren Menschen.

Und schliesslich beenden wir unsere Serie zum Chaos Communication Congress mit einem Jahresrückblick. Gemeinsam mit der Digitalen Gesellschaft Schweiz beleuchten wir die wichtigsten Entwicklungen aus dem lezten Jahr im Bereich Datenschutz.
25 Minuten
 Gestern ist die neue Studie «Mediennutzung 2035 – Studie zur Zukunft der Informationsmedien» des Forschungszentrums Öffentlichkeit und Gesellschaft (fög) der Universität Zürich erschienen. Gefördert wurde sie vom Verlegerverband Schweizer Medien. 

Die Studie analysiert zentrale Entwicklungen des Journalismus in der Schweiz mit Blick auf die nächsten zehn Jahre. Grundlage sind 15 Interviews mit internationalen Expert:innen aus Wissenschaft und Medienpraxis sowie die Auswertung bestehender Nutzungsdaten und internationaler Forschung. Im Interview hören wir Pia Guggenbühl. Sie ist Direktorin des Verlegerverbands Schweizer Medien. 

Und ausserdem: Im Jahr 1970 wollte die Schwarzenbach-Initiative 350'000 Arbeiter:innen in ihre Herkunftsländer zurückschicken. Die Initiative wurde abgelehnt, bei einer Stimmbeteiligung von 75 Prozent. Doch 46 Prozent der Stimmbevölkerung stimmten der Initiative zu. Grazia Pergoletti war damals sechs Jahre alt. Ihre Mutter war Schweizerin und ihr Vater Italiener. Bei einer Annahme der Initiative hätte sie mit ihrem Vater die Schweiz verlassen müssen. Wie wäre ihr Leben verlaufen, wenn sie in Assisi und nicht in Basel aufgewachsen wäre? Pergoletti begab sich auf Spurensuche. Dadurch entstand das Stück „Schwarzenbach – Le Dolci Vite“. Es lief bereits 2024 im Schlachthaus Theater, heute Abend wird es wieder aufgenommen. 
24 Minuten
Eine Allianz von politischen Gruppen und Friedensorganisationen sowie linken Parteien lanciert heute das Referendum gegen eine Lockerung der Kriegsmaterialexporte. 

Und: Im dritten Teil der Serie zum "Chaos Communication Congress" (CCC) in Hamburg geht es um das "Musum of Care". Ein weltweites Solidaritätsnetzwerk, das von den Ideen der Künstlerin Nika Dubrovsky und ihres verstorbenen Ehemanns, Anthropologen und Aktivisten David Graeber ausging. 
24 Minuten
Der Gebäude- und Bausektor ist für fast 40% der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Mit dazu bei trägt der Zementkonzern Holcim. Vier Fischer*innen von der indonesischen Insel Pari haben Holcim deshalb verklagt. Im September befasste sich das Zuger Kantonsgericht mit der Frage, ob die Klage überhaupt zulässig und das Kantonsgericht dafür zuständig ist. Nun liegt der Entscheid vor. 

Wissen vermitteln - das macht das «Investiagtive Theater», wenn es um Technologiekonzern geht: Christiane Mudra zeigte das Stück am Chaos Communication Congress in Hamburg.
24 Minuten
In der Nacht auf Samstag beschossen die Streitkräfte der Vereinigten Staaten Boote und Gebäude in Venezuela. Mit Hubschraubern entführten sie den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und seine Frau. Die Aktion verstösst sowohl gegen US-Gesetze als auch gegen Völkerrecht. Das Vorgehen brachte in zahlreichen Ländern die Leute auf die Strasse. So auch gestern in Bern. 

Und ausserdem hören wir den ersten Teil einer Serie vom Chaos Communication Congress, der zwischen den Feiertagen in Hamburg stattfand. Rund 16‘000 Hacker:innenn und Technologieinteressierte trafen sich zum jährlichen Kongress. Aus rund 170 Vorträgen haben wir einige Themen herausgepickt. Der Kongress startete mit einem Vortrag von Katika Kühnreich über einige Grundlagen einer Gesellschaft, die durch Technologie geformt wird: Sie sprach über KI in Anführungszeichen, über eine Gesellschaft, die immer mehr über Maschinen funktioniert und sich Richtung Faschismus bewegt. 
22 Minuten
Am 19. Oktober 2009 begann für Wilson A. eine Geschichte, die heute – 16 Jahre später – immer noch nicht zu Ende ist. Bei einer Polizeikontrolle, die aus seiner Sicht aus rassistischen Motiven erfolgte, erlitt er Verletzungen. Die Polizist*innen traten und schlugen ihn gegen die Brust, obwohl er kurz davor eine Herzoperation hinter sich hatte. Im Herbst hat sich das Bundesgericht mit dem Vorfall befasst. Nun zieht Wilson A. den Fall vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.

Ausserdem: Am 24. August griff ein Patrouillenboot der lybischen Küstenwache das Rettungsschiff Ocean Viking der Seenotrettungsorgnaisation SOS Mediteranee an. Das Schiff musste während drei Monaten repariert werden. Dieser Tage kehrt die Ocean Viking wieder ins Mittelmeer zurück. Fragen über den Angriff bleiben bis heute offen.
25 Minuten
Die Burgergemeinde, der Kanton und Stadt Bern haben einen Studienauftrag ausgeschrieben Architekturteams sollen einen Plan das grösste Kulturareal der Schweiz erstellen. Der Präsident des Vereins Museumsquartier, Bernhard Pulver erzählt, welches Ziel der Studienauftrag verfolgt.

Ausserdem: In diesen Tagen befasst sich der Ständerat mit dem Sparprogramm des Bundes, dem so genannten «Entlastungspaket 27». In einigen Punkten will die kleine Kammer weniger weit gehen als der Vorschlag des Bundes. Wir verschaffen uns eine Übersicht.

Und schliesslich: Der Autor und ehemalige Kulturminister der palästinensischen Autonomiebehörde Atef Abu Saif war kürzlich in Bern zu Gast. Im Gespräch mit RaBe-Info erzählt von zerbombten Museen und Bibliotheken und davon, wie ein wiederaufgebautes Gaza trotz dieser gezielten Zerstörung von Kulturgut an die Vergangenheit anknüpfen kann.
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