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Platten-Panorama - der Vinyl und Musikpodcast Archiv

109 Episoden
1 Stunde 57 Minuten
Heute sprechen wir mit einem Mann, der im deutschen Underground seit vielen Jahren die Fäden mitzieht und trotzdem selten selbst im Rampenlicht steht.

Chris Weinrich ist Gründer und Kopf von This Charming Man Records, einem Label, das seit 2011 aus Münster heraus Punk, Rock und Metal veröffentlicht. Der Name ist eine Verbeugung vor dem Song „This Charming Man“ von The Smiths. Gegründet hat Chris das Label nach dem Ende seiner eigenen Bandlaufbahn, aus einem Netzwerk heraus, das er sich seit den 90ern erspielt hat.

Er arbeitete im Einkauf beim Mailorder und Plattenladen von Green Hell Records. Seine Chefs bei Green Hell (Burkhard Jünger & Frank Kestennus?) sind zugleich Mitgesellschafter beim Label.

Was als Szeneprojekt mit Veröffentlichungen aus dem Freundeskreis begann, nahm mit dem Debüt von Kadavar Fahrt auf. Spätestens da war klar, dass hier mehr entsteht als ein Hobbylabel. Inzwischen stehen Bands wie Die Nerven, Messer oder Fjørt im Katalog. Und auch Bands wie Seoi Nage oder Park Walker waren bei uns schon Thema.

Wir wollen heute verstehen, wie man ein Label über 15 Jahre trägt, was eine gute Band ausmacht und wie sich Idealismus und Wirtschaftlichkeit im Independent-Bereich wirklich anfühlen.

Website: thischarmingmanrecords.de

Zuletzt gehört

Dennis: BRUECKEN - Years that answer

Martin: Wildlights - Wildlights

Chris: Work Money Death - A Portal to here

Neue Platten in unseren Sammlungen

Dennis: Gorillaz - The Mountain

Martin: Frank Turner - No Man's Land

Chris: Home Front - Watch it die, Converge - Love is not enough

Eine Lieblingsplatte von Chris

The Smiths - The Queen is dead

Unterstützt uns bitte mit einer Sterne-Bewertung sowie gerne auch einem Kommentar dazu bei Apple Podcasts (Link) oder Spotify (Link). Wir freuen uns darüber. Feedback, Wünsche oder Vorschläge zu Gästen dürft ihr uns gerne per Mail schreiben: kontakt@platten-panorama.de.

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1 Stunde 53 Minuten
Henning Wehland ist zurück im Podcast. Und mit ihm eine Band, die sich neu erfunden hat, ohne sich zu verleugnen: H-Blockx.

Mit dem Album "Fillin_the_Blank" erscheint am 06.03.2026 über Solitary Man Records ein Werk, das die Band selbstbewusst ihr „zweites Album“ nennt. Nicht aus Marketinggründen, sondern aus Überzeugung. Haltung, Sound und Energie knüpfen direkter denn je an das Debüt "Time to Move" an.

Wir sprechen mit Henning über Neustart ohne Nostalgie, über Freundschaft statt Erwartungsdruck, über Verantwortung und Absturz. Und über einen Moment, in dem eine Entscheidung alles verändert.

Ein Gespräch über Rückkehr, Reife und die Frage, wie man nach über 30 Jahren Bandgeschichte noch einmal so klingen kann, als hätte gerade alles erst begonnen. Viel Spaß!

Fillin_the_Blank im Bandshop kaufen.

Das Label Papercup Records von Steffen.

Hot spinnings

Dennis: Peter Doherty & Frédéric Lo - The Fantasy Life of Poetry & Crime

Henning: Slope - Freak Dreams

Martin: Aerial - Back within Reach

New

Henning: H-Blockx - Fillin_the_Blank

Martin: Cast - Yeah Yeah Yeah

Dennis: Makaya McCraven - Universal Beings

All-time favorite von Henning

Rage against the Machine - Rage against the Machine

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1 Stunde 35 Minuten
Park Walker sind eine Band aus Berlin, Stuttgart und Karlsruhe, die 2018 gegründet wurde. Mit Hannes und Nicola an den Gitarren, Arnaud am Bass und Armin am Schlagzeug verbinden sie Emopop-Melodien mit Slowcore-Elementen. Ihr zweites Album "The Extra Mile" erschien am 30. Januar 2026 via This Charming Man Records und bietet 13 Songs voller Ruhe, Emotion und cineastischer Momente - der perfekte Soundtrack für einen langsamen Spaziergang durch einen stillen Stadtpark.

Die Songs drehen sich textlich um stille Reflexionen, über Erinnerungen und Verlust bis hin zu persönlichen Kämpfen und loyalen Freundschaften. Besonders berührend ist das Video zu „Open Sea“, in dem Bassist Arnaud alte VHS-Bänder seines verstorbenen Großvaters wiederentdeckte - eine intime Verbindung von Vergangenheit und Musik.

Über all das und natürlich viele aktuelle Alben und Lieblingsplatten sprechen wir mit Arnaud. Viel Spaß beim Zuhören!

Zuletzt auf den Plattenteller gelegt

Dennis: Jimmy Eat World - Clarity

Arnaud: The White Birch - Come up for Air

Martin: The Elephants - The Elephants

Neue Platten in unseren Sammlungen

Dennis: Melody’s Echo Chamber - Unclouded

Arnaud: Samling - Autisten

Martin: John Southworth - When you're this, this in Love

Eine Lieblingsplatte von Arnaud

Texas is the Reason - Do you know who you are?

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1 Stunde 39 Minuten
In dieser Folge von Platten Panorama ist Johannes zu Gast, der Sänger von Kind Kaputt. Anlass ist das neue Album Ins Blau, das rund um die Veröffentlichung dieser Episode erscheint. Es geht um hohe Erwartungen und darum, wie es sich anfühlt, ein Album zu veröffentlichen, das so nah an der eigenen Lebensrealität ist.

Im Mittelpunkt stehen ehrliche deutsche Texte, das ständige Vergleichen mit anderen und dieses diffuse Grundgefühl, dass alle anderen ihr Leben scheinbar besser im Griff haben. Johannes gibt Einblicke in den veränderten Schreibprozess von Ins Blau, erklärt, warum Reduktion eine zentrale Rolle spielt und wie aus klaren Strukturen trotzdem eine große emotionale Wucht entsteht.

Die Folge nimmt zentrale Songs des Albums in den Blick, darunter Ins Blau, Wie man lebt, Fernglas, Teufel, Angst, Gleich und So weit. Gedankenspiralen, Selbstzweifel und äußerer Druck treffen dabei auf überraschend tröstende Momente. Auch Streaming, unerwartete Song-Resonanzen und die Vision einer perfekten Liveshow ohne Budgetgrenzen kommen zur Sprache.

Eine Folge über Zweifel, Nähe und ehrliche Musik, die nicht vorgibt zu wissen, wie man leben soll, sondern genau daraus ihre Kraft zieht.

Zuletzt gehört

Martin: Second Letter - Cicatrix

Johannes: Miley Cyrus - Hannah Montana (The Movie)

Dennis: The Zutons - You can do anything

Neue Platten

Martin: T. Hardy Morris - The digital Age of Rome

Johannes: Heisskalt - Vom Tun und Lassen

Dennis: Dos Santos - City of Mirrors

Lieblingsplatte

Chappell Roan - The Rise and Fall of a Midwest Princess

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1 Stunde 24 Minuten
In dieser Folge werfen wir einen Blick auf die Alben, auf die wir uns 2026 besonders freuen. Manche sind bereits angekündigt, bei anderen spekulieren wir noch, und zu manchen gibt es erste bestätigte Infos. Wir sortieren Fakten, Gerüchte und unsere persönlichen Highlights und geben euch einen spannenden Ausblick auf das Musikjahr 2026 - natürlich aus Vinyl-Perspektive. Welche Platten landen auf unserem Radar, welche wollen wir unbedingt im Regal stehen haben, und worauf dürfen wir gespannt sein?

Zuletzt gehört

Martin: The Academic - Sitting Pretty

Dennis: Yin Yin - Yatta!

Zuletzt gekauft

Martin: The Pretty Reckless - Going to Hell

Dennis: Whitney - Small Talk

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1 Stunde 22 Minuten
Heute sind Inga und Angi von Kapa Tult bei uns zu Gast, einer Band, die sich nicht aufdrängt und trotzdem sofort im Ohr bleibt. Ihre Songs bewegen sich zwischen Indie, Punk und Pop und erzählen vom ganz normalen Straucheln im Alltag, klug beobachtet und oft mit trockenem Humor. Kapa Tult wirken dabei nie beliebig, sondern wie eine Band, die sehr genau weiß, was sie sagen will und was nicht.

Am 13. Februar erscheint ihr zweites Album „Immer alles gleichzeitig“, ein Titel, der ziemlich gut beschreibt, wie sich Gegenwart für viele anfühlt. Dazu kommt eine Tour im März und April, auf der diese Energie auch live spürbar wird. Wir wollen heute darüber sprechen, wie sich ihre Handschrift entwickelt hat, wie sie arbeiten und warum ihre Musik gerade dann hängen bleibt, wenn sie scheinbar leise daherkommt.

Zuletzt auf den Plattenteller gelegt

Dennis: Iron and Wine - Light Verse

Inga: R.E.M. - In Time: The Best Of R.E.M. 1988-2003

Martin: Pink Mountaintops - Outside Love

Neue Platten in unseren Sammlungen

Dennis: Barrens - Corpse Lights

Martin: Ziggy Alberts - New Love

Angi: Rage Against The Machine - Evil Empire

Lieblingsplatten von Kapa Tult

Angi: Die Ärzte - Le Frisur

Inga: Wir Sind Helden - Die Reklamation

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1 Stunde 32 Minuten
Zum Jahresende nehmen wir euch mit auf unseren persönlichen Rückblick auf 2025. Ein Jahr mit vielen intensiven Hörmomenten, spannenden Gesprächen und natürlich jeder Menge Vinyl. In dieser Folge schauen wir gemeinsam zurück auf das, was hängen geblieben ist. Musikalisch, menschlich und manchmal auch emotional.

Im Mittelpunkt stehen auch diesmal unsere Platten des Jahres. Jeder von uns bringt Alben mit, die 2025 besonders geprägt haben. Musik, die uns lange begleitet hat, uns überrascht oder genau zur richtigen Zeit erwischt hat. Gleichzeitig sprechen wir offen über Enttäuschungen und nennen den größten Album-Flop des Jahres aus unserer Sicht. Nicht jede Veröffentlichung hält schließlich, was sie verspricht.

Ein fester Bestandteil unserer Jahresabschlussfolge ist das schönste Vinyl-Gesamtpaket. Also genau die Platte, bei der Musik, Artwork, Haptik und Idee zusammenkommen. Für uns ein zentraler Teil der Vinylkultur und ein guter Anlass, über Gestaltung und Wertigkeit zu sprechen.

Natürlich blicken wir auch auf das Podcastjahr zurück. Auf unsere Gäste, auf besondere Gespräche und auf Momente, die uns selbst noch länger beschäftigt haben. Manche laut, manche leise, aber alle prägend für dieses Jahr Platten-Panorama.

Danke, dass ihr uns auch 2025 begleitet habt. Fürs Zuhören, Weiterempfehlen und für euer Feedback. Diese Folge ist unser gemeinsamer Abschluss eines intensiven Musikjahres.

Viel Spaß mit unserer Best-Of Folge 2025. Wir hören uns im neuen Jahr!

Zuletzt auf den Plattenteller gelegt

Martin: Cashier N° 9 - To the Death of Fun

Dennis: Radiohead - Hail to the Thief - Live Recordings 2003-2009

Neues Vinyl in unserem Plattenschrank

Martin: Catfish And The Bottlemen - The Balcony

Dennis: Omar Sosa‘s 88 well-tuned Drums

Album Flop 2025

Martin: Lorde - Virgin

Dennis: Richard Ashcroft - Lovin’ you

Das schönste Vinyl 2025

Martin: Flash Forward - RENEGADE

Dennis: Aimee Mann - Lost in Space

Lieblingsalben 2025

Martin - Platz 3: Great Grandpa - Patience, Moonbeam

Dennis - Platz 3: Tristan Brusch - Am Anfang

Martin - Platz 2: Ocean Alley - Love Balloon

Dennis - Platz 2: Wednesday - Bleeds

Martin - Platz 1: Of Monsters and Men - All is Love and Pain in the Mouse Parade

Dennis - Platz 1: Midlake - A Bridge to Far

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1 Stunde 58 Minuten
In dieser Folge sprechen wir mit Stina Holmquist und ihrem Bruder Lasse über ihre melancholisch-warmen Indie-Pop-Songs, die zwischen Ruhrgebiet und Schweden entstehen. Wir erzählen, wie uns ihr Auftritt auf dem Orange Blossom Special direkt umgehauen hat und warum ihre Debüt-EP It Dances On The Windowsill seitdem bei uns rauf und runter läuft. Stina gibt Einblicke in ihr Songwriting zwischen Sehnsucht, Heimatlosigkeit und hoffnungsvoller Poesie, während Lasse schildert, wie sich das gemeinsame Musizieren als Geschwister entwickelt hat. Wir sprechen über ihren Wechsel von piano-geprägten Arrangements zu modernen, atmosphärischen Sounds, über die Entstehung der kommenden EP If All My Hopes Find Answers, über mehr als 150 gespielte Konzerte und prägende Momente auf Festivals wie Reeperbahn, Juicy Beats oder dem OBS. Außerdem geht es um persönliche Themen wie Loslassen im Song Closing Doors, Kreativität im Alltag und den Weg zu einem eigenen, zeitgemäßen Klangbild.

Auf Stina Holmquists Website könnt ihr mehr über sie erfahren. Und dann bei Bandcamp fleißig Platten kaufen! Instagram: instagram.com/stinaholmquist.

Zuletzt gehörte Alben

Martin: Moon vs Sun - I'm going to break your Heart

Stina: Lizzy McAlpine - Older

Lasse: The Favors, FINNEAS & Ashe - The Dream

Dennis: Dave Guy - Ruby

Neue Schallplatten in unseren Sammlungen

Martin: Jason Simon - Jason Simon

Stina & Lasse: Faber - Addio

Dennis: The Good, The Bad and The Queen

Lieblingsplatte von Stina & Lasse

Lana Del Rey - Ultraviolence

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1 Stunde 44 Minuten
Naked Lunch zählen zu den prägendsten, aber auch widersprüchlichsten Bands im deutschsprachigen Raum. Sie genießen hohes Ansehen innerhalb der Indie-Szene und haben eine treue Fangemeinde. In den Neunzigern erlebten sie einen großen Durchbruch, gefolgt von einem Absturz und schließlich einem künstlerischen Comeback mit eindringlich-introspektiven Alben wie Songs for the Exhausted und This Atom Heart of Mine. Ihre Musik bewegt sich seit jeher zwischen Verzweiflung und Zuversicht, zwischen Zerstörung und Schönheit. Am 7. November meldeten sie sich mit Lights - And a Slight Taste of Death zurück - einem Album, das erneut tief ins Leben hineinleuchtet. Freut euch auf eine spannende Folge mit Oliver Welter!

Web: tapeterecords.de/artists/naked-lunch

Zuletzt gehört

Oliver: The Divine Comedy - Rainy Sunday Afternoon

Dennis: Ash - Ad Astra

Martin: Holton's Opulent Oog - Love in the Mist

Neu gekauft

Oliver: The Velvet Underground & Nico, Wu-Tang Clan - Enter the Wu-Tang (36 Chambers)

Dennis: Air - The Virgin Suicides (Redux)

Martin: The Bayonets - Crash Boom Bang!

Eine Lieblingsplatte

My Bloody Valentine - Loveless

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1 Stunde 48 Minuten
In dieser Folge sprechen wir mit Pogo McCartney über sein Projekt Seoi Nage. Ein Trio, das instrumentale Musik macht, die klingt wie der Soundtrack zu einem Film, den es nie gab: Vintage-Funk, krautige Grooves, psychedelisches Leuchten, Anklänge an martial arts und 70er Filmästhetik. Wir sprechen darüber, wie aus einer gemeinsamen Judo-Vergangenheit ein künstlerischer Rahmen werden kann, was musikalische Frische bedeutet und wie man sich einen Raum schafft, in dem Neugier wieder Vorrang hat. Außerdem geht es natürlich auch um Messer, den Unterschied zwischen Routiniertheit und dem Glühen des Anfangs, und darum, warum Seoi Nage eine Band ist, die langsam Bilder im Kopf freilegt.

Seoi Nage - The Gentle Way EP: seoinage.bandcamp.com/album/the-gentle-way

Seoi Nage - No Retreat, No Surrender: seoinage.bandcamp.com/album/no-retreat-no-surrender

Messer: messer-band.bandcamp.com

Zuletzt gehört

Pogo: Lalo Schifrin - Bullitt (Original Motion Picture Soundtrack)

Martin: Light Years - I'll see You when I see You

Dennis: Malo Moray - Embrace

Neu gekauft

Pogo: Culture - International Herb

Martin: Susto - Time in the Sun

Dennis: El Michel‘s Affair - 24hr Sports

Eine Lieblingsplatte

The Clash - Sandinista!

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21 Minuten
In dieser Folge sprechen wir mit Tristan Brusch über den Abschluss seiner dunkelromantischen Album-Trilogie. Nach "Am Rest", das vom Sterben einer Beziehung erzählt, und "Am Wahn", das die Verzweiflung danach ausleuchtet, widmet sich sein neues Werk "Am Anfang" der Versöhnung, Transzendenz und der Suche nach höherer Erkenntnis. Tristan erzählt, wie er in großen, warm produzierten Popmelodien nach Wirklichkeit strebt - nach allem, was weh tut, sich entzieht oder zu groß scheint, um es auszuhalten. Wir sprechen über seine künstlerische Entwicklung, seine Songwriting-Prozesse und darüber, was am Anfang eigentlich steht, wenn man alles hinter sich gelassen hat. Und über Seeräuber natürlich.

Zuletzt auf den Plattenteller gelegt

Dennis: Mondo Sangue - Rosso come la Notte

Tristan: Tom Waits - Swordfishtrombones

Martin: Steven Wilson - Last Day Of June

Neue Platten in unseren Sammlungen

Dennis: Wednesday - Bleeds

Tristan: Lisa Harres - Time As A Frame

Martin: Rickolus - Bones

Eine Lieblingsplatte von Tristan

Die Heiterkeit - Schwarze Magie

Das neue Album "Am Anfang" kaufen: Shop

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1 Stunde 28 Minuten
Heute ist Marlo Grosshardt bei uns zu Gast. Seine Musik vereint provokante und zugleich sozialkritische Texte mit klassischen Einflüssen - mal zart, mal direkt, immer reflektiert. Marlo setzt sich mit persönlichen Sorgen und Ängsten auseinander, mit Gesellschaft, Liebe, Alltag und Politik. Als Singer-Songwriter, Popmusiker und gelegentlich auch Rocker bringt er alles zusammen, was moderner deutscher Pop sein kann: emotional, intelligent und handwerklich stark. Seine Songs lassen einen träumen, aufhorchen, nachdenken - oder einfach fühlen. Mit seiner aktuellen EP „laut“ zeigt Marlo, wie deutsche Popmusik heute klingen darf: ehrlich, detailverliebt produziert und voller Herz. Seine Songs laufen auf Demos, seine Konzerte sind oft ausverkauft, und doch bleibt er bodenständig, reflektiert und nahbar. Willkommen im Platten-Panorama - und viel Freude beim Zuhören!

Website: marlo-musik.de

Bauchladen: marlos-bauchladen.de

Zuletzt gehörte Album

Martin: Holly Humberstone - Can you afford to lose me?

Marlo: To Athena - Wältuntergang

Dennis: Mudhoney - Under a Billion Suns

Neue Vinyls

Martin: Cian Ducrot - Little Dreaming

Marlo: Noga Erez - The Vandalist

Dennis: Tom Odell - A wonderful Life

Marlos Lieblingsplatte

Florian Paul & Die Kapelle der Letzten Hoffnung - Dazwischen

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36 Minuten
Erschienen am 03. Oktober 2025 bei Republic. Unser Review.

Taylor Swift präsentiert sich im vertrauten Glitzer-Pop-Gewand - jedoch ohne große Überraschungen. Ihr neues Album überzeugt durch solide produzierte Songs, die in ihrer Gesamtheit ein stimmiges, unterhaltsames Werk ergeben. Der Charme erinnert stellenweise an den Soundtrack eines Teenie-Musicals - leichtfüßig, eingängig und von einer gewissen Unbeschwertheit geprägt. Das mag polarisieren: Während es bei manchen für Begeisterung sorgt, wirkt es auf andere womöglich überzogen. Ein zentraler Kritikpunkt: Das Album wirkt stellenweise etwas aufgesetzt und überladen. Viele Texte kreisen um vermeintlich bedeutende, in Wirklichkeit aber eher triviale Themen - hier hätte man sich mehr Tiefe und Substanz gewünscht. Auch musikalisch fehlen deutliche Höhepunkte: Keine Nummer ragt besonders hervor, kein Track brennt sich nachhaltig ins Gedächtnis. Trotzdem bleibt unterm Strich ein solides Popalbum, das Swift-Fans sicherlich zu schätzen wissen - und das für die eine oder den anderen genau den richtigen Glanz entfalten dürfte. Bewertung: 4 von 5 Platten-Panorama-Punkten.

(Martin)

Nun also die zwölfte Era. Schillerndes, reichhaltiges Showbiz und zugleich sehr viel Fake, sehr viel Emulation. Eine Taylor-Show, in der Synthies wie Fakten durch die Popgeschichte marschieren. Der Versuch, sich neu zu erfinden, wirkt eher wie ein Zwang - und das ohne klaren Plan. Produziert mit Max Martin und Shellback klingt die Platte wie ein Querschnitt durch die Popgeschichte: Synth-Pop, Soft Rock, Disco, Motown-Anklänge. Nostalgie trifft auf modernen Pop. Der größte Popstar der Welt schreibt hier über sein Fame, Reputation, Erfolg. Nur wirkt Taylor längst nicht mehr relatable - dabei war sie das früher wie kaum jemand sonst. Die junge Taylor aus der Zeit von Fearless, Speak Now und Red hat mit Geschichten und normale Menschen berührt. Gewaltige Popsongs, die sofort ins kollektive Gedächtnis übergingen hat sie schon immer geschrieben. Doch hier fehlt dieser Funke. Nach der kräftezehrenden Tour scheint mehr Energie in die perfekt getaktete Marketingkampagne als ins Songwriting geflossen zu sein. Hits fehlen komplett. Ich hoffe, dass nun endlich eine kollektive Müdigkeit einsetzt - denn mehr Taylor bedeutet nicht automatisch besser. Mein Wunsch: eine lange Pause. Aber keine endlose – sonst steigen die Erwartungen nur ins Unermessliche. In zwei, drei Jahren dann ein Songwriting-Vlog, vielleicht die bewusste Wahl einer neuen Era? Dann könnte Taylor wieder zu jener Künstlerin werden, die wir einst so gern gehört haben - ehrlich, nahbar und mitreißend. Ich kann nur 2,5 Punkte vergeben.

(Dennis)

Wertung: 6,5/10

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1 Stunde 7 Minuten
Albumcheck

Lola Young - I’m only f**king myself

Neue Bandcamp-Features

Bandcamp hat zwei neue Features vorgestellt: Playlists und Clubs. Die Playlists funktionieren wie Mixtapes, basieren aber ausschließlich auf Songs, die man selbst gekauft hat - das macht Teilen persönlicher, aber auch exklusiver. Mit den Clubs startet Bandcamp ein Abo-Modell, bei dem Kuratorinnen monatlich ein Album auswählen, das dauerhaft in die eigene Sammlung wandert, ergänzt durch Interviews und Listening-Partys. Beide Funktionen zielen darauf ab, Musikentdeckung stärker mit Besitz und direkter Künstlerinnen-Unterstützung zu verknüpfen und so eine Alternative zum klassischen Streaming zu bieten.

Lieblingsalben

Dennis: Paradise Lost - Draconian Times

Martin: Young Rebel Set - Crocodile

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20 Minuten
Erschienen am 19. September 2025 bei Community Music. Unser Review.

Der Ballon voller Liebe ist ohne Frage handwerklich stark: sauber produziert, voller Groove und mit Songs, die im Moment Spaß machen. Man nickt mit, lächelt, spürt den Soul - doch kaum ist die Platte vorbei, bleibt wenig wirklich haften. Ocean Alley zeigen ihr Können, aber zu oft wirkt es mehr nach Routine als nach Inspiration. Neben Glanzpunkten wie „Down the Line“ und „Sweet Boy“ gibt es auch Ausrutscher ins Beliebige. Unterm Strich bleibt ein solides, aber zu glattes Album, das eher vom Handwerk lebt als von Innovation. 3 von 5 Punkte.

(Dennis)

Für mich ein wunderbarer, musikalischer Roadtrip durch Australien, UK und die USA. Das bekannte Ocean Alley-Flair bleibt für mich auch bei diesem Album deutlich hörbar. Musikalisch keine Revolution der Band, besticht aber durch eine musikalische Vielfalt und thematische Tiefe, rund um das Thema Liebe, Leben und alles zwischendrin. Für Liebhaber von entspannter, soulig-rockiger Musik aus Down Under - ein Kauftip! 4 von 5 Platten-Panorama-Punkte.

(Martin)

Wertung: 7/10

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Vinyl Gespräche mit Musikerinnen und Musikern über Alben Musik und Schallplatten