Notabene. Literatur in Sachsen Archiv
54 Episoden
51 Minuten
Die Halbinsel Krim ist eine Region, die ein Paradies sein könnte, aber zum Spielball zwischen Russland und der Ukraine wurde. Als der Journalist und Schriftsteller Landolf Scherzer 2019 auf Bitten eines guten russischen Freundes auf die besetzte Krim fuhr, konnte er nicht ahnen, dass es der Vorabend eines Krieges würde. Trotzdem wird aus seinen persönlichen Beobachtungen und Begegnungen die historische Dimension des Konflikts deutlich. Sein Porträt einer Krisenregion vereinfacht nicht, verurteilt nicht und wird dadurch umso wahrhaftiger und lebendiger. Am 28. September war Landolf Scherzer zu Gast im Literaturhaus Leipzig und stellte sein im Aufbau Verlag erschienenes Buch „Leben im Schatten der Stürme – Erkundungen auf der Krim“ vor. Dieser Podcast dokumentiert die Veranstaltung.
Feedback und Anregungen gerne an: kontakt@saechsischer-literaturrat.de
Feedback und Anregungen gerne an: kontakt@saechsischer-literaturrat.de
30 Minuten
Mit seinen Romanen „Mit der Faust in die Welt schlagen“ und „Raumfahrer“ hat sich Lukas Rietzschel einen Namen als „wichtige Stimme des Ostens“ gemacht. Denn der 1994 geborene Schriftsteller interessiert sich besonders für die Nachwirkungen der deutschen Wiedervereinigung und die Frage, warum der Osten immer noch anders tickt als der Westen. Antworten dafür findet er vor allem jenseits der Metropolen, zum Beispiel in seiner Heimatstadt Görlitz. Dort erhält er am 6. Oktober den Sächsischen Literaturpreis, denn, so die Jury: „Wenn sich politische Verhältnisse ändern, hat das Folgen für die privaten Verhältnisse. Es entstehen Risse und Brüche, und dafür hat Lukas Rietzschel einen besonderen Nerv.“ Zuvor spricht er in diesem Podcast über die Vor- und Nachteile der Provinz, über die Sprachlosigkeit zwischen den Generationen und über Sachsen als einzigartige literarische Landschaft.
Feedback und Anregungen gerne an: kontakt@saechsischer-literaturrat.de
Feedback und Anregungen gerne an: kontakt@saechsischer-literaturrat.de
33 Minuten
Vor 30 Jahre wurde in Tübingen die Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik gegründet, doch seit 1996 hat sie ihren Sitz in Leipzig, wo ihr Vorsitzender, der Dichter und Schriftsteller Ralph Grüneberger zu Hause ist. Über 20 Jahre hat er die Geschicke des Vereins gelenkt, zu dessen wichtigen Projekten die Leipziger Lyrikbibliothek und das „Poesiealbum Neu“ gehören. Ganz aktuell hat Ralph Grüneberger die 4. Tage der Poesie in Sachsen mitorganisiert. Sie stehen mit einer Tagung im Zeichen der Schullesung, feiern aber auch den 30. Geburtstag der Lyrikgesellschaft. In diesem Podcast erzählt Ralph Grüneberger über seine literarische Biografie, den Reiz einer Lesung vor Schülern und warum Leipzig eine gute Stadt ist zum Schreiben.
Feedback und Anregungen gerne an: kontakt@saechsischer-literaturrat.de
Feedback und Anregungen gerne an: kontakt@saechsischer-literaturrat.de
32 Minuten
Es ist ein beliebtes und hin und wieder unterschätztes Genre: die Science Fiction Literatur. Dabei erzählt es viel darüber, wie wir Menschen uns die Zukunft vorstellen, welche Hoffnungen und Ängste wir mit ihr verbinden. Schon seit 1985 widmet sich der Freundeskreis Science Fiction Leipzig e.V. der Geschichte und Gegenwart der phantastischen Literatur, lädt sich regelmäßig Autorinnen ein und organisiert alle zwei Jahre die Elstercon, ein mehrtägiges Treffen von Fans und Autorinnen aus dem In- und Ausland. In diesem Podcast spricht Thomas Braatz, Vorstandsvorsitzender des Vereins, darüber, was ihn an Science Fiction Literatur fasziniert, warum es mehr Dystopien als Utopien gibt und mit welchem Programm die diesjährige Elstercon im September aufwartet.
Feedback und Anregungen gerne an: kontakt@saechsischer-literaturrat.de
Feedback und Anregungen gerne an: kontakt@saechsischer-literaturrat.de
30 Minuten
Es gibt ein schönes vielsagendes Zitat von Hans Gustav Bötticher, der sich später Joachim Ringelnatz nannte: „Wurzen, ach du liebe Zeit, mein Wurzen“ – denn 1883 wurde der große Dichter, Maler und Künstler im sächsischen Wurzen geboren. Und auch wenn er nur die ersten fünf Jahre seines Lebens in der Stadt verbrachte, heute ist Ringelnatz hier allgegenwärtig. Gerade wird sein Geburtshaus von Grund auf saniert, damit es zur Buchmesse 2023 als Veranstaltungsort und Begegnungsstätte feierlich eröffnet werden kann. Und bereits seit Jahren findet in Wurzen alljährlich der Ringelnatz-Sommer statt. Ein wichtiger Impulsgeber und Motor aller Aktionen rund um den Dichter ist der Joachim-Ringelnatz-Verein, ein Mitglied des Sächsischen Literaturrates. Die Journalistin und Vorstandsvorsitzende Viola Heß erzählt in diesem Podcast, wie sie Mitte der 1990er Jahre als „Zugereiste“ Ringelnatz für sich entdeckte, wie es um sein Geburtshaus steht und auf welche Veranstaltungen sich die Besucher beim diesjährigen Ringelnatz-Sommer freuen können.
Feedback und Anregungen gerne an: kontakt@saechsischer-literaturrat.de
Feedback und Anregungen gerne an: kontakt@saechsischer-literaturrat.de
53 Minuten
Ein Dorf, irgendwo im unteren Odertal, irgendwann in den Jahren der DDR. Jeder kennt jeden, man fühlt sich am Rand des Landes und ein wenig auch am Rand der sozialistischen Gesellschaft. Doch eines Tages zieht Michael, ein junger Mann, in das Haus seiner Großeltern. Dort bekommt er Gäste aus der Stadt, die er unter Hypnose nach Paris oder zum Konzert von The Cure in London reisen lässt, wohin man in der DDR im echten Leben höchstens als Rentner kam. Am 23. Juni war der Schriftsteller und Psychiater Jakob Hein, der 1971 in Leipzig geboren wurde, zu Gast im Garten des Leipziger Literaturhauses und sprach mit Bettina Baltschev über sein Buch „Der Hypnotiseur oder Nie so glücklich wie im Reich der Gedanken“. In diesem Podcast können Sie das Gespräch nachhören.
36 Minuten
1992 war der Übersetzer und Kabarettist Gunther Böhnke Mitbegründer von „Die Fähre. Sächsischer Verein zur Förderung literarischer Übersetzung“. Gemeinsam mit seinen Mitstreitern hat er in den letzten 30 Jahren unzählige Veranstaltungen organisiert, um Übersetzerinnen und Übersetzern ein Podium zu bieten und deren Arbeit öffentlich zu würdigen. Denn die beschränkt sich längst nicht auf die reine Spracharbeit, sondern ist immer auch ein Brückenschlag zwischen den Kulturen. In diesem Podcast spricht der langjährige Vereinsvorsitzende über seinen persönlichen Werdegang als Übersetzer, über erinnerungswürdige Höhepunkte des Vereinsleben, aber auch über die Schwierigkeiten, den Staffelstab an eine jüngere Generation weiterzugeben.
11 Minuten
1825 wurde in Leipzig der Börsenverein Deutscher Buchhändler gegründet, der heute unter dem Titel Börsenverein des Deutschen Buchhandels firmiert und die Interessen von Verlagen, Zwischenbuchhändlern und Sortimentsbuchhändlern vertritt. Neben dem Bundesverband verfügt der Börsenverein über sechs Landesverbände, worunter der Landesverband Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit Sitz im Leipziger Haus des Buches. Die Geschäfte werden hier von Heike Haupt geführt. In diesem Podcast spricht die gelernte Buchhändlerin über die Aufgaben ihres Verbandes und erzählt, wie der Verband auch in Zeiten von Corona und Inflation für ihre Mitglieder einsteht.
22 Minuten
Seit 1995 gibt es in Leipzig den Arbeitskreis für vergleichende Mythologie. Ein Verein, der sich mit einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm, Publikationen und einem Blog den Mythen, Erzählungen und Narrativen aller Kulturen und Religionen dieser Welt widmet, ihre Gemeinsamkeiten und Unterschiede erforscht. Seit 2019 ist der Anglist, Schriftsteller und Übersetzer Elmar Schenkel Vorsitzender des Arbeitskreises. In diesem Podcast spricht er über die Arbeit des Vereins, über seine Ankunft in Leipzig Anfang der 1990er Jahre und darüber, wie er bereits als Kind auf einem westfälischen Dorf in Berührung mit asiatischen Kulturen kam.
28 Minuten
Katharina Bendixen ist Schriftstellerin, doch dass sie sich selbstbewusst so nennen konnte, das hat eine Weile gedauert. In diesem Podcast spricht sie darüber, wie sie Autorin wurde und welche Nachricht sie zu ihrem aktuellen Jugendbuch „Taras Augen“ inspiriert hat. Außerdem erzählt sie, warum es ihr wichtig ist, sich für das Thema „Autorschaft und Elternschaft“ zu engagieren und welche Pläne sie für ihr Amt der Stadtschreiberin in Dresden hat, das sie im Juni antreten wird.
23 Minuten
1899 wurde Erich Kästner in Dresden geboren und verbrachte hier Kindheit und Jugend. Die Villa Augustin, die einst Kästners Onkel Franz Augustin gehörte, erfüllt heute als Erich Kästner Haus für Literatur in Dresden viele Funktionen zugleich. Sie ist heute Museum, Literaturcafé und Veranstaltungsort, der das Erbe des Schriftstellers pflegt und es geschickt mit der Gegenwart verbindet. In diesem Podcast spricht Andrea O’Brien, die Leiterin des Hauses, über ihre Arbeit und die anhaltende Popularität Erich Kästners.
55 Minuten
Romane, Gedichtbände, Kinderbücher: zwei Mal im Jahr empfiehlt der Sächsische Literaturrat zehn bemerkenswerte Neuerscheinungen von Schriftstellerinnen, Dichterinnen und Übersetzer*innen in und aus Sachsen. Regelmäßig finden Veranstaltungen statt, bei der die Titel vorgestellt werden. In diesem Podcast sprechen Bettina Baltschev, Geschäftsführerin des Literaturrates und die Leipziger Literaturkritikerin Linn Penelope Micklitz über die Bücher, legen rote Fäden, sprachliche Eigenheiten und regionale Anbindungen der unterschiedlichen Texte frei.
33 Minuten
Als die ukrainische Schriftstellerin, Übersetzerin und Lehrerin vor mehr als zwei Jahrzehnten nach Leipzig kam, hat sie sich sofort in diese Stadt verliebt. Sie mochte die Mischung aus Großstadt und Gemütlichkeit. Ihre im Verlag Voland & Quist erschienenen Romane „Puschkins Erben“ und „Die rote Herzogin“ hat sie jedoch auf Englisch geschrieben, weil ihr das eine emotionale Distanz zur Handlung ermöglichte. In diesem Podcast erzählt Svetlana Lavochkina unter anderem davon, wie ihr seit Ausbruch des Krieges in der Ukraine wenig Zeit zum Schreiben bleibt, weil sie rund um die Uhr im Einsatz für ihre Heimat ist, zahlreiche Interviews gibt, Hilfe für geflüchtete Ukrainer*innen organisiert und Kontakt zur ukrainischen Literaturszene hält.
24 Minuten
2005 wurde der Leipziger „Poetenladen“ als digitales Literaturportal gegründet, heute gehört er zu den wichtigsten deutschen Lyrikverlagen und spielt mit seinen Dichterinnen und Dichter in der Bundesliga, wie es Verleger Andreas Heidtmann formuliert. In diesem Podcast spricht er über die Vorteile eines unabhängigen Verlags, eine besonders treue Lyrik-Community und über sein Vorbild, den Verleger Kurt Wolff. Denn für sein literarisches Engagement ist Andreas Heidtmann 2022 der Förderpreis der Kurt-Wolff-Stiftung zuerkannt worden.
26 Minuten
2700 Kilometer lang ist der „Weg der Freundschaft“ zwischen Eisenach und Budapest, den die Schriftstellerin gelaufen ist. Unterstützt wird sie dabei sowohl digital als auch analog von Freundinnen und Freunden, die sich schnell als ihr persönlicher „Klub Drushba“ erweisen. Das Buch, das sie unter diesem Titel geschrieben hat, erzählt von ihren Erlebnissen, von ihrer Herkunft und vom Glück unterwegs zu sein.