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Hasophonie Archiv

43 Episoden
29 Minuten
In der neuen Folge von Hasophonie wird es „geheimnisvoll“. Es geht um Schritte in die Erfahrungswelt der christlichen Mystik. Diese Welt – die Welt Gottes, die Welt des Geistes – funktioniert ganz anders als die äußere Welt unseres Alltags. In der äußeren Welt gelten weitgehend die Gesetze der Logik: Wenn etwas wahr ist, ist das Gegenteil nicht auch wahr. Wenn heller Tag ist, ist nicht gleichzeitig dunkle Nacht. Die Welt des Geistes hingegen ist voller Paradoxe. Gott wohnt im Licht und er wohnt im Dunkel. Er ist jedem Menschen nah und er ist fern und verborgen. Wir gewinnen und erhalten unser Leben, indem wir es verlieren und loslassen. Paulus schreibt über sich und andere: „Wir sind traurig, aber allezeit fröhlich. Wir haben nichts und haben doch alles.“ Und von sich selbst sagt er: „Wenn ich schwach bin, bin ich stark.“ Diese Reihe biblischer Aussagen ließe sich beliebig verlängern. Wie finden wir uns in einer solchen Welt, die sich gegen unsere Logik (und Dogmatik) sperrt, zurecht? Darum geht es in dieser Folge.
29 Minuten
Christus wohnt in uns, so steht es im Neuen Testament. Aber was heißt das eigentlich? Wie macht er es, sich in uns ein Zuhause zu bereiten? Was tut er dort die ganze Zeit, vor allem, wenn wir ihn nicht bemerken oder beachten? Und wie können wir so in uns Einkehr halten, dass wir ihm in unserem Innersten begegnen und dort mit ihm Gemerinschaft haben? Darüber habe ich kürzlich in meiner Gemeinde gepredigt. Zum Nachhören gibt es diese Predigt jetzt als neue Folge von Hasophonie.
10 Minuten
Menschen teilen gern Erfahrungen und Entdeckungen mit anderen. Ihr alltäglicher Umgang und der Erfolg der sozialen Medien zeigen das. Ich denke, das ist ein Ausdruck von Gottes Bild in uns, denn Gott ist das teilende Wesen schlechthin. Wir sind dazu geschaffen, dass er uns sich und seine Schönheit zeigt. Das fängt schon in diesem Leben an und kann Teil unseres Alltags sein. Und wir können es erwidern und das, was uns gefällt, mit ihm teilen. Darüber spreche ich in der neuen Folge von Hasophonie.
10 Minuten
Manche Anleitungen zu einem spirituellen Leben beginnen ungefähr so: Man soll sich auf die Begegnungen mit Gott vorbereiten, sich dafür innerlich sammeln, eine ruhige Zeit und einen ruhigen Ort wählen. Damit sind sie für viele Menschen von vornherein unbrauchbar. Bei manchen sind es die äußeren Lebensumstände, die sie nicht zur Ruhe kommen lassen, bei anderen die innere Verfassung. (Dazu gehören zum Beispiel Leute, die an ADHS leiden: Es fällt ihnen schwer, sich dauerhaft zu konzentrieren, lange an einer Sache dran zu bleiben; jeder Reiz in der Umgebung und jeder störende Gedanken sorgen rasch für Ablenkung. Wie sollen solche Leute sich „sammeln“?)

In der neuen Folge von Hasophonie gebe ich einige Anregungen, wie auch unter diesen Umständen ein spirituelles Leben möglich ist. Wir können mitten in der Hektik des Alltags kurze heilige Augenblicke gestalten, die uns gut tun und die Gottes Herz berühren.
10 Minuten
In der Geschichte der christlichen Spiritiualität haben Menschen Gott auf zwei gegensätzlichen Wegen gesucht. Der erste besteht darin, alles zu verlassen, um Gott zu finden. Der zweite besteht darin, Gott in allem zu finden. Der erste führt zu einer Spiritualität des Rückzugs in die Stille. Der zweite führt zur Gemeinschaft mit Gott im Alltag. In der neuen Folge von Hasophonie stelle ich beide Wege vor. Für viele Menschen wird Spiritualität in einer Kombination aus beiden bestehen: Mal wird der eine im Vordergrund stehen, mal der andere. Das wird bei jedem Menschen anders aussehen. Deshalb ist es wichtig, unseren persönlichen „spirituellen Stil“ zu entdecken und zu entwickeln. Dafür gebe ich erste Anregungen.
10 Minuten
Gott ist allen Menschen nah, denn sie alle „leben in ihm, bewegen sich in ihm, sind in ihm“ (Apostelgeschichte 17,27-28). Das sagt Paulus den „heidnischen“ Athenern. Und daraus leitet er die Bestimmung der Menschen ab: Sie sollten „Gott suchen, ob sie ihn [körperlich] ertasten und finden könnten“. In dieser ersten Folge meiner Reihe über Spiritualität geht es zunächst um dieses Ertasten Gottes. 
23 Minuten
Feindesliebe, wie Jesus sie sich von seinen Nachfolgern wünscht, ist gleichzeitig attraktiv und eine Zumutung. Attraktiv ist sie, weil sie sich wohltuend abhebt vom üblichen Hauen und Stechen. Eine Zumutung ist sie, wenn sie konkret wird, wenn es um diejenigen geht, die uns das Leben schwer machen und die wir dann auch noch lieben sollen. Wie Feindesliebe auch dann gelingt, wenn sie uns eigentlich gegen den Strich geht, darüber spreche ich in dieser Folge von Hasophonie. Und ich stelle einige einfache geistliche Übungen vor, die uns dabei helfen.
22 Minuten
In der neuen Folge von Hasophonie geht es um die beiden letzten von vier Antworten, die wir in der Bibel auf die Frage nach dem Ursprung menschlichen Leidens finden: (1. Das Leiden kommt von Gott. 2. Die Menschen haben es sich selbst zuzuschreiben.) 3. Der Teufel steckt dahinter. 4. Es passiert einfach so, ohne eine geistliche Ursache. Wenn ich zunächst über den Teufel spreche, dann gehe ich von drei Voraussetzungen aus: (1) Ich glaube, dass es den Satan wirklich gibt. (2) Man muss zwischen biblischen Aussagen über ihn und menschlichen Vorstellungen unterscheiden. (3) Die Vorstellungen der Menschen über den Satan richten manchmal mehr Schaden an als dieser selbst. Am Ende begegnet uns dann Jesus als Aufklärer, der uns auffordert, sparsamer damit zu sein, dass wir alles Mögliche geistlich erklären.
27 Minuten
Auf die Frage, woher das menschliche Leiden kommt, finden wir in der Bibel eine verwirrende Vielzahl an Antworten. Zu den wichtigsten gehören: 1. Das Leiden kommt von Gott. 2. Die Menschen haben es sich selbst zuzuschreiben. 3. Der Teufel steckt dahinter. 4. Es passiert einfach so, ohne eine geistliche Ursache. Und um die Verwirrung vollkommen zu machen, wird in der Bibel an einer Stelle gegen etwas protestiert, was an einer anderen Stelle behauptet wird. Doch dieses Wirrwar lässt sich entwirren, und dann enthält jede dieser Antworten für uns eine wichtige und hilfreiche Perspektive.
26 Minuten
Als Jesus und seine Jünger einem blindgeborenen Mann begegnen, fragen die Jünger sofort, wessen Schuld es ist, dass es diesem Mann so geht. Diese Reaktion der Jünger ist ein typisch menschliches Phänomen — bis heute. Unter dem Begriff „Gerechte-Welt-Glauben“ ist es in den letzten Jahrzehnten von der Sozialpsychologie intensiv erforscht worden. Und da gerade auch wir Christen dafür anfällig sind, lohnt es sich, sich damit zu beschäftigen. Die oft unbewusste Erwartung, dass es in der Welt gerecht zugeht, führt paradoxerweise dazu, dass wir anderen und uns selbst oft Unrecht tun. Wenn wir diese Mechanismen durchschauen, können wir mit uns und anderen besser umgehen.
25 Minuten
Wie hat Jesus die Torah, das jüdische Gesetz, gesehen? Hat er sie verschärft, wie manche sagen? Ich meine, er hat sie transformiert. Das, was sich zunächst wie ein Berg an Forderungen liest, wird bei ihm zu einer guten Nachricht. An einem Fallbeispiel lässt sich das verdeutlichen, der Welt der unerwünschten Gedanken. In Befragungen geben neun von zehn Menschen an, dass sie von aufdringlichen Gedanken geplagt werden. Es sind Gedanken, die ihnen bisweilen „abscheulich, unmoralisch, anstößig, unerträglich - ja, schlichtweg unheimlich - sind“ (David Adam: Zwanghaft). Eine rechtverstandene Torah gibt uns einen hilfreichen Zuspruch für solche inneren Konflikte. Darum geht es in dieser Folge von Hasophonie.
28 Minuten
Wenn Jesus in Kontroversen um den Sabbat verstrickt wurde, ging es um sehr viel mehr als den Sabbat. Zwei unterschiedliche Grundhaltungen des Glaubens trafen aufeinander, verbunden mit zwei unterschiedlichen Einstellungen zur (jüdischen) Bibel. Beide Haltungen gibt es bis heute, und sie sind oft der Anlass für innerchristliche Konflikte. Die Position von Jesus kann man so zusammenfassen: Er verband eine tiefe Liebe zur Schrift mit einer großen Freiheit gegenüber ihrem Buchstaben. Diese Freiheit beruhte nicht auf Beliebigkeit, sondern auf Barmherzigkeit. Zu solcher Freiheit und zu einer umfassenden Barmherzigkeit lädt er auch uns ein.
27 Minuten
Wie Jesus von Nazareth das Freund-Feind-Denken überwand.
Hasophonie

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