EINHEIT GUT, ALLES GUT Archiv
43 Episoden
46 Minuten
Stefan Schmidtke ist 1968 in Döbeln geboren und ist ein deutscher Dramaturg, Übersetzer und Kulturmanager. Seit dem 1. Dezember 2021 ist er Geschäftsführer der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 GmbH. Nach zahlreichen Stationen im Ausland zog es Stefan für den Job des Geschäftsführers für die Kulturhauptstadt Europas wieder zurück in seine Heimat: nach Chemnitz. Wir sprechen in dieser Folge über das Konstrukt "Kulturhauptstadt", was es für Chemnitz bedeutet, welches Programm Stefan und sein Team aufstellen und welches Gefühl auch nach dem Jahr bleiben soll.
44 Minuten
Joerg Fieback ist Gründer und CEO von zebra, einer Agentur, die er 1991 gemeinsam mit Thomas Pfefferkorn in Chemnitz gründete. Heute beschäftigt die Agentur 120 Mitarbeitende und hat mit der Digitalagentur Mindbox einen zweiten Standort in Dresden. Seit 2021 ist Fieback Vorstandsmitglied beim GWA und Regionalvertreter für Berlin und den Osten. In dieser neuen Folge sprechen wir über die Erfolgsgeschichte von zebra, über ostdeutsche Bescheidenheit und darüber, wie attraktiv der Wirtschaftsstandort Ostdeutschland für Kreativagenturen ist: Wo und wie werden Geschichten erzählt? Wie gewinnt Ostdeutschland die dringend gebrauchten Talente? Wie entscheiden und vergeben CMOs ihre Etats? Eine Folge über die Bedeutung von Sichtbarkeit, Eigeninitiative und einem "Image im Eimer" - und vor allem: wie es gelingt, da wieder raus zu kommen.
51 Minuten
Dr. Hendrik Träger ist promovierter Politikwissenschaftler und beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit den Parteien und Wahlen auf kommunaler, Landes-, Bundes- und europäischer Ebene sowie mit den Entscheidungsprozessen im deutschen Föderalismus. Er arbeitet an der Universität Leipzig. Rund einen Monat nach der historischen Bundestagswahl im Februar 2025 spreche ich mit ihm über das Wahlergebnis und die Besonderheit des Wahlkampfs. Eine fundierte und sachliche Einordnung: Wie erklärt er sich das starke Abschneiden der AfD im Osten? Wie schaffte es die Partei, Wählerinnen und Wähler so von sich zu überzeugen? Ist es immer noch Protest oder Überzeugung?
53 Minuten
Die bekannte Tagesthemen-Moderatorin Aline Abboud widmet sich in ihrem neu erschienenen Buch "Barfuß in Tetas Garten" ihren Wurzeln: als Tochter eines Libanesen und einer Osteutschen vereint sie nicht nur zwei Herkünfte sondern eben auch zahlreiche verschiedene Blickwinkel und Perspektiven. In dieser Podcastfolge sprechen wir über ihre Erinnerungen an Kindheit und Jugend und an unbeschwerte Sommer im Libanon. Aline Abboud schildert, welche Parallelen sie bezüglich der Transformationskomepetenz zwischen Migrantinnen und Migranten und Ostdeutschen sieht und erzählt mir, wie sie auf die aktuelle Debatte über Ostdeutschland schaut. Wir sprechen über Ängste und Hoffnungen. Eine sehr berührende Folge über und mit einer Frau, die ihre unterschiedlichen Sozialisationen als Privileg versteht und dieses Denken - auch mit Hilfe ihres Buchs - mit der Gesellschaft teilen möchte.
33 Minuten
Frank Bösenberg ist Geschäftsführer des Silicon Saxony, einem Netzwerk bzw. Branchenverband der sächsischen Mikroelektronik-, Halbleiter-, Photovoltaik- und Softwarebranche. Das Silicon Saxony, das Herz der europäischen Halbleiterindustrie, hat mittlerweile über 600 Organisationen als Mitglied und über 20.000 Beschäftigten im Freistaat Sachsen. Wir sprechen in dieser Folge über die Bedeutung der Chipindustrie für den Wirtschaftsstandort Sachsen, über historische Entwicklungen und darüber, warum sich diese Branche gerade in Sachsen so stark entwickelt hat. Durch die Ansiedlung weiterer internationaler Unternehmen, steht das Cluster auch vor einer großen Nachfrage an Fachkräften. Aber: wie attraktiv ist Sachsen für insbesondere ausländische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer? Über Franks Blick auf Ostdeutschland, was sich verändern muss, wie er Leute von Sachsen begeistern will und welchen Werbeslogan er dieser Region geben würde - all das gibts in dieser Folge.
56 Minuten
Dr. Sarah Alberti ist Journalistin und Kunsthistorikerin. Sie beschäftigt sich mit zeitgenössischer Kunst, Kunst, die in der DDR entstanden ist, Erinnerungskultur, Kulturpolitik und der Transformation nach 1989/1990. Zuletzt realisierte sie in Kooperation mit der Sächsischen Zeitung das Interviewprojekt "Kunstszene/Ost - Biografien im Umbruch" als Autorin und Koordinatorin. In dieser Folge sprechen wir über Sarahs Blick auf Ostdeutschland, über die aktuelle Situation für Kunst und Kultur, vor allem aber über die Bedeutung von Kunst in der damaligem DDR: Welchen Stellenwert hatte das Thema? In welchem Wechselspiel stehen Kunst und Demokratie? Was geschah mit der DDR-Kunst im Zuge der Maueröffnung? Eine spannende Folge auf ein Thema, das aktuell zu wenig Aufmerksamkeit erfährt und doch so wichtig und entscheidend für unser gesellschaftliches Miteinander ist.
39 Minuten
Mario Czaja ist Mitglied des Deutschen Bundestages und war von 2022 bis 2023 Generalsekretär der CDU Deutschlands. Er wurde 1975 geboren, engagierte sich früh politisch und hat jüngst das Buch veröffentlicht "Wie der Osten Deutschland rettet". In dieser Folge sprechen wir über seinen politischen Weg, die Erinnerungen an den Mauerfall und seine politische Arbeit für den Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Mario Czaja berichtet von seiner Zeit als Generalsekretär und erklärt, wie es zur Veröffentlichung des Buches kam. Er gibt konkrete Lösungsvorschläge, was sich politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich ändern muss, sodass es zu einer echten Gleichberechtigung zwischen Ost und West kommt. Wir sprechen über DIN Ost, Ost-Quoten, politische Direktionen bei Landtagswahlen und darüber, warum eigentlich Gregor Gysi das Vorwort zu seinem Buch geschrieben hat.
55 Minuten
Julia Krittian ist Chefredakteurin des MITTELDEUTSCHEN RUNDFUNKS. Aufgewachsen in Kairo, Karlsruhe und Toulouse zog es sie zum Studium nach Leipzig. Seit über 24 Jahren lebt und arbeitet sie da und ist eine klare "Überzeugungstäterin" für den Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk. Mit Julia Krittian spreche ich über eine neue Verantwortung, die Journalistinnen und Journalisten haben - was braucht es, um in diesen turbulenten Zeiten gute Berichterstattung zu machen? Wir sprechen zudem über den Umgang des MDR mit der AfD, aber auch über die besondere Leistung im Rahmen der Landtagswahlen. Was bedeutet das für ein Team, welche journalistischen Vorkehrungen trifft man, wie hat Julia diese Zeit selbst erlebt? Und wir sprechen über Identität - was ist "ostdeutsch" und was bedeutet das im Zusammenspiel zwischen Heimat und Herkunft?
41 Minuten
Franz Neumann war viele Jahre im Risiko-Management der Sparda Bank Berlin tätig und gründete vor einiger Zeit - gemeinsam mit seinem Kollegen Johannes - Ostwerk, eine Plattform, die sich für die Förderung des unternehmerischen Mutes in Ostdeutschland einsetzt. Was macht die Sparda Bank so besonders, die sich als "Deine Bank im Osten" positioniert? Was hat es mit einer Kampagne rund um die "100 Euro Begrüßungsgeld auf sich"? Aber viel wichtiger: welche Zielsetzungen hat Ostwerk? Wir sprechen über Franz´ persönlichen Blick auf den Wirtschaftsstandort Ostdeutschland, über die Besonderheit von Genossenschaften und die Bedeutung eines solchen Vorhabens wie Ostwerk für das Unternehmertum. Eine spannende Folge - reinhören lohnt sich!
58 Minuten
Birgit Pommer ist seit 2019 Präsidentin des Thüringer Landtags. Sie stieg 1977 in die Politik ein und hat seitdem zahlreiche Ämter ausgeübt, egal als ob Landrätin oder Ministerin. In ihre Zeit als Präsidentin fällt nicht nur die legendäre Wahl eines Kurzzeit-Ministerpräsidenten sondern auch der Umgang mit zahlreichen Krisen: Pandemie, Krieg und Inflation. Mit ihr spreche ich über ihren ganz eigenen politischen Weg, ihre Motivation in die Politik zu gehen und den Umgang mit Hass und Hetze. Zudem sprechen wir über Thüringen, das Land der Widersprüche. Wie passt es zusammen, dass sich der Großteil der Thüringerinnen und Thüringer mit ihrem Leben wohlfühlt, aber zeitgleich das Vertrauen in Demokratie und Politik verloren hat? Wie passt es zusammen, dass Thüringen von einem linken Ministerpräsidenten angeführt wird, aber zeitlich die Prognosen für die kommende Landtagswahl die AfD an der Spitze sehen? Eine ehrliche und persönliche Folge mit einer Frau, die im Herzen der Thüringer Politik agiert.
53 Minuten
Jeannette Gusko ist Co-Geschäftsführerin von CORRECTIV, Autorin von "Aufbrechen" und Wendekind. In ihrem Buch beschreibt sie die "Transformationskompetenz" - eine Fähigkeit von wandlungserprobten Menschen und die "wohl größte ungehobene Ressource für unserer Zukunft". Sie berichtet, wie Transformationskompetenz unserer Gesellschaft für die Zukunft stärken kann und wie gut wir daran tun, Menschen mit dieser Eigenschaft in entscheidende Positionen zu bringen. Zudem sprechen wir über Jeannettes ganz persönlichen Weg, ihre Erfahrungen, ihren Blick auf den Osten und vor allem darüber, wie sie auf die Zukunft schaut.
44 Minuten
Karoline Jobst, 21 Jahre, studiert in Weimar und stammt aus dem Saale-Orla-Kreis. Jener Landkreis, der vor wenigen Wochen durch die Presse ging, weil ein AfD-Kandidat nur knapp die absolute Mehrheit bei der Landratswahl im ersten Wahlgang verpasste. Im zweiten Wahlgang, nachdem sich die demokratischen Parteien hinter dem CDU-Kandidaten versammelt hatten, setzte sich dieser gegen die AfD durch. Das ist auch einem Bündnis zu verdanken, das vor Ort Widerstand geleistet hat. In einem offenen Brief und mit diversen Aufrufen und Demonstrationen, hat "Dorfliebe für Alle" dazu beigetragen, dass sich die Demokratie wehrhaft zeigte. In dieser Folge berichtet Karoline darüber, wie es zum Bündnis kam, mit welchem Widerstand sie zu kämpfen haben, wie es um den Landkreis steht und mit welchen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen sie konfrontiert sind. Wir sprechen über Mut, über Angst, über Hoffnung und Wünsche für den Saale-Orla-Kreis und Karolines Lebensrealität im Osten Thüringens.
46 Minuten
Jana Faus ist Gründerin, Gesellschafterin und Geschäftsführerin der Pollytix Strategic Research Gmbh, Autorin und Speakerin. Hauptsächlich beschäftigt sie sich mit den Themen Demokratie, Populismus und Feminismus. Seit 2016 ist sie außerdem ehrenamtliche Vorsitzende von Artikel 1 – Initiative für Menschenwürde e.V., die sich auf vielfältige Weise für Demokratie und Menschenwürde einsetzt. Mit Jana spreche in dieser Folge über eine besondere Generation: Die nach 1989 Geborenen. Wie geht es dieser Generation? Welche Ängste und Hoffnungen haben sie? Wie unterscheiden sich Zukunftsperspektiven zwischen Ost und West? Welches Vertrauen hat diese Generation in Politik und Demokratie? Aber auch: welche Vorurteile bestehen noch zwischen Ost und West? Jana gibt in dieser Folge die Antwort, auf die Frage, ob es mehr Verbindendes oder Trennendes zwischen den Gruppen gibt.
44 Minuten
Prof. Steffen Müller leitet die Abteilung Strukturwandel und Produktivität am Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) und ist Professor für Produktivität und Innovationen an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. In dieser Folge sprechen wir über ein Thema, das bis heute stark diskutiert wird und in den Fokus rückt, wenn es darum geht, wie es über 30 Jahre nach der Wiedervereinigung in Deutschland aussieht: die unterschiedliche Produktivität und das unterschiedliche Lohnniveau zwischen beiden Landesteilen. Laut Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnung erreicht die ostdeutsche Wirtschaft auch 30 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs nur 80 % der westdeutschen Arbeitsproduktivität. Wir sprechen über die historischen Gründe der Unterschiede, über die Innovationskraft von Deutschland und des Ostens und darüber, wie Steffen Müller auf die Zukunft schaut, etwa wie sich der Fachkräftemangel, der Ostdeutschland noch stärker treffen wird, positiv auf Produktivität und Angleichung von Löhnen auswirken könnte.
49 Minuten
Claudia Geist kämpft für einen neuen Blick auf Ostdeutschland. Als stellvertretende Büroleitung unseres Ostbeauftragten setzt sie sich täglich mit ihren Kolleginnen und Kollegen für ein gutes, erfolgreiches und gerechtes Ostdeutschland ein. In Waren geboren, zog es die Kämpferin für Diversität und Gleichstellung schnell in die Politik. Sie startete in der Staatskanzlei in Mecklenburg-Vorpommern und wurde im Anschluss zur persönlichen Referentin von Manuela Schwesig berufen. Mit ihr zog sie nach Berlin ins Familienministerium. Aktuell engagiert sie sich neben ihrer Tätigkeit im Büro des Ostbeauftragten auch im Netzwerk "3. Generation Ost". Mit Claudia Geist spreche ich über ihren ganz persönlichen Weg, ihre tägliche Arbeit und darüber, ob der Kampf der Gleichstellung zwischen Mann und Frau und Ost und West eigentlich vergleichbar ist.