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CRE: Technik, Kultur, Gesellschaft Archiv

226 Episoden
1 Stunde 50 Minuten
Mit seinem Hausphilosophen Gregor Sedlag diskutiert Tim Pritlove in der ersten Ausgabe von Chaosradio Express Live auf Funkwelle FM über die Konsequenzen des Poststrukturalismus, der Ende 1960er Jahre aufkam. Anhand historischer Begebenheiten der letzten Jahrzehnte und popkultureller Phänomene unserer Zeit soll ein Blick auf unsere Gesellschaft geworfen werden, der aufdeckt, dass unsere Welt wesentlich seltsamer und unheimlicher ist, als unsere Eltern uns immer haben weismachen wollen.

CRE090 Java

2 Stunden 1 Minute
Gut 12 Jahre nach Markteinführung hat die Java-Platform sich in einem Maße etabliert, dass sie nicht mehr vom Markt wegzudenken ist. Doch nicht alle angestrebten Märkte konnte die von Sun Microsystems entwickelte Plattform für sich vereinnahmen - trotzdem ist Java ein wichtiger Baustein der heutigen IT-Infrastruktur. Im Gespräch mit Tim Pritlove bieten die Java-Entwicklern Dirk Jäckel und Boggle einen Überblick über die heutige Situation der Java-Platform und erläutern Vor- und Nachteile, Realitäten und Anwendungsmöglichkeiten von Java. Konkret kommen zur Sprache: die Entstehungsgeschichte von Java, Aufstieg und Fall von Java im Web, die Java-Distribution, die Funktionsweise und Optimierungen der Java VM, die Geschwindigkeit der Java VM, Speicherverwaltung und Garbage Collection, die Features und Schwachstellen der Java-Programmiersprache, Integrierte Entwicklungsumgebungen (IDE) für Java, Werkzeuge für die Softwareentwicklung mit Java, Das Lizenzmodell und alternative Java-Implementierungen, Groovy und andere alternative Programmiersprachen für die Java-VM, der Community-Prozess für Java, Entwickeln für mobile Platformen mit J2ME und für Server mit J2EE.
2 Stunden 45 Minuten
Teut Weidemann ist seit Anfang der 80er Jahre eine treibende Kraft in der deutschen Computerspielebranche und war aktiv an Entwicklung, Vertrieb und Vermarktung von Computerspielen beteiligt. Im Gespräch mit Tim Pritlove berichtet Teut über die Entwicklung der Szene in Deutschland in den letzten 30 Jahren und der Situation heute. Zur Sprache kommen zunächst die Entwicklung der frühen Szene in den 80er Jahren und die Bedeutung des Crackens und freien Kopierens der Software-Titel, das Aufkommen der "Demos" durch Cracker, Programmiertechniken auf Home Computern unter Einsatz von Spezial-Chips für Computer-Grafik, 50Hz- und 60Hz-Software, die Unterschiede im Spieledesign zwischen amerikanischen und europäischen Spieleentwicklern, die Technikverliebtheit der Deutschen, Rollenspiele, warum Nintendo Giana Sisters nicht mochte, die Geburt des deutschen Computerspielemarkts, erforderliche Fähigkeiten von Spieleprogrammierern, die Meilensteine der Spielegeschichte, die Entwicklung der 3D-Shooter und die Tricks der Doom-Engine. Weiter geht es mit den Hintergründen zum Niedergang der Atari VCS Konsole, dem Aufstieg von Nintendo und die Wiedergeburt des Spielekonsolen-Geschäfts, dem "Pinball" als Vorläufer der Arcade-Spielekonsolen, den aktuellen Produktions- und Lizenzmodellen und Approval-Prozesse der heutigen Spielekonsolen-Hersteller, der Verdrängung der Home-Computer durch Spielekonsolen in der 90er-Jahren, neuen Bedienkonzepte und der Wii Remote. In der Folge geht es um die Kalkulationsprinzipien der Konsolenhersteller, die Schwierigkeiten bei der Programmierung von Multi-Core-Systemen, die Zukunft der Konsolen als "Home Theatre", Vor- und Nachteile der aktuellen Konsolensysteme, wie Microsoft den Spielemarkt angeht, die aktuellen Trends bei den Spielekonzepten, Augmented Reality in Zusammenhang mit GPS, die Bedeutung des iPhones für den Telefon- und Handheld-Spielekonsolen-Markt, die Grafik des iPhone, wieviel Zeit, Leute und Geld man braucht, um ein Spiel zu entwickeln, Browser-Games und Micropayment innerhalb von Spielen, die Auswirkungen von Raubkopien auf den Spielemarkt, Online-Aktivierung von Spielen und die Auswirkungen der Killerspieldebatte auf die Spieleindustrie und ihre Positionierung in der Frage um Copyright-Verfolgung und Softwarepatente, Ausbildungsmöglichkeiten für angehende Spiele-Programmierer.
1 Stunde 36 Minuten
In dieser Ausgabe von Chaosradio Express geht es in die technischen Details eines speziellen Projektes in der Welt der Programmiersprachen und Compiler: PyPy. Im Gespräch mit Tim Pritlove erörtert Holger Krekel Hintergründe zur Programmierung in Python und die Motivation zum Start des PyPy-Projektes. Zunächst widmet sich die Sendung der Programmiersprache Python selbst und erläutert verschiedene Konzepte und Konventionen der Programmierung. Hier kommen unter anderem zur Sprache: direkte Evaluation, die spezielle Syntax von Python unter Verwendung von Einrückung anstatt von Trennzeichen, der Einsatz von Regressionstest in der Programmierung, Kooperatives Programmierung in einem Projekt mit Sprints und Modulen, Namespaces, die verfügbaren Python-Interpreter und -Laufzeitumgebungen, Einsatzmöglichkeiten und Stärken von Python, populäre Bibliotheken, Projekte und Organisationen, die Python verwenden. Im zweiten Teil konzentriert sich das Gespräch auf PyPy. Hier werden erläutert: wie es zu dem Projekt kam und welche Ziele es verfolgt, wie man einem Programm dadurch analysiert, in dem man ihm zur Laufzeit dabei zuschaut, wie es ausgeführt wird, wie man daraus einen Übersetzter in beliebige Zielplattformen generiert, die automatische Erzeugung von Just-In-Compilern, die Low Level Virtual Machine (LLVM), EU-Förderung für das PyPy-Projekt und mögliche Anwendungen für PyPy in der Zukunft.
2 Stunden 9 Minuten
Moderne Funkempfänger und -sender setzen in zunehmenden Maße auf Software, die Schritt für Schritt die klassischen Hardware-Komponenten ersetzen. Das erlaubt nicht nur flexibere und günstigere Geräte, es ermöglicht auch, den eigenen Computer als komplexes Analyse- und Dekodierungswerkzeug einzusetzen. Die freie Software GNU Radio bietet heute schon den Werkzeugkasten zum Erzeugen und Dekodieren von Funkwellen auf dem PC und ebnet einer Vielzahl an möglichen Projekten den Weg, die bislang nur mit aufwändiger und teurer Hardware realisiert werden konnte. Harald Welte erläutert im Gespräch mit Tim Pritlove die Grundgedanken von Software Defined Radio und erläutert wie man GNU Radio und die freie Universal Software Radio Platform (USRP) für eigene Projekte zum Einsatz bringen kann. Es werden verschiedene Anwendungsmöglichkeiten vorgestellt und vor allem auf den aktuellen Stand des GSM Software Project eingegangen, das sich die Implementierung eines GSM-Stacks zum Empfangen und Senden zum Ziel gesetzt hat.

CRE086 USB

1 Stunde 26 Minuten
USB ist heute omnipräsent und in nahezu jedem elektronischen Gerät vertreten. Im Gespräch mit Tim Pritlove erläutert Daniel Mack die Funktionsprinzipien von USB im Detail. Der Podcast behandelt, wie die Enumeration der Geräte am Bus abläuft, wie sich ein Gerät am Bus anmeldet und welche Informationen es von sich preisgeben muss, Geräte- und Geschwindkeitsklassen, Stecker und Verkabelung, die verschiedene Übertragungsmodi, Stromversorgung via USB, USB on the Go, Funktion eines USB-Hubs, Probleme beim Mixbetrieb von schnellen und langsamen Geräten, die USB-Implementierungen auf verschiedenen Betriebssystemen und die speziellen Probleme unter Windows und Empfehlungen beim Entwickeln von eigener USB-Hardware.
2 Stunden 3 Minuten
Fliegen ist ein alter Menschheitstraum, der sich in den letzten hundert Jahren nicht nur in Realität sondern zu einem wahren Massenphänomen entwickelt hat. Trotzdem bleibt das Steuern eines Flugzeuges auch heute nur einer Minderheit vorbehalten. Aus der Perspektive eines Piloten berichtet Björn Rupp im Gespräch mit Tim Pritlove über Flugzeuge und das Fliegen selbst. Zur Sprache kommen Dinge wie die typische Ausstattung eines Kleinflugzeugs, die benötigten und optionalen Fluginstrumente im Cockpit, wie man sich ein Flugzeug mietet, wie man ein Flugzeug zum Einsatz bereit macht und startet, wie man ein Flugzeug fliegt, welche Anforderungen an den Funkverkehr gestellt werden, die Kultur der Sicherheit, warum auch ein Motorausfall einem über der Ostsee nicht den Garaus macht, warum ein Turbomotor für das Fliegen eine andere Bedeutung hat als für Autos, wie man ein Flugzeug in die Luft bringt, wie langsam ein Flugzeug fliegen kann bevor es abstürzt, wofür man in der Luft Englisch können muss und wie groß die Kosten eines Privatflugzeugs sind. Zum Ende wird die aktuelle Diskussion um die mögliche Schließung des Flughafens Tempelhof in Berlin aufgegriffen und die im Raum stehenden Argumente erörtert und vor allem die ihnen zugrunde liegenden Parameter eines Flughafens im Detail betrachtet.

CRE084 LISP

1 Stunde 35 Minuten
LISP ist eine der ältesten, universellsten und ausgereiftesten Programmiersprachen und gilt auch 50 Jahre nach ihrer Erfindung immer noch als die Sprache, bei sich andere Sprachen alles abschauen müssen. Trotzdem fristet LISP aus anderen Gründen ein Mauerblümchen-Dasein, das teilweise gerechtfertigt teilweise unverständlich erscheint. Im Gespräch mit Tim Pritlove erläutert Hans Hübner die Eigenschaften, Vorzüge und Einschränkungen von LISP. Dabei werden viele Teilaspekte ausführlich dargestellt, darunter die Syntax, der Umgang mit Listen, Anonyme Funktionen, Namensräume, Lisp-Dialekte, das Common List Object System, Multiple Dispatch und Metaobjektprotokolle. Dazu wird viel zur Entstehung und Vergangenheit von Lisp, den Lisp Machines, verfügbaren LISP-Implementierungen, Open Source LISP-Compilern und geeigneter Literatur berichtet.
56 Minuten
Tim Pritlove führt als Live-Podcast von Chaosradio Express ein Gespräch mit dem Schriftsteller Peter Glaser über das Motto der re:publica "Die Kritische Masse". Im Dialog sollen Aspekte alternativer Meinungsgestaltung im digitalen Zeitalter, der Einfluss elitärer Minderheiten auf Mehrheiten und im besonderen der Effekt moderner Themengestaltung und Berichterstattung im Internet auf die Aufmerksamkeitsökonomie der traditionellen Medien diskutiert werden. Kann eine Masse überhaupt kritisch sein oder ist die Kritik ein Merkmal des Individuums? Kann eine Masse die Summe von Individuen sein oder löst sie sich dann in Beliebigkeit auf? Wann überschreitet eine Gemeinschaft den kritischen Punkt und nimmt Einfluss? Sind wir in einer Übergangsphase vom Massenmedium zu einer Masse von Medien? Welche Qualität liegt in der Qualität? Diese und andere Fragen und Thesen sollen das Diskussionsfutter in diesem Diskurs sein, der sich um eine Standortbestimmung "kritischer" Medienpräsenz in aktuellen Realität digitaler Netzwelten bemüht. Peter Glaser steht dabei für eine künstlerisch-praktische und vor allem unterhaltsame Aufarbeitung der Thematik statt einer trockenen theoretisch-akademischen Abhandlung des Stoffes.

CRE082 Erlang

1 Stunde 5 Minuten
Die Programmiersprache Erlang nimmt eine Sonderrolle unter den Programmiersprachen ein, weil sie sich von Beginn an auf Disziplinen spezialisiert hat, deren Eigenschaften zunächst auf die Steuerung von Telefonanlagen ausgerichtet waren, aber heutzutage zunehmen auch Anwendung bei Internetanwendungen findet, die sich durch eine besondere Skalierbarkeit und Robustheit auszeichnen müssen. Ben Fuhrmannek stellt im Gespräch mit Tim Pritlove die Eigenschaften und Vorzüge von Erlang vor.
1 Stunde 33 Minuten
Martin Haase und Tim Pritlove diskutieren in dieser Folge von Chaosradio Express die Drehungen und Wendungen, die die heutige Politik verwendet, um Einfluss auf die Öffentlichkeit zu nehmen und sie von den geplanten Einschränkungen der Freiheit zu überzeugen. Einführend wird auf das Buch 1984 geblickt und die darin beschriebene Sprache "NEWSPEAK", die eine neue Begrifflichkeit herbeiführen möchte, um den Interessen des "Big Brother State" Rechnung zu tragen. Im weiteren Verlauf werden dann konkrete Redebeiträge deutscher Politiker, Amtsträger und Funktionäre auf ihre Aussagen analysiert. Zur Sprache kommen Jörg Ziercke, Angela Merkel, Wolfgang Bosbach und Innenminister Wolfgang Schäuble. Ihre Worte werden seziert und auf ihre Motivation und Argumentationstechnik hin untersucht.
2 Stunden 12 Minuten
Thomas Maier erläutert im Gespräch mit Tim Pritlove im Detail die Entwicklung der Buchdrucktechnik (Typographie) im Laufe der Jahrhunderte bis heute. Dabei werden eine große Zahl an Themen angeschnitten: die frühe Entwicklung von Schrift und Schriftzeichen, der Kupferstich als erste Drucktechnik, die Entwicklung der ersten automatischen Buchdrucktechnik durch Gutenberg, Aufbau und Konstruktion der Buchdruckmaschine, welche technischen Eigenheiten die Vorlage für heutige technische Fachbegriffe lieferten, wie der Buchdruck das Copyright hervorbrachte, die Entwicklung der Papierformate hin zur heutigen DIN-Norm, die Ablösung des Handsatzes durch Zeilenguss-Systeme und warum der Begriff "stereotyp" dem Buchdruck entstammt. Weiter geht es mit der Speicherung und Automatisierung von Schriftsatz durch Digitalisierung mit Lochstreifen, der Kopplung von Satzmaschinen mit telegraphischen Systemen, der Einführung der Tastatur durch Schreibmaschinen und es wird erklärt, wie die heutige Tastaturbelegung entstanden ist. Im Endspurt stehen die ursprünglichen Bedeutungen von Carriage Return und Shift, Nicht-proportionale Schriftarten, die elektrofotografische Kopie, der Offsetdruck, der Fotosatz, die Geburt gerasterter Schriftarten durch den Lichtsatz, die Weiterentwicklung zur Vektorisierung, Digitale Schriftarten mit PostScript, TrueType und OpenType im Mittelpunkt.
1 Stunde 2 Minuten
Tim Janik und Sven Herzberg sind Entwickler der GTK+ und Gnome Community. Im (sehr technischen) Gespräch mit Tim Pritlove stellen sie die Geschichte und Hintergründe der beiden Systeme vor. GTK+ (Gimp Toolkit) ist eine freie graphische Benutzerschnittstelle, Gnome das darauf aufsetzende Desktop-System für freie Betriebssysteme. Im Podcast geht es um die Details: die Objektorientierung in GTK+, die Portierung von GTK+ auf andere Betriebssysteme, was das GTK+ Projekt gerne von Mac OS X abkucken möchte, die Notwendigkeit eines Bruchs mit der Vergangenheit zur Implementierung neuer Fähigkeiten, wo die Grenze zwischen GTK+ und GNOME liegt und wie sie sich über die Zeit verschiebt, die gemeinsame Arbeit an Desktop-Features im Projekt freedesktop.org und den Wert von Real-Life-Treffen für Entwickler von Freier Software.
1 Stunde 43 Minuten
Tom mag den Mac und Unix und hat in einem früheren Leben die aktuelle Namenskonvention des Chaos Communication Congress ersonnen. Darüberhinaus entwickelt er Websites und gibt im Gespräch mit Tim Pritlove einen ausführlichen Einblick in das Web-Applikations-Framework Zope und das darauf basierende Content-Management-System Plone. Zur Sprache kommen die Struktur und Möglichkeiten von Zope-Anwendungen, die Funktion der objektorientierten Datenbank, das interne Rechte- und Sicherheitssystem, das Event-System von Zope 3, Session Management, Aufwärtskompatibilität von selbstgeschriebenen Erweiterungen, Lokalisierung von Websites, die Plone Community, dynamische Webseiten mit Kinetic Stle Sheets (KSS), wie man Plone für bestimmte Anwendungen erweitert, gefolgt von einer Diskussion, für welche Anwendungsfälle und Organisationen Plone geeignet ist.
1 Stunde 27 Minuten
Wolf Gevert, Klaus Schleisiek und Jochen Büttner planten 1981 gemeinsam mit dem 2001 verstorbenen Wau Holland das Treffen "TUWAT.TXT" in den Räumen der tageszeitung in Berlin, das als wegbereitend für die Gründung des Chaos Computer Clubs gilt. Im Gespräch mit Tim Pritlove berichtet die Runde, was sie zu dem Treffen motiviert hat und reüssierte verschiedenste Aspekte ihrer privaten und der allgemeinen Geschichte. Ein Schwerpunkt des Gesprächs liegt auf den prägenden Momenten der Zeitgeschichte (und der 70er Jahre im besonderen), die für die Entscheidung, "etwas zu tun", verantwortlich waren: Demonstrationen gegen Atomkraftwerke, Notstandsgesetze, die 68er, die RAF, die eingeschränkte Möglichkeit, eine Gegenöffentlichkeit zu schaffen und die Vision von 1984. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Technik der Zeit und der damit verbundenen Realität der elektronischen Kommunikation und dem Versuch, der Politik den Computer näherzubringen.
CRE: Technik, Kultur, Gesellschaft

CRE: Technik, Kultur, Gesellschaft

Der Interview-Podcast mit Tim Pritlove