Kontrafunk: Audimax Archiv
220 Episoden
54 Minuten
Die These, dass die Medien unser Schicksal sind, klingt übertrieben. Aber die Welt des Mündlichen ist eine andere als die Welt des Schriftlichen; die Welt der Manuskripte ist eine andere als die Welt des Buchdrucks; und die Welt des Fernsehers ist eine andere als die des Computers. Der Medienwissenschaftler Norbert Bolz zeigt, dass es nichts Wichtigeres gibt, als die Medien zu verstehen, die die eigene Gegenwart prägen.
54 Minuten
Der 8. Mai 1945. Das Ende des zweiten dreißigjährigen Krieges in Deutschland. Man hat manchmal die Zeit zwischen 1914 und 1945 als Epoche eines zweiten dreißigjährigen Krieges bezeichnet. Lässt sich diese Bezeichnung rechtfertigen? Gibt es auch auf Sinnebenen Analogien zwischen dem ersten Dreißigjährigen Krieg und dieser Epoche? Welche Grundcharakteristika hatte die deutsche „Gesellschaft der Überlebenden“ der unmittelbaren Nachkriegszeit? Außerdem wird nach Langzeitwirkungen des 8. Mai 1945 bis in unsere Gegenwart gefragt.
54 Minuten
In der Sicht der Nachgeborenen erscheinen die Bücherverbrennungen vom 10. Mai 1933 als ein Fanal, mit dem die Unterdrückung des freien Geistes im „Dritten Reich“ ihren Anfang nahm. Tatsächlich waren sie eher ein kurzer Machtkampf zwischen verschiedenen nationalsozialistischen Organisationen. Viel weniger Aufmerksamkeit haben dagegen die Kunstpolitik und der organisierte europaweite Kunstraub der Nationalsozialisten erfahren. Deren genauere Betrachtung zeigt jedoch, dass sie weit eher ins Zentrum der Machtpolitik und des historischen Selbstverständnisses des „Dritten Reiches“ führen als die Maßnahmen der Literaturlenkung.
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09.04.2023 - Alltagsästhetische Wertungen äußern sich zumeist als spontane, fraglos evidente „Empfindungstatsachen“. Was ihnen aber zugrunde liegt, wird selten genauer gewusst. An zwei Beispielen – der Erfahrung landschaftlicher und menschlicher Schönheit – wird das Zustandekommen derartiger „Empfindungstatsachen“ genauer erläutert. Danach wird nach der Bedeutung des Schönheitsbegriffs in der Kunst gefragt. Schließlich: Warum wurde das Kunst-Schöne in der jüngeren Vergangenheit zum Objekt endloser Angriffe?
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Transhumanismus ist eine Pseudoreligion, die einen essentielle Bestandteil der globalistischen Ideologie ausmacht. Globalisten möchten die traditionelle Machtausübung auf der Basis von Rechtsstaatlichkeit und demokratischer Partizipation im Rahmen des Nationalstaats zu Gunsten einer neuen transnationalen Regierungsform überwinden, deren Ausgestaltung sich derzeit entwickelt. In diesem Rahmen spielt Transhumanismus, den Globalisten wie Klaus Schwab, Yuval Harari oder Elon Musk vertreten, die Rolle, die im Zeitalter des Absolutismus die Religion spielte - allerdings ohne Kreuz und echtes Erlösungsversprechen. Was sind die Ziele dieser Pseudoreligion? Was sind ihre Inhalte? Auf welchen Trends basiert sie? Solchen Fragen müssen wir uns stellen, um dieser gefährlichen Fehlentwicklung unserer Kultur entgegenzuwirken. Der Transhumanismus wird an seiner Antirationalität scheitern, meint der Philosoph, Physiker und Linguist Jobst Landgrebe.
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26.03.2023 - Der Westen versus Russland, China und den Iran
Wie positionieren sich die westlichen Demokratien gegenüber den Autokratien Russland, China und Iran? Orientieren sich dabei wirklich alle primär an Werten – oder spielen vielmehr nationale Interessen eine Rolle? In der neuen Folge des Auslandsjournals mit Prof. Dr. Martin Wagener wird gefragt, wie weit die „Schlacht“ (Joe Biden) unterschiedlicher politischer Systeme gehen könnte. Dabei ist ein Thema von besonderer Bedeutung: Sind Moskau, Peking und Teheran überhaupt fähig, einen antiwestlichen Block zu bilden?
Wie positionieren sich die westlichen Demokratien gegenüber den Autokratien Russland, China und Iran? Orientieren sich dabei wirklich alle primär an Werten – oder spielen vielmehr nationale Interessen eine Rolle? In der neuen Folge des Auslandsjournals mit Prof. Dr. Martin Wagener wird gefragt, wie weit die „Schlacht“ (Joe Biden) unterschiedlicher politischer Systeme gehen könnte. Dabei ist ein Thema von besonderer Bedeutung: Sind Moskau, Peking und Teheran überhaupt fähig, einen antiwestlichen Block zu bilden?
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Mit der Errichtung des Klimastaates gerät der Umweltschutz in Bedrängnis. Um 1900 war Naturschutz Teil eines umfassenderen „Heimatschutzes“; eine bürgerliche Gegenreaktion gegen die Traditionsverluste einer sich modernisierenden Gesellschaft. In den folgenden Jahrzehnten wurde der Naturschutz zum „Umweltschutz“ politisiert, bürokratisiert und von neuen sozialen Bewegungen okkupiert. Diese Entwicklung mündete in weit ausgreifende UN-Konferenzen und EU-Richtlinien. Mit dem „Klimaschutz“ wurde schließlich ein neues Politikfeld etabliert, das dem Naturschutz den Rang abläuft.
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Kapitalismuskritik ist wieder in Mode. Die Propheten des Verzichts beherrschen die Bühne und machen unsren Konsumgewohnheiten ein schlechtes Gewissen. Norbert Bolz zeigt, dass diese Kritik das Wesen des modernen Menschen verkennt. SeinKapi Weg der Selbstverwirklichung führt von den Bedürfnissen über die Wünsche zum Begehren nach Anerkennung. Wir wollen respektiert werden. Das zwingt uns zur Selbstdarstellung - und zwar im Medium des Konsums.
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Die Klimafrage wird immer mehr zur Quelle einer Glaubensbewegung. Ihr religiöser Charakter führt insbesondere in Deutschland zu weitreichenden Forderungen der Umgestaltung unserer ökonomischen und gesellschaftlichen Ordnung. Der in der Coronakrise vorexerzierte Ausnahmezustand, der staatliche Eingriffe ungeahnten Ausmaßes erlaubte, wird aktuell beim Thema Klima fortgesetzt. Eine permanente Angstproduktion, apokalyptische Visionen eines baldigen Unterganges der Welt und die Suche nach Schuldigen - Kapitalismus, Klimaleugner - treffen vor allem in der jungen Generation auf breite psychische Resonanz. Restriktionen und staatlichen Eingriffe für die sog. Klimarettung werden mehr und mehr zur Realität und machen einem Ökosozialismus Platz, der einer Kriegswirtschaft ähnelt. Die Angst vor dem Klimawandel könnte so die Einbruchstelle für weitreichende Veränderungen sein.
Audimax: Friedrich Pohlmann – Stolz, Zorn, Empörung und Hass – Umrisse einer Philosophie der Gefühle
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Stolz, Zorn, Empörung, Verachtung und Hass sind menschliche Urgefühle, die aber zumeist wenig differenziert bestimmt werden. Was ist ihr genaues Sinnprofil? Welchen Transformationen unterliegen sie bei ihrer Verwandlung von Individual- zu Kollektivgefühlen? Wie sind sie moralisch bewertbar? Welche Rolle spielen sie im politischen Kampf? Ohne eine derart angelegte Philosophie der Gefühle bleiben Philosophien der Politik unzureichend.
54 Minuten
Wie ist die eigenartige Industrie des modernen Schlachthofs entstanden? Ist ihre strikte Separierung von allen „normalen“ Lebens- und Arbeitssphären und die Unkenntnis hinsichtlich ihrer inneren Organisation eine der Grundbedingungen für moderne Gewohnheiten des Fleischverzehrs? Der Einblick in die Innensphäre des Schlachthofs legt auch die These nahe, dass die hochgradige Parzellierung der Arbeitsabläufe dort nicht nur einem Kalkül betriebswirtschaftlicher Effizienz geschuldet ist, sondern auch eine hintergründige sozialpsychologische Funktion hat, die das massenhafte Töten erleichtert.
Kontrafunk: Audimax
Während sich der akademische Diskurs verengt, findet sich hier ein Forum des freien Geistes. Renommierte Kultur- und Sozialwissenschaftler halten Vorträge mit universitärem Anspruch – exklusiv im Kont...