Von Chlodwig bis Columbus Archiv
22 Episoden
31 Minuten
Zum Inhalt: Mit dem Wormser Konkordat wurde ein Kompromiss zwischen Kaiser Heinrich V. und Papst Calixt II. erzielt, der den fast 40 Jahre dauernden Konflikt um die Besetzung der Bischofsämter im Reich beilegte. Von nun an kam der Kirche (i. d. R. dem Erzbischof) die Einsetzung in das geistliche Amt zu, dem König die Einsetzung (Belehnung) des Bischofs in die weltlichen Güter seines Bistums. In der Unterscheidung zwischen geistlichen Gütern (Spiritualia) und weltlichen Gütern (Temporalia), die die Voraussetzung für diesen Kompromiss war, lag der epochemachende Schritt dieses Kompromisses.
Unser Literaturtipp:
Stefan Weinfurter: Canossa: Die Entzauberung der Welt, München 2007.
Quellenempfehlung:
Das Wormser Konkordat (Privileg des Kaisers und Privileg des Papstes), in: L. Weinrich (Hg.): Quellen zur deutschen Verfassungs-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte bis 1250 (Ausgewählte Quellen zur deutschen Geschichte des Mittelalters 32), Darmstadt 22000, Nr. 49, S. 182–185.
Unser Literaturtipp:
Stefan Weinfurter: Canossa: Die Entzauberung der Welt, München 2007.
Quellenempfehlung:
Das Wormser Konkordat (Privileg des Kaisers und Privileg des Papstes), in: L. Weinrich (Hg.): Quellen zur deutschen Verfassungs-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte bis 1250 (Ausgewählte Quellen zur deutschen Geschichte des Mittelalters 32), Darmstadt 22000, Nr. 49, S. 182–185.
28 Minuten
Zum Inhalt: Im historischen Rückblick gehört die Affäre von Abaelard und Heloise zu den großen Liebesgeschichten des Mittelalters. Sie führt mitten hinein in das bewegte intellektuelle Milieu von Paris im 12. Jahrhundert, das damals zu einem der Brennpunkte des europäischen Geistes wurde. Die Überlieferung dieser Zeit ermöglicht erstmals auch eine Innensicht auf die Handelnden. Eine psychologische Dimension hält Einzug in die Geschichte.
Unser Literaturtipp: Abaelards „Historia calamitatum“: Text – Übersetzung – literaturwissenschaftliche Modellanalysen, hrsg. von Dag Nikolaus Hasse, Berlin 2002.
Unser Literaturtipp: Abaelards „Historia calamitatum“: Text – Übersetzung – literaturwissenschaftliche Modellanalysen, hrsg. von Dag Nikolaus Hasse, Berlin 2002.
27 Minuten
Zum Inhalt: Der Aufruf von Papst Urban II. zu einer bewaffneten Hilfe für die Christen des Ostens startete die Kreuzzüge als eine breite Bewegung, die der Papst gar nicht beabsichtigt hatte. Sein Aufruf mobilisierte die Christenheit in einer Phase religiöser und sozialer Unruhe. Die Verbindung von Ablaßversprechen und Kriegshandwerk traf einen Nerv der Zeit und wirkte trotz verschiedener Abschwächungen und vieler Rückschläge sehr lange nach.
Unser Literaturtipp:
Steven Runciman: Geschichte der Kreuzzüge (History of the Crusades, aus dem Englischen übers. von Peter de Mendelssohn, 3 Bände, München 1957-1960), Sonderausgabe in einem Band, 9. Auflage, München 2019.
Quellenempfehlung:
Fulcher von Chatres: Historia Hierosolymitana, Buch 1, Kap. 3, erl. u. hg. von H. Hagenmeyer, Heidelberg 1913, S. 130–138.
Unser Literaturtipp:
Steven Runciman: Geschichte der Kreuzzüge (History of the Crusades, aus dem Englischen übers. von Peter de Mendelssohn, 3 Bände, München 1957-1960), Sonderausgabe in einem Band, 9. Auflage, München 2019.
Quellenempfehlung:
Fulcher von Chatres: Historia Hierosolymitana, Buch 1, Kap. 3, erl. u. hg. von H. Hagenmeyer, Heidelberg 1913, S. 130–138.
30 Minuten
Zum Inhalt: Der Investiturstreit beendete eine elitäre Ordnung der christlichen Welt. In der Welt des frühen Mittelalters pflegten Könige und Bischöfe im engen Verbund eine göttliche Ordnung, in der einfache Menschen und komplexere soziale Verhältnisse fast nicht vorkamen. Das änderte sich nun. Neue Menschen, niedere Adlige, Bewohner von Städten, Handwerker und gelegentlich Bauern, drängten auf die Bühne und machten Ansprüche geltend. Sie machten sich Sorgen um ihr Seelenheil. Und ihre Sorgen beförderten die Reformen Gregors VII. Neue Kräfte beunruhigten die alte Welt.
Unser Literaturtipp:
Rudolf Schieffer: Papst Gregor VII. Kirchenreform und Investiturstreit, München 2010.
Quellenempfehlung:
Brief Papst Gregors VII. an die deutschen Fürsten (Januar 1077), in: F-J. Schmale/ R. Buchner (Hg.): Quellen zum Investiturstreit 1: Ausgewählte Briefe Papst Gregors VII. (Ausgewählte Quellen zur deutschen Geschichte des Mittelalters 12a), Darmstadt 1978, S. 240–243.
Unser Literaturtipp:
Rudolf Schieffer: Papst Gregor VII. Kirchenreform und Investiturstreit, München 2010.
Quellenempfehlung:
Brief Papst Gregors VII. an die deutschen Fürsten (Januar 1077), in: F-J. Schmale/ R. Buchner (Hg.): Quellen zum Investiturstreit 1: Ausgewählte Briefe Papst Gregors VII. (Ausgewählte Quellen zur deutschen Geschichte des Mittelalters 12a), Darmstadt 1978, S. 240–243.
25 Minuten
Zum Inhalt: Die Kaiserkrönung Ottos (I.) des Großen in Rom war ein Höhepunkt der Aufstiegsgeschichte der zwangsbekehrten Sachsen, und sie begründete die besondere Rolle des römischen Kaisertums für die deutsche Geschichte. Diese erhielt damit keinen nationalen Fokus, sondern ein Leitbild mit hohem Ansehen und unscharfem Inhalt – mit allen bewegten Folgen.
Unser Literaturtipp:
Matthias Becher: Otto der Große. Kaiser und Reich. Eine Biographie, München 2012.
Quellenempfehlung:
Adalberts Fortsetzung der Chronik Reginos zu den Jahren 961/962, in: A. Bauer/R. Rau (Hg.): Quellen zur Geschichte der sächsischen Kaiserzeit (Ausgewählte Quellen zur deutschen Geschichte des Mittelalters 8), Darmstadt 52002, S. 216 f.
Unser Literaturtipp:
Matthias Becher: Otto der Große. Kaiser und Reich. Eine Biographie, München 2012.
Quellenempfehlung:
Adalberts Fortsetzung der Chronik Reginos zu den Jahren 961/962, in: A. Bauer/R. Rau (Hg.): Quellen zur Geschichte der sächsischen Kaiserzeit (Ausgewählte Quellen zur deutschen Geschichte des Mittelalters 8), Darmstadt 52002, S. 216 f.
35 Minuten
Die Kaiserkrönung Karls des Großen in der Peterskirche Roms belebte die römische Kaisertradition im Westen Europas neu. Sie verschob das Kraftzentrum Europas vom Mittelmeerraum in die Region nördlich der Alpen.
Die Kaiserkrönung markierte den Anspruch der fränkischen Herrscher auf die Führungsrolle in der Christenheit und war damit auch ein Zeichen der Emanzipation vom griechischen Osten.
Unser Literaturtipp:
Johannes Fried: Karl der Grosse. Gewalt und Glaube, München 2013.
Quellenempfehlung:
Einhard: Das Leben Karls des Großen, in: R. Rau (Hg.): Quellen zur Karolingischen Reichsgeschichte 1 (Ausgewählte Quellen zur deutschen Geschichte des Mittelalters 5), Darmstadt 1987, Kap. 28, S. 198–201.
Die Kaiserkrönung markierte den Anspruch der fränkischen Herrscher auf die Führungsrolle in der Christenheit und war damit auch ein Zeichen der Emanzipation vom griechischen Osten.
Unser Literaturtipp:
Johannes Fried: Karl der Grosse. Gewalt und Glaube, München 2013.
Quellenempfehlung:
Einhard: Das Leben Karls des Großen, in: R. Rau (Hg.): Quellen zur Karolingischen Reichsgeschichte 1 (Ausgewählte Quellen zur deutschen Geschichte des Mittelalters 5), Darmstadt 1987, Kap. 28, S. 198–201.
24 Minuten
Zum Inhalt: Chlodwigs Taufe leitete den Übertritt des mächtigen Stammes der Franken zum katholischen Christentum ein, das zu diesem Zeitpunkt nicht ohne Konkurrenz war. Damit wurde die Christianisierung Westeuropas nach dem Niedergang des römischen Reiches auf den Weg gebracht.
Unser Literaturtipp: Patrick J. Geary: Die Merowinger. Europa vor Karl dem Großen, 3. Auflage, München 1996.
Quellenempfehlung: Gregor von Tours: Zehn Bücher Geschichten, Bd. 1: Buch 1-5, bearb. von R. Buchner (Ausgewählte Quellen zur deutschen Geschichte des Mittelalters 2), Darmstadt 82000, Buch II, Kap. 30, S. 116 f.
Unser Literaturtipp: Patrick J. Geary: Die Merowinger. Europa vor Karl dem Großen, 3. Auflage, München 1996.
Quellenempfehlung: Gregor von Tours: Zehn Bücher Geschichten, Bd. 1: Buch 1-5, bearb. von R. Buchner (Ausgewählte Quellen zur deutschen Geschichte des Mittelalters 2), Darmstadt 82000, Buch II, Kap. 30, S. 116 f.
Von Chlodwig bis Columbus
Lehrpodcast "Mittelalterliche Geschichte" - von Martin Kaufhold und Mathias Kluge.