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Die Kolpingstunde – politisch, sozial und nah am Menschen Archiv

36 Episoden
26 Minuten
Im April haben katholische Jugendverbände die größte Sozialaktion Deutschlands auf die Beine gestellt. Zehntausende Kinder und Jugendliche haben sich an der 72-Stunden-Aktion ihres Dachverbands BDKJ beteiligt. Auch die Kolpingjugend im Erzbistum München und Freising hat die Initiative mit acht kreativen Projekten bereichert. Zwei davon stellen wir in diesem Podcast ausführlich vor: den Zukunftsgarten der Kolpingjugend Berchtesgaden (Bild) und die Plakatwände gegen Rechtsradikalismus der Kolpingjugend Ebersberg.
28 Minuten
Schüler denken über den Unterricht hinaus und setzen ihr Wissen gezielt für andere ein. Darum geht es beim Unterrichtsformat "Lernen durch Engagement". Der Unterricht wird dadurch lebensnah, die Schüler können das Gelernte umsetzen und erwerben damit auch soziale Kompetenz. Von dieser Idee hat sich auch Berufsschullehrer Patrick Oberdörfer (Bild) begeistern lassen. Für seine "Lernen durch Engagement" Projekte an der Adolf-Kolping-Berufsschule gab es bereits Auszeichnungen. Im Podcast erzählt der Lehrer, was man bei "Lernen durch Engagement" alles beachten muss, und wie das Lernprinzip das Miteinander von Schülern und Lehrern an der Adolf-Kolping-Berufsschule verändert hat.
22 Minuten
Alte Kleider machen Leute! Secondhand-Kleidung ist längst nicht mehr verpönt, sondern hip. Wirtschafts-Experten sagen voraus, dass im Jahr 2027 ein Fünftel des Kleidermarktes in Deutschland Second-Hand-Ware sein wird. Die Kolpingsfamilie in Berchtesgaden nutzt diesen Trend für ihr soziales Engagement und betreibt seit gut vier Jahren einen eigenen Second-Hand-Markt. Von der Unterhose bis zum Abendkleid gibt es dort fast alles zu kaufen. Maria Schmidt und Birgit Deißenbeck vom Organisations- und Verkaufsteam berichten im Podcast, wie der Second-Hand-Markt funktioniert und in welche sozialen Projekte die Einnahmen aus dem Kleiderverkauf fließen.
29 Minuten
Mit Notstandsdekret und Armee-Einsätzen versucht man in Ecuador zurzeit, den Terror der Drogenkartelle in den Griff zu bekommen. Noch bis Anfang März gilt der Ausnahmezustand. Kolping ist Kooperationspartner des Internationalen Freiwilligendienstes im Erzbistum München und Freising. Im Rahmen dieses Freiwilligenprogramms arbeitet Marlene Koller (Bild) aus Freilassing derzeit im Bildungszentrum Encuentro in Puyo am Amazonasbecken. Im Kolpingstunde Podcast erzählt die 19-jährige, wie sich die Gewalt im Land auf ihren Alltag auswirkt, und wie sie damit umgeht. David Zurita von der Kolpingjugend Ecuador kam 2021 im Rahmen des Freiwilligendienstes nach München, mittlerweile absolviert er dort eine Berufsausbildung. Im Podcast berichtet er, wie in seiner Kindheit und Jugend Gewalt und Drogenkriminalität zur Normalität in seiner Heimat geworden sind, und wieso er nicht an einen schnellen Erfolg beim Kampf gegen die Drogenkartelle glaubt.
44 Minuten
Markus Ferber (CSU) ist seit 30 Jahren Abgeordneter im Europaparlament. Bei der Europawahl im Juni tritt er noch einmal an. Und das aus Überzeugung. Er ist sich sicher: nur die EU kann die adäquaten Antworten auf die Fragen unserer Zeit geben. Mit dem Kolping-Mitglied sprechen wir über aktuelle europapolitische Themen wie Jugendarbeitslosigkeit, Sicherheit, Bürokratieabbau oder Migration. Markus Ferber erklärt aber auch die christlichen Grundlagen, die Europa bis heute prägen und aus seiner Sicht unverzichtbar sind. Der bayerische Landesvorsitzende des Kolpingwerkes, Erwin Fath, stellt im Vorfeld der Europawahl die Erklärung von KOLPING EUROPA für ein demokratisches, solidarisches und soziales Europa vor. Und diskutiert mit Markus Ferber, ob die EU letzten Endes zu viele politische Entscheidungen an sich gezogen hat. Außerdem spricht Erwin Fath den Wertewandel an, der sich auch auf die Familien auswirkt.
20 Minuten
Diözesan-Präses Christoph Wittmann hat als Delegierter an der zurückliegenden Generalversammlung von Kolping International teilgenommen. Der Austausch mit Kolping Vertretern aus 43 Ländern hat ihn dazu angeregt, eine Vision für die eigenen Kolpingsfamilien zu entwickeln. Um mehr Projektarbeit soll es dabei gehen, mit der andere Menschen willkommen geheißen und integriert werden. „Ich sehe eine große Chance in der Projektarbeit, darauf sollten wir die Energie setzen und uns nicht verlieren in vielen kleinen Aktionen, die es immer schon gab, wir sollten Neues entwickeln und neue Schwerpunkte setzen“, so Wittmann. Eine Vision, die noch am Anfang steht und in den kommenden Jahren fortgeschrieben werden soll.
26 Minuten
Seit Anfang Juni tourt das Kolping-Klimamobil durch Deutschland. Mit dem Klimamobil möchte Kolping die Menschen für die Klimakrise sensibilisieren und bietet Lösungsvorschläge, wie wir den Klimawandel aufhalten können. Mitte Oktober hat das Kolping-Klimamobil auf dem Wochenmarkt im oberbayerischen Geretsried Station gemacht. Wir haben das Klimamobil dort besucht. Andreas Lessmann (Foto), der mit dem Elektro-Bus durch Bayern unterwegs war, hat uns den Info-Stand vor dem Klimamobil mit den unterschiedlichen Materialien und Mitmach-Angeboten zu verschiedenen Aspekten der Klimathematik vorgestellt.
20 Minuten
In den Kitas gibt es zu wenig Personal. Die Kolping-Bildungsagentur will das ändern und hat einen neuen Ausbildungs-Kurs für angehende Kinderpfleger/innen kreiert. Der ist vor allem für Frauen mit Migrationshintergrund gedacht, sie will man verstärkt für den Beruf der Kinderpfleger/in gewinnen, erklärt Monika Rörig, Fachbereichsleiterin Berufliche Bildung bei der Kolping-Bildungsagentur. Der Wechsel auf den ersten Arbeitsmarkt sei entscheidend für die gesellschaftliche Integration dieser Frauen. Der Kinderpfleger/innen-Kurs der Kolping-Bildungsagentur startet im November.
33 Minuten
Das kostbarste, das der Mensch im Leben besitzt, ist die Familie. Nach diesem Grundsatz hat Adolph Kolping das Kolpingwerk aufgebaut. Das Prinzip Familie prägt die Verbandsarbeit bis heute. Auch wenn der Familienbegriff von Zeit zu Zeit einem Update unterzogen wird wie vor kurzem bei der Diskussion um das erweiterte Kolping Leitbild. Wie sich Kolping heute als Familienverband definiert, darum geht es in dieser Kolpingstunde mit dem Kolping Diözesan- und Landespräses Christoph Wittmann und der Diözesanleiterin der Kolpingjugend, Monika Pauli. Wir sprechen darüber, wie Kolping sich selbst als Familie versteht und gleichzeitig den Familien mit verschiedensten Angeboten hilft, wie z. B. der Mehrkindfamilienkarte für Bayern, die im Juli in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Sozialministerium an den Start gegangen ist.
28 Minuten
Egal ob Laptop, Nähmaschine oder Kleidung: was kaputt ist, wird immer am ersten Donnerstag im Monat im Repair-Café der Kolpingsfamilie Rosenheim im Bürgerhaus Miteinander von ehrenamtlichern Helfern kostenlos repariert. Und wenn’s mal etwas länger dauert, kann man bei Kaffee und Kuchen mit anderen ratschen. Lebendige Eindrücke aus dem mit dem Umwelt-Preis der Stadt Rosenheim ausgezeichneten Kolping Repair-Café hören Sie in diesem Kolpingstunde Podcast.

Wählen ab 16

22 Minuten
Um wählen zu dürfen, muss man volljährig sein. Dieses Prinzip gilt bei uns in Bayern bis heute. Das könnte jetzt aber ins Wanken geraten. Denn "Vote 16", ein Bündnis aus verschiedenen Organisationen, das auch von Kolping unterstützt wird, sammelt zurzeit Unterschriften für ein Volksbegehren, in dem über die Absenkung des Wahlalters abgestimmt werden soll. Wählen mit 16 ist das Ziel. Aber ist das wirklich sinnvoll, so jung schon wählen zu gehen? In der aktuellen Kolpingstunde überprüfen wir, was für das Wählen ab 16 spricht. Zusammen mit Anja Leineweber, Diözesanleiterin der Kolpingjugend, und Erwin Fath, Landesvorsitzender Kolping Bayern.
24 Minuten
Sechs Altkleider-Container hat die Kolpingsfamilie Neubiberg aufstellen lassen. Und hat damit kaum Arbeit. Denn die erledigt die Kolping Recycling GmbH in Fulda. Stephan Kowoll ist Geschäftsführer des Kolping Recycling Unternehmens. Er erklärt, wie der globale Altkleidermarkt funktioniert und versichert, dass keines der Neubiberger Altkleidersammelstücke in der Münchner Müllverbrennungsanlage landet. Die Kolpingsfamilie Neubiberg bekommt für die gesammelten Kleidungsstücke Geld von der Kolping Recycling GmbH, das sie für soziale Projekte einsetzt. Welche das sind, verrät Vorsitzender Sebastian Stiegler.
22 Minuten
Gut 30 Jahre Jugendsozialarbeit bei Kolping im Erzbistum liegen hinter Jutta Kienzle. Davon viele Jahre als Geschäftsführerin der Kolping-Bildungsagentur. In der Kolpingstunde erzählt die Diplom-Pädagogin, wie sie Anfang der neunziger Jahre mit einer Hand voll Mitarbeiter begonnen hat, die Unterstützungsangebote für junge Menschen aus schwierigen sozialen Verhältnissen zu entwickeln. Sie berichtet, wie sich die Coronakrise und die Unterstützung junger Flüchtlinge auf die Jugendsozialarbeit ausgewirkt haben und kritisiert die zunehmende Bürokratisierung, die dafür sorgt, dass Probleme nicht mehr individuell, sondern nach Kennzahlen gelöst werden. Jetzt geht Jutta Kienzle in den Ruhestand und appelliert an die Politik: „Wenn wir als Gesellschaft konkurrenzfähig bleiben wollen, dürfen wir bei den Jugendlichen nicht das Sparen anfangen“.
24 Minuten
Kolping hat in einem mehrjährigen Beratungsprozess sein Leitbild erweitert. Susanne Knobloch von der Kolpingsfamilie Rosenheim hat als Diözesanvorstandsmitglied an der Aktualisierung des Leitbildes mitgearbeitet. In der Kolpingstunde berichtet sie über die Debattenkultur in dem zurückliegenden Prozess und erklärt, wie sich Kolping in Zukunft für neue Mitglieder und Familienmodelle öffnen will.
22 Minuten
Die Sozialversicherungen in Deutschland dürfen sich selbst verwalten. Alle sechs Jahre entscheiden deshalb die Versicherten und Rentner, wer sie in der Rentenversicherung und bei den Krankenkassen in den Sozialparlamenten vertritt. Heuer ist es wieder soweit: Von April bis Ende Mai findet die Sozialwahl statt. Wie die funktioniert, was Selbstverwaltung genau bedeutet und wieso das Kolpingwerk im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft christlicher Arbeitnehmerorganisationen (ACA) bei der Sozialwahl antritt, das klären wir in der Kolpingstunde für Sie mit Hilfe unseres Studiogastes Johann Maier, Leiter des Kolping Diözesanfachausschusses Arbeitswelt und Soziales.