Anmeldung Registrierung
Auto Hell Dunkel
Erweiterte Suche

Der Hörspiel-Kritiker: Welche Hörspiele lohnt es anzuhören? Archiv

177 Episoden
9 Minuten
In diesem Podcast-Episode geht es um Henrik von Holtums Hörspiel „Das Loch in der Welt“ (SWR 2026). Darin entdeckt eine Gruppe von Kindern in einer ehemaligen Schrebergartenkolonie ein scheinbar bodenloses Loch, das den Protagonisten magisch anzieht.

Während die Geschichte die Erfahrung des „Aus der Welt Fallens“ und den Verlust der Verbindung zur Realität einfängt, stellt sich mir dabei die Frage nach der Zukunft des Hörspiels als Medium. Was ich damit meine, erfahrt ihr in dieser Folge des Hörspiel-Kritikers.

Das Loch in der Welt

Hörspiel von Henrik von Holtum

Mit: Isaak Dentler und Anne Müller

Komposition und Regie: Henrik von Holtum

SWR 2026
15 Minuten
In „Sörensen geht aufs Haus“ trifft Kriminalkommissar Sörensen auf ein makabres Rätsel in der norddeutschen Provinz. Was als banaler Nachbarschaftsstreit beginnt – ein ehemaliger Krabbenfischer will die Maulwürfe des Nachbarn mit einem Wasserschlauch ausschwemmen – endet mit dem Fund einer halb verwesten Hand im Erdhügel. Der verdächtige Nachbar entpuppt sich als Schiefel, Sörensens alter Schulfreund aus der ersten Klasse.

Regisseur Sven Stricker inszeniert diese Geschichte ohne überflüssige Erzählstimmen. Statt die Handlung nur voranzutreiben, entfalten sich die Dialoge organisch aus den Figuren, während Sörensens innere Monologe seine Gedankenwelt direkt spiegeln. Die Sprache ist präzise und charakterisiert die Personen durch treffende Bilder statt langer Beschreibungen.

Bjarne Mädel verkörpert Sörensen mit einer einzigartigen Mischung aus Melancholie und trockenem Humor, unterstützt von einer hochkarätigen Besetzung: Dietrich Hollinderbäumer als skurriler Nachbar, Matthias Matschke als Spurensicherer und Dietmar Wunder, dessen Stimme unweigerlich an James Bond erinnert. Das Ergebnis sind zwei Stunden Krimi-Unterhaltung, die trotz der schweren Thematik durch witzige Dialoge und eine authentische Geräuschkulisse besticht.

Sörensen geht aufs Haus

Autor und Regie: Sven Stricker

Mit: Bjarne Mädel, Birte Kretschmer, Udo Kroschwald, Felix von Manteuffel, Magdalena Höfner, Matthias Matschke, Dietmar Wunder, Ulrike C. Tscharre, Dietrich Hollinderbäumer, Barnaby Metschurat, Erika Skrotzki, Franz Röbig, Eliot Karow, Claudia Eisinger

Besetzung: Jürg Meister

Komposition: Jan Peter Pflug

Ton und Technik: Andreas Stoffels und Frank Klein

Regieassistenz: Stefanie Heim

Dramaturgie: Felix Lehmann

Deutschlandfunk 2026
13 Minuten
In dieser Folge widme ich mich der neuen ARD-Serie „Die Hexe von Pendach" (2026) von Julien Hebenstreit und Katharina Irmscher. Die Handlung spielt im Jahr 1700 und folgt der Nonne Agathe auf der Suche nach einem verschwundenen Findelkind in einem Dorf, das von Hexenprozessen und einem plötzlichen Schneesturm geprägt ist.

Besonders lobenswert ist die historische Fundierung der Serie: Die Autorinnen beleuchten faktenbasiert, dass Hexenverfolgung kein Mittelalter-Phänomen war, sondern in der frühen Neuzeit durch staatliche Beamte vorangetrieben wurde. Auch Themen wie Wetterzauber und Kinderhexenprozesse werden realistisch eingebunden.

Technisch ist die Produktion mit ihrem hervorragenden 3D-Sounddesign und der Musik absolut beeindruckend. Inhaltlich muss ich jedoch Abstriche machen: Die acht Folgen wirken stellenweise langatmig und das „Mystery" finde ich nicht. Für mich ist es eine technisch brillante, aber inhaltlich nicht ganz fesselnde Serie, die eher als historisches Lehrstück denn als spannender Thriller funktioniert.

Die Hexe von Pendach

Von Julien Hebenstreit und Katharina Irmscher

Mit Henriette Nagel, Christiane Roßbach, Jeremias Meyer, Johannes Nussbaum, Christoph Franken, Adnan Maral, Ulrike Willenbacher, Sina Reiß, Vassilissa Reznikoff, Max Poerting u.v.a.

Komposition: Ulrike Haage

Regie: Pauline Seiberlich

ARD 2026
15 Minuten
In dieser Episode tauche ich ein in die surreale Welt des britischen Hörspiel-Großmeisters Don Haworth und nehme sein skurriles Hörspiel „Verhaftet“ unter die Lupe. Dabei versuche ich zu entschlüsseln wie Haworths „Hörspiel-Regeln“ dieses Stück zu einem zeitlosen Paradebeispiel für tiefschwarzen britischen Humor und exzellentes Kopfkino machen.

Außerdem gibt es noch einen heißen Hörspieltipp, und zwar den Krimi „Das vierte Skalpell“ von Hans Gruhl.

Verhaftet

Mit: Wolfgang Rottsieper (Wachtmeister), Hans-Günther Müller (Richter), Ortwin Speer (Stanley), Dorothea Leonhard (Mutter)

Übersetzung aus dem Englischen: Hubert von Bechtolsheim und Marianne de Barde

Tontechnik: Helmut Dimmig

Regie: Klaus W. Leonhard

Das vierte Skalpell

Von Hans Gruhl

Mit Martin Hirthe u.a.

Regie: Curt Goetz-Pflug

SFB (rbb)/WDR 1966
46 Minuten
In dieser Folge des Hörspiel-Kritikers geht es nicht um ein Hörspiel, sondern um ganz viele Hörspiele. Diese macht Frank Rawel von "Leises Lärmen" und zwar allein. Also nicht ganz allein - die KI hilft ihm, um ganz unterschiedliche Charaktere zum Leben zu erwecken. Dabei entstehen herrlich lustige, skurrile und fantastische Hörspiele. Wie Frank dabei genau vorgeht, wird in dieser Folge verraten.
12 Minuten
Ein Hörspiel, was mich wirklich umgehauen hat, will ich heute besprechen: „Für immer seh ich dich wieder“ nach dem gleichnamigen Roman von Yannic Han Biao Federer in der Bearbeitung und Regie von Cordula Dickmeiß. Warum es mich so beeindruckte? Es ist wirklich schwer in Worte zu fassen, aber ich hab es versucht – auch wenn sehr stotternd.

Für immer seh ich dich wieder

Autor: Yannic Han Biao Federer

Vorlage: Nach dem gleichnamigen Roman

Bearbeitung und Regie: Cordula Dickmeiß

Cast: Jan Krauter (Yannic), Marie Löcker (Charlotte), Amelle Schwerk (Hebamme), Tabitha Frehner (Sarah/Frau Lück), Anna Blomeier (Anästhesistin/Vereinsfrau), Denise M’Baye (Juliane/Empfang/Stimme), Johanna Bantzer (Christina), Jan Meeno Jürgens (Paul), Anne Kulbatzki (Physiofrau), Mohamed Achour (Pfleger/Kollege), Sascha Nathan (Michael/Kantinenmitarbeiter), Michael Lippold (Arzt), Nils Rovira Muñoz (Alex), Frauke Poolman (Yannics Mutter), Cathlen Gawlich (Gynäkologin/Pflegerin)

Besetzung: Dagmar Titz, Marc Zippel

Komposition: Michael Rodach

Technische Realisation: Kai Schliekelmann und Chris Richter

Dramaturgie: Michael Becker

Produktion: Norddeutscher Rundfunk 2025
51 Minuten
Am 06.12.25 waren Martin und Olaf vom OHRCAST sowie meine Wenigkeit wieder einmal zu Besuch bei RADIO T in Chemnitz. Wir diskutierten über DDR-Hörspiele. Wie das war, das hört ihr in dieser Folge.
24 Minuten
Diesmal geht es hoch hinauf – in ein abgelegenes Chalet, abgeschnitten von der Außenwelt, mitten in einen klassischen Whodunit. Ich nehme mir die 8-teilige Hörspielserie Die Blender von Gregor Schmalzried vor und frage: Ist das raffinierte Krimi-Konstrukt wirklich so clever, wie es tut – oder doch ein Blender?

Es geht um „enge“ Freunde, einen Wintersturm, einen toten Bräutigam und eine Ermittlerin mit wasserdichtem Alibi. Ich spreche über starke Dialoge, dichte Atmosphäre, überzeugende Sprecherleistungen – aber auch über meine größte Kritik: Schmalzrieds Vorliebe für spektakulär komplizierte Mordpläne. Warum das trotzdem extrem spannend ist, was das Ganze mit Kartenspielen, falschen Fährten und mehrfachen Wendungen zu tun hat und weshalb ich die Serie trotz Meckerei klar empfehle, hört ihr in der neuen Folge. 

Die Blender

Autor: Gregor Schmalzried

Cast: Valerie Stoll, Milena Tscharntke, Béla Gabor Lenz, Valon Krasniqi, Pauline Rénevier, Jonas Nay, Lennart Hillmann u.v.a.

Regie: Jörg Schlüter

ARD 2025
30 Minuten
Wie letztes Jahr vor Weihnachten gibt es hier im Podcast wieder ein Hörspiel von mir. Im dritten Teil der Sockenpolizei ruft ein Kind bei Wachtmeister Achim an. Es wurde von seinem Bruder in den Schrank eingesperrt. Natürlich muss die Sockenpolizei da helfen. Doch als Wachtmeister Achim und seine Chefin am Haus des Kindes im Schrank ankommen, ist es doch ganz anders. Hat das Kind die Sockenpolizei angelogen?

Chefin, Pipi Klara-Bimbum: Stephanie Kirsche

Semmel: Karl Kirsche

Schrippe: Friedrich Kirsche

Mutter: Nadine Kirsche

Achim, Ottokar und Pepe: Thomas Kirsche

Text, Regie, Schnitt, Musik: Thomas Kirsche

kirschproduktion 2024

Ich wünsche euch Frohe Weihnachten und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr.

Euer Thomas, der Hörspiel-Kritiker
1 Stunde 3 Minuten
„Die Young-Adult-Hörspielserie »Lamyas Buch der Scharlatane« von Amal El Ommali und Andrea Geißler verbindet nordafrikanische Legenden, popkulturelle Sprache und urbane Realität zu einer modernen Heldinnengeschichte über Selbstermächtigung, Sisterhood und Identität“, so steht es in der ARD-Audiothek. Und stimmt, die Kernaussagen treffen zu, aber die Serie ist schlecht geschrieben, auf niedrigem Niveau gespielt, unklug inszeniert und verhunzt dadurch die wichtigen Themen, die sie anspricht.

Lamyas Buch der Scharlatane

von: Amal al Ommali, Andrea Geißler

Redaktion: Cordula Huth, Arne Salasse

Dramaturgie: Leonhard Koppelmann

Technische Realisierung: Ursula Potyra, Melanie Inden, Julia Kümmel, Thomas Rombach

Regieassistenz: Aran Kleebaur

Regie: Leonhard Koppelmann, Andrea Geißler
57 Minuten
In den Sommerferien liefen auf dem MDR DDR-Hörspiele zum Thema Ferien. Die Reihe war Teil des Sommer-Programms von MDR Kultur. Der Fokus lag sicher auf Nostalgie und Unterhaltung, aber auch künstlerischer Anspruch war gegeben. Hier im Podcast hatte ich bis auf „Unterwegs mit Jaecki“ alle Hörspiele besprochen. Aber das hole ich jetzt nach und das nicht allein. Auch Olaf und Martin vom Ohrcast sind dabei und wir werfen einen Blick auf diese DDR-Hörspiele und vergleichen sogar eine West- und Ostversion des gleichen Manuskriptes (Das Blechboot). Wer hat es besser inszeniert? Gibt es darauf überhaupt eine Antwort?

Alle Hörspiele der Reihe findet ihr auf YouTube. Aus der ARD-Mediathek sind sie leider schon wieder raus.
16 Minuten
Ja, es gibt mal wieder eine Podcastfolge und darin geht es um das Hörspiel »Heilung« nach dem Roman von Timon Karl Kaleyta. Darin geht es um: einen namenlosen Mann, ein rätselhaftes Sanatorium in den Dolomiten, eine Bärenjagd – und die Suche nach seelischer Erlösung. Doch hält die Inszenierung, was der große Anspruch verspricht?

Ich vergleiche »Heilung« mit Thomas Manns »Der Zauberberg« und Oliver Sturms »Die Erschöpften« und spreche über Inszenierung, Klanggestaltung und die Frage, ob das Hörspiel mehr als schöne Kulisse ist. Mein Fazit: Drei Werke, drei Heilungsversprechen – und eines überzeugt nicht wirklich.

Heilung

Nach dem gleichnamigen Roman von Timon Karl Kaleyta

Mit: Tilman Strauß, Camill Jammal, Meriam Abbas, Alina Stiegler, Leon Ulrich, Lisa Hrdina und Eva Michel

Musik: Camill Jammal

Hörspielbearbeitung und Regie: Rebekka David

Produktion: SWR 2024 - Premiere
22 Minuten
In dieser Folge des Hörspiel-Kritikers geht es um das DDR-Hörspiel „Urlaubsbriefe“, eine sommerlich-leichte, aber durchaus pikante Geschichte von kleinen Geheimnissen und großen Verwicklungen.

Das Stück wurde 1967 beim Rundfunk der DDR produziert – Regie führte Helmut Hellstorff.

Besonders spannend: In den Rollen hören wir bekannte Schauspielgrößen wie Evamaria Bath, Ezard Haußmann, Jürgen Frohriep und viele andere, die das Hörspiel durch ihre Präsenz und Spielfreude tragen.

Im Podcast gibt es nicht nur meine Besprechung, sondern zahlreiche Ausschnitte, die zeigen, von wo wir diese Stimmen auch noch kennen.

Urlaubsbriefe

Hörspiel von Ursula und Ulrich Wendler Regie: Helmut Hellstorff Komposition: Herwart Höpfner Produktion: Rundfunk der DDR 1965 Mit: Evamaria Bath, Ezard Haußmann, Jürgen Frohriep, Gisela Büttner, Albert Garbe, Marianne Wünscher, Ursula Braun, Ruth Glöss, Karl Brenk, Lothar Dimke, Ingrid Föhr, Hans-Joachim Preil, Regine Zeidler
11 Minuten
Die Thriller-Serie "Zwei Schwestern" von Magda Woitzuck und Léon Haase lässt uns eine Beziehung als Thriller erleben. Klingt komisch - ist aber so. Die knapp 10 Minuten langen Folgen, acht Stück an der Zahl, mit der Musik von Berq sind unterhaltend und verdammt klug.

Zwei Schwestern

Von: Magda Woitzuck und Léon Haase

Regie: Léon Haase

Komposition: Frederich Helbing

Musik: Berq

Mit: Lou Strenger, Sinje Irslinger, Ben Münchow, Isaak Dentler, Sören Wunderlich, Ewa Rataj, Sebastian Reiß, Melanie Straub

Produziert von Léon Haase für hr 2025
14 Minuten
In dieser Folge gehts um das Hörspiel „Schrödingers Grrrl“, nach dem gleichnamigen Roman von Marlen Hobrack – eine bissige Satire auf den Literaturbetrieb. Im Mittelpunkt steht Mara, eine junge Frau aus Dresden, die in die Rolle einer gefeierten Autorin schlüpft – obwohl sie gar nichts geschrieben hat. Zwischen Instagram-Glanz und prekärem Alltag bewegt sie sich in einer Welt, in der Authentizität zur Ware wird und jede Geschichte nur so echt ist, wie sie vermarktet werden kann.

Was ich daran richtig gelungen finde und was mir am Hörspiel nicht so gefällt. Hier erfahrt ihr es.

Schrödingers Grrrl

Nach dem Roman von Marlen Hobrack

Bearbeitung und Regie: Matthias Kapohl

Mit: Lea van Acken, Matti Krause, Paula Goos, Leon Rüttinger, Boris Aljinović, Meriam Abbas, Markus Bachmann, Ulrich Blöcher, Cathlen Gawlich, Lorenz Grabow, Peter Jordan, Béla Gabor Lenz, Jörg Pose, Louis Thiele, Ingrid Wenzel, Katherina Wolter u. a.

Besetzung: Jutta Kommnick

Ton und Technik: Lukas Wilke, Frank Klein

Regieassistenz: Marie Permantier

Dramaturgie: Julia Gabel, Johann Mittmann, Tatjana Petschl

Deutschlandfunk Kultur 2025

Länge: 59’34
Der Hörspiel-Kritiker: Welche Hörspiele lohnt es anzuhören?

Der Hörspiel-Kritiker: Welche Hörspiele lohnt es anzuhören?

Welche Hörspiele lohnt es anzuhören?