Frag den Sitte Archiv
31 Episoden
7 Minuten
Juckreiz hat viele Ursachen. Oft wird er durch Krebs oder die Krebsbehandlung ausgelöst. Auch Morphium und ähnlichen Medikamente können verantwortlich für den Juckreiz sein. Dann hilft der Wechsel zu einem Opioid, das seltener zu Juckreiz führt.
Hören Sie hier im Podcast doch mehr dazu! Und schauen Sie sich gerne auch unser Video an.
Sehen und hören Sie jeden Sonntag ein weiteres Kapitel im Zwiegespräch von Helmut Sämann mit dem Autor Dr. Thomas Sitte auf dem You-Tube-Kanal „Frag den Sitte“ (LINK) .
Hier gibt es noch etwas zum Nicht-Fortführen künstlicher Ernährung https://www.doc-sitte.de/hunger/
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9 Minuten
Das Schlafbedürfnis ist bei gesunden wie bei kranken Menschen sehr ver- schieden. Die meisten Gesunden kommen mit 7 bis 9 Stunden pro Tag aus. Manche brauchen kaum 3, andere täglich 12 Stunden und mehr Schlaf. Bei Palliativpatienten kann die notwendige Schlafdauer im Verlauf der Krankheit bis auf 20 Stunden (!) steigen. Dadurch wird die begrenzte Zeit mit den An- gehörigen natürlich noch weniger. Viele Gesunde sind auch oft müde, weil sie nachts zu wenig und zu schlecht schlafen, sich zu viele Sorgen machen oder zu viel arbeiten. Natürlich können Kranke die gleichen Probleme wie Gesunde haben. Es kommen aber weitere Gründe für die Müdigkeit hinzu.
7 Minuten
Die meisten Krebspatienten im fortgeschrittenen Stadium sind stark eingeschränkt leistungsfähig und brauchen deutlich mehr Schlaf. Das gilt auch bei vielen anderen, fortgeschrittenen Erkrankungen.
Ursachen der Schwäche können Blutarmut sein oder Medikamente, die müde machen. Hier sollte gemeinsam mit dem Arzt überlegt werden, ob man beispielsweise auf Medikamente gegen hohen Blutdruck verzichten kann. Viele Patienten und Angehörige meinen auch, dass die fehlende Kraft am mangelnden Appetit liegt und wollen das Essen hineinzwingen.
Ursachen der Schwäche können Blutarmut sein oder Medikamente, die müde machen. Hier sollte gemeinsam mit dem Arzt überlegt werden, ob man beispielsweise auf Medikamente gegen hohen Blutdruck verzichten kann. Viele Patienten und Angehörige meinen auch, dass die fehlende Kraft am mangelnden Appetit liegt und wollen das Essen hineinzwingen.
7 Minuten
Wenn der Mund ständig trocken ist, kann die Lebensqualität der Patienten deutlich sinken. Oft klagen sie über ein Durstgefühl, das leider nicht mit zusätzlichen Infusionen gestillt werden kann, denn Mundtrockenheit hat viele Ursachen.
Ziel muss es sein, das Durstgefühl zu lindern und die Mundschleimhaut feucht, sauber und gesund zu halten. Hier helfen einfache, wirkungsvolle Maßnahmen, die den Speichelfluss anregen, wie beispielsweise das Lutschen von gefrorenen Ananasstückchen. Helfen kann auch Zitronenbutter, die schnell im Mund zergeht.
Ziel muss es sein, das Durstgefühl zu lindern und die Mundschleimhaut feucht, sauber und gesund zu halten. Hier helfen einfache, wirkungsvolle Maßnahmen, die den Speichelfluss anregen, wie beispielsweise das Lutschen von gefrorenen Ananasstückchen. Helfen kann auch Zitronenbutter, die schnell im Mund zergeht.
7 Minuten
Durst ist schlimmer als Heimweh. Die deutsche Sprache kennt kein Wort das bei Durst dem „satt“ entspricht. Trotzdem: Wie das Hungergefühl versiegt am Lebensende auch das Durstgefühl. „Man kann einen Menschen doch nicht verdursten lassen“, hören wir oft. Aber es ist ein ganz großer Unterschied, ob ich Flüssigkeit gebe oder Durst stille.
Gaaanz wichtig: Am Lebensende spüren viele weder Durst noch den Wunsch nach Flüssigkeit. Der Patient „verdurstet“ deshalb auch nicht.
Gaaanz wichtig: Am Lebensende spüren viele weder Durst noch den Wunsch nach Flüssigkeit. Der Patient „verdurstet“ deshalb auch nicht.
8 Minuten
Hunger kennen wir alle. Was wir damit meinen, ist aber eher der Appetit, den wir in unserer übersättigten Gesellschaft auf schmackhafte Speisen haben. Hunger bei Schwerkranken hingegen hat eine ganz andere Bedeutung. Er kann schwächen und zu schnellerem Tod führen. Er kann aber auch den Körper entlasten.
Gaaanz wichtig: Am Lebensende spüren viele weder Hunger noch den Wunsch nach Nahrung. Der Patient „verhungert“ deshalb auch nicht.
Gaaanz wichtig: Am Lebensende spüren viele weder Hunger noch den Wunsch nach Nahrung. Der Patient „verhungert“ deshalb auch nicht.
6 Minuten
Unruhe spielt als Symptom besonders eine Rolle, wenn die Patienten nicht mehr klar orientiert oder nur eingeschränkt ansprechbar sind und kann ganz unterschiedlich sein: durch Herumnesteln in der Luft (sogenanntes Flockenlesen), häufiges Umdrehen im Bett, u .v. m.
Was ist für den Patienten selber störend, was wohl nur für die Angehörigen belastend. Wie Angst tritt Unruhe oft beim Sterben im „normalen“ Verlauf auf. Es kann sehr schwierig sein, die richtige Ursache herauszufinden. Was immer hilft, ist Zuwendung, sich Zeitnehmen und geduldig ausharren.
Geistige Verwirrung ist besonders schwer für die Angehörigen. Auch hier ist medikamentöse Hilfe möglich. Leider meist nur für den Preis, dass ein Gespräch mit dem Patienten immer schwieriger wird.
Was ist für den Patienten selber störend, was wohl nur für die Angehörigen belastend. Wie Angst tritt Unruhe oft beim Sterben im „normalen“ Verlauf auf. Es kann sehr schwierig sein, die richtige Ursache herauszufinden. Was immer hilft, ist Zuwendung, sich Zeitnehmen und geduldig ausharren.
Geistige Verwirrung ist besonders schwer für die Angehörigen. Auch hier ist medikamentöse Hilfe möglich. Leider meist nur für den Preis, dass ein Gespräch mit dem Patienten immer schwieriger wird.
6 Minuten
Wer kennt keine Angst? Angst hat jeder irgendwann im Laufe des Sterbens. Es betrifft natürlich nicht nur den, der gehen muss. Im Gegenteil: Angehörige sind oft viel mehr betroffen.
Meine Grundregel lautet: Bedrohliches ansprechen. Die Dinge beim Namen benennen. Wir beim Rumpelstilzchen. Als das Mädchen den Namen rief, hat sich Rumpelstilzchen in der Luft zerrissen. Die Bedrohung war verschwunden …
Meine Grundregel lautet: Bedrohliches ansprechen. Die Dinge beim Namen benennen. Wir beim Rumpelstilzchen. Als das Mädchen den Namen rief, hat sich Rumpelstilzchen in der Luft zerrissen. Die Bedrohung war verschwunden …
35 Minuten
Am 28.11. gibt es eine Anhörung im Rechtsausschuss zu Regeln für die Beihilfe zur Selbsttötung. Wir wollen dazu wichtiges Wissen aus der wirkliche Sterbebegleitung vermitteln, das man sonst so nicht ohne Weiteres findet. „Bitte, töten Sie mich“, der erste Beitrag ist mir so tatsächlich geschehen.
6 Minuten
Wer kennt das nicht? Viele haben es schon selber erlebt: Atemnot. Erstickungsangst.
Da kommt schnell die reine Panik. Beim Beinahe-Ertrinken im Freibad oder in der Meeresbrandung. Bei einem Asthmaanfall.
Selbst schlimmste Atemnot am Ende des Lebens kann man leicht und schnell z. B. mit Fentanyl-Nasenspray lindern! Dann höre ich immer wieder, warum hat mir das niemand früher gesagt?
Da kommt schnell die reine Panik. Beim Beinahe-Ertrinken im Freibad oder in der Meeresbrandung. Bei einem Asthmaanfall.
Selbst schlimmste Atemnot am Ende des Lebens kann man leicht und schnell z. B. mit Fentanyl-Nasenspray lindern! Dann höre ich immer wieder, warum hat mir das niemand früher gesagt?
6 Minuten
Da braucht es schnelle Hilfe, wenn plötzlich vernichtende Schmerzen kommen.
Durchbruchschmerzen entstehen durch Bewegungen oder Pflegemaßnahmen oder auch einfach von selber. Sie sind plötzlich undvon kurzer Dauer und werden immer extra behandelt. Dazu sollte ein schnell wirksames Opioid („Morphium“) gut zugänglich, aber gegen Missbrauch geschützt, am Bett sein.
Durchbruchschmerzen entstehen durch Bewegungen oder Pflegemaßnahmen oder auch einfach von selber. Sie sind plötzlich undvon kurzer Dauer und werden immer extra behandelt. Dazu sollte ein schnell wirksames Opioid („Morphium“) gut zugänglich, aber gegen Missbrauch geschützt, am Bett sein.
6 Minuten
Aus unserer täglichen Arbeit wissen wir, dass sich Patienten und Angehörige am meisten vor unerträglichen Schmerzen fürchten. DieseAngst möchten wir Ihnen nehmen. Am Lebensende sind Schmerzen das Symptom, das wir am leichtesten lindern können. Es gibt verschiedene Medikamente, die alleine oder in Kombination wirken. Wenn Schlucken schwerfällt, helfen Pflaster sehr gut. Dadurch werden regelmäßige Spritzen kaum mehr nötig. Spritzen sind für Patienten oft unangenehm und Angehörige trauen sich nicht, dieseselbst zu geben.
5 Minuten
Im Kapitel 4 geht es darum selber gesund bleiben.
Wie ich schon für das Kapitel 3 geschrieben habe: Bitte bleiben Sie erst einmal gesund und übernehmen Sie sich nicht. Fragen Sie um Hilfe, ganz egal was anliegt. Jeder Mensch braucht kleine und manchmal auch große Auszeiten, um nicht zu verbrennen. Gerade dann, wenn das Gefühl da ist, dass man unersetzlich ist. Da gibt es kleine und große Hinweise, auf die man achten sollte. Und es gibt kleine und große Hilfen, die man annehmen sollte.
Wenn Sie religiös sind, denken Sie doch einmal an die Bergpredigt: „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst!“ Da braucht es doch auch zuerst einmal die Selbstliebe.
Hören Sie hier im Podcast doch mehr dazu!
Wie ich schon für das Kapitel 3 geschrieben habe: Bitte bleiben Sie erst einmal gesund und übernehmen Sie sich nicht. Fragen Sie um Hilfe, ganz egal was anliegt. Jeder Mensch braucht kleine und manchmal auch große Auszeiten, um nicht zu verbrennen. Gerade dann, wenn das Gefühl da ist, dass man unersetzlich ist. Da gibt es kleine und große Hinweise, auf die man achten sollte. Und es gibt kleine und große Hilfen, die man annehmen sollte.
Wenn Sie religiös sind, denken Sie doch einmal an die Bergpredigt: „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst!“ Da braucht es doch auch zuerst einmal die Selbstliebe.
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5 Minuten
Im Kapitel 3 geht es darum was Angehörige tun können.
Sterbebegleitung braucht oftmals auch professionelle Hilfe. Aber nur oftmals. Nicht immer. Fast immer wollen und brauchen schwerstkranke und sterbende Menschen eine Begleitung durch ihre Angehörigen oder andere nahestehende Personen. Natürlich können Sie keine „Übung“ darin haben. Wir wollen Ihnen helfen zu verstehen, was dabei für Sie persönlich vielleicht wichtig ist.
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Sterbebegleitung braucht oftmals auch professionelle Hilfe. Aber nur oftmals. Nicht immer. Fast immer wollen und brauchen schwerstkranke und sterbende Menschen eine Begleitung durch ihre Angehörigen oder andere nahestehende Personen. Natürlich können Sie keine „Übung“ darin haben. Wir wollen Ihnen helfen zu verstehen, was dabei für Sie persönlich vielleicht wichtig ist.
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