kunst & horst Archiv
48 Episoden
4 Stunden 25 Minuten
Was passiert wenn man 20 Staatenlenker der Welt zu sich nach Hause einlädt? Wahrscheinlich hören sie sich Beethovens 9. Sinfonie "Ode an die Freude" an, während um sie herum alles zusammen fällt. Doch was ist mit den Menschen darum herum? Genau damit beschäftigt sich die Neuköllner Oper in dem Musical "Welcome To Hell". 12 völlig unterschiedliche Menschen treffen in diesem Stück von Peter Lund aufeinander und die müssen sich nun auseinander setzen. Mit einer Welt, die immer weiter nach Rechts rutsch, Grenzen hochzieht, Überwachung forciert und keine Rücksicht nimmt. Wort zur Episode : anzünden (Daniela)
23 Minuten
Einen ganzen Theaterabend lang sitzen wir, als Zuschauende, auf den Brettern, die die Welt bedeuten und lassen uns von den Toten zuschauen. Obwohl wir ihnen zusehen, wir die Toten sehen und sie uns. Verwirrend? Ja, verwirrend und spannend. Ein kompletter Perspektiv-wechsel, der bei Ulrike verfängt und mich etwas ratlos zurück lässt. Wort zur Episode : Genossen (Daniela)
26 Minuten
Benjamin von Stuckrad-Barres Buch "Panikherz" wurde gerade in einer Inszenierung von Oliver Reese am Berliner Ensemble uraufgeführt. Vier Benjamins bringen das Ego von Stuckrad-Barre auf die Bühne. Seinen Aufstieg, seinen Fall. Eine Reise, nicht nur in die Sucht und die Bulimie des Benjamin von Stuckrad-Barre, sondern auch in eine Welt voller Musik und bedingungsloser Liebe. Wort zur Episode : Realitätsflucht (Daniela)
27 Minuten
"Der Rest ist Schweigen." - Hamlet. Seit fast zehn Jahren steht Lars Eidinger als Hamlet an der Schaubühne Berlin auf der Bühne. Mich treibt schon lange die Frage um, was es bedeutet ein Stück so lange zu zeigen und zu spielen. Vor dem Stück dachte ich noch "Ist diese Halmet Inszenierung eine Gelddruckmaschine?" Zumindest ist sie ein Garant für ausverkaufte Vorstellungen und für einen Abend den ich so schnell nicht vergessen werde. Im Guten wie im Schlechten.
29 Minuten
Nun denn, es werden viele sterben an diesem Abend im Berliner Ensemble. Medea gehört nicht dazu. Sie tobt wie ein Tier. Lässt uns keine Zeit zum durchatmen. 1 Stunde und 45 Minuten Drama in einer wunderbar reduzierten Inszenierung von Michael Thalheimer.
60 Minuten
Das Berliner Ensemble zeigt in dieser Spielzeit "Caligula" von Albert Camus. Ulrike und ich können das Stück nicht wirklich einsortieren. Fanden es gut und wissen nicht so recht warum. Was genau die Aspekte sind, die uns ansprechen könne wir auch nicht formulieren und das ist fast der Tod eines Podcasts. Also reden wir doch über den Tod, das Morden. Über das Alles und das Nichts und versuchen ein Regalfach für "Caligula" zu finden.
1 Stunde 17 Minuten
"Staatsbürgerkunde - Vom Leben in der DDR" war ich in der Ausstellung "Hinter der Maske" im Barberini Museum in Potsdam. Von der Kunst im Palast der Republik ging es vorbei an zahllosen Gemälden und Skulpturen von Künster:innen die in der ehemaligen DDR ihre Kritik zum Ausdruck gebracht haben. Wir versuchen nachzuvollziehen, was es für Künster:innen bedeutet hat, in der DDR zu leben und zu arbeiten.
36 Minuten
"Rückkehr nach Reims" auf der Bühne? Ich war neugierig, obwohl ich das Buch selber bisher nicht gelesen habe, wie es funktionieren kann. Es geht um Scham und Homosexualität. Um das Versagen der Linken. Dem Wechsel von Links nach Rechts. Um eine scharfe Analyse eines Menschen der weiß wovon er spricht.
2 Stunden 31 Minuten
Zwei Ausstellung zu einem ähnlichen Thema. Im erste Teil sprechen Sebastian vom Lauschpod und ich über die Ausstellung "Die Diskreditierten" im La-Marmite. Die Ausstellung zeigt Bilder von Fotojournalisten denen beim G20-Gipfel in Hamburg die Akkreditierung entzogen wurde. Ist das jetzt Kunst? Hat es überhaupt einen künstlerischen Ansatz? Wir setzen uns mit Ausschreitungen auseinander, mit der Arbeit der Journalisten und schweifen ab zu der Frage, ob Museen Kunst isolieren. Im zweiten Teil spreche ich mit Arl über die Ausstellung Echos von Coco Bergholm in der Affenfaust Galerie, Hamburg. Dort geht es um Privatheit im Öffentlichen Raum. Um Verschwinden und darum wie wir manchen Menschen im öffentlichen Raum bewusst nicht wahrnehmen.
48 Minuten
Mit Ulrike vom Exponiert Podcast Berlin gibt es mit dieser Episode eine Premiere. Die erste Folge die sich mit Tanzen beschäftigt, genauer gesagt mit Ballett. In der Komischen Oper Berlin läuft zu Zeit ein Abend mit 2 Inszenierungen. Hofesh Shechter und Leiter des Staatsballetts Nacho Duato zeigen jeweils eine Arbeit. Ulrike und ich sind uns was das Urteil der beiden Stücke angeht ziemlich einig. Shechter hat für uns den Raum fast zum zerbersten gefüllt während wir den Zugang von Duato zum Thema "Erde" schwierig und zu aufgedrückt, gewollt, gefällig fanden.
1 Stunde 1 Minute
Mit Becci zusammen bin ich ins Bröhan Museum in Berlin gefahren und wir haben uns voll und ganz dem Kuss gewidmet. Küssen und Kunst. Küssen und Politik. Küssen und Lippenstift. Küssen und die Heteronormativität.
1 Stunde 34 Minuten
Im Martin-Gropius Bau habe ich mit meinem Gast Cbass die Ausstellung des deutschen Fotografen Juergen Teller besucht. Ich wollte zunächst nicht in diese Ausstellung, da mich das Wort "Modefotograf" abgeschreckte. Völlig zu unrecht. Modefotograf? Ja. Aber auch Künstler, Sohn und Kritiker. Ein Künstler der sich nicht schont, der den Moment inszeniert, der der Natur seine Schönheit lässt. Der mit seinem Nachnamen spielt. Für mich ein Fotograf mit einem besonderen Blick und einer außergewöhnlichen Bildsprache.
1 Stunde 11 Minuten
Mein Gast Stephan vom damalsTM Podcast und ich haben die Ausstellung Deutscher Kolonialismus - Fragmente seiner Geschichte und Gegenwart im Deutschen Historischen Museum Berlin besucht. Wir bezeichnen beide die Ausstellung als nüchtern. Mit ein paar Tagen Abstand weiss ich gar nicht mehr ob das stimmt. Vielleicht ist es meine bisherige emotionale Distanz zu dem Thema Deutsche Kolonien, die mich zu dem Urteil gebracht hat und das sich immer weiter verändert. Es ist ein spannendes Gespräch geworden, welches sich hier und da aneinander reibt, da wir beide völlig unterschiedlich mit dem Thema umgegangen sind.
1 Stunde 11 Minuten
Mit Chris aus Frankfurt, Nils aus Berlin und Markus aus Köln ging es in das Schwules Museum* in Berlin. Wir haben uns von Beginn an schwer getan mit der Fülle der Räume. Eine Ausnahme bildete hier der Ausstellungsraum mit den Bildern der Wiener Fotografien Krista Beinstein. Der wunderbar gestaltet ist. Wir sind im ersten Raum nicht richtig warm geworden und hüpfen dadurch von einem Thema zum Anderen. Wir haben keinen richtigen roten Faden gefunden an dem wir uns entlang bewegen können. So haben wir am Ende auch mehr über Richard Wagner als über die Ausstellung über seinen Sohn Siegfried Wagner gesprochen.
2 Stunden 5 Minuten
Kometen? In einem Podcast der sich mit bildender und darstellender Kunst beschäftigt? Ja, Kometen. Im Naturkundemuseum Berlin läuft zur Zeit die Sonderausstellung "Kometen" die sich mit Kometen im allgemeinen und mit einem Kometen im Besonderen beschäftigt. Zusammen mit meinem Gast Tim Pritlove, der sich selber in seinem Podcast "Raumzeit" viel mit der Rosetta Mission beschäftigt hat, ging es vorbei an Dinosauriern, einer Menge an Exponaten direkt zu der Geschichte der Kometen. Die Ausstellung ist in 2 Räume aufgeteilt, wobei sich der erste Raum mit der Geschichte der Kometenentdeckung und deren Erforschung beschäftigt, bis zum Tag des Wake-Up von Rosetta am 20.Januar 2014. Im zweiten Raum geht es, nach 10 Jahren Flugzeit der Sonde, endlich Richtung 67P/Tschurjumow-Gerassimenko. Um die Landung von Philae am 14.06.2015 und um das Ende der Mission Rosetta.