Literaturhaus Heilbronn Podcasts Archiv
58 Episoden
13 Minuten
Kai Wieland wurde 1989 in Backnang geboren. Nach dem Abitur absolvierte er eine Ausbildung zum Medienkaufmann, studierte anschließend Buchwissenschaft an der LMU in München und arbeitet seit 2016 für ein Verlagsbüro in Stuttgart. Mit seinem Debüt „Amerika“ wurde er u.a. mit dem Thaddäus-Troll-Preis ausgezeichnet. Im Juli 2022 war er mit seinem zweiten Roman „Zeit der Wildschweine“ im Literaturhaus Heilbronn. Für „Talk am See“ erklärt Kai Wieland auch, warum die Wildschweine auch symbolisch für das Unbekannte in uns und in unserer Umgebung stehen. Die Einleitung wurde gesprochen von Lucas Muth.
33 Minuten
Wie kann man Kleists Leben und Werk systematisch erfassen? Der Literaturwissenschaftler Ingo Breuer ist dieser Frage als alleiniger Herausgeber des Kleist-Handbuchs lange nachgegangen und hat versucht, die Kernbegriffe zu definieren, die Kleist ausmachen. Dr. Ingo Breuer studierte in Marburg und an der Coventry University in England Germanistik. Er promovierte 2001 in Marburg und ist seit 2015 Akademischer Rat an der Universität Köln. Er war mehrere Jahre Mitherausgeber des Kleist-Jahrbuchs. Im Gespräch mit Literaturhausleiter Dr. Anton Knittel und Lucas Muth antwortet er auf die Frage: „Warum Kleist?“ Die Einleitung wurde gesprochen von Lucas Muth.
22 Minuten
Mirjam Wittig wurde 1996 geboren und hat u. a. Literarisches Schreiben und Lektorieren in Hildesheim studiert. Sie war Mitherausgeberin der Literaturzeitschrift BELLA triste und Teil der Künstlerischen Leitung des PROSANOVA-Festivals 2020. Für Auszüge aus ihrem Debütroman „An der Grasnarbe“ erhielt sie 2019 den Förderpreis der Gesellschaft für Westfälische Kulturarbeit NRW und 2021 das Stipendium des Literarischen Zentrums Göttingen. Im Juli 2022 war sie mit ihrem Debütroman zu Gast im Literaturhaus Heilbronn und hat im Podcast mit Literaturhausleiter Dr. Anton Knittel gesprochen. Die Einleitung wurde gesprochen von Lucas Muth.
24 Minuten
Kleists Leben und Werk gibt uns immer noch Rätsel auf. Gerade sein Briefwechsel wirft mehr Fragen auf, als er beantwortet. Das ist nur einer der Gründe, warum der Literaturwissenschaftler Michael Ott selbst nach Jahrzehnten der Auseinandersetzung noch fasziniert ist von dem Leben dieses Sonderlings in der deutschen Literatur. Dr. Michael Ott ist Privatdozent an der Ludwig-Maximiliansuniversität München und publiziert seit Ende der 90er Jahre regelmäßig zu Heinrich von Kleist u. a. in den Themenfeldern Ehre, Geschlechterdifferenz und Autorschaft. Seit 1998 ist er freier Mitarbeiter beim Feuilleton der Süddeutschen Zeitung. Im Gespräch mit Literaturhausleiter Dr. Anton Knittel antwortet Dr. Michael Ott auf die Frage „Warum Kleist?“ Die Einleitung wurde gesprochen von Lucas Muth.
25 Minuten
Heinrich von Kleist lebt und schafft in der Hochphase der europäischen Aufklärung und ist von Autoren wie Jean-Jacques Rousseau stark beeinflusst. Christian Moser hat sich intensiv mit dem Verhältnis zwischen Kleist und der europäischen Aufklärung befasst. Christian Moser ist seit 2009 Professor für vergleichende Literaturwissenschaften an der Universität Bonn. Er studierte Anglistik, Germanistik und Komparatistik in Bonn und Oxford. 1992 promovierte er über die Darstellung von Gefühlen bei Kleist und Rousseau. Er ist Vizepräsident der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft. Im Gespräch mit Literaturhausleiter Dr. Anton Knittel antwortet Prof. Dr. Christian Moser auf die Frage „Warum Kleist?“ Die Einleitung wurde gesprochen von Lucas Muth.
23 Minuten
Wie kann Kleist digital angemessen repräsentiert werden? Dieser Frage ist Günter Dunz-Wolff lange nachgegangen und hat das bemerkenswerte Projekt „Kleist Digital“ ins Leben gerufen. Günter Dunz-Wolff hat in Hamburg Germanistik studiert. 1985 gründete er ein Medienunternehmen und entwickelte datenbankgestützte Publikationssysteme für verschiedene Kunden. Ab 2006 begann er mit ersten Vorarbeiten für eine Edition von Kleists Erzählungen und ging 2012 mit dem Projekt „Kleist digital“ online. kleist-digital ist eine digitale Edition sämtlicher Werke und Briefe Heinrich von Kleists, neu editiert nach Handschriften und Erstdrucken. Sie wird seit 2012 unter der Web-Adresse kleist-digital.de veröffentlicht und fortlaufend erweitert. Seit 2016 ist er Schatzmeister der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft. Mit Literaturhausleiter Dr. Anton Knittel spricht er über das Projekt, seinen ganz persönlichen Bezug zu Heinrich von Kleist und antwortet auf die Frage: „Warum Kleist?“. Die Einleitung wurde gesprochen von Lucas Muth.
19 Minuten
In Kooperation mit dem Kleist-Museum in Frankfurt (Oder) entstand die weltweit erste Graphic Novel zu Heinrich von Kleist mit dem Titel „Feuergeist“, geschrieben und gezeichnet von 12 Studierenden der Kunsthochschule Halle unter der Leitung von Prof. Dr. Georg Barber. Hans Georg Barber, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Atak, wurde 1967 in Frankfurt (Oder) geboren. Er ist Professor an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Seit mehr als 25 Jahren prägt er die Kunst-Szene an der Schnittstelle von Hochkultur und Populärkunst, zwischen Comic und Malerei. Julia Klenovsky ist Studentin an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle und war an dem Projekt „Feuergeist“ beteiligt. Lucas Muth hat Prof. Dr. Georg Barber und Julia Klenovsky interviewt und die beiden antworten auf die Frage „Warum Kleist?“.
16 Minuten
Dominik Barta, geboren 1982 in Oberösterreich, studierte in Wien, Bonn und Florenz. Er gewann 2009 den ZEIT-Essaywettbewerb und 2017 einen Ö1 Literaturwettbewerb und schreibt auch fürs Theater. „Vom Land“ ist sein Debütroman. Im Gespräch mit Literaturhausleiter Dr. Anton Knittel erzählt Barta von seinem Weg zum Schriftsteller. Einleitung und Biographie gesprochen von Lucas Muth.
19 Minuten
In seinem Roman „Termitenkönigin“ erzählt der Autor Philipp Brotz von der Liebe zu einer Frau mit Behinderung, doch auch Kleist ersteht in dem Roman wieder von den Toten auf und wandelt als Rucksacktourist durch das Kreuzberg der 2010er Jahre. Was er ihn gerne gefragt hätte, erzählt Philipp Brotz im Gespräch mit Literaturhausleiter Dr. Anton Knittel. Einleitung und Biographie gesprochen von Lucas Muth
9 Minuten
Sven Pfizenmaier, geboren 1991 in Celle, studierte Deutsche und Englische Philologie in Berlin. Er ist diesjähriger aspekte-Literaturpreisträger, war Kandidat beim open mike 2018 und Stipendiat der Literaturwerkstatt Graz 2020. Sein Roman „Draußen feiern die Leute“ war nominiert für den Debütpreis der lit.COLOGNE 2022. Im Gespräch mit Literaturhausleiter, Dr. Anton Knittel. Die Einleitung wurde gesprochen von Lucas Muth.
5 Minuten
Das "Käthchen von Heilbronn" ist nicht nur Wahrzeichen der Stadt am Neckar, sondern war auch zu Lebzeiten des Dichters sein bekanntestes Werk sowie das Einzige, das noch vor seinem Tod am Theater an der Wien aufgeführt wurde. Frederika Scheerle und Lucas Muth fassen die wichtigsten Fakten zum Stück zusammen. Text und Recherche: Literaturhaus Heilbronn
20 Minuten
Die Sprache Kleists hat sie schon früh fasziniert. Nur jemandem wie Kleist sei es möglich gewesen, eine ganze Welt in einen Gedankenstrich zu legen, sagt die Wissenschaftlerin Erika Berroth. Erika Berroth ist Associate Professor of German at the Department of Language, Literatures, and Cultures at the Southwestern University in Georgetown. Sie stammt aus Oberkochen und studierte an der Universität Tübingen. Daran anschließend unterrichtete sie an vielen Colleges und Universitäten in den USA. Zu Heinrich von Kleists Geschlechterkonstruktion schrieb sie ihre Doktorarbeit. Im Gespräch mit Literaturhausleiter Dr. Anton Knittel spricht sie über die Vermittlung von Kleist im englischsprachigen Ausland, seine Aktualität in den politischen Diskursen der heutigen Zeit und sie antwortetet auf die Frage: „Warum Kleist?“ Einleitung gesprochen von Lucas Muth
10 Minuten
Bernadette Schoog, geboren in Kevelaer, studierte Kommunikations- und Literaturwissenschaften in Aachen und Freiburg, erste berufliche Erfahrungen als Dramaturgin am Bochumer Schauspielhaus unter Claus Peymann, danach in München und Basel. Ab Mitte der 1990er Jahre moderierte sie verschiedene Fernsehformate für ARD und SWR und lehrt seit Jahren Interviewführung und Präsentation am Seminar für Allgemeine Rhetorik in Tübingen. Seit 2008 führt sie eigene Gesprächsreihen mit Prominenten, ist Autorin mehrerer Biografien und Mitglied im deutschen PEN. Im Juni 2022 las sie im Literaturhaus Heilbronn aus ihrem Debütroman „Marie kommt heim“ und sprach mit Literaturhausleiter Dr. Anton Knittel für „Talk am See“ über ihren Wechsel vom Fachbuch- zum Romanschreiben. Einleitung und Biographie gesprochen von Lucas Muth
26 Minuten
Können Tiere Poesie schaffen oder gar verstehen? Dieser Frage ist die Philosophin und Lyrikerin Mara-Daria Cojocaru in ihren Gedichtbänden "Anstelle einer Unterwerfung" oder "Buch der Bestimmungen" sowie in einem aktuellen poetischen Experiment mit dem Titel "Multispecies Poetry" nachgegangen. Mara-Daria Cojocaru wurde 1980 in Hamburg geboren und lebt als Schriftstellerin und Philosophiedozentin in England. Promoviert hat sie 2011 an der LMU München bei dem Philosophen Julian Nida-Rümelin mit einer Arbeit über politische Philosophie. Sie widmet sich mittlerweile vor allem tierethischen Fragen und vertritt eine Position des philosophischen Pragmatismus. Für ihre vielfach übersetzten Gedichte erhielt sie 2017 den Kunstförderpreis Bayern in der Sparte Literatur, 2021 erreichte sie den zweiten Platz beim Lyrikpreis Meran und wurde mit dem Deutschen Preis für Nature Writing sowie dem Lyrikpreis des Mondseelandes ausgezeichnet. Im Gespräch mit Lucas Muth geht sie auf die Verbindung von ihrem philosophischen und ihrem poetischen Schreiben ein.
43 Minuten
Kleist und seine „Verortung“ in der Schwellenzeit um 1800 haben Generationen von Wissenschaftler:innen vor Herausforderungen gestellt. Besonders zu den Romantikern hatte Kleist ein ambivalentes Verhältnis und orientierte sich zeitlebens mehr an der Weimarer Klassik. Rüdiger Görner spricht in dieser Sonderfolge über das schwierige Verhältnis Kleists zu den Dichtern seiner Zeit. Rüdiger Görner wurde 1957 in Rottweil geboren und lebt als Literaturwissenschaftler, Schriftsteller, Übersetzer und Kritiker seit 1981 in London. Er ist Gründer des Ingeborg-Bachmann Centre for Austrian Literature, seit 2004 ist er Professor für neuere deutsche Literatur und Gründungsdirektor des Centre for Anglo-German Cultural Relations am Queen Mary College, University of London. Die Einleitung wurde gesprochen von Lucas Muth.