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Episoden

1 Stunde 26 Minuten
Ein Gespräch mit Dr. Sabrina Han, Nadja Seipel und Susanne Thiem 

Drei Frauen, drei Wege, ein Ziel – und die Frage: Was nehmen wir mit nach Hause und was was lassen wir auf dem Weg zurück?

Was passiert, wenn wir einfach losgehen? Wenn wir den Alltag hinter uns lassen, den Rucksack schultern und plötzlich sehr viel Zeit mit uns selbst verbringen?

In dieser Folge von Nellas Neuaufnahme spreche ich mit drei Frauen, die den Camino auf ganz unterschiedliche Weise erlebt haben: Susanne Thiem, Nadja Seipel und Dr. Sabrina Han.

Drei Frauen. Drei Geschichten. Drei sehr unterschiedliche Motivationen und Hintergründe.

Und doch geht es immer wieder um dieselben Fragen:

Wer war ich, bevor ich aufgebrochen bin? Was wollte ich klären? Was habe ich unterwegs über mich erfahren – und was davon prägt mich bis heute?

Ausgangslagen und Hintergründe meiner Gästinnen:

Susanne Thiem – „Wenn ich wieder gesund bin, gehe ich los.“

Susanne Thiem ist Kommunikationstrainerin, Autorin und Brustkrebsüberlebende. Heute beschäftigt sie sich beruflich intensiv damit, wie wir miteinander sprechen – gerade dann, wenn es schwierig wird. 

Auf „ihrem“ Camino 2024 ging es für sie jedoch zunächst um etwas ganz anderes. Sie wollte raus aus dem Alltag, unterwegs sein, Abstand gewinnen und vor allem wollte sie ein Versprechen einlösen, das sie sich vor Jahren selbst gegeben hatte: „Wenn ich wieder gesund bin, dann gehe ich den Camino.“ Das war 2011, als sie im Behandlungsstuhl saß, die Chemotherapie über sich ergehen ließ. 

Was aber hatte sie all die Jahre abgehalten und wieso wurde der Camino zum Testfeld ihres alten so anhänglichen Glaubenssatzes „Über Krebs spricht man nicht“? 

Dass das schließlich auch das große Thema ihres Buches „Krebs ist kein Small Talk: Worte finden, wenn sie fehlen“ geworden ist, ist natürlich kein Zufall. Das hatte sie spätestens auf dem Camino so mit sich besprochen.

Nadja Seipel – „Mein Weg ist noch nicht zu Ende.“

Nadja Seipel kennen viele als „Gewinnerbraut“ von Instagram. Sie erkrankte 2015 erstmals an Brustkrebs, 2021 kehrte die Erkrankung metastasiert und mit einer sehr schlechten Prognose zurück. Nadja hat diese Prognose jetzt bereits um das 20-Fache verlängert und lebt heute mit ihrer palliativen Diagnose.

Nadjas großes Ziel war, unbedingt Fisterra, das Ende der Welt zu erreichen – und Klarheit für sich zu finden. Ob ihr das gelungen ist, erzählt sie uns und sie spricht über eine Erkenntnis, die den Camino so besonders macht. „Dieser Weg ist enorm nachhaltig, er wirkt bei mir auch vier Jahre später immer noch nach.“ Dass sie darüber auch ein Buch mit dem Titel „Wanderwomen auf Pilgerreise: Unser unvergessliches Abenteuer auf dem Jakobsweg“ geschrieben hat, ist nur konsequent.

Dr. Sabrina Han – „Nur wer Zeit hat, ist reich“

Dr. Sabrina Han ist promovierte Sportwissenschaftlerin und vor allem Expertin und Coach für Fatigue.Mit dem Camino verbindet sie eine ganz besondere Geschichte, die im hohen Norden begann. Dort auf dem „Friluftsliv“ wurde die Idee für eine besondere Studie geboren.

Einige Zeit später brach sie bereits 2008 gemeinsam mit einer Gruppe von Brustkrebspatientinnen auf, um über mehrere Wochen den Jakobsweg zu laufen. Das Projekt wurde später Teil ihrer wissenschaftlichen Arbeit, über deren Ergebnisse wir natürlich in dieser Episode sprechen.

SHOWNOTES 

Susanne Thiem – Autorin und Kommunikationstrainerin

Webseite: https://susannethiem.de/

Instagram: @susanne.thiem_schreibt

Buch: Krebs ist kein Small Talk: Worte finden, wenn sie fehlen

Nadja Seipel – Gewinnerbraut

Instagram: @gewinnerbraut

Buch: Wanderwomen auf Pilgerreise: Unser unvergessliches Abenteuer auf dem Jakobsweg

Dr. Sabrina Han – Expertin und Coach für Fatigue

Der kostenlose Fatigue-Selbsttest von Sabrina: https://www.erfolgreichschlafen.de/fatigue-selbsttest

Gespräch vereinbaren: https://www.erfolgreichschlafen.de/fatigue-gespraech

Instagram: @sabrina_fatiguecoach

Über den Berg: https://überdenberg.de
51 Minuten
Ein Gespräch mit André Schlegel, Senior Partnership & Community Relation Manager bei yeswecan!cerFrage: Wie kommt jemand, der vorher in der Musik- und Fernsehbranche gearbeitet hat, dazu, sich bei yeswecan!cer (ywc), der größten digitalen Krebs-Selbsthilfegruppe Deutschlands zu engagieren?

Antwort: Durch persönliche Verbindungen und Zufälle. Bei André war es der Kontakt zu seinem guten Freund und Initiator von ywc Jörg A. Hoppe, der durch seine eigene Leukämie Diagnose das ganze „Movement“ ins Rollen brachte.

Sendungen produzieren und dann ins Regal stellen, das hat er als Musikjournalist lange gemacht. „Doch ist das nachhaltig, braucht das irgendwer dringend?“, fragt er in unserem Gespräch und ergänzt: „So richtig befriedigend ist das dann doch nicht.“

In seiner Rolle als „Außenminister“ für ywc (so sagte es Jörg einmal zu ihm) reist er durch die Republik und fühlt sich dem Dialog zwischen Patienten, Selbsthilfegruppen und Experten verpflichtet. Dabei soll und darf über alles gesprochen werden. Enttabuisieren, das ist das Ziel.

Und wenn er mal wieder gefragt werden sollte, warum er das, was er jetzt macht, so gerne tut, wird er sicher dasselbe sagen wie in unserem Talk: „Ich habe jetzt die schönste berufliche Zeit ever.“SHOWNOTES

Zu meinem Gast, yeswecan!cer und die YES!CON:

(Fast) alles über André Schlegel: André Schlegel Schlegel | LinkedIn

Die Selbsthilfegruppe ywc: Startseite – yeswecan!cer

Die Krebs-Convention: YES!CON – YES!CON

Das Programm der YES!CON 6.0: YES!CON 6.0 – Programmheft

Zur Anmeldung (kostenlos): YES!CON 6.0 – AnmeldungDie Mediathek: Mediathek – YES!CON

Außerdem:

Die erwähnte Podcast-Folge mit Jörg A. Hoppe: #32 – „Ich wollte mich nicht verstecken.“ – Zellenkarussell

Und der Ladies-Talk mit Claudia Altmann-Pospischek, Angela Jeurink und SU Sommerfeld.: #39 - Metastasiert leben. Drei starke Frauen sprechen über ihre Erfahrungen. - Zellenkarussell

Wenn du mich in Aktion erleben möchtest, dann gibt es diese beiden Panels, auf die ich dich hiermit sehr gerne hinweise:

„Wie Arzneitmittelfehler entstehen – und wie man sie verhindern kann“ 09.05.2025  12.45 Uhr  BÜHNE 1

„Ärzt*in oder Patient*in: Wer trifft hier die Entscheidung?“ 9. 05.2025 16 Uhr BÜHNE 1

Mein Ratgeber „Warum sagt mir das denn niemand? Was Du nach einer Krebsdiagnose alles wissen musst.“ und mein Workbook gegen die Angst: Du brauchst – Meinen Ratgeber

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49 Minuten
Ein Gespräch mit der Sportwissenschaftlerin, Schlaf- und Fatigue-Coachin Dr. Sabrina Han.

Kennst du „Friluftsliv“ (Die norwegische „Natur-Lebensphilosophie“)? Oder warst du schon auf dem Jakobsweg? Nein, Sabrina hat beides schon erlebt und zwar zusammen mit Frauen nach einer Brustkrebsdiagnose. Damit sind wir nicht nur im Handumdrehen in der Winterwelt des Nordens und im heißen Süden Europas, sondern fast schon spirituell unterwegs.

Niemand assoziiert diese beiden „Konzepte“ mit sportwissenschaftlichen Themen. Richtig? Ich zumindest nicht.

Aber genau das waren die Ursprünge für Sabrinas jetzigen beruflichen Schwerpunkt, das Fatigue-Coaching. Es ist so spannend, ihren Erzählungen zu lauschen. Wie es den Frauen in den 40 Tagen auf dem von ihr organisierten „Erfahrungsweg“ ergangen ist. Welche Entwicklungen sie im Laufe dieser Zeit gemacht haben.

Wir sprechen außerdem über:

Das sogenannte Pacing bei Fatigue, was natürlich naheliegt, gerade wenn sich Krebspatienten auf den Jakobsweg machen. Wie erkenne ich Fatigue bei mir und was sind die Symptome?

Wir sprechen über „Medical Gaslighting“. Also darüber, wenn das Leiden nicht anerkannt und sogar heruntergespielt wird. Wir reden über die „Energiesparwende“ und das ungünstige „Energie-Ping-Pong“. Um sich nicht ausgeliefert zu fühlen, hilft Planung. Die 30:30 Methode ist eine energiebringende Tempowechsel-Technik, die sie uns als eine Möglichkeit vorstellt.

Interessant ist auch, dass Fatigue manchmal schon vor der Krebsdiagnose da ist. Der Körper gibt schon früh Signale. Wir sprechen über die Bedeutung der Bewegung: „Bewegung ist das wertvollste Element, was du wählen kannst.“, sagt Sabrina. Bewegung und der Schlaf sind extrem gute Partner. Beides zahlt füreinander ein.

Im (Tief-)Schlaf laufen die Reparaturprozesse ab. Deshalb ist guter Schlaf so wichtig. Wie wir dahinkommen, das macht sie sehr anschaulich klar. Ich sage nur „Tatütata“ (einfach rein hören :-)). Gedankenhygiene am Tag für die Schlafhygiene in der Nacht und so die Emotionen von den Situation trennen. Wir sprechen über Schlafmenge und -qualität und über Chronotypen.

Zum Schluss geht es m ihre Bücher für „Neu-Erwachsene“ aus der Reihe „Initiative für echtes Leben“. Interessant, welche Parallelen es zu dem Leben nach der Diagnose und dem neuen Leben danach gibt. Denn auch bei uns geht es nach der Therapie um den Neustart in ein anderes Leben.

SHOWNOTES

Alles über Dr. Sabrina Han und ihre Arbeit und wie du mit ihr Kontakt aufnehmen kannst, findest du auf ihrer Webseite:

Schlafcoaching mit Dr. Sabrina Han | erfolgreich schlafen 

Den von ihr entwickelten FATIGUE-SELBSTTEST findest du hier: www.erfolgreich-schlafen.de/Fatigue-selbsttest.

Ihre Bücher:  Initiative für Echtes Leben | Persönlichkeitsentwicklung 

Außerdem interessant:

Sabrina war auch zu Gast im Podcast „Fasy.nation“: „Fasy.nation“ Titel: Hilfe bei ME/CFS 6 Long Covid.

Zu den angesprochenen Themen hier noch die Links:

Friluftsliv: Friluftsliv: Die norwegische Naturverbundenheit der Norweger

Medical Gaslighting: Medical Gaslighting: Wenn Ärzte Symptome nicht ernst nehmen | Apotheken Umschau

Die 12 Löffeltheorie: Löffel-Theorie: Hilfe für chronisch Kranke

Das große Buch vom Schlaf (How we sleep) Amazon.de : das große buch vom schlaf

Podcastfolge mit der Traumarbeiterin Petra Cyganiak:

#24 – „Was war denn das wieder für ein Traum?“ – Warum sie uns beschäftigen und welche Potenziale sie haben. – Zellenkarussell– Mit einem Link zum Transkript dieser Folge.

Auch interessant:

Die Podcastfolge mit Tina Ittermann: #41 – Es geht heute nicht, weil es gestern ging, sagt die Fatigue. – Zellenkarussell

Lesenswertes aus dem Zellenkarussell:

Das Prinzip „Freewriting“ schnell und einfach erklärt. – Zellenkarussell

Mein Ratgeber „Warum sagt mir das denn niemand? Was Du nach einer Krebsdiagnose alles wissen musst.“  Du brauchst – Meinen Ratgeber

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56 Minuten
Ein Gespräch mit Susanne Thiem: Autorin, Kommunikationscoach und Bloggerin.

Wann ist es Zeit, ein Buch über die Erfahrungen mit dem eigenen Leben nach einer Krebsdiagnose zu schreiben oder besser über die Sprachlosigkeit danach? Wenn es nach Susanne Thiem gegangen wäre eigentlich schon viel früher – genau genommen bereits vor drei Jahren.

„Krebs ist kein Small Talk“ ist nicht das Buch, was sie schreiben wollte, sondern eines, das sie schreiben musste, sagt sie. Trotzdem hatte sie immer wieder Angst vor dem Schritt der Veröffentlichung. „Ist das, was ich da formuliere, gut genug?“ – „Kann ich damit raus gehen?“ – „Interessiert das überhaupt irgendwen?“ Das waren alles Fragen, die sie lange ausbremsten.

Jetzt ist es endlich da und wir sprechen darüber:

Wie ihr Weg zum Buch nach der Burstkrebsdiagnose 2012 (in der Schweiz) verlaufen ist und warum das alles so lange gedauert hat.

Wie sich ihrer eigenen Kommunikationseinstellung verändert hat. Über ihre Ressourcenaktivierungen. Blockierende Glaubenssätze: „Über Krebs spricht man nicht.“

Über den Buchtitel, der aus einem „Wutmoment“ ihrerseits entstand, der von ihrem Mann mit dem Satz „Krebs ist eben kein Small Talk.“, in einem Küchengespräch aufgefangen wurde.

Wir tauschen uns über die Schwierigkeit der richtigen Dosierung über das K-Thema aus. Wie sage ich, dass ich Krebs hatte? Wie nehme ich die anderen dabei mit? Wo sage ich es und wann nicht?

Sie berichtet mir, wann die erste Begegnung mit ihrer Sprachlosigkeit in Bezug auf das Krebsthema stattfand. Wie sie als Kind schon ausgeschlossen wurde, als ihre kleine Freundin an einem Hirntumor verstarb. Wie es besser gehen hätte können und was ein Kinder-Onkologe (Prof. Sven Gottschling – Saarland) dazu sagt.

Dann reden wir aber auch über die Methodik der „Gewaltfreie Kommunikation“ nach Marshall Rosenberg und wie die in „kniffeligen“ Kommunikationsgeflechten helfen kann. Um Gefühle geht es und deren Formulierung. Auch über das Gesundheitssystem in der Schweiz sprechen wir und was da anders läuft.

Über ihren Job in der onkologischen Studienbegleitung und was sie aus den Erfahrungen als Studienkoordinatorin gelernt hat. Das Stille und Sprachlosigkeit nicht das Gleiche sind und das wir nicht immer sofort mit Lösungen kommen sollen, sondern erst einmal einander zu hören.

SHOWNOTES:

Die Webseite von Herztöne mit allen Möglichkeiten der Kontaktaufnahme: 

Miteinander sprechen – einander verstehen. – Gewaltfreie Kommunikation und Coaching – Susanne Thiem I Herztöne Kommunikation & Coaching

Ihr Blog „Red Wellies“: 

Red Wellies Blog – Nach dem Brustkrebs geht’s weiter

Über ihr Buch:

Krebs ist kein Small Talk. Worte finden, wenn sie fehlen.

Die vier Schritte der "Gewaltfreien Kommunikation":

1. Was siehst du? - Trenne deine Beobachtung von deiner Bewertung.

2. Was fühlst du? - Welche Gefühle kommen hoch?

3. Was brauchst du? - Gibt es ein Bedürfnis, mit dem die Gefühle zusammenhängen?

4. Deine Bitte? - Wie kann das Bedürfnis erfüllt werden und von wem?

Zwei Buchtipps für GfK:

Marshall B. Rosenberg: Gewaltfreie Kommunikation. Die Sprache des Lebens.

Besonders interessant für Ärztinnen und Ärzte:

Dr. Stephanie Schnichels, Patienten- und Teamkommunikation für Ärzte.

Das Buch zum Thema Krebs, das ihrem Mann geholfen hat alles besser zu verstehen:

Siddhartha Mukherjee: Der König aller Krankheiten. Krebs. Ausgabe in Englisch

Podcastfolge mit Alexandra Brosowski, Spiegel-Bestseller Autorin, Ghostwriterin und Schreibcoach:

#22 - "Schreib es dir doch einfach von der Seele." - Zellenkarussell

Podcastfolge mit der Pädagogin Familien- und Paartherapeutin Dagmar Höffken:

"Ich habe Krebs." - Wie sag ich´s dem Kinde?

Lesenswert: „Wie geht es Dir?“  - No more Floskelmodus, please. - ZellenkarussellMein Ratgeber 

„Warum sagt mir das denn niemand? Was Du nach einer Krebsdiagnose alles wissen musst.“

und mein Workbook gegen die Angst: 

Du brauchst – Meinen RatgeberPost von Nella:

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36 Minuten
Ein Talk mit der medizinisch-ästhetischen Tätowiererin Birgit Lessing (Tattoo Cat)

Nach einer Brustkrebsdiagnose und den damit verbundenen Operationen können unschöne Narben oder Asymmetrien entstehen, die beim Blick in den Spiegel sehr belasten.

Ein Grund dafür ist zum Beispiel, dass die Frauen häufig im Liegen operiert werden, erklärt die Tätowiererin Birgit Lessing aus der Nähe von Kassel.

Sie tätowiert bereits über 30 Jahre und hat schon früh durch Conventions in den USA von den verschiedenen Möglichkeiten der 3D Brustpigmentierung der Mamille (Brustwarze) und des Areolakomplexes nach Brustrekonstruktionen erfahren.

Dass das gut funktioniert, hat sie bereits als junge Frau im Selbstversuch getestet, als sie nach der Geburt ihres ersten Kindes nicht mehr mit der Form ihrer eigenen Brustwarzen zufrieden war. „Das hat zwar etwas gedauert, aber ich wollte das unbedingt.“

Wir sprechen darüber:Gerade wenn eine große Unzufriedenheit mit den Spuren nach der Brustoperation bestehen, können Tätowierungen eine kostengünstige und auch ungefährlichere Alternative zu Operationen sein. Sie haben darüber hinaus den Charme, dass die Frauen mitbestimmen können, wie das Ergebnis aussehen soll.

Mit den Schmerzen hält sich das in Grenzen. „Dagegen gibt es Betäubungssalben.“, sagt Birgit. Die Farben unterliegen sehr hohen Qualitätsanforderung der REACH Verordnung: REACH: Chemikalien / Reach | Umweltbundesamt Die Hersteller müssen beweisen, dass ihre Farben unschädlich sind. Wir sprechen natürlich auch über die Kosten, die häufig auch von der Krankenkasse übernommen werden und den Ablauf (drei Sitzungen).

Was das mit dem Körpergefühl und dem Selbstbewusstsein der Frauen macht, ist leicht nachzuvollziehen. „Die Tätowierung symbolisiert häufig das Ende der Therapie.“, sagt Birgit. Ihre eigene Brustkrebsdiagnose 2020 hat ihren Blick erweitert und komplettiert. „Das war nicht unbedingt nötig, aber so ist nun mal eben. So kann ich die Frauen jetzt noch besser begleiten.“

Als Künstlerin haben für Cat Narben eine große Faszination. Sie geben ein Motiv vor, dass sie dann zusammen mit ihren Kundinnen und Kunden entstehen lässt. Durch das Tattoo werden schlechte Erinnerungen einfach überschrieben und verlieren ihren Schrecken. „Das sind immer sehr schöne Ermächtigungsprozesse, die da ablaufen. Jetzt können die Menschen selbst bestimmen, wie die Narben aussehen sollen.“

Oder es entstehen Erinnerungsanker für Erlebtes oder Verlorenes. „Das Schlimme ist ja, wenn wir einen Menschen oder ein geliebtes Haustier verloren haben, ist zwar die Energie noch da, wir können sie nur nicht mehr berühren. Über eine Erinnerungstätowierung kann ich streicheln und mich wieder nahe fühlen.“

Shownotes

Links zu meinem Gast: „Tattoo Cat“ – Birgit Lessing

„Tattoo Cat“ – Medizinische Tätowierungen: Studio für medizinische Pigmentierung in Hessen

Birgit Lessing

Korbacher Straße 17b

34270 Schauenburg / Elgershausen

Telefon: 05601 5699

mobile: 0172 5636202

E-Mail: info@tattoo-cat.de

Fax: 05601 925673

Die REACH Verordnung: REACH: Chemikalien / Reach | Umweltbundesamt

Was ist Kintsugi? >>> Kintsugi – Wikipedia

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Über diesen Podcast

Es wurde Zeit für einen neuen Schwerpunkt. Bereits in den bisherigen Gesprächen der 1. Staffel unter dem Untertitel „Warum sich Patienten und Ärzte besser verstehen sollten“ erzählten mir viele Gäste nicht nur von ihrer Erkrankung. Sie erzählten auch davon, wie sie sich danach neu entdeckt, andere Wege eingeschlagen oder Dinge gewagt hatten, die vorher undenkbar gewesen wären. Deshalb geht es in „Nellas Neuaufnahme“ ab dem 30. September 2026 nicht mehr nur um Krebs. ( Cover: KI-gestützt erstellt.)
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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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