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Reisebotschaft Archiv

34 Episoden
25 Minuten
Die deutsche Botschafterin in Estland arbeitet seit 36 Jahren für das Auswärtige Amt und sie hat einen wahren Erfahrungsschatz an internationalen Erlebnissen und Erkenntnissen zu bieten. Aktuell auf Posten in Tallin erzählt Annette Klein von den engen bilateralen Beziehungen zwischen Estland und Deutschland, dem momentan verständlichen Schwerpunkt auf Sicherheits- und Verteidigungspolitik im Land und warum sich die deutschen Bundesländer beim jährlichen Event „Deutscher Frühling“ präsentieren.
25 Minuten
Die Schweiz hatte keine Kolonien, war jedoch profitierend am Kolonialismus der Europäer beteiligt. Heutzutage gehört die Auseinandersetzung mit dieser Vergangenheit auch in den schweizerischen Botschaften in den mittlerweile unabhängigen Ländern zum Alltag. Ziegen als Geschenk, Abendessen beim Präsidenten und hoch oben über den Hafen von Abidjan auf Schweizer Kränen herumkrabbeln – Anne Lugon-Moulin gibt einen interessanten Einblick in das Leben und ihre Arbeit als Botschafterin in Côte d’Ivoire.
28 Minuten
Margit Hellwig-Bötte ist seit drei Jahren deutsche Botschafterin in Botswana und beschreibt anschaulich die Vielfalt des Landes und seinen „spröden Charme“. Seit der Unabhängigkeit 1966 hat es sich stetig weiterentwickelt und gilt heute als Schwellenland im oberen Bereich. Das soziale Gefälle ist immer noch sehr groß, aber es wird angepackt. Wir haben uns über Diamanten, wirtschaftliche Interessen, Elefantenplage, Jagdquoten und touristische Ziele unterhalten und ich habe ein Urlaubsziel mehr auf meiner Liste!
26 Minuten
Die drei deutschen Säulen der Außenwirtschaftsförderung in Sao Paulo werden von Frauen geführt. Die Außenhandelskammer, die Außenwirtschaftsagentur (GTAI) und das Konsulat liegen in weiblicher Hand – das dürfte einzigartig sein. Zudem sind überall im Land deutsche Spuren zu finden, denn 6 Millionen Brasilianer haben deutsche Wurzeln und in Sao Paulo gibt es sogar die größte deutsche Auslandsschule weltweit. Hier haben auch finanziell schlecht situierte Familien die Möglichkeit, ihre Kinder zur Schule schicken. Die deutsche Generalkonsulin Martina Hackelberg meint „Wenn man Sao Paulo einmal kennengelernt hat, möchte man nirgendwo anders mehr hin.“ Sie berichtet anschaulich von ihrem Posten, vom Besuch der Außenministerin Baerbock und schwärmt dermaßen von der Stadt mit ihrer Fülle an Kultur, Gastronomie und Architektur, dass ich schon mal nach Flügen für den nächsten Urlaub geguckt habe. Und warum die Flip-Flops unbedingt erst vor Ort kaufen? Hört rein!
28 Minuten
Mariko Higuchi berichtet von ihrer Verwendung in London, die als Austauschdiplomatin im britischen Foreign and Commonwealth Office begann. Dort hat sie wichtige Kontakte für die darauffolgenden Jahre als stellvertretende Leiterin der Abteilung für Wirtschaft und globale Fragen an der deutschen Botschaft im Vereinigten Königreich gewonnen. Unsere Themenliste ist lang und außergewöhnlich geworden: Krönung, Sunday Roast und Hot Desking sind nur ein paar Schlagwörter von vielen.
26 Minuten
Die Kulturarbeit der deutschen Botschaft in Bangkok liegt in motivierten Händen. Likki-Lee Pitzen treibt die nichtpolitische Verständigung mit Thailand voran und schafft es, auch die jüngeren Generationen dabei abzuholen. Deutscher Rap ist bei den thailändischen Studierenden sehr beliebt und sogar Bachelorarbeiten in Germanistik werden mithilfe der Songtexte von Stars wie Haftbefehl oder Sookee geschrieben. Die Musik ist eine von wenigen Möglichkeiten, ungestraft auf Missstände hinzuweisen. Und so wurde ein Workshop auf die Beine gestellt, in dem junge Menschen ihren eigenen Song "CU x SU: Fauler Apfel" produzierten. Weil die Mutter in Bangkok aufgewachsen ist, gibt es einen kleinen Heimvorteil für Likki-Lee Pitzen. Sie vermittelt einen Einblick in die Seele der Thais und erklärt, warum man auch lächeln kann, wenn nicht immer alles perfekt läuft. Dieser „deutsche Insiderblick“ meiner Gesprächspartnerin hat viele interessante Punkte hervorgebracht, also hört unbedingt rein.
29 Minuten
Hanoi oder Ho-Chi-Minh-Stadt, wo ist es schöner, interessanter, lebendiger? Darüber kann man streiten, tun wir aber nicht. Wir schauen uns im Süden von Vietnam um und lassen uns von der Generalkonsulin erzählerisch im ehemaligen Saigon herumführen. Josefine Wallat lebt hier seit vier Jahren und veranschaulicht den Status als Wirtschaftsmetropole ebenso wie die gesellschaftlichen Aspekte. So werden Mädchen immer noch als Handelsware angesehen und das Generalkonsulat beteiligt sich aktiv an der Bekämpfung von Menschenhandel.
23 Minuten
Kilometer lange Sandstrände, Meeresrauschen und traumhafte Sonnenuntergänge – so stellen wir uns die Dominikanische Republik vor. Laut der deutschen Botschafterin Meike Friedrichsen ist das Tropenparadies aber noch viel diverser und sie klärt uns anhand konkreter Beispiele auf. Müllmanagement, sauberes Trinkwasser und Mangroven lauten hier die Schlagwörter. Und dann ist da noch die Geschichte um das Projekt mit den Seekühen Lopita, Pepe und Manatis… Zum Schluss wird Meike Friedrichsen sehr persönlich und erzählt von ihrer Tochter, die das Down-Syndrom hat und begeistert mit ihrer Diplomatenfamilie um die Welt zieht.
25 Minuten
Fast 60 Jahre ist die Republik Sambia alt und genauso lange hält Deutschland diplomatische Beziehungen zu dem Binnenland im südlichen Afrika. Am bekanntesten sind wohl die Victoriafälle an der Grenze zu Simbabwe, aber der Tourismus ist noch nicht sehr ausgeprägt. Dabei könnte Sambia ein Geheimtipp werden, denn die Big Five der Tierwelt sind auch hier zu finden. Die deutsche Botschafterin Anne Wagner Mitchell erzählt in dieser Folge aus ihrem Amtsbezirk: warum trotz der fruchtbaren Böden viele Probleme durch Mangelernährung entstehen und wie einfach dabei geholfen werden kann, was wir zum Thema Wasserkraft lernen können und über die Zusammenarbeit mit der Regierung.
25 Minuten
Wie findet das Auswärtige Amt seine Mitarbeiter? Müssen die Auswahlkriterien der heutigen Zeit angepasst werden? Diversität, Work-Life-Balance, flache Hierarchien – die Ansprüche der Suchenden sind gestiegen. Damit beschäftigt sich das Referat meines Gastes Jessica Engel, das Referat für Personalstrategie und Personalgewinnung. Wie arbeitet man gegen das Image vom „Haus, das aus Eliten besteht“ an?
26 Minuten
Diese Folge lässt uns gedanklich mit einem cremigen Eis in der Hand über eine der prächtigen Piazzas schlendern, den Duft von Espresso in der Luft erschnuppern und dem Plätschern des Trevi-Brunnen in der Sonne lauschen. Hier hat mein sonst so gar nicht abergläubischer Gast mehrmals eine Münze hineingeworfen. Und an der Legende ist was dran: Zum dritten Mal schon ist die Schweizer Diplomatin Monika Schmutz Kirgöz auf Posten in Rom, aktuell als Botschafterin der Schweiz. Nach dem kurzen Kennenlernen glaube ich, dass es für Monika Schmutz Kirgöz keine ausweglosen Situationen gibt. Diese bewundernswerte Krisenresistenz hat sie bereits auf den vorherigen Posten in Israel, in der Türkei und im Libanon bewiesen. Und weil Frau Botschafterin von all diesen spannenden Posten so fesselnd erzählt, machen wir einen Rundumschlag: Gespräche mit der Hamas, Frauenhaus in der Türkei, Verletzung bei der Explosion im Hafen von Beirut und heitere Geschichten aus Rom.
22 Minuten
„Tel Aviv ist hip“, sagt die Leiterin der Kulturabteilung an der deutschen Botschaft in Israel. Julia Bräuer berichtet von dem besonderen Leben in einem besonderen Staat, erzählt von den vielen kulturellen Verknüpfungen und verrät uns, wie ihre Familie sich in Sicherheit bringt, wenn die Warnsirenen ertönen.
30 Minuten
Im Vergleich zu anderen Ländern der Sahelzone gilt Mauretanien als politisch ziemlich gefestigt. So empfindet es auch die deutsche Botschafterin in der Hauptstadt Nouakchott. Isabel Hénin erzählt eindrucksvoll von diesem relativ unbekannten Land im nordwestlichen Afrika. Die Hälfte der Bevölkerung kämpft tagtäglich gegen die Armut und ums Überleben. Mit einem Projekt, in dem Frauen lernen, ihr Land zu bestellen, leistet das Auswärtige Amt zum Beispiel durch finanzielle und organisatorische Unterstützung direkte Hilfe zur Selbsthilfe. Isabel Hénin gibt uns einen Einblick und schildert beeindruckende Begegnungen. Am besten gefällt mir die Geschichte der Frau, die durch ihre neu errungene finanzielle Unabhängigkeit ihrem Mann eine Zweitfrau verboten hat.
27 Minuten
Man kann nicht oft genug über die Rechte der Menschen sprechen und darum habe ich eine Expertin zur Reisebotschaft eingeladen. Monique van Daalen ist die Botschafterin der Niederlande bei der UNESCO in Paris. „Menschenrechte sind meine Leidenschaft“ sagt sie und zeigt sehr viel Power in unserem Gespräch, egal ob es um die Pressefreiheit, um die Rechte der Frauen oder um die Menschenrechte insgesamt geht. Die UNESCO macht Missstände sichtbar und bietet konkrete Lösungshilfen an. Wie die konkret aussehen und wo sie durchgeführt werden, verrät uns Monique van Daalen in dieser Folge.
11 Minuten
Reiseführer sind eine wunderbare Vorbereitung, um neue Orte kennenzulernen. Zusätzlich ist es toll, Reisetipps von jemanden zu bekommen, der sich vor Ort auskennt. Das ist nicht immer gegeben und darum ist diese Folge der Reisebotschaft eine ganz besondere: Unsere Diplomatinnen wissen, wie man eine fremde Stadt erobert und lernen viele Ecken ihrer Wohnorte auf Zeit kennen. In dieser Folge teilen sie ihr Wissen und verraten uns ihre Lieblingsplätze und Restaurants in Neuseeland, Doha, Paris, Singapur, Liechtenstein, New York, Wien, Stockholm, Montreal, München und auf den Philippinen.