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Kurz gesagt: Italien Archiv

28 Episoden
1 Stunde 22 Minuten
Im September 1919 führt der italienische Dichter Gabriele D'Annunzio Hunderte Kämpfer in die mehrheitlich von Italienern bewohnte Stadt Fiume. Sie besetzen Fiume – und unter D'Annunzios Führung entsteht ein einzigartiger Kleinstaat. Diese Folge erzählt die unübersetzbare Geschichte von Fiume: Vom Alltag aus fanatischem Nationalismus und Drogenrausch, ungezügeltem Leben und brutaler Unterdrückung. Von einem Ort, der 15 Monate lang zum Zufluchtsort für traumatisierte Veteranen, Künstler und Anarchisten wird – und zur Hölle für die slawische Minderheit in Fiume. Vom Dichterfürsten D'Annunzio – und davon, wie er ein ganzes Land in den Weltkrieg treibt. Zu Gast in dieser Folge ist der in Österreich seit Jahrzehnten erfolgreiche Autor, Kabarettist, Schauspieler Dirk Stermann, dessen Roman "Die Republik der Irren" vom unfassbaren Leben in Fiume handelt. Das ist die 25. Folge von Kurz gesagt: Italien – dem Podcast, der Italien erklärt. Wort für Wort.
1 Stunde 9 Minuten
In Italien gehört das Coperto zu jedem Restaurantbesuch – ein kleiner Betrag auf der Rechnung, der seit Jahrzehnten Diskussionen auslöst. Woher kommt diese Gebühr? Warum existiert sie fast nur in Italien? Diese Folge erzählt die Geschichte des Essengehens in Italien: von den Garküchen im alten Rom zu den Trattorien der Nachkriegszeit über deutsche Bierstuben in Neapel – und von einem Mann, der die Italiener gelehrt hat, die französische Küche hinter sich zu lassen. Das ist die 24. Folge von Kurz gesagt: Italien – dem Podcast, der Italien erklärt. Wort für Wort.
60 Minuten
Das Milleproroghe-Dekret ist das Weihnachtsgeschenk, das die Regierung in Rom Jahr für Jahr den Menschen im Land beschert. Ein italienischer Sonderfall, den das Land seit Jahrzehnten nicht loswird. Diese Episode erzählt die Geschichte dieser seltsamen Tradition. Es geht um Volksvertreter, die wenig mit ihrer Macht anfangen, um eine Lotterie, die per Notstandsgesetz verschoben wird – und darum, wie die italienische Politik so kompliziert geworden ist, Das ist die 23. Folge von Kurz gesagt: Italien – dem Podcast, der Italien erklärt. Wort für Wort.
1 Stunde 14 Minuten
Speiseeis hat in Italien eine jahrhundertelange Geschichte. Sie handelt von einfallsreichen Köchen, Bäckern und Sorbetverkäufern aus Süditalien, von der revolutionären Erfindung einer Frau, vom US-Militär als Eiscreme-Großmacht. Diese Episode erzählt diese Geschichte. Es geht um faschistische Propaganda um das "gelato italiano", um einen KZ-Überlebenden, der eine der wichtigsten Eismarken Italiens gründet – und darum, wie in Neapel in den 1950er Jahren eine der heute beliebtesten Eissorten der Welt entstanden ist. Das ist die 22. Folge von Kurz gesagt: Italien – dem Podcast, der Italien erklärt. Wort für Wort.
1 Stunde 9 Minuten
In Italien sollen die Menschen bald ihren Regierungschef direkt wählen – zumindest, wenn es nach Ministerpräsidentin Giorgia Meloni geht. Es ist der Kernpunkt der Premierato-Reform, mit dem die rechte Politikerin wichtige Grundregeln der Republik Italien umschreiben lassen will. Seit über einem Jahr streiten Menschen in Italien über Melonis Verfassungsreform, seit Monaten berichten internationale Medien darüber. Was will Meloni mit dieser Reform ändern? Welche Argumente hat sie dafür? Und warum sehen viele ihrer Gegner darin einen Angriff auf die Demokratie? Das ist die 21. Folge von Kurz gesagt: Italien – dem Podcast, der Italien erklärt. Wort für Wort.
1 Stunde 32 Minuten
In Italien haben Frauen heute die gleichen Rechte wie Männer — aber bei weitem noch nicht die gleichen Chancen. Das hat auch mit dem Frauenbild in der italienischen Gesellschaft zu tun. Und dieses Frauenbild wird seit den 1980er Jahren massiv geprägt von den Veline – stumme, weibliche Figuren, die im Fernsehen zur besten Sendezeit ihre attraktiven Körper für den männlichen Blick präsentieren. Diese Episode erzählt die Geschichte vom Kampf der italienischen Frauen um gleiche Rechte. Das ist die 20. Folge von Kurz gesagt: Italien – dem Podcast, der Italien erklärt. Wort für Wort.
1 Stunde 12 Minuten
Italien und Deutschland haben eine enge Beziehung zueinander – die zugleich sehr kompliziert ist. In dieser Episode geht es darum, wie Menschen in Italien auf Deutschland blicken, wie sich dieser Blick verändert hat – und was ihn heute ausmacht. Crucchi, so nennen Menschen in Italien Deutsche meistens dann, wenn sie sie herabsetzen wollen. In diesem Schimpfwort über Deutsche steckt viel von der Geschichte des Deutschlandbilds in Italien. Das ist die 19. Folge von Kurz gesagt: Italien – dem Podcast, der Italien erklärt. Wort für Wort
3 Minuten
Die Januar-Episode von "Kurz gesagt: Italien" kommt im Februar. Kurz gesagt: Italien gibt es ab Juni 2024 auch als Buch, es erscheint im Suhrkamp-Verlag. Das Buch "Kurz gesagt: Italien" soll ein Nachschlagewerk für alle sein, die Italien besser verstehen wollen – und es lohnt sich gerade für Menschen, die diesen Podcast lieben gelernt haben.
54 Minuten
In Italien beendet eine Hexe die Weihnachtszeit – mit einer Ladung Geschenke, die sie am 6. Januar verteilt. An der unübersetzbar italienischen Weihnachtshexe Befana sind die Spuren von Jahrhunderten der Armut und des Volksglaubens sichtbar - und die Schwierigkeiten Italiens, als Nation zusammenzuwachsen. Die Befana von heute ist vom Faschismus geprägt und von der Zeit des Wirtschaftswunders. Und: Wo die Befana heute steht, zeigt, dass Traditionen oft am stärksten sind, wenn sie sich ändern können. Das ist die 18. Folge von Kurz gesagt: Italien – dem Podcast, der Italien erklärt. Wort für Wort.
1 Stunde 6 Minuten
In keinem anderen großen europäischen Land ist das Nord-Süd-Gefälle so steil und so beständig wie in Italien. Im Mezzogiorno, den Regionen von den Abruzzen bis Sizilien, ist die Wirtschaftsleistung pro Kopf nur halb so groß wie im Norden, sind Schulen, Krankenhäuser, Straßen im Schnitt erheblich schlechter. Ich erzähle, wie Süditalien seit der Einheit Italiens vor über 160 Jahren immer zurückgeblieben ist. Ich suche nach Gründen, warum das so ist - und nach möglichen Auswegen aus einem der größten Problem des modernen Italien. Das ist die 17. Folge von Kurz gesagt: Italien – dem Podcast, der Italien erklärt. Wort für Wort.
53 Minuten
Merendine sind mindestens so typisch italienisch wie Pizza oder Pasta – doch viel weniger weltweit bekannt. Dabei haben diese zuckersüßen, in Plastik abgepackten Teigriegel Italien verändert. Vor 70 Jahren brachte der Lebensmittelhersteller Motta die erste Merendina auf den Markt. Seither haben diese unübersetzbaren, industriell hergestellten Süßwaren die italienische Gesellschaft so stark geprägt wie kaum ein anderes Lebensmittel. Das ist die 16. Folge von Kurz gesagt: Italien – dem Podcast, der Italien erklärt. Wort für Wort.
57 Minuten
Der orangefarbene Plastikball Super Santos ist ein italienisches Kultobjekt, das diesen viel zu oft verwendeten Ausdruck tatsächlich verdient. Die Geschichte hinter dieser PVC-Kugel mit dem unverwechselbaren Retro-Design handelt davon, wie dank dem italienischen Wirtschaftsboom Spielbälle zum Objekt für die Massen wurden, warum dem Super Santos selbst Ballsport-Muffel nicht entkommen – und sie handelt von den Schäden, die Kunststoff-Nostalgie anrichten kann. Das ist die 15. Folge von Kurz gesagt: Italien – dem Podcast, der Italien erklärt. Wort für Wort.
47 Minuten
Am und um den 15. August verfallen Italiens Städte Jahr für Jahr in einen spektakulären Sommerschlaf. Menschenleere Straßen, geschlossene Geschäfte – und weitverbreitete Verwunderung über diejenigen, die doch dageblieben sind. Ich erzähle in dieser Episode die Geschichte hinter dem unübersetzbaren italienischen Wort ferragosto. Es geht um einen jahrtausendealten Feiertag, vom Faschismus begründete Bräuche, um biblisches Verkehrschaos – und von um gute Gründen, weshalb die unübersetzbar italienische Ferragosto-Sommerpause nicht mehr das ist, was sie mal war. Das ist die 14. Folge von Kurz gesagt: Italien – dem Podcast, der Italien erklärt. Wort für Wort.
1 Stunde 1 Minute
Italiens Landschaft ist wunderschön – und immer wieder lebensgefährlich. Immer wieder bricht Menschen in Italien bei Erdrutschen oder Überflutungen buchstäblich der Boden unter den Füßen weg – tausende Menschen sind in den vergangenen Jahrzehnten bei solchen Katastrophen gestorben. Warum ist das so? Ich erzähle in dieser Folge die Geschichte hinter dem unübersetzbaren italienischen Wort dissesto. Es geht um den tödlichen Mix aus einer zerbrechlicher Landschaft und menschlichem Versagen, um die Folgen des Klimawandels für diese Gefahr – und um Maßnahmen dagegen. Das ist die 13. Folge von Kurz gesagt: Italien – dem Podcast, der Italien erklärt. Wort für Wort.