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Bezüglich Bildung Archiv

21 Episoden
31 Minuten
Unser Bildungssystem hat den Versuch gestartet von Bildungs- auf Kompetenzorientierung umzustellen, was ihm nur schwerlich gelingt, wie die aktuellen PISA-Ergebnisse zeigen. Wir kritisieren ausdrücklich den PISA-Test als Verfahren um Bildungserfolge zu messen.

Diese Folge ist ein Ausschnitt aus unserem neuen Podcast "Keine Experimente", den ihr hier findet:

Spotify: https://open.spotify.com/show/164Tseg5loUCY2QUUP5pjQ?si=05bd68f22be74a04

Apple Podcast: https://podcasts.apple.com/gb/podcast/keine-experimente/id1669311986
74 Sekunden
Wir haben einen neuen Podcast und freuen uns, wenn ihr uns folgt und ihn hört!

Podcast: https://podcasters.spotify.com/pod/show/keine-experimente

Instagram: https://www.instagram.com/keine_experimente/
1 Stunde 8 Minuten
Wurdest du heute schon "genudged"? - Falls nicht: Du bist der schönste, schlauste und beste Mensch der Welt, wenn du diesen Podcast hörst! Wir philosophieren über die Pädagogisierung der Gesellschaft und schauen welche Machtverhältnisse sie verbirgt, wo wir sie antreffen und wie sie funktioniert. Hör rein, du toller Mensch!
1 Stunde 6 Minuten
„Die Welt ist was Gemachtes“, singt Singer-Songwriter Dota Kehr in ihrem Lied „Utopie“. Für den Begründer des amerikanischen Pragmatismus, John Dewey, ist die Demokratie ebenfalls etwas Gemachtes. Aus seiner Perspektive ist sie eine Lebensform, die neuen Generationen durch Erziehung beigebracht werden muss, damit sie die sich ihnen entgegenstellenden Probleme lösen können. Im Schulkontext bedeutet dies also die Problemlösungskompetenzen der Schülerinnen und Schüler zu fördern. Aber steckt hinter dieser Demokratietheorie tatsächlich die Möglichkeit zum fundamental Neuen? Oder beinhaltet sie lediglich eine Methodik der Problemübertragung auf neue Generationen? Wir diskutieren Deweys Ansatz im Hinblick auf demokratische Partizipation und kommen zu dem Schluss, dass er eine „radikal ambivalente“ Auffassung vertrat.
56 Minuten
Christian Lindner echauffiert sich über die in Deutschland vorherrschende Konsumentenmentalität in Bezug auf das Neun-Euro-Ticket – unsäglich zu glauben, dass sich staatliches Handeln im Sinne der Bürger entfalten sollte. Er versteht nicht, dass Demokratie auch individuelle Partizipation bedeutet, die durch das Ticket in Teilen gefördert werden kann. Bildung steht ebenfalls in positiver Wechselwirkung zur Demokratie. Ein Verhältnis, das wir in dieser Folge untersuchen.
1 Stunde 3 Minuten
Wie viele Schritte sind Sie heute gelaufen? Fitnessarmbänder und -apps erleben einen nie dagewesenen Aufschwung. Die Ideologie des sog. "quantified self", also des messbaren Selbst, ist in der Breite der Gesellschaft angekommen. Wir untersuchen dieses Phänomen in Bezug auf Bildung und Bildungsinstitutionen. Obwohl die Quantifizierung horrende Probleme erzeugt, kommen wir zu dem Schluss, dass es durchaus sinnvolle Anwendungsbereiche dieser im Bildungsbereicht gib. Die im Bildungsbereich gemessenen Faktoren müssen jedoch vor der Anwendung dieses Prinzips demokratisch erschlossen werden. 
1 Stunde 4 Minuten
"Lesen ist nicht nur die Erfüllung einer Erwartung, sondern auch Protest", sagte einst der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki. Während uns seine besondere Ausdrucksweise noch in den Ohren klingt, denken wir darüber nach, welche Zusammenhänge zwischen Bildung, Protest und dem System Schule bestehen. Dazu besprechen wir eine der sicherlich berühmtesten Protestbewegungen der letzten Jahre, die aus der Schule heraus entstanden ist, und, selbst, wenn sie sich darüber hinaus weiterentwickelt hat, noch heute mit ihr assoziiert wird: Die 2018 von Greta Thunberg ins Leben gerufene Fridays For Future (FFF)-Bewegung, die seitdem einen beträchtlichen Einfluss auf die Sicht vieler Menschen auf den Klimawandel genommen hat.

Wir kommen zu dem Schluss, dass Bildung und Protest als unvermeidlich miteinander verknüpft gedeutet werden können. Wie genau, erfahrt ihr im Podcast.
1 Stunde 9 Minuten
Die Welt verfällt in Schockstarre, als die russische Armee die Ukraine attackiert. Bei Aufnahme der Folge läuft Putins Angriffskrieg bereits seit vier Wochen. Wochen in denen die ukrainische Bevölkerung, vor allem in den Städten, grausamen Bombardierungen ausgesetzt ist und bereits viele Menschen – auf beiden Seiten – der Gewalt zum Opfer gefallen sind.

In dieser sehr politischen Episode versuchen wir die Rolle der Ideen im und deren Einfluss auf den Ukraine-Krieg zu entschlüsseln. Dazu besprechen wir Ausschnitte aus Timothy Snyders „Der Weg in die Unfreiheit“, einer aufschlussreichen Analyse dieses, seit längerem schwelenden, Konflikts. Wir kommen zu dem Schluss, dass die Ideenanalyse einen wichtigen Beitrag leistet, um den Krieg zu verstehen und es essenziell ist sich dem Umstand bewusst zu werden, dass wir Ideen haben, die unser Leben gestalten. An dieser Stelle finden bauen wir eine Brücke von der Politik zur Bildung, denn: Bildung heißt immer auch Analyse und Verstehen.

The Ezra Klein Show – Timothy Snyder on the Myths That Blinded the West to Putin’s Plans: https://www.nytimes.com/2022/03/15/opinion/ezra-klein-podcast-timothy-snyder.html

Der Weg in die Unfreiheit: Russland, Europa, Amerika – Timothy Snyder (2018): C. H. Beck.
57 Minuten
Wissen ist Macht. Aber wie ist es eigentlich um das Unwissen bestellt? Wir besprechen die Rolle des Unwissens im Bildungsprozess und schreiben diesem einen großen Einfluss auf unser Leben zu. Dazu stellen wir die beiden Phänomene gegenüber und diskutieren die Rolle der „Nepistemologie“.

Noam Chomsky – The More You Learn… : https://m.youtube.com/watch?v=KTDBWHnyojI
56 Minuten
Wie sähe eine Welt ohne Lobbyistinnen und Immobilienmakler aus? In seinem 2018 veröffentlichten Werk, erläutert der US-amerikanische Anthropologe David Graeber die völlige Entkopplung von Sinnhaftigkeit der Arbeit und ökonomischer Vergütung und kommt zu einem ernüchternden Ergebnis: Nutzen für die Gesellschaft und (ökonomische) Anerkennung korrelieren auf eine absurde Weise nicht mehr. Die sog. "Bullshit Jobs" definiert er als Arbeitsstellen, die selbst für die Individuen, die sie ausführen, kaum einen Sinn haben, jedoch gut bis sehr gut bezahlt werden. Wir durchleuchten die „Bullshit Jobs“ aus einer Bildungsperspektive und schließen, dass es sich bei dieser Form der Arbeit um ein Phänomen der Un- bzw. Anti-Bildung handelt.
1 Stunde 10 Minuten
Wie politisch sind Schulen? Wie politisch sollten sie sein? In der neuen Folge Bezüglich Bildung besprechen wir den Zusammenhang zwischen diesen Sphären öffentlichen Lebens anhand der sog. "School Board Wars", die im Zuge der COVID-19-Pandemie in den USA entbrannt sind. Dabei geht es um strukturelle und inhaltliche Aspekte der Schulbildung, die von antagonistischen politischen Akteuren zur Durchsetzung ihrer Agenda vereinnahmt werden. Diese Diskussion beziehen wir auch auf Deutschland und kommen zu dem Schluss, dass politische Partizipation innerhalb der Schule geübt werden muss, aber die Schule von äußerer politischer Einflussnahme größtenteils geschützt werden muss. 

Zum nachhören: 

The Daily - School Board Wars, Part 1: https://www.nytimes.com/2021/11/16/podcasts/the-daily/school-boards-mask-mandates-crt-bucks-county.html

The Daily - School Board Wars, Part 2: https://www.nytimes.com/2021/11/17/podcasts/the-daily/school-board-bucks-county.html

Zum nachlesen: 

https://english.elpais.com/usa/2021-12-01/us-schools-provide-a-new-front-in-the-countrys-culture-wars.html
58 Minuten
Der Entfremdungsbegriff ist ein essenzieller Bestandteil eines jeden Bildungsprozesses. Werdet Teil eines Gesprächs in dem wir uns selbst von unserem bisherigen - eher negativen - Verständnis der Entfremdung verabschieden und sie als notwending für jede Form des Lernens verstehen. 
60 Minuten
Seit Oktober 2020 kritisieren viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter dem Hashtag #IchBinHanna das deutsche Wissenschaftssystem. Der Protest bezieht sich primär auf das sog. Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG), das zu Befristungen und Kettenverträgen für wissenschaftliches Personal führt. Einen neuen Höhepunkt erreicht die Debatte, als die langjährige Präsidentin der Humboldt-Universität zu Berlin, Sabine Kunst, im Oktober 2021 ihren Rücktritt ankündigt, um gegen §110 des neuen Berliner Hochschulgesetzes zu protestieren. In diesem soll eine Hauptforderung der Bewegung umgesetzt und viele Stellen in der Wissenschaft entfristet werden - doch fehlten dafür die finanziellen Mittel, so Kunst. Wir sprechen in dieser Folge über #IchBinHanna und diskutieren die Konsequenzen, die das WissZeitVG auf struktureller und individueller Ebene hat und warum es dem Humboldt'schen Bildungsideal widerspricht. 
1 Stunde 9 Minuten
Habt ihr heute schon etwas geleistet? In Folge sieben besprechen wir den Leistungsgedanken und legen die Vor- und Nachteile einer Leistungsgesellschaft dar. In einer echten Leistungsgesellschaft müssen die Regeln transparent und der Wettbewerb offen sein - beides ist bei uns nicht der Fall, da sozioökonomische Hintergründe der Eltern maßgeblich für den Bildungserfolg von Kindern verantwortlich sind. Deswegen kritisieren wir den Leistungsgedanken in unserer Gesellschaft und unserem Bildungssystem. Außerdem schauen wir, unter Bezugnahme auf Max Weber, welchen Einfluss die "Protestantische Ethik" auf eine solche Leistungsideologie in unserer Gesellschaft gehabt haben könnte. 
1 Stunde 8 Minuten
Liebesgrüße aus dem Elfenbeinturm! In dieser frivolen Folge besprechen wir, warum Bildung eigentlich nicht in Zielen formuliert werden kann. Wir lesen ein wenig Humboldt und analysieren endlich den Kompetenzbegriff, der uns Probleme zwar zur Lösung vorlegt, sie uns aber nicht selbst erkennen lässt.