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Was'n Kinderkram Archiv

48 Episoden
1 Stunde 2 Minuten
Der Säbelzahntiger ist unser Feind. Was das bedeutet beziehungsweise wieso das so ist, hat mir die liebe Hannah erklärt! Hannah Blankenberg ist Psychologin und systemische Familientherapeutin, außerdem Mama einer Tochter und Ehefrau. Mal abgesehen davon, dass sie total einleuchtend erklärt, wie es dazu kommt, dass Paare sich verlieren, gibt sie auch Tipps, wie man die Libido aus dem Urlaub holt und wieder aus dieser Lustlethargie rauskommt. Lustlethargie trifft´s ganz gut, oder? Man findet seinen Partner oder seine Partnerin ja schon noch hot. Aber die Tage als Mama und Papa sind einfach verdammt lang manchmal und die Nächte oft durchlöchert. Wir rennen der Zeit permanent hinterher und versuchen, irgendwie alles hinzubekommen. Auch uns. Nicht mal IN RUHE duschen und das volle Beautyprogramm abfahren, ist für viele Mamas und Papas drin. Der Mental Load – auch wenn ich diesen auf Instagram gehypten Begriff eigentlich nicht mag – ist enorm und Zeitfenster, in denen wir einfach mal absolut nichts zu erledigen haben, gibt es eigentlich nicht. Unser Kopf arbeitet immer. Haben wir eine Sache abgehakt, denken und planen wir schon die nächsten Erledigungen. Sorry, aber da ist es schwierig, noch Lust zu empfinden und auch sich selbst heiß zu finden. Meistens ist man einfach nur froh, dass der Partner oder die Partnerin von der Arbeit kommt, damit man sich schnell duschen und OHNE Kind die Küche aufräumen kann. Und dann schaut man auf die Uhr und es ist 22 Uhr und man ist nur noch zwei oder drei Stunden entfernt von der nächsten Stilleinheit oder dem nächsten Fläschchen. Aber jetzt die gute Nachricht: Don´t panic! Ihr könnt das alles wieder hinkriegen. Wird vielleicht nicht easy und geht auch nicht von heute auf morgen, aber es ist machbar und für was lohnt es sich mehr zu kämpfen als für die eigene Familie und die Partnerschaft?! Hannah erklärt euch, wie es überhaupt so weit kommt, was die Gründe dafür sind und was permanenter Stress mit uns und vor allem unserer Libido so anstellt. Und sie gibt euch Tipps, wie ihr etwas Stress aus eurem Alltag nehmen könnt. Denn genau das ist der Killer: Stress legt sich wie ein Kissen aufs Gesicht und nimmt einem selbst und auch der Partnerschaft die Luft zum Atmen.
55 Minuten
Zusammen mit Claudia Schwarzlmüller von @kinderdolmetscher rede ich über Wutanfälle, die Trotz- bzw. Autonomiephase und wir klären die Fragen, ob unsere Kinder wirklich immer teilen müssen und was wir tun können, wenn sie Dinge wie Zähneputzen verweigern. Auch in Teil 2 unseres Podcastes hat mich Claudia irgendwie aufgefangen. Vielleicht geht es nicht jeder Mama und jedem Papa so, aber mein Mann und ich stehen vor allem Wutanfällen so oft völlig hilflos gegenüber. Sollen wir im Raum bleiben? Sollen wir aus dem Zimmer gehen? Sollen wir unseren Sohn/unsere Tochter auf den Arm nehmen? Wie helfen wir diesen kleinen aufgebrachten Gemütern da wieder raus? Wir Eltern hätten ja gerne so etwas wie ein Rezept oder die ultimative Handlungsanweisung, die uns hilft. Die gibt es leider auch hier nicht. Erziehung ist und bleibt individuell und vor allem bedürfnisorientiert – das heißt also, dass jedes Kind anders reagiert und wir die schwierige Aufgabe haben, herauszufinden, was denn UNSEREM Kind gerade hilft. Und ich finde, Claudia gibt Tipps, die mir (und euch hoffentlich auch) in diesen Situationen helfen. Es sind Beispiele und Möglichkeiten, die wir in unserem Alltag ausprobieren können. Handlungs-Alternativen, die mich entspannter sein lassen. Und sind wir Eltern entspannter, sind es auch die Kinder.
54 Minuten
Ich finde Mama und Papa zu sein, ist wirklich eine schwere Aufgabe. Es ist die absolut schönste Lebenszeit für mich, aber auch die, die mich am meisten an meine Grenzen bringt. Ich liege wirklich so oft abends im Bett und denke über den Tag nach. Frage mich, warum ich in dieser und jener Situation so und so reagiert habe. Claudia Schwarzlmüller ist seit 20 Jahren Kinderpsychologin, bietet Baby- und Kleinkindkurse an und ist selbst Mama. Mit ihr hätte ich den ganzen Tag quatschen und lachen können und mein erster Impuls nach Teil 1 unseres Podcasts war, meinem Mann zu schreiben, dass wir es vielleicht doch ganz gut machen. Ich liebe unsere beiden Kinder, wie ich zuvor noch nie jemanden geliebt habe. Und ich möchte, dass sie eine Kindheit erleben, die ihnen Sicherheit, Vertrauen und so viele Glücksmomente wie nur möglich schenkt – und mir auch. Ich will die Zeit, die wir haben, genießen. Jeden Tag. Jeden Moment. Aber wir müssen ja auch erziehen. Das ist die (für mich) lästige Aufgabe. Mein Mann und ich müssen ihnen Regeln setzen, eine gesunde Konsequenz an den Tag legen, Entscheidungen treffen. Manchmal verzweifle ich daran. Ehrlich gesagt sogar sehr oft. Ich bin so oft enttäuscht von mir selbst, weil ich es nicht geschafft habe, die Ruhe zu bewahren bei einem Trotz- oder Wutanfall. Und das, obwohl man doch so viele Tipps bekommt. Schaut man sich auf Instagram um, findet man so viele Profile, die Impulse geben. Nach dem Motto "Statt zu deinem Kind dies und jenes zu sagen, sag es doch lieber so und so". Ich finde diese Profile super und finde die Tipps auch vollkommen nachvollziehbar und hilfreich. Für mich – und ich sage bewusst "für mich", weil es ja nicht allen Eltern so geht – haben diese Tipps aber auch eine Schattenseite. Sie bewirken nämlich, dass ich abends im Bett liege und meine Kommunikation bis ins kleinste Detail analysiere, um dann mein Scheitern festzustellen. Ich würde gerne in jeder Situation ruhig, besonnen, gelassen und schlau reagieren. Ich bin aber eine Mama, eine Frau, eine Vollzeit-Working-Mom, eine Freundin, ... Diese ganzen Tipps decken auf, an welchen Stellen im Mama-Kind-Kosmos ich wieder mal gescheitert bin. Weil ich geschimpft habe, anstatt es in Ruhe und pädagogisch astrein zu erklären. Das muss nicht auf jeden zutreffen und ist auch nicht als Vorwurf an solche Profile zu verstehen – ich will nur sagen, dass es mir so geht. Möglicherweise aber auch anderen Eltern. Und mich hat das Gespräch mit Claudia total aufgefangen. Sie hat ein bisschen Ruhe in den Sturm gebracht, den ich selbst in meinem Kopf immer wieder bilde. So oft fragen wir uns, wie wir aus der Schimpf-Spirale rauskommen. Und das ist auch nach dem Podcast noch immer mein Anspruch, aber ich habe verstanden, dass es manchmal eine direkte Reaktion braucht und mein Kind kein emotional gestörter Erwachsener wird, weil ich ihn in gewissen Situationen "geschimpft" oder laut ermahnt habe. Kinder merken, wenn Eltern ein "Bauerntheater" aufführen und ihre Reaktionen komplett regulieren. Auch nicht gut! Ich will jetzt gar nicht im Einzelnen darauf eingehen, was alles genau Claudias Tipps sind, das hört ihr ja. Was aber ganz wichtig ist: Ändert die innere Kommunikation mit euch selbst. Fangt bei der Kommunikation an, die ihr mit euch selbst führt. Dann sprecht ihr automatisch auch anders mit eurem Kind. Ich weiß: Nicht einfach. Aber lasst uns doch damit anfangen. Einfach mal wieder akzeptieren, dass es kein "Richtig" gibt. Erziehung ist individuell. Es ist euer Alltag mit euren Kindern. Es ist euer Leben. Und ich finde es absolut wichtig und richtig, sein Handeln und seine Kommunikation immer mal wieder zu überprüfen. Nur dürfen wir dabei nicht unser intuitives Handeln ersticken. Und wir dürfen auch nicht glauben, dass wir gescheitert sind, wenn wir mal emotional in einer Stresssituation reagieren. Denn auch dann geben wir unseren Kindern etwas mit. Auch daraus lernen sie.
41 Minuten
Puh, da war er wieder. Der komplette Gefühlsausraster. In einer Situation, die doch so "harmlos" war und eigentlich gar keinen Anlass gegeben hat, so einen Gefühlsausbruch zu haben. Auf dem Spielplatz. Beim Playdate mit anderen Kindern. Beim Familienbesuch. Nach dem TV schauen. Beim Socken anziehen. Für uns Eltern alles Alltagssituationen, die wir wie selbstverständlich jeden Tag erledigen und die doch kein Wut-Potenzial in sich tragen. Also stehen wir Mamas und Papas da. Ratlos. Überfordert vielleicht. Und fragen uns, was denn jetzt los ist. Es ist doch nichts passiert. Richtig: Für uns ist nichts passiert – in der kleinen Kinderwelt aber schon. Sonst würden Kinder ja nicht reagieren, wie sie eben gerade reagieren. Irgendetwas hat ihre Gefühlswelt gerade ganz schön durcheinandergebracht. Also fragen wir beharrlich nach, wollen es rausfinden – aber sie können es nicht benennen. Ich bin mir sicher, jede Mama und jeder Papa erlebt das regelmäßig. Und es ist kein schönes Gefühl. Es ist nicht schön, der Situation so hilflos gegenüberzustehen. Und es ist nicht schön, NICHT zu wissen, wie man seinem Kind jetzt am besten hilft. Deshalb hab' ich mich wieder mit der lieben Vanessa Bösch von Nachtglück getroffen und mit ihr darüber gesprochen, wie man Kinder am besten auffängt, wann es "nur" ein Gefühlssturm ist und wann ein Kind hochsensibel ist. Ich hatte mit ihr schon im Podcast über den Babyschlaf geredet und mag ihre Art, die Dinge zu erklären und einzuordnen. Sie ist nicht nur Expertin, Sozialpädagogin, zertifizierte Schlafberaterin – sie ist selbst Mama und betrachtet den Alltag mit Kindern mit Mama-Augen. Sie steht vor den gleichen Herausforderungen wie wir alle und das macht sie für mich zur perfekten Gesprächspartnerin. Ihre Tochter wird bald vier Jahre alt und ist ein hochsensibles Kind. Was das bedeutet? Hochsensible Kinder nehmen Reize sehr viel stärker wahr, saugen alle Eindrücke intensiv auf und kommen dann an den Punkt, wo es ihnen einfach zu viel wird. Die einen rasten komplett aus, andere weinen ununterbrochen. Und jetzt ist es unsere Aufgabe, sie irgendwie durch diesen Sturm zu manövrieren. Es ist nicht einfach, euch Tipps zu geben, denn es gibt nicht die eine Definition und nicht den einen Tipp. Manche hochsensiblen Kinder stören sich an dem Gefühl, einen Pullover zu tragen. Es stresst sie. Anderen wird der Familienbesuch plötzlich zu viel und sie drehen durch. An diesem Punkt sind wir gefragt. Wir müssen es erkennen. Zugegebenermaßen nicht ganz einfach. Aber wir müssen es erkennen und sie aus der Situation nehmen. Was Vanessa euch empfiehlt, ist, dass ihr die Situationen analysiert: Also, wann kommen diese Gefühlswellen? Welche Reize sind es, die euer Kind besonders stressen? Sind es Menschen? Ist es Lautstärke? Anschließend schaut, wie ihr euer Kind am besten aus der Situation holt. Hier seid ihr gefragt und es gibt "nur" Anregungen, da jedes Kind anders reagiert. Vanessa setzt sich mit ihrer Tochter auf die Couch, oder verlässt kurz den Raum, nimmt sie auf dem Spielplatz zur Seite – nur Tochter und Mama. Sonst niemand. Manchmal setzt sie ihr einen geräuschreduzierenden Kopfhörer auf und schafft ihr so einen Raum der Ruhe, in dem sie wieder zu sich kommen kann bzw. kurz durchatmen kann. Durchatmen. Das ist auch etwas, das ich mir zu Herzen nehme. Meine Kinder müssen durchatmen, denn ihr Alltag ist oft so stressig. Wir holen sie vom Kindergarten, fahren weiter zum Kinderturnen, dann noch einkaufen gehen, danach steht Oma vor der Tür. Das ist viel! Manchmal ja sogar zu viel für uns. Wie sollen diese kleinen Menschen das alles schaffen, ohne mal durchzudrehen. Wir muten ihnen viel zu, weil wir es auch leider irgendwie müssen. Wir alle haben oft eine Doppel- und Dreifach"belastung" und sie müssen oft mitlaufen. Deshalb ist ihr Tipp, Auszeiten zu schaffen und in der Situation zu erkennen, wann es zu viel wird.
44 Minuten
Medien gehören zu unserem Alltag und wir brauchen uns gar nicht der Illusion hingeben, dass Kinder heute eine ähnliche Kindheit haben, wie ich es zum Beispiel hatte. Das müssen sie aber auch gar nicht! Wie soll das auch funktionieren – wir sind eben in 2023 und nicht in den 80ern oder 90ern. Wenn wir als Mama und Papa versuchen, eine gesunde Balance zu finden, dann können Medien sogar bereichern und ein Plus sein. Kinder brauchen diese Skills auch schlichtweg, weil die Arbeitswelt und generell die Welt da draußen so funktioniert. Aber wie sieht diese gesunde Balance aus? Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten und man kann da auch keine Aussage treffen, die zu jedem Kind passt. Genau deshalb habe ich mir wieder die liebe Dr. Celine Schlager geschnappt, mit der ich schon in dem Podcast zum Thema Plötzlicher Kindstod, Fieberkrampf und Verschlucken ein so super Gespräch mit guten Tipps hatte. Sie ist Ärztin auf der Kinder-Intensivstation und bietet unter anderem auch Kurse zu dem Thema Medienkonsum an. Außerdem ist sie gerade so schön schwanger und wird bald selbst Mama. Ich mag es, dass ihre Tipps ohne diesen lästigen erhobenen Zeigefinger kommen und stattdessen alltagsnah und unkompliziert sind. Und für mich ganz wichtig: Hier gibt es kein schwarz-weiß und kein bashen von Eltern, die sich selbst eine Auszeit schaffen, indem sie die Paw Patrol rufen für eine Folge ;-). Celine gibt im Podcast Tipps, Ideen und hat auch mir zum ersten Mal die 3-6-9-12-Regel erklärt. Ich habe davor noch nie etwas davon gehört, aber es hilft uns Eltern, die Medien richtig zu "portionieren". Diese Regel sagt, dass Kinder vor dem dritten Lebensjahr kein TV schauen sollten, vor dem sechsten Lebensjahr keine Spielekonsole haben sollten, vor dem neunten kein Handy und vor dem zwölften Lebensjahr Social Media meiden sollten. Außerdem beantwortet sie auch die Frage nach dem "wie lange", also wie lange sollten Kinder TV schauen zum Beispiel. Hier ist ihre Empfehlung klar: Eine Stunde pro Lebensjahr. Ist euer Kind also 3 Jahre alt, darf es sich drei Stunden in der Woche dem Medienkonsum widmen – wobei Bücher da ausgenommen sind, davon kann man nie genug haben. Hier gilt "All you can read!" Wichtig ist, dass man tatsächlich die gesamte Woche betrachtet. Ein Kind, das 7 Jahre alt ist, dürfte demnach 7 Stunden in der Woche schauen. Regnet es, sind es eben manchmal 3 Stunden an einem einzigen Tag, dann bleiben für den Rest der Woche nur noch 4 Stunden. Ist als Orientierung eine ganz gute Regel finde ich, die mir als Mama auch das schlechte Gewissen nimmt. Kinder komplett vom TV oder anderen Medien fernzuhalten, davon hält sie nichts, weil wir ihnen so wichtige Kompetenzen und wichtiges Wissen verweigern. Sie müssen sich in der medialen Infrastruktur zu bewegen wissen, weil es unsere Welt ist. Heute und in Zukunft.
50 Minuten
Man bekommt so gut wie überall dieses Versprechen: Mama sein ist das Beste, was es gibt. Für mich und viele andere Mütter ist das so. Aber kann man so eine pauschale Aussage wirklich treffen und so eine Allgemeingültigkeit voraussetzen? Ist das fair? Wenn nicht, was sagt man stattdessen? Ich finde man darf das ruhig sagen, aber nur dann, wenn man auch akzeptieren kann und das nötige Verständnis dafür aufbringt, dass jeder fühlen darf, wie er möchte! Eine Frau darf es auch als Belastung empfinden. Das ist erlaubt und es ist ihr Recht. Es kann nun mal auch anders laufen, so wie bei meinem Gast Eveline. Sie liebt ihr Kind, aber den Job als Mutter würde sie nicht wieder antreten. Und das trifft es ganz gut, finde ich. Sie hatte sich auch diese Momente gewünscht und regelrecht drauf gehofft, dass sie noch kommen. Dass diese bedingungslose Liebe zuschlägt beim ersten Lächeln. Sie hat darauf gewartet, auch zu spüren, was andere Mütter spüren – es kam aber nicht. Die Mutterrolle steht ihr nicht. Ihr Kind schon – die Mutterrolle aber nicht. Das muss man wirklich getrennt voneinander betrachten. Ich nehme hier wieder ihr Beispiel mit dem Job: Die Kollegen sind top, aber die Arbeit an sich passt nicht zu einem. Eveline hat rein rational geschaut, was gefällt mir, was gefällt mir nicht? Ihr gefällt es zum Beispiel nicht, komplett fremdbestimmt zu sein. Sie würde lieber ein Buch lesen, als auf dem Spielplatz zu sitzen. Sie möchte sich hinlegen, wenn sie müde ist. Sie möchte selbst entscheiden. Konnte sie es vorher wissen? Nein. Denn jeder verspricht doch: Mama sein ist das Beste, was es gibt. Mamas gehen in ihrer Rolle auf. Diese unbeschreibliche Liebe gibt dir so viel wieder, dass alle Strapazen vergessen sind. Daran hat sie geglaubt. Nur hat es sich bei ihr eben nicht eingestellt – dieses wunderbare Gefühl.
34 Minuten
Ich hab' das Gefühl, dass man immer öfter von der Arbeit einer Doula liest und hört. Man erfährt von Influencerinnen wie Jessica Haller oder Sila Sahin und von Herzogin Meghan, dass sie eine Doula in der Schwangerschaft und/oder während der Geburt an ihrer Seite gehabt haben sollen. Auf Insta kommt man auch nicht mehr drumherum. Also allerhöchste Zeit, endlich einen Podcast zu diesem Thema zu starten. Der Wunsch werdender Eltern nach einer selbstbestimmteren und schönen Geburt ist scheinbar so stark wie selten zuvor – zumindest kommt es mir so vor. Wir hatten ja auch schon einen Podcast zum Thema Hypnobirthing mit den wunderbaren Mädels von Mamakompass, was dasselbe Ziel hat. Auch beim Hypnobirthing geht es darum, den Frauen eine schöne und selbstbestimmte Geburt zu ermöglichen. Zurück zur Doula. Ich hab' mich mit der lieben Bianca Spermann getroffen und sie ausgequetscht. Was ist 'ne Doula? Was macht sie? Was kostet sie? Bianca ist zertifizierte Doula und Stillberaterin und war deshalb die perfekte Gesprächspartnerin für meinen Podcast. Das wichtigste vorab: Eine Doula ist keine Hebamme. Sie hat keine medizinische Fachkenntnis und greift auch nicht in den eigentlichen Geburtsvorgang ein. Der Begriff Doula leitet sich von dem altgriechischen Wort doúlē ab und bedeutet Dienerin. Und im Grunde ist sie genau das auch (auch wenn dieser Bezeichnung etwas Negatives anhaftet). Aber sie ist tatsächlich so etwas wie eure Dienerin. Sie stellt sicher, dass ihr euch – zusammen mit eurem Partner – einfach nur auf die Geburt konzentrieren könnt. Mit ihr besprecht ihr, wie ihr euch eure Geburt vorstellt und sie sorgt dafür, dass es auch exakt so abläuft. Sie klärt euch über eure Rechte auf, sie fragt nach einer anderen Beleghebamme, sollte euch die anwesende Hebamme nicht passen, sie lässt eure Lieblingsmusik laufen. Falls ihr keinen Zugang gelegt bekommen wollt, schaut sie, dass dieser Wunsch respektiert wird. Sie ist der Schlüssel zu eurer selbstbestimmten Geburt. Dinge, für die ihr schlichtweg keinen Kopf mehr habt, wenn die Wehen einmal losgelegt haben. So eine Geburt ist eine Ausnahmesituation und die Schmerzen sind oft stark – da ist man auch einfach zu erschöpft, um seine Rechte oder seinen Willen selbst duchsetzen zu können. Während die Doula also den Rahmen für eine selbstbestimmte Geburt schafft, könnt ihr euch ganz auf euch selbst, auf euer Baby und auf euch als Paar konzentrieren. Ihr müsst euch um nichts anderes kümmern als um euch selbst und um die Geburt. Dabei ist sie nicht nur den werdenden Mamas eine Hilfe. Sind wir mal ehrlich: Für die Papas ist das ebenfalls eine Ausnahmesituation und phasenweise sind sie lost. Sie müssen auch mit der Geburt und den Schmerzen ihrer Frau umgehen. Auch hier ist die Doula eine Hilfe. Sie steht dem werdenden Papa bei, indem sie ihn anleitet. Eine Doula weiß oft, was einer Frau guttun könnte, während sie Wehen hat und genau dieses Wissen gibt sie an den Mann weiter. Selbst wenn es nur kleine Handgriffe sind, mit denen er seiner Frau den Schmerz nehmen oder ihn zumindest erträglicher machen kann. Der werdende Papa ist also nicht allein und vor allem ist er nicht verloren. Anders als eine Hebamme ist die Doula keine Kassenleistung – das heißt, ihr müsst sie selbst zahlen. Hier lohnt es sich allerdings, unbedingt bei eurer Krankenkasse nachzuhaken. Manche Kassen übernehmen einen Teil oder zahlen sogar komplett. Die Kosten für eine Doula liegen bei 800€ bis 1500€, wobei das aber keine starren Preise sind. Wollt ihr eine Doula bei eurer Geburt dabeihaben, fragt einfach mal an und lasst euch ein Angebot machen, das auf eure Wünsche und Vorstellungen abgestimmt ist. Wenn ihr generell mehr über das Thema hören wollt oder ein anderes Thema habt, das ich mir unbedingt mal im Podcast vorknöpfen soll, schreibt mir einfach: Elisabeth.Graulich@allisonbaby.de! Ich kümmere mich darum. Eure Elli
49 Minuten
Was mich im Gespräch am meisten überrascht hat und wovon ich noch nie etwas gehört hatte, war zum Beispiel der "Tupper-Trick", wie ihn Christin nennt. Das wäre auch etwas, was ich wirklich gerne gewusst hätte. Wie der funktioniert? Ich versuche es so unkompliziert wie möglich hier zu erläutern: Ihr habt schon ein Baby und werdet wieder schwanger. Zwischen Ende des Elterngeldbezugs von Kind 1 und dem Beginn des Mutterschutzes von Kind 2 ergibt sich ein Zeitraum, in dem ihr kein oder ein sehr geringes Einkommen habt, ihr also im zweiten Jahr eurer Elternzeit zum Beispiel noch zu Hause seid oder nur in kleinem Teilzeitumfang arbeitet. Bei der Berechnung des Elterngeldes für Kind 2 würde dieser Zeitraum mit 0 Euro beziehungsweise dem geringen Teilzeiteinkommen einfließen, denn es wird ja geschaut, was ihr in den 12 Monaten VOR Beginn des Mutterschutzes verdient habt. Daraus ergibt sich die Höhe des Elterngeldes, was demnach geringer ausfallen würde als bei Kind 1 wegen des Zeitraumes der Elternzeit/ Elternteilzeit. Wenn ihr euch für den Zeitraum zwischen den beiden Kindern aber einfach als “Tupper-Beraterin” selbstständig macht und nur einen ganz geringen Umsatz generiert, dann verschiebt sich euer Bemessungszeitraum für das Elterngeld für Kind 2 in den meisten Fällen auf den Zeitraum VOR eurer Schwangerschaft mit Kind 1. Warum das so ist? Weil sich durch die Selbstständigkeit ein Mischverhältnis aus Angestelltenverhältnis und Selbstständigkeit ergibt und ihr sogenannte Mischeinkünfte bezieht. Und in dem Fall zählen nicht mehr die letzten 12 Monate vor dem Mutterschutz des zweiten Kindes, sondern der letzte steuerliche Veranlagungszeitraum bezogen auf die selbständige Tätigkeit. Und dies ist meist das letzte Kalenderjahr vor Mutterschutzbeginn des zweiten Kindes.  Habt ihr in diesem Jahr dann einen sogenannten Ausklammerungstatbestand (zum Beispiel der Bezug von Elterngeld für Kind 1), dann schaut sich die Elterngeldstelle den Veranlagungszeitraum davor, also in der Regel das Vorjahr an. Habt ihr dort auch Mutterschutzzahlungen oder Elterngeld für Kind 1 bezogen, geht es wieder ein Jahr zurück. Und schon seid ihr wieder im Jahr vor der Geburt von Kind 1 angekommen, in dem ihr Vollzeit gearbeitet habt. Ein paar Tupper-Parties zu schmeißen, reicht da schon völlig aus und der Zeitraum ohne oder mit sehr geringem Einkommen zwischen beiden Kindern, fließt NICHT mit in die Berechnung des Elterngeldes für Kind 2 ein! Ihr bekommt also das Elterngeld in der Höhe, wie ihr es bei Kind 1 bekommen habt, plus den Geschwisterbonus. Top, oder? Wenn man so etwas nur immer wüsste. Ich finde diesen Tipp mega und hätte es echt gerne gewusst! Deswegen raten wir euch auch so dringend dazu, euch eine professionelle Beratung zu gönnen. So wie auch Christin Herken sie anbietet. Und solche Seminare kosten mit 20-25 Euro wirklich nicht Welt. Eine wichtige Sache, die Christin auch immer wieder empfiehlt, wenn in eurem Betrieb mehr als 15 Mitarbeiter:Innen beschäftigt sind: Nehmt bitte nur dann ein Jahr Elternzeit, wenn ihr euch ganz sicher seid, im zweiten Jahr wieder mehr als 32 Stunden zu arbeiten! In allen anderen Fällen bitte zwei Jahre Elternzeit beantragen. Warum? Weil ihr euch für die ersten zwei Jahre laut Gesetz verbindlich festlegen müsst, wie viel Elternzeit ihr in den ersten zwei Jahren nehmen wollt. Viele Mütter nehmen nur ein Jahr Elternzeit und wollen im zweiten Jahr wieder einsteigen. Oft kommt es aber eben doch anders und dann habt ihr Pech. Euer Arbeitgeber hat euch ein Jahr genehmigt und solltet ihr während des ersten Jahres merken, dass ihr doch noch nicht einsteigen könnt, habt ihr nicht die Möglichkeit, einfach so zu verlängern. Dann müsst ihr nach einem Jahr wieder ran – ob ihr emotional bereit dazu seid oder nicht, ob ihr eine Betreuung habt oder nicht. Solltet ihr aber sicher sein, dass es nicht mehr als 32 Stunden werden, solltet ihr wirklich IMMER zwei Jahre beantragen und einen Teilzeitwunsch mit ankündigen!
53 Minuten
Alle Eltern, oder zumindest die meisten Eltern werden mir zustimmen, wenn ich sage, dass die Sache mit dem Schlaf von Anfang an ein riesen Thema ist. Viele beschäftigen sich schon damit und lesen Ratgeber, bevor das Kind überhaupt da ist. Ich hab' auch dazugehört, ich gebe es zu. Woran das lag? Bei mir war es einfach so, dass ich ständig meine Mutter oder andere Verwandte, Freunde, Fremde im Ohr hatte, die mir auf die Nerven gegangen sind: "Gewöhn den bloß ans eigene Bettchen!" "Der muss lernen, alleine einzuschlafen, sonst sitzt du jeden Abend stundenlang im Zimmer." Und ja, es gab auch meinen absoluten "Lieblingstipp" (not): "Schieb den in 'ne Ecke und lass' den mal zwei drei Nächte schreien, dann merkt der schon, dass dieses Heulen nichts bringt". Übrigens habe ich natürlich auch dieses eine bekannte, zweifelhafte Buch geschenkt bekommen. Dieses Buch, dessen Titel verzweifelten Eltern das ultimative Versprechen macht. Nämlich, dass jedes Kind schlafen lernen kann. Darin geht es um die Ferber-Methode. Für alle, die dieses Buch nicht kennen, erklär ich es kurz: Man legt sein Kind ins Bettchen und verlässt dann für eine festgelegte Zeit den Raum – ob das Kind weint, schreit, schluchzt: egal! Man verlässt den Raum und kommt nach der vorgegebenen Zeit wieder rein. Dann geht man wieder raus. Das wiederholt man und verlängert nach und nach den Zeitraum, in dem man rausgeht. Sind wir mal ehrlich: Keiner von uns möchte ein emotional gestörtes Kind. Und natürlich lasse ich mein Kind NICHT schreien. So dumm, wie wir waren, haben wir es ausprobiert und es SOFORT wieder gelassen. Möglich, dass es im Jahr 1920 mal en vogue war, so zu erziehen. Heute ist die Forschung aber weiter und wir wissen, dass uns Babys nicht manipulieren, indem sie schreien. Sie schreien, weil sie uns brauchen. Sie waren 10 Monate in unserem Bauch, kennen unsere Stimme und unseren Geruch. Waren nie alleine. Ist es dann so schlimm, dass sie sich nach uns sehnen? Nein. Und auch wir sollten verstehen, dass diese Zeit schneller vorbei sein wird, als es uns lieb ist. Irgendwann bekommen wir nicht mal mehr 'nen Abschiedskuss. Ich habe dieses Buch weggeschmissen und habe wieder versucht, mich auf meine Intuition zu verlassen. Denn ich hatte das Gefühl, dass ich genau diese verloren hatte, durch die ganzen Bücher und ungewollten Tipps von Freunden und Familie. Generell habe ich das Gefühl, dass viele Eltern, vor allem bei dem ersten Kind, ihrer Intuition nicht mehr trauen. Bei mir war es beim zweiten Kind dann auch entspannter. Und heute liebe ich es, sie in den Schlaf zu begleiten. Wir kuscheln, erzählen und ich nutze die Zeit auch für mich. Ich rieche an ihnen, kuschle sie, höre den erfundenen Geschichten zu und streife so den Alltag von mir. Nichts spielt in diesem Moment eine Rolle, außer bei ihnen zu sein. Aber natürlich gibt es auch die Härtefälle – das will ich gar nicht mindern. Es gibt solche Kinder, die sich nur schwer von den Reizen des Tages erholen und viel schreien. Natürlich sind Eltern dann fertig, kriechen nur noch durch den Alltag, kommen zu gar nichts mehr und die sehnen sich nach Hilfe – völlig zurecht. Bei ihnen ist die Einschlafbegleitung eben nichts Erholsames und es geht nicht so einfach. Man kommt da so schnell an seine Grenzen und verzweifelt. Und solche Eltern brauchen schnell Hilfe. Sie sind fertig, gereizt und keinem geht es mit der Situation gut. Deshalb hab' ich mich mit Vanessa von Nachtglück getroffen. Sie ist nicht nur selbst Zweifachmama, sondern auch Schlafcoach. Bei ihr melden sich verzweifelte und übermüdete Eltern und zusammen schaffen sie es, dass alle in einen guten Rhythmus finden. In unserem Podcast geht es um die Frage, wie wir wieder stärker auf unsere Intuition vertrauen und wie man zusammen mit dem Kind einen gute Schlaf-Rhythmus findet, der die Bedürfnisse von allen stillt.
36 Minuten
Hypno...what? Ich hatte wirklich keine Ahnung, was das ist. Und ja, ich will ehrlich sein: Ich dachte das ist so ein spiritueller Esoterik-Schnickschnack. Nicht, dass das etwas Schlechtes ist. Überhaupt nicht! Ich bin nur gar nicht der spirituelle Typ und beneide Leute, die immer und jederzeit ein Team mit ihrer inneren Mitte sind. Mir würde etwas mehr Spiritualität wahrscheinlich manchmal guttun. Also nehmt mir das nicht übel. Auf jeden Fall hatte ich noch nie etwas von Hypnobirthing gehört und es war auch irgendwie kein Thema, als ich meine beiden Kinder 2018 und 2019 zur Welt gebracht habe. Aber es ist gerade ein Trend, oder? Lest ihr auch ständig davon? Also hab' ich mir die beiden wirklich lieben Mädels von Mamakompass geschnappt! Getroffen haben wir uns in ihren Kursräumen bei Würzburg. Und die entspannte Atmosphäre begrüßt einen schon an der Tür: Tee und Nussecken – damit hatten mich Magdalena und Stefanie sofort in der Tasche :-). Die Geburt ist was Magisches und ich kann diese Erfahrung auch mit nichts vergleichen. Und ja: Wehen haben es in sich. Meine beiden Kinder mussten leider per Kaiserschnitt kommen, deshalb weiß ich gar nicht, welche Schmerzen mich bei einer natürlichen Geburt erwartet hätten. Aber es sind Schmerzen, so viel ist klar. Und sich darauf vorzubereiten, ist wichtig. Warum also nicht auch mal anders als üblich. Kennt ihr folgende Situation: Ihr seid abends mit Freunden unterwegs, setzt euch ins Auto und seid plötzlich zuhause? Hattet ihr das auch mal? Ich hatte das regelmäßig morgens. Ich habe beim TV gearbeitet und bin täglich nach Frankfurt gependelt – einfache Strecke 80 km. Und so oft dachte ich "Krass, wie bin ich denn jetzt angekommen?!". Weil ich die Strecke wie in Trance gefahren bin und Entscheidungen völlig automatisiert getroffen habe, wie das Abbiegen von der Autobahn. So in etwa soll die Geburt ablaufen, wenn man zuvor einen Hypnobirthing-Kurs gemacht hat. Und um noch einmal auf das Thema "spiritueller Esoterik-Schnickschnack" zu kommen: Die Methoden, die ihr bei Magdalena und Stefanie "lernt" oder erfahrt, sind Techniken, mit denen auch Spitzensportler arbeiten und die aus der Wissenschaft kommen. Wusste ich auch nicht und war von diesem Fact echt überrascht. Und es ergibt ja auch Sinn... Die körperliche Komponente lernen wir schnell – also wie lege ich mich am besten hin, oder welche Übungen gibt es. Aber wie verlockend hört es sich bitte an, sich bei der Geburt selbst in einen tranceähnlichen Zustand zu bringen? Eins vorweg: Eure Schmerzen verschwinden natürlich nicht und es klappt auch bei der einen Mama besser als bei der anderen. Aber ihr seid NOCH besser vorbereitet. Natürlich müsst ihr offen dafür sein – aber schaden kann es nicht. Ihr lernt Methoden kennen, die euch mental helfen. Es sind Methoden, die mit positiven Verknüpfungen arbeiten und euch Stress nehmen können. Ihr seid euren Gedanken bei der Geburt also nicht mehr hilflos ausgeliefert, sondern steuert eure Gedanken. Ihr lenkt sie auf Dinge, die euch beruhigen, aus denen ihr Kraft zieht. Bei mir wären es zum Beispiel die Berge. Die Berge sind mein happy place. Aber lasst euch das besser von Magdalena erklären, sie ist schließlich die Expertin.
46 Minuten
Ich glaube ich spreche bzw. schreibe hier wirklich für fast alle Eltern, wenn ich sage: Das sind unsere Angstgegner. Und genau deshalb habe ich mir diese Themen mal vorgeknöpft und mich mit der unglaublich sympathischen Dr. Celine Schlager für unseren Podcast getroffen. Celine ist Ärztin auf einer Kinder-Intensivstation, wird bald selbst Mama und gibt (werdenden) Eltern auf Insta als @dr.med.celine schon Tipps und klärt auf. Deshalb war sie einfach die perfekte Gesprächspartnerin für unsere aktuelle Podcast-Folge, in der wir darüber reden, wie wichtig Erste Hilfe ist und wie ihr sie leistet. Wir reden darüber, was ihr tun müsst, wenn sich euer Kind verschluckt und keine Luft mehr bekommt und auch darüber, wie ihr eurem Kind wirklich helfen könnt, sollte es einen Fieberkrampf haben. Natürlich lasse ich mir auch erklären, was man über den plötzlichen Kindstod und Fieberkrampf bisher alles weiß und wie es dazu kommen kann. Erst kürzlich haben Eltern kurz aufgeatmet, weil die Schlagzeile die Runde gemacht hat, man habe das Rätsel um den plötzlichen Kindstod gelöst. Auch das haben Celine und ich besprochen und so viel vorweg: Leider ist es noch nicht die Lösung. Aber hört rein. Ich kann es euch nur empfehlen. Nicht, weil es "mein" Podcast ist, sondern weil auch ich Dinge erfahren habe, die ich gerne schon viel früher gewusst hätte. Wusstet ihr z.B., dass ihr euer Kind bei einem Fieberkrampf einfach filmen solltet? Oder, dass ihr nicht panisch auf den Rücken klopfen sollt, wenn es sich verschluckt hat? Ich wusste das nicht – denn solange sie husten, schaffen sie das schon selbst. So entspannt muss man in der Situation dann allerdings auch erstmal sein können. Bevor ihr euch also durch Foren im Netz lest und euch von dem Schrott dort verunsichern lasst, hört euch die Tipps an, die euch Celine gibt. Die helfen im Fall der Fälle wirklich und geben euch vielleicht etwas mehr Sicherheit. Wenn ihr mehr von Celine hören wollt oder ein Thema habt, über das ich mit ihr noch einmal ausführlicher im Podcast reden soll, schreibt mir einfach: Elisabeth.Graulich@allisonbaby.de! Ich kümmere mich darum. Ich hoffe, euch gefällt die Folge.
40 Minuten
Es war ein emotionaler Talk. Was auch daran liegt, dass Danny und ich einfach zwei Heulsusen sind ;-). Vor allem aber lag es daran, was die beiden, also Danny und sein Mann Dennis, sich alles so anhören müssen. Wie unverschämt, rückständig, anmaßend und dumm einige (zum Glück nicht alle) Leute auf sie reagieren, weil sie zwei Papas mit Kind sind. Ich hab' nach dem Gespräch lange überlegt, woher so etwas kommt. Was bringt Leute dazu, ein schwules oder lesbisches Paar anzugreifen, zu verurteilen und zu beleidigen? Was läuft da nicht rund? Denken die sich: "Momentchen mal, die beiden muss ich aber mal belehren. Die sollen sich gefälligst einen Partner suchen, wie es sich gehört – ob es sie unglücklich macht, is' doch egal! Hauptsache es passt mir und stimmt mit meinem schlichten Weltbild überein". Um mal eins vorwegzuschicken: Wir alle haben nur ein Leben und das gehört uns. Niemandem sonst. Deshalb MUSS es jeder exakt so leben, dass es maximal glücklich macht. Was gibt es daran zu rütteln? Also zurück zu Danny, Dennis und ihrem kleinen Mucki – is' natürlich nicht sein richtiger Name, aber so nennen wir ihren Sohn. Als ich bei ihnen in NRW angekommen bin, lag Mucki gerade auf Dannys Brust, mit Schnuller im Mund und ist eingeschlafen. Mehr Geborgenheit geht nicht. Wie ihr Alltag als schwules Paar mit Kind so läuft, teilen die beiden auf ihrem Insta-Account @papas.im.glueck. Etwas mehr als ein Jahr ist es her, dass sie in die Klinik gefahren sind, und da lag dieser kleine Kerl – ihr Mucki. Gerade geboren von einer Mama, die ihn nicht wollte oder in einer Situation war, in der sie entschieden hat, dass es ihm bei anderen Eltern besser geht. Warum auch immer sie ihn weggegeben hat, ist weder hier Thema noch im Podcast. Warum? Weil ich keine Ahnung habe, was genau sie dazu bewegt hat, ihr Kind abzugeben. Also will ich hier nicht verurteilen, spekulieren oder es thematisieren. Es geht mich nichts an. Was zählt, ist, dass er jetzt bei zwei Papas aufwächst, die ihm genau die Liebe geben, die er braucht und wahrscheinlich noch viel mehr davon. Sie sind happy. Und sie sind, wie sie auf Insta schreiben, eine ganz normale Familie. That´s right. Nur sehen das manche Leute so nicht. Ich würde ihnen und ihrer Haltung am liebsten gar keinen Raum geben. Aber es gibt sie und wird sie immer geben. Sie und ihre Beleidigungen zu ignorieren, ist leicht gesagt – geht aber einfach manchmal nicht. Darüber rede ich mit Danny und darüber, wie ihre Adoption gelaufen ist. Ich war beruhigt, als ich gehört habe, dass sie als schwules Paar während des Adoptionsprozesses keine Diskriminierung erleben mussten. Was aber an ihrem Landkreis liegt – andere Landkreise sollen da nicht so open minded sein. Schade. Naja, auf jeden Fall hat mich der Fact überrascht, dass auf ein Kind insgesamt 10 "Bewerberpaare" kommen. Hätte ich nicht gedacht. Ihr? Aber auch irgendwie schön zu sehen, dass so viele Paare sich für diesen Weg entscheiden und Kinder so Eltern bekommen, die sie mit Liebe durch die Abenteuer des Lebens begleiten. Ob Mucki später mal mehr Mobbing ertragen muss als andere Kinder? Möglich. Aber soll das der Grund sein, gleichgeschlechtlichen Paaren eine Adoption zu verweigern? Nö. Kinder mobben leider. Sie mobben, wenn die Klamotten nicht die richtigen sind, oder wenn sie zu viel Style haben. Sie mobben, wenn jemand zu dünn ist und sie mobben, wenn jemand zu dick ist. Was ich sagen will: Wollen sie mobben, finden sie ihre Angriffsfläche. Es liegt einfach an uns Eltern unseren Kindern zu zeigen, dass es mehr als nur Mama, Papa, Kind gibt. Wir müssen mit unseren Kindern jeden Tag Toleranz leben – sie ihnen nicht beibringen, sondern sie ganz selbstverständlich und unausgesprochen leben. Und dazu gehört ihnen zu zeigen, dass alles normal ist! Tut ja schließlich auch ihnen gut. Wenn meine beiden Kinder irgendwann merken, dass sie schwul oder lesbisch sind, dann möchte ich, dass ihnen das keine Angst macht oder Sorgen bereitet. Sie sollen es genie
24 Minuten
Schwangerschafts-what? Keine Ahnung, wie es euch geht – aber ich hab' das wirklich noch nie gehört, bis meine Kollegin mit dem Thema ankam. Also hab' ich sie angerufen: Julia Wright von @mamiflow_muc. Und es war schon am Telefon so, dass ich sie sofort mochte! Und genau so lief dann auch unser Podcast hier im Office in Frankenthal. Ehrlich gesagt habe ich mich vor dem Talk schon gefragt: Warum sollte ich als Schwangere eine Schwangerschaftsconcierge buchen?! Und dann hab' ich mich an meine erste Schwangerschaft vor fast 5 Jahren erinnert. Damals hab ich mich gemeinsam mit meinem Mann durchs Netz gewühlt: Was müssen wir jetzt erledigen? Welche Formulare brauchen wir bis wann? Wann muss ich die Krankenkasse informieren? Wie läuft das jetzt mit dem Elterngeld? Wann melde ich mich im Krankenhaus an? Es sind wirklich so viele Dinge, die da auf werdende Eltern zukommen. Und genau hier hat Julia ihren Auftritt ;-). Also nicht nur hier, aber das ist mal der Anfang ihrer Arbeit. Sie erledigt im Grunde (fast) alles für euch. Sie ist eure laufende ToDo-Liste, behält alles im Blick, damit ihr entspannt schwanger sein könnt. Manchmal geht´s den Eltern aber gar nicht mal nur darum, entspannt schwanger zu sein. Sie wollen sorgenfrei schwanger sein, haben vielleicht eine schwierige Schwangerschaft, in der sie sich noch mehr schonen sollten als ohnehin schon empfohlen. Manche werdenden Mamas sind auch schlichtweg alleine – kein Partner, der hilft und keine Familie, die einspringt. Oder aber es sind Eltern, die einfach viel arbeiten bis zum Mutterschutz oder aus dem Ausland zur Geburt nach Deutschland kommen. Dann erledigt Julia alles und hilft: Sie sucht Krankenhäuser aus, die zu den Vorstellungen passen. Sie plant sogar den Baby-Moon für manche Eltern und denkt an Dinge, die Paare, die zum ersten Mal Mama und Papa werden, nicht auf dem Schirm haben. Aber: Sie plant nicht nur solche organisatorischen Angelegenheiten. Sie ist auch so etwas wie eine emotionale Stütze. Manchmal fahren die Hormone ja Karussell und man will einfach nur noch heulend wie ein Tornado durch die Wohnung fegen. Dann ist Julia da. Fängt das ab, was vielleicht ansonsten der Partner abbekommt. Man kann sagen, sie ist irgendwie so etwas wie ein Event-Planner oder Event-Manager –nur eben für die Schwangerschaft. Wer sie buchen möchte, kann aus drei Paketen wählen: Die 60 min-Beratung, in der ihr unter anderem eine Checkliste von Julia bekommt, kostet 79 €. Das Medium-Paket liegt zwischen 300 und 400 €. Und das All-Inclusive-Paket kostet ca. 900 €. Das sind natürlich keine starr vorgegebenen Pakete. Ihr besprecht immer zusammen mit Julia, was ihr braucht und wollt – sie passt Paket und Preis dann an. Also: Wenn ihr schwanger seid und euch Hilfe wünscht oder erstmal genauer nachfragen und ein Angebot einholen wollt, meldet euch bei Julia – der (Schwangerschafts)Concierge zum Verlieben!
43 Minuten
Warum ist es so vielen Paaren erst einmal unangenehm, einen Termin im Kinderwunschzentrum zu vereinbaren? Und warum reden so wenige darüber? Verbinden sie damit ein Gefühl des Versagens oder der Schuld? Ich kenne so viele Paare, die sich haben helfen lassen und heute happy sind mit ihrem Kind oder sogar Kindern. Und ich finde es so schade, wenn Paare aufgeben oder es einfach hinnehmen, dass es nicht klappt. Deshalb hab' ich in dieser Episode die Gynäkologin Sevda Can am Mikro. Getroffen haben wir uns im Kinderwunschzentrum in Darmstadt und dort haben wir über alles geredet, was Paare beschäftigt und was ihnen vielleicht Sorgen bereitet oder wovor sie Angst haben. Ob es die Frage nach den Kosten ist oder nach der Vorgehensweise – wir reden über alles. Ihr erfahrt, welche Möglichkeiten und Methoden es gibt, wie hoch die Chance auf Erfolg ist und wir reden auch über die Angst vor Hormonen. Und ich hoffe wirklich, es ist irgendwann völlig normal und kein Tabu mehr, zu sagen: "Wir lassen uns im Kinderwunschzentrum helfen". Ist unser Bein gebrochen, gehen wir zum Arzt. Sind wir mit unserer Nase unzufrieden, lassen wir sie richten. Sehen wir nicht gut, holen wir uns eine Brille. Warum also die (zumindest anfängliche) Scheu, sich im Kinderwunschzentrum Hilfe zu holen? Ich bin selbst Mama und ich wünsche einfach allen Paaren so sehr, dass sie erleben dürfen, wie wunderbar laut, lustig, chaotisch und bunt es ist, Kinder zu haben. Deshalb hoffe ich wirklich, ich kann euch mit dieser Folge irgendwie helfen. Euch allen viel Spaß!
50 Minuten
Ihr lieben Mamas und Papas! Ihr lieben Frauen und Männer da draußen! Ist das Thema Fehlgeburt wirklich ein Tabu-Thema? Das war die erste Frage, die ich mir gestellt habe, als ich Sarah Bock (@sarari1337) für den Podcast angefragt habe. Warum ich mir diese Frage gestellt habe? Weil ich dachte, Promis wie Charlotte Würdig oder Marie Nasemann reden doch offen darüber, mein Frauenarzt hat mir bei meiner Schwangerschaft gesagt, ich solle mich erst einmal nur vorsichtig freuen und man weiß doch eigentlich, dass es in den ersten drei Monaten zu einer Fehlgeburt kommen kann. Wisst ihr, was ich glaube, wo das Problem liegt? Man betrachtet die Fehlgeburt vielleicht zu sehr als eine abgeschlossene Erfahrung. Man sieht nur den Verlust des Babys. Woran man nicht denkt, ist die Vorfreude, die mit der Fehlgeburt verschwindet. Woran man nicht denkt, ist die Zukunftsvorstellung, die mit der Fehlgeburt stirbt. Man ist plötzlich keine Mama mehr. Man weiß, da wird doch kein Baby kommen, man wird nicht im Kinderzimmer sitzen und ein Baby stillen oder kuscheln, man wird nicht Mama – dabei war man es doch eigentlich schon ab dem Moment des positiven Schwangerschaftstestes. Zumindest ging es mir so. Ab dem Moment war mein Baby für mich da – es musste nur noch größer werden, aber es war da und ich war ab dem Moment Mama. Fertig. Egal in welcher Woche oder Entwicklungsstadium wir uns erst befanden. Mit einer Fehlgeburt knallen ja auch die Gefühle in einer Geschwindigkeit und Wucht in die andere Richtung, mit der man ja kaum mitkommt. Statt der Vorfreude ist da vielleicht auch plötzlich Angst: Woran hat es gelegen? Wird es vielleicht nie klappen? Was, wenn uns das wieder passiert? Und genau das muss man sich mal vorstellen! Man schlittert von dem absoluten Gefühl der Freude und des Glücks in das absolute Gefühl der Leere und auch Angst oder Verzweiflung. Es ist eben nicht nur eine Fehlgeburt – diese Fehlgeburt macht erst einmal so viel mehr kaputt und verändert so viel mehr. Man darf den Verlust eines Kindes niemals einfach so als abgeschlossene Erfahrung betrachten. Auch wenn man weiß, dass es in den ersten 12 Wochen vorkommen kann, ist es eine Zukunft, die man sich gewünscht hat und die jetzt verschwindet. Paare haben daran echt zu knabbern – die einen natürlich mehr, die anderen weniger. Aber sie haben daran zu knabbern. Ich bin selbst Mama von zwei Kindern und bin einfach so unfassbar dankbar, dass die beiden gesund zu uns gekommen sind, ohne dass mein Mann und ich eine Fehlgeburt ertragen mussten. Da draußen gibt es Frauen, die haben nicht nur eine Fehlgeburt. Ihnen passiert es zum zweiten oder dritten Mal. Stellt euch das nur mal vor. Und eine Erklärung gibt es ja oft nicht. Man weiß nicht, woran es gelegen haben könnte. Man ist der Sache also einfach ausgeliefert. Hat man ein gebrochenes Bein, bekommt man einen Gips. Hat man Kopfschmerzen, nimmt man eine Tablette. Wir sind doch gewohnt, dass man (medizinische) Probleme lösen kann. Ich musste so etwas wie Sarah Bock nie erfahren. Sie hat so offen und ehrlich mit mir gesprochen, wir saßen bei ihr Zuhause am Küchentisch und haben geredet, gelacht und auch geweint. Ein Jahr hat sie etwa gebraucht, bis sie sagen konnte: Ich habe meine Fehlgeburt für mich verarbeitet. Und das ist schon der zweite Verlust, den sie ertragen musste. Trauer kann man eben nicht üben, man wird darin nicht erfahrener - obwohl sie wusste, welche Phasen der Trauerbewältigung sie jetzt erwarten, musste sie sie wieder durchleben und sich der Trauer, den Depressionen und den Gedanken hingeben. Ich hab‘ mich im Podcast zurückgehalten und habe den Platz frei gemacht für Sarahs Gedanken und Worte, weil ich will, dass ihr alle es hört. Falls es Mädels da draußen gibt, die uns hören und die auch eine Fehlgeburt erlebt haben, oder bei denen gerade festgestellt wurde, dass ihr Kind nicht zur Welt kommen wird, dann möchte ich, dass sie wissen: Ihr seid nicht alleine und ihr könnt euch bei Sarah (@sarari1337) melden! Immer und jederzeit.