Eva verbindet moderne Spiritualität mit Humor, beweist, dass man
keinen Heiligenschein braucht, um Spiritualität zu leben und zeigt
auf liebevolle Art und Weise, wie jede sich ihr erfülltes Leben in
Verbindung mit ihrer Seele kreieren und verändern kann. Und das
schreibt sie selbst über sich: Früher dachte ich, dass
Spiritualität bedeutet, immer lieb zu sein, sich gesund zu
ernähren, Grüntee und Detox statt Prosecco und Schokolade zu
zelebrieren, früh aufzustehen, Super Yogi sein zu müssen und immer
alles hinzunehmen. Heute sag ich: Scheiß auf Gojibeeren und
Detox-Tee, scheiß auf Idealmaße, scheiß auf Enthaltsamkeit und
scheiß auf immer Ja-sagen zu müssen und alles hinzunehmen. Scheiß
auf heiligsein, der frühe Vogel kann mich mal und vor allem scheiß
drauf, alles jedem recht zu machen. Und genau deswegen möchte ich
dir sechs völlig unspirituelle Fakten über mich erzählen: 1. Ich
schaue das Schweizer Format von Bachelor und Bachelorette und
manchmal auch andere "Trash-Sendungen". 2. Ich trinke gern hin und
wieder mal einen über den Durst. 3. Ich habe keine Räucherstäbchen,
keine Heilkristalle und auch keine Batikshirts 4. Ich kenne
niemanden, der lauter rülpsen kann als ich. 5. Ich liebe
romantische Schnulzenromane und kann zwei oder mehr davon pro Tag
lesen. 6. Ich liiiiebe Schokolade und kann locker zwei Tafeln vor
dem Fernseher verdrücken. Bin ich deswegen weniger "erleuchtet"
oder "spirituell"? Nicht in meiner Wahrheit, da ein Vergleich, wer
spiritueller oder weniger spirituell ist schon mal überhaupt nichts
mit Spiritualität zu tun hat. Wir sind spirituelle Wesen, ob wir es
zugeben oder nicht. Lange habe ich meine eigene Spiritualität
verleugnet - deswegen war ich nicht nicht spirituell. Ich habe es
nur nicht zugegeben aus Angst, was andere davon halten könnten.
Irgendwann habe ich mich auf die Suche nach mir selbst gemacht und
die Reise nach Hause zu meiner Seele bewusst angetreten.
Mittlerweile bin ich so angekommen in mir, wie ich es nie für
möglich gehalten hätte. Ich habe erkannt, dass ich in Wahrheit
alles darf - und gleichzeitig NICHTS muss. Ich bin frei, zu wählen,
was immer ich will. Ich kann im 5-Sterne-Hotel auf den Malediven
genauso glücklich und erfüllt sein wie in der Straßenküche in
Vietnam inmitten von Lärm und Smog. Ich kann genauso gut durch
Bargespräche inspiriert werden wie durch Meditation. Ich fühle die
größte Erfüllung im morgendlichen Kaffee genauso wie im
Sterne-Menü. Denn ich vertraue auf meine Seelenführung, egal ob sie
mir signalisiert, meinen Namen zu tanzen oder das Alphabet zu
rülpsen. Ob sie mir den Impuls schickt, am Strand zu meditieren
oder Netflix-Binge-Watching zu zelebrieren. Ob sie mich zu einem
Winetasting führt oder mich den ganzen Tag fasten lässt. Ich lebe
aus meinem wahren Ich und genieße das Leben in vollen Zügen - mit
allem, worauf ich Lust habe. Und offen gestanden ist das für mein
Empfinden unfassbar spirituell. Spiritueller als Heilkristalle,
Raunächte, Digital Detox oder Quinoa-Linsen-Salat. Nicht weil das
eine besser oder schlechter ist als das andere, sondern weil ich
mir das erlaube, was ich erleben will - egal, was irgendwer anderes
dazu sagt. Weil ich den Tagen mehr Leben gebe. Weil ich mir
erlaube, zu fühlen. Und ich meine wirklich zu fühlen. In der Tiefe.
Weil ich mir erlaube, meinen Weg zu gehen, statt den von
irgendwelchen Gurus oder Vorbildern. Nicht, weil mein eigener Weg
besser oder schlechter wäre als ein anderer. Sondern weil es MEIN
WEG ist. Falls du dich hier ein wenig wiederfindest und auf
irgendeine Weise deine spirituelle Seite mehr leben willst - ohne
richtig oder falsch, sondern so wie du Lust hast -, dann bin ich
deine Frau.
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