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STUDIO KOMPLEX Archiv

66 Episoden
50 Minuten
Die überbordende Anteilnahme am Tod der Queen zeigt uns: So entfremdet von der kitschigen Monarchie wie viele von uns den Anschein machen, sind wir in Deutschland gar nicht. Auch in uns scheint das Bedürfnis zu schlummern, ein Staatsoberhaupt herbeizusehen, das mehr Glamour hat und Nähe ausstrahlt als der Bundespräsident. Weil wir dem nun aber nicht einfach eine Krone aufsetzen wollen und um Himmels Willen auch nach keiner neuen, starken Führerrolle mit übler Vergangenheit suchen, backen wir uns einen zeitgemäßen Queen-Ersatz.

Die wichtigste Eigenschaft dieses quasi-royalen Gebäcks: ein Feeling versprühen, das unsere nostalgischen Sehnsüchte befriedigt. Denn dafür war die Queen gewissermaßen das Maskottchen. Für viele war sie der Fels in den Brandungen des Zeitgeistes, das personifizierte Gefühl von „Die Welt ist vielleicht doch nicht so kaputt, wie wir dachten“. Und das wollen wir auch!

Darum gehen wir auf die Suche, gemeinsam mit diesem erlesenem Team:

Mithu Sanyal, Schriftstellerin, Journalistin und Kulturwissenschaftlerin

Tobias Becker, Historiker und Experte für Nostalgie

Wolfgang Aschauer, Soziologe

Marina Zayats, freie Beraterin für Digital Personal Branding & Social Selling

Hier geht's zum Transkript der Folge.

Wünsche, Kritik und Bananenbrotrezepte gerne per Twitter oder Insta.
57 Minuten
Verbrechen lohnt sich, jedenfalls für Podcaster. Nur echt muss es sein. True Crime ist eines der erfolgreichsten Genres im Netz, aber auch im Fernsehen und in Buchform laufen echte Kriminalfälle wie geschnitten Brot. Mysteriös, monströs, magenumdrehend – aber megaspannend. Und wir fragen uns: Was haben reale Verbrechen und die damit verbundenen Leidensgeschichten im Entertainment verloren? Rollen wir hier nicht Täterinnen und Tätern den roten Teppich aus, ignorieren wir nicht die Opfer und die meist ja noch lebenden Angehörigen und Betroffenen? Ein krasser Fall – ein interessanter Fall – ein realer Fall. Und das Kommissariat Komplex lässt nicht locker, bevor er gelöst ist ...

Mit an Bord der SOKO True Crime sind:

Mark Benecke, Kriminalbiologe

Heike Borufka, True Crime-Podcasterin

Torsten Körner, Journalist & Medienkritiker

Johanna Börsting, Medienpsychologin

Paula Rudnik, True Crime-Fan

Lisa-Marie Michalke, Opfer-Angehörige

Das könnte euch noch interessieren:

Das Missing White Woman Syndrome

Debattenüberblick: Pro & Contra zu True Crime

Eine feministische Kritik an True Crime

SWR2-Feature zu True Crime

Hier geht's zum Transkript der Folge.

Wünsche, Anregungen und Kritik könnt ihr mailen an studiokomplex@hr.de oder via Twitter und Instagram schicken. 
60 Minuten
Unsere Trinkgeld-Mentalität scheint im Keller zu sein. Menschen halten sich zurück, geben oft gar nichts, wenn der Pizzabote in den vierten Stock hinaufgeschnauft kommt oder runden in der Kneipe auf den nächsten vollen Euro auf. Vom Friseur ganz zu schweigen. Jetzt werden immer mehr Rufe laut, wonach wir doch bitte – vor allem in der Gastronomie – besseres Trinkgeld geben sollten. Schließlich seien die Menschen darauf angewiesen. Und tatsächlich bewegen wir uns auf amerikanische Verhältnisse zu, wo Kellner und Kellnerinnen quasi vom Trinkgeld leben müssen.  Auch hier arbeiten über die Hälfte der Beschäftigten in Minijobs oder befristeten Arbeitsverhältnissen zu Mindestlohn. Ihr Arbeitsplatz ist extrem unsicher und ihre Bezahlung schwankt je nach Gästeaufkommen.  Das führt uns zu der Erkenntnis: Es ist einigermaßen komisch, dass die Gäste den Geiz der Wirte und die unzureichende Bezahlung des Servicepersonals subventionieren sollen. Wir finden, das ungeschriebene Gesetz, Trinkgeld geben zu müssen, gehört abgeschafft! Denn was vordergründig nützlich erscheint, Bargeld steuerfrei in der Tasche zu haben, erweist sich auf lange Sicht als fatal. Dieses Geld zahlt weder auf die Rente noch auf die Sozialversicherung ein, generiert kein Arbeitslosengeld und keine Pflegeversicherung. Der Arbeitgeberanteil entfällt ohnehin. Also: Weg mit dem Trinkgeld und hin zu gerechten Löhnen und Gehältern. Wie das klappen kann und wie das am Ende der gesamten Branche helfen könnte – darum geht's in unserer neuen Folge.

Darüber haben wir mit folgenden Menschen gesprochen.

Oliver Riek, Kellner, Autor und Comedian

Christian Stegbauer, Sozialwissenschaftler

Karin Vladimirov, Gewerkschaftlerin, ngg

Simon Horn, Gastronom

Marc Schumacher, Hotelier

Lucy, Flugbegleiterin (möchte lieber anonym bleiben :))

Hier geht's zum Transkript der Folge

Und hier zu Twitter und Insta. 
55 Minuten
Um die USA kommen wir nicht herum. Ihre Kultur ist allgegenwärtig und hat uns so geprägt wie keine andere Nation. Bloß scheinen sie zunehmend vor die Hunde zu gehen. Rassismus, Abtreibungsverbote, Amokläufe, TRUMP! Der 'American Dream' ist ein fu***** Albtraum! Aber ist das wirklich so? Geht da alles den Bach runter oder liegt im Versprechen dieses Landes doch mehr als eine heillose Marketing-Floskel? Gibt es etwas wie den Kern dieses faszinierenden Landes, auf dem all die Widersprüchlichkeiten aufbauen? Ja, vermutlich…

Diesen kristallisieren wir heraus und feiern sie auch ein bisschen (sehr) - diese US of A.

Und das tun wir mit Menschen, die es wissen müssen:

Alice Hasters, Autorin

Elmar Theveßen, USA-Korrespondent (ZDF)

Sandra Navidi, Rechtsanwältin und Autorin

Florian Mayer, USA-Korrespondent (ARD)

Jens Balzer, Journalist und Autor

Hier geht's zum Transkript der Folge: https://download.hr-inforadio.de/podcast/studio-komplex/studio-komplex-usa-100.pdf

Und hier zu Riks Playlist: https://open.spotify.com/playlist/2kuHT0CscjV6ehKiFDDAQi

Folgt und schreibt uns gern bei Twitter und Instagram!
48 Minuten
Wir sind eine sehr ironische Gesellschaft, in der es uncool ist, zu sehr für etwas wirklich begeistert zu sein.

Diese These stellte Mháire Stritter in unserer letzten Folge auf und wir so: "Daraus müssen wir 'ne Folge machen!"

There we go:

Sind wir als Gesellschaft so ironisch geworden, dass wir uns nicht mehr ehrlich begeistern können? Oder mehr noch: Ist es so schlimm, dass wir für Menschen, die ihrer Leidenschaft unironisch nachgehen, nur Spott und Abwertung übrighaben? Weil wir uns in einen Mantel aus ironischer Unantastbarkeit und hundert doppelter Böden gehüllt haben? Bloß, damit niemand ehrliche Gefühle bei uns wittern kann und wir uns angreifbar machen?

Diesen Fragen gehen wir auf den Grund. Und konfrontieren damit in einer epischen Reise:

Moritz Hürtgen, Chefredakteur des Satiremagazins Titanic

Helena Marschall, Fridays for Future

Dax Werner, Autor und Musiker

Peter Fuhr, Briefmarken-, Münzen und Kristallhändler

P.S.: Wenn ihr noch mehr von Mháire und ihrem Hobby erfahren wollt, dann haben wir gute Nachrichten. Im Oktober erscheint die Doku-Serie „Weltenspieler“ mit Mháire Stritter in der ARD-Mediathek.

Wir freuen uns (aufrichtig), wenn ihr das schaut, uns hört und uns folgt:

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53 Minuten
Ran an die Arbeit, immer nach vorn und immer mehr: Unsere Gesellschaftsmaxime ist der Fortschritt. Das allerdings macht uns die aktuell omnipräsente Verzichtsdebatte auch so dermaßen unbequem. "Verzicht", das klingt nach Frieren, nach trocken Brot und vor allem: nach Rückschritt!

Aber was, wenn wir durch einen Rückschritt einiges erringen könnten? Gesellschaftliche Entwicklungen verlaufen nicht linear. Vieles, was wir heute als Fortschritt empfinden, gab es schon mal. Vieles, was wir aktuell bräuchten, haben unsere Vorfahr*innen schon getan. Wir haben es bloß vergessen. Also müssen wir nochmal ganz genau nachschauen.

Das tun wir in dieser Folge und reisen durch die Vergangenheit auf der Suche nach tollen Lösungen für die Probleme unserer Gegenwart und Zukunft. Spoiler: Wir finden ein paar!

Auf dieser Reise begleiten uns:

Prof. Dr. Annette Kehnel, Historikerin an der Uni Mannheim

Wolf Lotter, Autor, Essayist und Journalist

Mháire Stritter, LARP- und Mittelalter-Fan

Nina Treu, Mitbegründerin vom Thinktank "Konzeptwerk Neue Ökonomie"

Bert Pampel, Leiter der Dokumentationsstelle der Stiftung Sächsische Gedenkstätten zur Erinnerung an die Opfer politischer Gewaltherrschaft

Unser Transkript: https://download.hr-inforadio.de/podcast/studio-komplex/fortschritt-durch-rueckschritt-100.pdf

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56 Minuten
Heute geht's um Zoos. Kinder gehen gerne hin, die meisten jedenfalls. Erwachsene haben hingegen oft gemischte Gefühle: sind die Tiere nicht einfach eingesperrt? Leiden die nicht? Die Zoos sagen: nein, und verweisen auf ihre Bedeutung für Artenschutz, Bildung und Forschung. Tierrechtsorganisationen wie PETA und Leute, die sie unterstützen, halten das für vorgeschoben und sagen: Zoos sind Unterhaltungsbetriebe, in denen Tiere unter schlimmen Bedingungen gehalten und ausgenutzt werden. Wir halten mit unserer These dagegen: Zoos sind für Menschen und Tiere ein unersetzlicher Ort der Begegnung – wenn sie die Bedürfnisse und Rechte der Tiere achten. Denn unberührte Natur gibt es nicht mehr, wir Menschen haben die Verantwortung für die Natur – in Schutzgebieten, Naturparks und eben auch in Zoos.

Wir sprechen darüber mit

Marco Dinter, Biologe und Naturschutzreferent im Zoo Frankfurt

Yvonne Würz, Fachreferentin Zoo und Zirkus bei PETA

Hilal Sezgin, Autorin, Tierrechtsaktivistin

Peter Kunzmann, Philosoph und Tierethiker an der Uni Hannover

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43 Minuten
Die Zustände in der Pflege sind miserabel. Schlechte Bezahlung, Pflegekräfte gehen auf dem Zahnfleisch, Patient*innen werden nicht ausreichend versorgt. All das wissen wir längst, aber eine Verbesserung ist nicht in Sicht. In NRW streiken seit knapp 3 Monaten die Pflegekräfte der Unikliniken – auch das scheint uns seltsam egal zu sein. Was muss passieren, damit sich die Situation endlich bessert? Unsere These: Es braucht den Streik, den eigentlich niemand will: den Generalstreik, der im schlimmsten Fall Menschenleben kostet. Damit wir die Betroffenheit aufbringen, die notwendig wäre, um uns dem Pflegenotstand angemessen anzunehmen. Wir sprechen mit: Claus Weselsky, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) Ricardo Lange, Intensivkrankenpfleger
 Maria, Pflegerin an der Uniklinik Aachen und eine der Streikenden in NRW Mithu Sanyal, Journalistin und Autorin Karl-Heinz Wehkamp, Professor für Gesundheitsmanagement Klaus Dörre, Gewerkschaftsforscher Was euch in diesem Zusammenhang interessieren könnte:
 Deutschlandfunk „Warum sich die Situation in der Pflege noch nicht verbessert hat“ Studie „Ich pflege wieder, wenn …“ der Hans Böckler Stiftung Ihr findet uns auch bei: Instagram und Twitter 
56 Minuten
Es geht um´s Jungfernhäutchen. Dabei gibt es das gar nicht. Jedenfalls als Häutchen, das die Vagina verschließt und beim ersten Geschlechtsverkehr durchstoßen wird. Trotzdem steht es öfter noch so in Broschüren und sogar medizinischer Fachliteratur.

Warum ist das so? Wer braucht das? Unsere These: die Männer. Und es geht nicht um medizinische Fakten, sondern um einen Mythos. Von der unberührten Frau, die sich für den Ehemann aufhebt. Von der verletzlichen Frau, die für den Sex erst geöffnet werden muss. Die muss man beschützen, die kann man aber auch kontrollieren. Das Jungfernhäutchen verleiht Männern Macht.

Mal wieder das böse Patriarchat? Auch. Aber das ist nicht alles. Der Mythos der Jungfräulichkeit ist alt und enthält viele Geschichten. Wir finden welche zum Lachen und vielleicht ein bisschen mehr noch zum Weinen. Religiöse, popkulturelle, eigentlich ganz plausible und völlig absurde.

Und wohin führt uns das? Vielleicht dahin, dass Männer das Jungfernhäutchen genau so wenig brauchen wie Frauen.

Darüber sprechen wir mit

Sheila de Liz, Gynäkologin

Hanna Rohde, Medizinstudentin

Oliwia Hälterlein, Kulturwissenschaftlerin und Autorin von „Das Jungfernhäutchen gibt es nicht. Ein breitbeiniges Heft“

Nicole David, Plastische Chirurgin, macht auch sogenannte Hymen-Rekonstruktionen

Kazim Erdogan, Psychologe, Gründer der ersten türkischen Männergruppe in Deutschland

Christina von Braun, Gender-Theoretikerin und Kulturwissenschaftlerin

Was euch noch interessieren könnte:

Christina von Braun zur Jungfräulichkeit (Interview bei watson.ch)

Warum es das Jungfernhäutchen nicht gibt, erklärt Oliwia Hälterlein im Fluter

Reportage zum Wert der Jungfräulichkeit heute mit Kazim Erdogan (Süddeutsche)

Die Youtuberin Fräulein Minzbonbon zur Entjungferung

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45 Minuten
Da ist sie wieder: die Debatte ums verpflichtende Dienstjahr. Gefühlt alle Jahre wieder – vornehmlich im Sommerloch – fällt irgendwem ein, dass es doch eigentlich ganz großartig wäre, die Jugend in der vermeintlichen Lücke zwischen dem Schulabschluss und der Welt da draußen sinnvoll zu beschäftigen. Dieses Mal war es Bundespräsident Steinmeier, der die Diskussion um eine "soziale Pflichtzeit" neu entfachte.

"Davon profitieren sie, davon profitiert die Gesellschaft", heißt es aktuell von vielen Seiten. Und es stimmt ja auch ein bisschen: Wie viele schwärmen noch heute von ihren "bereichernden" und "charakterbildenden" Zivi-Tagen? Außerdem wäre das doch die absolute Win-Win-Situation für überlastete Krisenbranchen wie die Pflege – volle Arbeitskraft voraus!

Doch da sind auch diejenigen, die sagen: "Lasst bloß die jungen Leute in Ruhe! Die sollen nicht ausbaden müssen, was wir strukturell vergeigt haben." Und auch das ist wahr. Junge Menschen als Billiglöhner auszunutzen – und sie zeitgleich als verpeilte Schnarchnasen abzutun, denen ein zusätzliches Jahr Orientierungshilfe mal ganz guttun würde, ist gelinde gesagt: unfair! Ebenso wie die Tatsache, dass der Vorstoß genau jetzt (wieder-)kommt: nämlich nach über zwei Pandemiejahren, in denen die Jungen zum Wohle Aller massiv zurückgesteckt haben.

Wir fragen uns darüber hinaus: Kann das überhaupt funktionieren, Solidarität durch Zwang? Und: Welche besseren Alternativen könnte es geben?

Darüber sprechen wir mit:

Jan Schnellenbach, Professor für Volkswirtschaftslehre

Sophia Muliar, Schülerin

Axel Eppich, DRK in Hessen Volunta gGmbH

Livia Josephine Kerp, Bloggerin

Stefan Gosepath, Philosoph und Professor für Praktische Philosophie

Was euch noch interessieren könnte:

Krankenpfleger Alexander Jorde und FDP-Politikerin Ria Schröder debattieren über das soziale Pflichtjahr

Stefan Gosepath im Gespräch mit dem Deutschlandfunk Kultur

Jan Schnellenbach diskutiert in der FAZ mit Veronika Grimm über Pro und Contra

Philipp Amthor und Kevin Kühnert im ZDF über ein verpflichtendes Dienstjahr für junge Menschen

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51 Minuten
Wir widmen uns in dieser Folge dem Pride Month. Also dem Monat Juni, in dem die LGBTQI+-Community ihre erkämpften Rechte feiert und auf alles aufmerksam macht, was noch getan werden muss in Sachen Gleichberechtigung. Aber nicht nur die.

Der Pride-Month wird auch von Unternehmen gekapert. Diversity und Produkte mit Regenbogenflagge verkaufen sich super. Unangenehm wird‘s, wenn kein echter Support dahintersteht und das Ganze nur das Image der Firma aufpolieren soll – Pinkwashing wird diese Praxis genannt. „Schlimm, heuchlerisch und ekelhaft“, sagen Kritiker*innen. Wir stellen allerdings die These auf: Pinkwashing ist gar kein Problem. Es bringt viel mehr als dass es schadet.

Darüber sprechen wir mit:

Felicia Ewert, Autorin und Kolumnistin bei Missy Magazine

Tanja Vogler, Psychologin und Geschlechterforscherin an der Universität Innsbruck

Claudius Desanti, Chef einer Kommunikations-Agentur

Jack Strify, Musiker und Influencer

Gesine Palmer, Autorin und Theologin an der Katholischen Akademie in Berlin

Michaela Haase, Marketing-Professorin an der FU Berlin

Albert Kehrer, Diversity-Coach und im Vorstand der Prout at Work-Foundation

Alicia Zett, Autorin, Youtuberin und Grafikerin

Yes, das sind jede Menge Menschen. Und nicht alle finden unsere These klasse …

Was euch noch interessieren könnte:

Deutschlandfunk-Stück über die Stonewall-Proteste

Tanja Voglers Buch über die queeren Aktivismus

Candy Crash’s Rant gegen Pinkwashing

Shon Faye über die Gefahren von Pinkwashing und Homonationalismus

xoxo
44 Minuten
Die Sünden der christlichen Kirchen passen so langsam auf keinen Beichtstuhl mehr. Mit Folgen: In Deutschland sind die Konfessionslosen auf dem besten Weg, die Christen anteilsmäßig einzuholen. Der Atheismus ist die Religion der Stunde. Atheist*innen würden sich zwar nie als religiös bezeichnen, doch wir stellen fest:

Ein fester Glaube an die Nicht-Existenz Gottes und ein dogmatisches Ablehnen von allem nicht wissenschaftlich Belegbaren – das weist durchaus religiöse Züge auf. Wir alle glauben! Und uns allen tut ein wenig Demut gut. Atheismus und sein Hang zur Arroganz steht sich selbst im Weg – und kann für uns als Gesellschaft ein echtes Problem werden.

Darüber sprechen wir mit:

Lisz Hirn, Philosophin und Podcasterin von „Philosophieren mit Hirn“

Andreas Urs Sommer, Philosophie-Professur an der Uni Freiburg

Hannes Leitlein, Journalist und Theologe

Detlef Pollack, Professor für Religionssoziologie an der Uni Münster

Was euch noch interessieren könnte:

Die Rede „This is Water“ von David Foster Wallace

Lisz Hirns Artikel „10 Gründe, besser heute als morgen Atheist zu werden“

Winfried Schröders Buch „Atheismus: Fünf Einwände und eine Frage“ (Revue)

Herb Silverman: "Wie Atheisten ihren Ruf überwinden können, arrogant zu sein."

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50 Minuten
Seit dem jüngsten 'mass shooting' an der Robb Elementary School in Texas diskutieren viele - zu Recht - die Waffengesetzgebung der USA.

Wir aber nicht. Denn fast allen Tötungsdelikten weltweit liegt zugrunde, dass Männer die Täter sind.

Was ist da los?

Wir lernen in der Folge, was der Unterschied zwischen Mann-Sein und Männlichkeit ist. Wie Männern Männlichkeit antrainiert und Gefühle abtrainiert werden. Natürlich sprechen über mögliche biologische Ursachen. Lernen aber schnell: Weit kommen werden wir damit nicht.

Stattdessen beschäftigen wir uns mit dem sozialen Konstrukt der Männlichkeit. Mit toxischer Männlichkeit und natürlich mit dem Patriarchat. Denn siehe da: Egal wie modern, progressiv und woke sich viele Bubbles fühlen - vom Ende des Patriarchats sind wir noch weit entfernt. Im Gegenteil. Es bäumt sich gerade nochmal so richtig auf. „Politische Männlichkeit“ ist der Fachbegriff und bedeutet: Da formt sich eine gewaltbereite Opposition zu Bewegungen wie Feminismus, Emanzipation und Gleichberechtigung.

Wie kommen wir da raus? Erziehung hilft. Mehr Diversität in Machtstrukturen hilft. Aber das allein? Wohl kaum.

Der Schlüssel liegt vielleicht in der Sprache. Der Sprache der Mächtigen…

Darüber sprechen wir mit:

Boris von Heesen

Fabian Hart

Michael Pauen

Susanne Kaiser

Nils Pickert

Was euch noch interessieren könnte:

Boris von Heesens Buch "Was Männer kosten"

Fabian Harts Podcast "Zart bleiben"

Susanne Kaisers Buch "Politische Männlichkeit"

Nils Pickerts Buch "Prinzessinnenjungs"

Ravna Marin Siever hat das Buch "Was wird es denn ein Kind" geschrieben.

Veronika Kracht hat über Incels geschrieben.

Rebeccy Endler über "Das Patriarchat der Dinge"

Klaus Theweleit hat das Werk "Männerfantasien" herausgebracht, das im Kontext der Aufarbeitung des Nationalsozialismus entstand und als eines der ersten Werke der deutschen und internationalen Männerforschung gilt.

Hier geht es zum Gender Glossar, eine Onlinezeitschrift, in der Wissen zu Geschlecht und Diversity aus intersektionaler Perspektive verarbeitet wird.

Hanning Voigts könnt ihr auch auf Twitter folgen.

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45 Minuten
Uns geht’s nicht so gut. Mehr als jeder vierte Deutsche ist jedes Jahr von einer psychischen Erkrankung betroffen. Die Nachfrage nach Psychotherapie ist gestiegen – doch das Angebot wurde schon länger nicht mehr angepasst. Woran liegt's? Gibt es einfach zu wenige Plätze? Oder legen wir uns – ganz vielleicht – auch ein bisschen zu schnell auf die Couch? Machen wir am Ende bloß Therapie, um besser zu performen? Ist Psychotherapie zum Lifestyle geworden? Dieser Frage gehen wir in dieser Folge STUDIO KOMPLEX nach.

In dieser Folge geht es unter anderem um Depressionen und Suizidgedanken. Wenn du dich gerade emotional nicht stabil genug fühlst, um mit diesem Thema umzugehen, höre am besten nicht / nicht alleine weiter. Der Inhalt könnte dich belasten.

Hilfe oder Unterstützung findest du bei der Hotline der Deutschen Depressionshilfe unter 0800 / 33 44 533, bei regionalen sozialpsychiatrischen Diensten, online www.psychenet.de/de/hilfe-finden/schnelle-hilfe/soforthilfe oder als Nachtoption bei der Telefonseelsorge 0800 / 11 10 111.

Darüber sprechen wir mit:

Christian Peter Dogs 

Lena

Pia Kabitzsch

Eva-Lotta Brakemeier

Lea Richter

Was euch noch interessieren könnte:

Planet Wissen-Interview mit Christian Peter Dogs

Christian Peter Dogs' Buch "Gefühle sind keine Krankheit"

psychologeek mit Pia Kabitzsch

ZDF Magazin Royale zu Kassensitzen

rbb24: Wartezeiten für Psychotherapieplätze

Krautreporter: Es gibt genug Psychotherapieplätze – Warum ist es so schwer, einen zu finden?

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Enterbt euch!

46 Minuten
Weil Erben ungerecht ist? Weil einige in Deutschland sehr viel erben und sehr viele gar nichts? Stimmt, aber wir bei STUDIO KOMPLEX haben noch einen viel besseren Grund: Erben macht nur Ärger! Wer erbt, ist mit Scham, Familienstreitigkeiten und Neid konfrontiert. Wer vererbt – und nicht gerade Millionär ist – mit Sparzwängen, Druck und Erwartungshaltungen. Wer nichts erbt, lächelt über all das nur müde, aber würde am Ende sogar profitieren können. Also verpulvert eure Ersparnisse zu Lebzeiten, es wird euch, eurer Familie und diesem Land guttun.

Darüber sprechen wir mit:

Stefan Bach

Nicola Tyszkiewicz

Anastasia Barner

Franziska Beschorner

Julia Friedrichs 

Thomas Straubhaar

Christiane Wempe

Barbara Brauck

Was euch noch interessieren könnte:

ZDF-Doku "Die Wahrheit übers Erben"

DIW Berlin zur Erbschaftssteuer

Julia Friedrichs Buch "Wir Erben"

Wolfgang M. Schmitt Podcast "Wohlstand für alle"

taxmenow - Millionär*innen fordern höhere Besteuerung von Millionenvermögen

Cicero: Ist Erben fair?

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