Anmeldung Registrierung
Auto Hell Dunkel
Erweiterte Suche

Suhrkamp espresso Archiv

87 Episoden
14 Minuten
Was können wir gegen die fehlende Gleichberechtigung von Frauen in unserer Sprache, Geschichte und Gesellschaft tun? Wie kann eine feministische Revolution aussehen? Und warum lohnt sich in diesem Kontext ein Blick auf die Protestbewegung in Belarus?
14 Minuten
Was können wir gegen die fehlende Gleichberechtigung von Frauen in unserer Sprache, Geschichte und Gesellschaft tun? Wie kann eine feministische Revolution aussehen? Und warum lohnt sich in diesem Kontext ein Blick auf die Protestbewegung in Belarus? In ihrem Buch »Im Wir und Jetzt« sucht die Schriftstellerin Priya Basil nach ihrer eigenen feministischen Stimme. Dabei verbindet sie persönliche Erfahrungen – insbesondere das Aufwachsen zwischen einer Mutter und einer Großmutter mit grundlegend gegensätzlichen Ansichten – mit einer scharfen Gegenwartsanalyse. Im direkten Dialog mit dem Denken Simone de Beauvoirs untersucht Manon Garcia in ihrem Buch »Wir werden nicht unterwürfig geboren« die Mechanismen der Selbstunterwerfung von Frauen gegenüber Männern. Denn diese zu verstehen, so Garcias These, ist die notwendige Voraussetzung für jede Emanzipation. Als Reaktion auf die gefälschten Präsidentschaftswahlen im August 2020 entstand in Belarus eine von Frauen iniziierte, friedliche Protestbewegung. Philosophin und Aktivistin Olga Shparaga beschreibt in ihrem Buch »Die Revolution hat ein weibliches Gesicht – Der Fall Belarus«, wie Frauen auf die Gewaltexzesse des Regimes antworteten und stellt die Ereignisse in den Kontext europäischer und globaler Emanzipationsbewegungen. Lyrikerin Volha Hapeyeva, 1982 in Minsk geboren, blickt in ihrem Gedichtband »Mutantengarten«, der 2020 in der Edition Thanhäuser erschien, aus einer dezidiert weiblichen Perspektive auf die Politik und Geschichte von Belarus. Die Bücher zur Folge: • »Im Wir und Jetzt« von Priya Basil: http://shrk.vg/Basil-P • »Wir werden nicht unterwürfig geboren« von Manon Garcia: http://shrk.vg/Garcia-P • »Die Revolution hat ein weibliches Gesicht – Der Fall Belarus« von Olga Shparaga: http://shrk.vg/Shparaga-P • »Mutantengarten« von Volha Hapeyeva: http://shrk.vg/Mutantengarten-P
16 Minuten
Was bedeutet Mannsein heutzutage, was Vatersein? Welche gesellschaftlichen Erwartungen werden aktuell an Männer und an Väter gestellt? Wieso schadet das Patriarchat nicht nur Frauen, sondern auch Männern? Und was muss sich in der Gesellschaft ändern, um die veralteten Narrative von Heldentum und Männlichkeit zu überwinden?
16 Minuten
Was bedeutet Mannsein heutzutage, was Vatersein? Wieso schadet das Patriarchat nicht nur Frauen, sondern auch Männern? Und was muss sich in der Gesellschaft ändern, um die veralteten Narrative von Heldentum und Männlichkeit zu überwinden?  In elf Erzählungen seziert Rumena Bužarovska in »Mein Mann« verschiedene Mann-Frau-Konstellationen. Gemeinsam ist allen die ernüchterte Sicht der Frauen auf ihre Männer sowie die tiefen Einblicke in das Innenleben, in die Schwächen und psychischen Abgründe der Protagonist:innen.  In »Fast ein Vater« erzählt Alejandro Zambra die Geschichte von Gonzalo, der von seiner Jugendliebe Carla eine zweite Chance bekommt, und damit auch eine neue Aufgabe: Vater sein. Zambra erzählt von der Beziehung zwischen Stiefvater und Stiefsohn und den inneren Kämpfen eines Mannes, der veraltete Narrative von Männlichkeit ablehnt, sie aber selbst noch in sich trägt.  Nora Hespers ist die Enkelin des Widerstandskämpfers Theo Hespers, der von den Nazis gejagt und umgebracht wurde. In ihrem Buch »Mein Opa, sein Widerstand gegen die Nazis und ich« erzählt sie die Geschichte ihres Opas, aber auch die ihres Vaters und ihre eigene – und stellt sich die Frage, was man aus dem Widerstand von damals lernen kann.  JJ Bola sucht in seinem Buch »Sei kein Mann«, das 2020 im Hanser Verlag erschien, Lösungen für eine Gesellschaft, die noch immer von toxischer Männlichkeit dominiert wird. Anhand von Beispielen aus nichtwestlichen Traditionen, aus Popkultur und der LGBTQ+-Community zeigt er, wie vielfältig Männlichkeit eigentlich sein kann. Die Bücher zur Folge: • »Mein Mann« von Rumena Bužarovska: http://shrk.vg/MeinMann-P • »Fast ein  Vater« von Alejandro Zambra: http://shrk.vg/FastEinVater-P • »Mein Opa, sein Widerstand gegen die Nazis und ich« von Nora Hespers: http://shrk.vg/MeinOpa-P • »Sei kein Mann« von JJ Bola: http://shrk.vg/SeiKeinMann-P
18 Minuten
Wie wirkt sich Migration auf die Gesellschaft aus? Welche Erfahrungen machen Migrant:innen auf der Suche nach einer neuen Heimat? Und weshalb wird das Thema seit jeher so gern von Agitatoren instrumentalisiert? In dieser Folge von »Suhrkamp espresso« stellen wir Bücher vor, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit den Themen Flucht und Migration beschäftigen.
19 Minuten
Wie wirkt sich Migration auf die Gesellschaft aus? Welche Erfahrungen machen Migrant:innen auf der Suche nach einer neuen Heimat? Und weshalb wird das Thema seit jeher so gern von Agitatoren instrumentalisiert? In dieser Folge von »Suhrkamp espresso« stellen wir Bücher vor, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit den Themen Flucht und Migration beschäftigen.  In »Falsche Propheten«, einem erstmals 1949 erschienenen Klassiker der politischen Psychologie, analysiert Leo Löwenthal Themen und Techniken politischer Demagogie. Er untersucht dabei, wie faschistische Agitatoren das Unbehagen in der Gesellschaft für ihre Zwecke nutzen und legt dar, weshalb dem Agitator so schwer beizukommen ist. Inwiefern es auch ein Buch für unsere Gegenwart ist, zeigt Carolin Emcke in ihrem Nachwort zu dieser Neuausgabe.    In »Guldenberg« zeichnet Christoph Hein anhand einer Dorfgemeinschaft, in der eine Gruppe minderjähriger Migranten untergebracht wird, exemplarisch das Sittengemälde einer Gesellschaft, die aus den Fugen gerät. Er erzählt von Menschen, die sich als Opfer sehen und dabei zu Tätern werden und von Rassismus, wie er uns jeden Tag und überall begegnet.  »Kleiner Bruder – Die Geschichte meiner Suche« von Ibrahima Balde und Amets Arzallus erzählt die wahre Geschichte der Suche des in Guinea geborenen Ibrahima nach seinem jüngeren Bruder. Das Buch gewährt die Innenansicht einer Fluchterfahrung von Westafrika nach Europa.  Carolin Emcke analysiert in ihrem 2021 im S. Fischer Verlag erschienen »Journal« sowohl auf persönlicher als auch auf politischer Ebene das Pandemiejahr 2020. Dabei geht sie auf die nationalistischen Reflexe Europas wie auf die autoritäre Verführung ein, die vom Corona-Virus ausgeht. Die Bücher zur Folge: • »Falsche Propheten« von Leo Löwenthal: http://shrk.vg/FalschePropheten-P  • »Guldenberg« von Christoph Hein: http://shrk.vg/Guldenberg-P  • »Kleiner Bruder« von Ibrahima Balde: http://shrk.vg/KleinerBruder-P  • »Journal« von Carolin Emcke: http://shrk.vg/JournalEmcke-P
17 Minuten
Sie haben großen Einfluss auf uns, bleiben aber für die meisten von uns unsichtbar: Nahezu jeden Tag begegnen wir Algorithmen, ob es uns bewusst ist oder nicht. Doch wie weit reicht die Macht der Algorithmen? Sind wir auf dem Weg in einen digitalen Monopolkapitalismus? Und was passiert, wenn die KI nicht mehr nur für logische, sondern auch für kreative Prozesse genutzt wird?
17 Minuten
Sie haben großen Einfluss auf uns, bleiben aber für die meisten von uns unsichtbar: Nahezu jeden Tag begegnen wir Algorithmen, ob es uns bewusst ist oder nicht. Doch wie weit reicht die Macht der Algorithmen? Sind wir auf dem Weg in einen digitalen Monopolkapitalismus? Und was passiert, wenn die KI nicht mehr nur für logische, sondern auch für kreative Prozesse genutzt wird? Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt analysieren in ihrem gleichnamigen Buch das Phänomen der »Influencer« und zeigen, warum sie als Sozialfiguren symptomatisch für Abstiegsgesellschaft und Spätkapitalismus sind, für welche Ideologien die Werbekörper stehen, wie Influencer rückwärtsgewandte Rollenbilder, Konsumismus und rigide Körpernormen propagieren – und damit einem konservativen Backlash Vorschub leisten. Adrian Daub ist Professor für Vergleichende Literaturwissenschaft an der Stanford University und kennt das Silicon Valley aus nächster Nähe. In seinem Essay Was das Valley denken nennt gibt er einen aufschlussreichen Einblick in die Ideengeschichte eines Orts, der gerne so tut, als hätten seine Ideen keine Geschichte. Hanno Rauterberg nimmt in seinem Essay Die Kunst der Zukunft die Kreativität im Zeitalter ihrer technischen Reproduzierbarkeit in den Blick. Dabei geht es weniger darum, wie kreativ künstliche Intelligenz ist, als darum, was es über uns Menschen aussagt, dass wir von einer kreativen künstlichen Intelligenz träumen. In seinem Buch Plattform-Kapitalismus, das 2018 in der Hamburger Edition auf Deutsch erschien, thematisiert Nick Srnicek aus US-amerikanischer Sicht die digitale Transformation des Kapitalismus und die durch monopolistische Unternehmen vorangetriebene Entwicklung von digitalen Plattformen als neues Geschäftsmodell. Die Bücher zur Folge: • »Influencer« von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt: http://shrk.vg/Influencer-P • »Was das Valley denken nennt« von Adrian Daub: http://shrk.vg/Valley-P • »Die Kunst der Zukunft« von Hanno Rauterberg: http://shrk.vg/KunstZukunft-P • »Plattform-Kapitalismus« von Nick Srnicek: http://shrk.vg/Srnicek-P
16 Minuten
Lyrik gilt vielen als die Königsdisziplin der Literatur. Vier Gedichtbände, die es zu entdecken lohnt, stellt Max Spallek im Gespräch mit dem Lyriker und Übersetzer Steffen Popp und der Lektorin Martina Wunderer in dieser Folge von »Suhrkamp espresso« vor.
17 Minuten
Lyrik gilt vielen als die Königsdisziplin der Literatur. Vier Gedichtbände, die es zu entdecken lohnt, stellt Max Spallek im Gespräch mit dem Lyriker und Übersetzer Steffen Popp und der Lektorin Martina Wunderer in dieser Folge von Suhrkamp espresso vor. Der Gedichtband Das ist hier der Fall, herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Steffen Popp und Monika Rinck, versammelt ausgewählte Gedichte aus dem umfassenden Werk von Elke Erb – angefangen mit den ersten Arbeiten bis hin zu ihren jüngsten Gedichten. Der zweisprachige Gedichtband No Art von Ben Lerner wurde von Steffen Popp in Zusammenarbeit mit Monika Rinck ins Deutsche übertragen. Der Band zeigt das breite Spektrum lyrischer Formate, das Lerner beherrscht und kontinuierlich weiterentwickelt: das zerstörte Sonett, das poetische Denkbild, die gestisch verschobene Elegie. Juliane Liebert, Journalistin und freie Autorin, hat mit lieder an das große nichts ihren ersten Lyrikband im Suhrkamp Verlag veröffentlicht. Ihre Gedichte verorten sich zwischen Popkultur und der Tradition des literarischen Sprechens, sind emotional und persönlich, ohne dabei ins Kitschige zu driften. In über 80 Gedichten geht Dana Ranga in Cosmos! der Frage nach, was Menschen in den Weltraum treibt, was sie dort erleben und was sie vor, während und nach der Reise empfinden. Der Gedichtband erschien 2020 im Verlag Matthes & Seitz Berlin. Die Bücher der Folge: Elke Erb, Das ist hier der Fall: http://shrk.vg/FallErb-P Ben Lerner, No Art: http://shrk.vg/NoArt-P Juliane Liebert, lieder an das große nichts: http://shrk.vg/LiebertLieder-P Dana Ranga, Cosmos!: http://shrk.vg/RangaCosmos-P
14 Minuten
Mit welchen Themen beschäftigt sich junge Literatur? Wie greifen die Autor: innen Fragen nach Identitäts- und Sinnsuche auf und welche Ausdrucksformen nutzen sie dafür? Und welche Rolle spielt die Realität in ihren Texten?
15 Minuten
Mit welchen Themen beschäftigt sich junge Literatur? Wie greifen die Autor:innen Fragen nach Identitäts- und Sinnsuche auf und welche Ausdrucksformen nutzen sie dafür? Und welche Rolle spielt die Realität in ihren Texten? Anhand der Bücher von Mischa Mangel, Jakob Nolte, Niña Weijers und Mary MacLane gewähren wir in dieser Folge Suhrkamp espresso einen Einblick in Inhalte und Formen junger Literatur. Die Bücher der Folge: Mischa Mangel, Ein Spalt Luft: http://shrk.vg/SpaltLuft-P Jakob Nolte, Kurzes Buch über Tobias: http://shrk.vg/BuchTobias-P Niña Weijers, Ich. Sie. Die Frau. http://shrk.vg/IchSieDieFrau-P Mary MacLane, Ich erwarte die Ankunft des Teufels: http://shrk.vg/AnkunftDesTeufels
17 Minuten
Die Liebe lenkt und leitet unser Leben – kein Wunder also, dass sie zentrales Thema zahlreicher Bücher ist. Neben literarischen Werken, die sich mit der romantischen Liebe beschäftigen, wird sie auch aus wissenschaftlicher Perspektive untersucht. Doch kann man dieses größte aller Gefühleüberhaupt theoretisch erfassen, ohne seine Magie zu zerstören? Welche Formen der Liebe gibt es? Und wie hat sich das Liebeskonzept im Laufe der Zeit gewandelt?
17 Minuten
Die Liebe lenkt und leitet unser Leben – kein Wunder also, dass sie zentrales Thema zahlreicher Bücher ist. Neben literarischen Werken, die sich mit der romantischen Liebe beschäftigen, wird sie auch aus wissenschaftlicher Perspektive beleuchtet. Doch kann man dieses größte aller Gefühle überhaupt theoretisch erfassen, ohne seine Magie zu zerstören? Welche Formen der Liebe gibt es? Und wie hat sich das Liebeskonzept im Laufe der Zeit gewandelt?
21 Minuten
»Suhrkamp espresso« mal anders: Für diese Spezialfolge haben wir unsere Lektorinnen und Lektoren und unseren Verleger Jonathan Landgrebe gebeten, heimliche und weniger heimliche Klassiker vorzustellen, die man unbedingt gelesen haben sollte.