Die Choreografin Archiv
118 Episoden
30 Minuten
Die Demokratische Bühne ist ein Modellentwurf, wie in kulturellen und kulturbildenden Kontexten Demokratiekompetenzen praktisch und selbstverständlich geübt und gelebt werden können. Dadurch kann Kulturelles aktiv mitgestaltet werden, Kunst und Kultur im Alltag mehr integriert werden, aktuelle Themen spontan aufgegriffen werden und die Stellung von Kunst und Kultur generell verbessert werden, um darüber wiederum nachhaltig gesellschaftliches Miteinander und den Dialog miteinander zu verbessern.
Heute gebe ich Dir einen ersten Einblick in diese komplexe noch längst nicht zu Ende gedachte Idee.
Heute gebe ich Dir einen ersten Einblick in diese komplexe noch längst nicht zu Ende gedachte Idee.
37 Minuten
Wir können auch in den eigenen Reihen entscheiden, wer mit wem worüber welche Kunst macht. Ich stelle Dir heute revolutionierende Vergabe - und Realisierungsmodelle vor, die sofort umsetzbar wären, wenn man uns ließe. Denn alles Wissen und alle Methoden und Tools werden bereits erfolgreich in anderen Branchen angewandt.
Und dennoch sind Bedenken berechtigt und es ist wichtig, dass wir über die damit verbundenen Fallstricke und Herausforderungen nachdenken.
Warum wir dennoch an die neuen Formen und Möglichkeiten glauben und sie angehen sollten, bespreche ich im zweiten Teil dieser Episode.
Und zum Schluss gehe ich noch ganz kurz darauf ein, wie wir den aktuellen Antragswahnsinn mit seinen unwirtlichen Herausforderungen an alle Beteiligten ganz einfach entspannen könnten.
Und dennoch sind Bedenken berechtigt und es ist wichtig, dass wir über die damit verbundenen Fallstricke und Herausforderungen nachdenken.
Warum wir dennoch an die neuen Formen und Möglichkeiten glauben und sie angehen sollten, bespreche ich im zweiten Teil dieser Episode.
Und zum Schluss gehe ich noch ganz kurz darauf ein, wie wir den aktuellen Antragswahnsinn mit seinen unwirtlichen Herausforderungen an alle Beteiligten ganz einfach entspannen könnten.
26 Minuten
Devising Curation ist eine Vorgehensweise, um durch kollektive Verfahren und Container künstlerisch präsente, jedoch noch nicht gänzlich greifbare Tendenzen im Orbit durch das Zusammenwirken vieler Künstler:innen(gruppen) auf natürliche Weise (durch Inspiration, aufeinander aufbauen, miteinander in das aktuelle Weltgeschehen lauschen) schnell und überraschend einfach zu einer sichtbaren Kreation werden zu lassen. „Devising Curation“ (aus sich selbst heraus entwickelte Kuration) braucht nur Beteiligte und keine Bewerter von Außen. Dafür können wir New Paradigm Methods (NPM) nutzen und darauf basierend neue Formate für Kunstkreation entwickeln. Neugierig, was das alles sein soll? Und sind wir überhaupt schon bereit dafür?
29 Minuten
Heute endlich möchte ich euch Alternativen vorstellen - neue Wege der Kunstermöglichung. Anders als geplant sind es statt eine nun 3 Episoden, wo ich Modelle und Formate mit euch besprechen möchte, die uns Jurierung und Verschriftlichung von praktischen Kunstvisionen ersparen. Heute geht es es um andere Formen der Präsentation, um Projektideen vorzustellen, um die Umkehrung des Bewerbungsprinzips: wie wäre das, wenn wir unser Projekt vorstellen und sich Fördertöpfe darum bewerben, es zu unterstützen? Wir schauen auf die Idee einer praktisch-kollaborativen Entdeckungsreise als Ausgangspunkt und wenden uns der Ideenschmiede durch kollektive Verfahren zu für eine praktische Annäherung und anschließende Weiterentwicklung sowie dem Fürsprechertum und der kollegialen Empfehlung.
40 Minuten
Eigentlich sollte heute der 2. Teil der Reihe „Vom Gemaule zur Demokratie“ herauskommen. Ich möchte jedoch noch einen Zwischenschritt einschieben und gehe das NO-but-YES-Manifest mit euch durch, das ich im Rahmen meines Pamphlets 2017 geschrieben habe. 2020 habe ich es noch einmal überarbeitet und schließlich zu 14 Punkten für mein Buch umformuliert. Diese 14 Forderungen, die m. E. wichtig sind, um einen neuen Weg der Kunstkreation einschlagen zu können, möchte ich euch heute vorstellen. Der neue Weg soll zu mehr Freude, zur besseren Entfaltung und Einsetzung unserer Potenziale und damit zu mehr Qualität der Kunstresultate führen. Außerdem entlastet es uns in Bürokratie, entlastet die Kassen und stärkt ein Miteinander, das nicht nur in der Kunstkreation gerade leider noch zu sehr auf der Strecke bleibt, jedoch für eine Gesellschaft, die besser miteinander auskommt, unabdingbar ist.
Die 14 Forderungen:
Information als Fortschrittsbeschleuniger statt als Machtmittel, Verbünden statt Abgrenzen, Sowohl-als-auch statt entweder/oder, Vielfalt durch Potenzialentfaltung statt Wettbewerb, Gemeinschaft statt Konkurrenz, Feedback statt Vernichtungs-Attitüde, Kunst für Menschen statt für Experten, Mehrdimensionalität statt Eindeutigkeit, Qualität statt Quantität, Erleben statt (be)urteilen, Absichtsvolles Komponieren statt Effekthascherei, Vertrauen statt Absolutheitsanspruch, Einzigartigkeit in der Vielfalt statt Diktat, Offene Theaterräume statt geschlossene Gesellschaft.
Die 14 Forderungen:
Information als Fortschrittsbeschleuniger statt als Machtmittel, Verbünden statt Abgrenzen, Sowohl-als-auch statt entweder/oder, Vielfalt durch Potenzialentfaltung statt Wettbewerb, Gemeinschaft statt Konkurrenz, Feedback statt Vernichtungs-Attitüde, Kunst für Menschen statt für Experten, Mehrdimensionalität statt Eindeutigkeit, Qualität statt Quantität, Erleben statt (be)urteilen, Absichtsvolles Komponieren statt Effekthascherei, Vertrauen statt Absolutheitsanspruch, Einzigartigkeit in der Vielfalt statt Diktat, Offene Theaterräume statt geschlossene Gesellschaft.
30 Minuten
Ja, wir Künstler:innen sind schon arm dran … ich weiß, das kann und will keiner mehr hören, mich selbst eigentlich eigeschlossen. Anhand von 3 Beispielen öffne ich heute dennoch die Büchse der Pandora und gebe einen kleinen Einblick in den nervigen Teil des Choreografen-Alltags. Das mache ich aber nur, um eine Grundlage zu haben, um das nächste Mal Alternativen vorzustellen, die ich ökonomischer, logischer und sinnstiftender finde. Lass Dich also nicht beirren und hör rein. Ich denke für die eine oder den anderen kann es auch aufschlussreich und vielleicht sogar ein bisschen unterhaltsam sein.
11 Minuten
Manchmal braucht man Neues im Leben. Ausgehend von einer choreografischen Methode, um die Kreativitätsmaschine anzuwerfen arbeiten wir uns heute in 4 Schritten vom Entdecken zur Entwicklung. Was als choreografische Methode beginnt endet schließlich im Kochtopf, um auch die Nichtchoreografinnen unter uns einzuladen, diese Methode in ihrem Alltag anzuwenden.
1 Stunde 1 Minute
Heute spreche ich mit Björn Klein darüber, ob die Teilnahme an Kunsterlebnissen Geld kosten darf, soll oder muss. Und wenn ja, wer bestimmt den Preis? Sind die aktuellen Preise angemessen? Wie sind die unterschiedlichen Preise und Subventionierungen einzuschätzen?
In einer spielerischen Einleitung werden wir Dir ein Tool vorstellen. Sicherlich haben wir eine Meinungstendenz zu diesem Thema, sind aber nicht voll festgelegt. Darum fordern wir uns zu Beginn heraus und steigen ein in das Thema, indem wir alle Pro und Contra-Argumente, die uns in den Sinn kommen (unabhängig von unserer persönlichen Meinung dazu) sammeln, um anschließend darüber zu diskutieren. Und vielleicht überraschen wir uns sogar selbst mit dem, wo es uns hinführen wird.
In einer spielerischen Einleitung werden wir Dir ein Tool vorstellen. Sicherlich haben wir eine Meinungstendenz zu diesem Thema, sind aber nicht voll festgelegt. Darum fordern wir uns zu Beginn heraus und steigen ein in das Thema, indem wir alle Pro und Contra-Argumente, die uns in den Sinn kommen (unabhängig von unserer persönlichen Meinung dazu) sammeln, um anschließend darüber zu diskutieren. Und vielleicht überraschen wir uns sogar selbst mit dem, wo es uns hinführen wird.
18 Minuten
Weißt Du welchen Wert Deine Arbeit als Choreograf:in hat? Und wenn ja, kannst Du ihn ohne mit der Wimper zu zucken nennen, fühlen und fordern? Und wenn ja, ist es ein realistischer Preis, den Du am Markt erzielen kannst? Falls nicht, wie gehst Du damit um? Was kannst Du? Was willst Du tun? Und was musst Du verdienen, damit Du das in der aktuellen Lebenssituation auch tatsächlich tun kannst? Heute lade ich Dich ein, mit 2 Momentaufnahmen einmal einen Blick darauf zu werfen.
12 Minuten
Welchen Wert haben unsere Ressourcen als Mensch für unser Choreograf:innendasein?
Heute lade ich Dich ein zu einer Momentaufnahme. Welche unterschiedlichen Rollen nimmst Du ein in Deinem Leben? Welche Bezeichnungen treffen auf Dich zu? Lass uns untersuchen, welche Informationen Du über Dich herausfinden kannst und inwiefern Dir diese dienlich sind in Deiner Arbeit als Choreograf:in. Welche Schätze hast Du bereits? Wo darfst Du noch lernen? Was fordert Dich heraus und wo brauchst Du noch Unterstützung? Worin liegt Deine ganz besondere individuelle Kraft? Welche Werte, Fähigkeiten und Leidenschaften geben Dir als Choreograf:in eine ganz besondere Note? Hör gleich rein und finde es für Dich heraus.
Heute lade ich Dich ein zu einer Momentaufnahme. Welche unterschiedlichen Rollen nimmst Du ein in Deinem Leben? Welche Bezeichnungen treffen auf Dich zu? Lass uns untersuchen, welche Informationen Du über Dich herausfinden kannst und inwiefern Dir diese dienlich sind in Deiner Arbeit als Choreograf:in. Welche Schätze hast Du bereits? Wo darfst Du noch lernen? Was fordert Dich heraus und wo brauchst Du noch Unterstützung? Worin liegt Deine ganz besondere individuelle Kraft? Welche Werte, Fähigkeiten und Leidenschaften geben Dir als Choreograf:in eine ganz besondere Note? Hör gleich rein und finde es für Dich heraus.
17 Minuten
Neulich habe ich einen Bericht gehört zum Thema Umweltpsychologie und wie diese den Menschen betrachtet, um seine Umgebung zu planen. An vielen Stellen macht sie uns das Leben einfacher, indem es uns in unserer Orientierung unterstützt, uns vor Überfrachtung schützt und hilfreichen Fokus setzt. Leider geht es aber auch in Richtung Manipulation, die maximale Ausbeute der Ressource Mensch und stellt den Pragmatismus über das Schöne.
Wie möchten wir uns als menschliches Wesen verstanden wissen? Funktionalität ist nützlich, aber sie braucht auch ihren Gegenpol. Ich lade euch deshalb ein, sowohl im Alltag als auch in der künstlerischen Herangehensweise Menschen als sinnliche, gemeinschaftsliebende und genussvolle Wesen zu betrachten und andere Schwerpunkte zu setzen, wenn ihr die Wahrnehmung von Menschen lenkt. Lasst uns doch einmal gemeinsam überlegen, wie der Mensch anders betrachtet und darum auch anders herausgefordert und inspiriert werden kann. Schreibt doch etwas dazu im entsprechenden Post auf unserer Facebookseite.
Wie möchten wir uns als menschliches Wesen verstanden wissen? Funktionalität ist nützlich, aber sie braucht auch ihren Gegenpol. Ich lade euch deshalb ein, sowohl im Alltag als auch in der künstlerischen Herangehensweise Menschen als sinnliche, gemeinschaftsliebende und genussvolle Wesen zu betrachten und andere Schwerpunkte zu setzen, wenn ihr die Wahrnehmung von Menschen lenkt. Lasst uns doch einmal gemeinsam überlegen, wie der Mensch anders betrachtet und darum auch anders herausgefordert und inspiriert werden kann. Schreibt doch etwas dazu im entsprechenden Post auf unserer Facebookseite.
18 Minuten
Schnapp Dir einen Buddy und wirf die Kreationsmaschine an. Allein schon, dass jemand Dir seine/ ihre Präsenz schenkt und zuhört, gibt Dir Fokus und schärft Deine Gedanken und Ideen. Dieses Experiment produziert nicht nur für choreografische Ideen einen Quell an möglichen und unmöglichen Möglichkeiten. Das Prinzip des Shiftens und immer wieder neu und anders Denkens, sowie das Ausformulieren von Ideen bis ins kleinste Detail kann auf allerlei Fragen/ Themenbereiche angewandt werden. Das Buddy-Experiment trainiert Dich als Choreograf:in, fördert das Denken out of the box und ermuntert Dich zwanglos in allerlei Phantastereien einzusteigen. Probier es aus, für Deine Arbeit, in Deiner Familie oder auch in Bezug auf ganz persönliche Lebensfragen.
28 Minuten
Als Choreograf:innen tun wir uns einen großen Gefallenen, wenn wir uns regelmäßig bewusst die Choreograf:innen-Brille aufsetzen, uns die Zeit nehme und erlauben, noch so kleinen Details in wahnsinnige Visionen zu transformieren; uns gönnen, unseren Ideen und Gedanken bewusst keine Blockaden entgegenzustellen, die Bewertungen und Limitierungen einfach einmal wegzulassen und uns dadurch in eine unerlässlich laufende Kreationsmaschine verwandeln. Natürlich produziert die Kreationsmaschine auch Abfallprodukte, aber ihre Arbeit an sich, ist der sichere Weg zu tiefergreifenden Stücken, zur Fülle an genialen Ideen, die transformiert und an anderer Stelle ihren Weg in die Umsetzung finden mögen. Du kannst Dich damit auf ganz vielen Ebenen trainieren, hör rein und probier es aus.
23 Minuten
Heute erzähle ich Dir die Anfänge und die Entwicklung der creation doors community. Es ist ein guter Zeitpunkt, denn nach fast einem ganzen Jahr „heimatlosem“ Werkeln im Netzt ist nun unsere Website online, auf der wir uns als Choreograf:innen sichtbar machen, vernetzen, austauschen und auf kreative Weise zusammen kommen können. Daran dockt ein virtuelles Tanztheater mit einem interaktiven Foyer an. Sei dabei, erzähl es weiter, diese Episode kann bei der Verbreitung helfen, dass in Zukunft alles, was mit Zeitgenössischem Tanz zu tun hat über diese Website läuft.
24 Minuten
Als freischaffende Künstler:innen sind wir herausgefordert fristgerecht auf den Punkt zu bringen, was eine Jury lesen möchte. Die Finanzierung muss dabei zu den Kapazitäten des jeweiligen Fördertopfes passen und deckt sich nicht immer mit den real benötigten Mitteln. Dadurch verstricken wir uns in Mehrfachbeantragungen, um Bewilligtes oder gar schon Laufendes voll decken zu können. Neue Aspekte verlangen mehr Output und damit mehr Aufwand, oft verursacht es auch noch neue Kosten. Statt uns auf eine Sache zu konzentrieren, stecken wir in einem sehr ermüdenden Teufelskreis fest. Wir versuchen Finanzlöcher zu stopfen, den Richtlinien zu entsprechen, unserer Kunst treu zu bleiben, Qualität abzuliefern und laden uns dadurch immer mehr und mehr und mehr auf den Schreibtisch. Sich im Erschöpfungszustand wiederzufinden überrascht da nicht. Doch was können wir anders machen, um trotz allem dranzubleiben, uns als Mensch in dem Ganzen nicht zu vergessen und das Viele, das wir zu tun haben, mit Freude tun? Ich erzähle Dir ein paar meiner gängigen Tricks und Praktiken, mit denen ich die Überlast meist gut stemmen kann.