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Theater Basel - Unser Einführungs-Podcast Archiv

286 Episoden
16 Minuten
Podcast vom Theater Basel: Die Stückeinführung für unterwegs. Zwischen Wolfsschlucht und Wirtshaus Ein Vereinslokal nahe dem Wald. Hier pflegt die Jägergemeinschaft ihre alten Rituale: Jungjäger Max muss sich beim anstehenden Probeschiessen beweisen. Erst dann darf er seine geliebte Agathe heiraten. Max jedoch hat seit Wochen keinen Treffer gelandet und ist voller Sorge. Aus Angst zu versagen, lässt er sich mit dunklen Mächten ein. Jägerromantik, Stammtischgespräche und Vereinsgesänge werden zum Ausgangspunkt für Christoph Marthalers ‹Freischütz›. Eine spielerische Neuerfindung des deutschen Singspielklassikers mit einem Ensemble aus Schauspieler:innen und Sänger:innen. Titus Engel dirigiert das Kammerorchester Basel. Eine Koproduktion mit Opera Ballet Vlaanderen
15 Minuten
Podcast vom Theater Basel: Die Stückeinführung für unterwegs. Trip in die Nacht Eine Gruppe junger Leute zieht in die Nacht. Es sind die Enkel*innen der 68er, die bereits um das Verklingen der 68er-Bewegung wissen. Sie leben in einer multikulturell geprägten, aber nicht in einer gerechten Welt. Sie glauben nicht an den einen Gott. Sie haben vielleicht gar keinen religiösen Glauben mehr und auch nicht den Glauben, sie könnten die Welt, die machtvollen Konstellationen von Kapital, Medienkonzernen, Nationalstaaten und globalisiertem Markt in irgendeiner Weise beeinflussen. Sie verfügen über das Vokabular zeitgenössischer Diskurse, aber was ist ihre Zukunft, wenn die Lehre aus der Vergangenheit ist, dass man sie nicht mehr neu erfinden kann. Doch an diesem Abend haben sie etwas vor. Nichts ist selbstverständlich in der Stadt, in der eigentlich alle Ecken vertraut sind. Die Wahrnehmung ist geschärft, als wäre es vielleicht der letzte Abend. Regisseur Sebastian Nübling und Regisseur Boris Nikitin, arbeiten in dieser Arbeit erstmals zusammen und an einer speziellen Form von Theater: einem Live-Film, der ins Schauspielhaus auf eine Grossleinwand übertragen wird. Es entsteht ein fieberhaftes, rauschartiges Portrait einer Generation. Konzept und Inszenierung – Sebastian Nübling, Boris Nikitin Video & Live-Kamera – Robin Elias Nidecker
22 Minuten
Die Radiojournalistin Gabriela Kaegi vertieft sich in die Musik von ‹Einstein on the Beach›, einer Minimal Music-Oper von Philip Glass und Robert Wilson. Sie spricht mit der Regisseurin, dem Musikalischem Leiter und Künstlerinnen auf der Bühne. ‹Einstein on the Beach› – Oper Konzept – Susanne Kennedy, Markus Selg; Musikalische Leitung – André de Ridder Begehbare Musiktheater-Installation zwischen Rausch und Ritual In ihrer ersten Opern-Inszenierung schaffen Susanne Kennedy und Markus Selg ein posthumanistisches Gesamtkunstwerk. Dabei sprengen sie Grenzen zwischen Mensch und Maschine, Zukunft und Vergangenheit, Theater, bildender Kunst und virtueller Realität. Die beständig drehende Bühne wird zum Lebensraum einer neuartigen Gemeinschaft. Sie pflegt eine hieroglyphische Bewegungssprache und scheint nach eigenen, rätselhaften Regeln zu leben. Inspiriert von dem unkonventionellen Genie Albert Einstein, schuf Philip Glass ein musikalisches Meisterwerk des 20. Jahrhunderts, das alle Regeln der Oper bricht und keiner linearen Erzählstruktur folgt. Repetitive Muster machen die Zeit sinnlich erfahrbar und versetzen das Publikum in Trance. Die Zuschauer*innen können sich frei bewegen und erleben das Werk so individuell. Erstmals sind die beiden Spezialensembles Basler Madrigalisten und Ensemble Phoenix zusammen in einer Opernproduktion des Theater Basel zu sehen. In Kooperation mit den Berliner Festspielen und den Wiener Festwochen. Einstein On The Beach by Philip Glass, Robert Wilson, 1976 Dunvagen Music Publishers Inc, Used by Permission.
21 Minuten
Podcast vom Theater Basel: Die Stückeinführung für unterwegs. ‹Der Barbier von Sevilla› – Oper von Gioachino Rossini, Bearbeitung für Kammerensemble von Alexander Krampe OperAvenir spielt Rossini-Oper als Figurentheater Figaro ist nicht nur der beste Barbier der Stadt, sondern auch Spielmacher, Intrigenspinner und Tausendsassa. Mit kalkuliertem Chaos und vielerlei Maskerade schafft er es, Rosina aus den Händen ihres Vormunds Bartolo zu befreien und sie mit dem schönen Grafen Almaviva zusammenzubringen. In der Inszenierung von Regisseur und Figurenspieler Nikolaus Habjan treten kunstvolle Klappmaulpuppen ins Rampenlicht. Die Figuren entwickeln eine tiefe menschliche Psyche und werden zu ebenbürtigen Spielpartner* innen der Sänger*innen. Die Produktion feiert das 15-jährige Bestehen des Opernstudios OperAvenir.
19 Minuten
Podcast vom Theater Basel: Die Stückeinführung für unterwegs. ‹Heidi› – Nach dem Roman von Johanna Spyri Heidis Welt sind die Berge. Nachdem es von seiner Tante Dete auf der Alp abgeliefert wird, verbringt das Waisenmädchen unbeschwerte Kindertage beim Alpöhi, mit dem Geissenpeter und den Ziegen. Doch dann muss Heidi auf einmal in die Grosstadt Frankfurt ziehen zu einer reichen Familie, deren Tochter Klara im Rollstuhl sitzt. Trotz der Freundschaft zwischen den beiden Mädchen wird Heidi bald von Heimweh und der Sehnsucht nach den Bergen geplagt. Wo auch immer Heidi ist, ihre naturverbundene Lebensenergie erwärmt alle Herzen. Johanna Spyris Roman handelt nicht ausschliesslich vom Sehnsuchtsort Schweizer Berge, sondern zeigt auch Armut und soziale Spannungen zur Zeit der Industrialisierung. Es ist das erste Mal, dass der Schweizer Klassiker als Handlungsballett aufgeführt wird. Zur neukomponierten Klanglandschaft von Tino Marthaler und Alain Pauli kreiert Richard Wherlock ein modernes Tanzstück über ein starkes Mädchen, das uns durch seine Liebe zu Menschen, Tieren und Natur eine Spur hoffnungsvoller in die Zukunft blicken lässt.
15 Minuten
Podcast vom Theater Basel: Die Stückeinführung für unterwegs. ‹Der letzte Pfiff - ein Drehschwindel› – Schauspiel von Christoph Marthaler Reine Routine im Blaulichtmilieu Man kennt sie, die berühmten Redewendungen vom «letzten Schrei», dem «letzten Seufzer» oder einem «allerletzten Lebewohl». Ein «letzter Pfiff» jedoch bleibt ein rätselhaftes Phänomen. Vor allem dann, wenn Drehschwindel zu den Begleiterscheinungen zählt. Solches zu entschlüsseln, braucht ausgeprägtes Kombinationsvermögen sowie viel Erfahrung im Umgang mit Spuren und Indizien. Kompetenzen, die Christoph Marthaler in zahlreichen Fortbildungskursen erworben hat und anhand gestempelter Zertifikate nachweisen kann. Wenn also der «letzte Pfiff» gepfiffen wird, sollte man sich ihm unbedingt anvertrauen. Mehr oder weniger. Christoph Marthaler kehrt mit dieser Arbeit an das Theater Basel zurück. Die Arbeit ‹Der letzte Pfiff› widmet Christoph Marthaler Werner Düggelin, dem 2020 verstorbenen, prägenden Intendanten des Theater Basel.
21 Minuten
Podcast vom Theater Basel: Die Stückeinführung für unterwegs. Antike Tragödie transmixed Wer Schlangen beim Sex erschlägt, wird vom Mann zur Frau – und umgekehrt. So erzählt es der Mythos. Der Seher Teiresias kennt deshalb beide Geschlechter, sein Erfahrungshorizont ist übermenschlich. Durch ihn versteht Ödipus, dass er der Mörder seines Vaters ist und der Geliebte seiner Mutter. In Sophokles’ ‹König Ödipus› hat er eine Nebenrolle. Regisseurin Leonie Böhm stellt Teiresias ins Rampenlicht – die Figur des Wissenden, der lieber nicht wüsste. Wäre er der bessere König? Bekannt für ihre pointierten Klassiker-Bearbeitungen, wurde sie 2020 mit ‹Medea*› zum Theatertreffen eingeladen. Inszenierung – Leonie Böhm
18 Minuten
Podcast vom Theater Basel: Die Stückeinführung für unterwegs. ‹Matthäus-Passion› – Oratorium von Johann Sebastian Bach Ein musikalisches Ritual für unsere Zeit Johann Sebastian Bach schuf mit der ‹Matthäus-Passion› ein musikalisches Ritual für die gläubige Gemeinde seiner Zeit. Die Berichte von Leiden, Sterben und Auferstehung gehören zu den Fundamenten der europäischen Kultur. Doch was bedeutet die Passion für eine diverse Gesellschaft, in der die christliche Religion zunehmend an Relevanz verliert? Im Zentrum von Benedikt von Peters Inszenierung steht eine Gruppe von Kindern, die die Passion nachspielen. Orchester, Sänger*innen, Chöre und Publikum kommen als grosse Gemeinschaft zusammen. Singvereine aus Basel und Umgebung sind zu Gast und unterstützen den Chor des Theaters, und auch das Publikum ist zum Singen eingeladen. Eine Koproduktion mit der Deutschen Oper Berlin.
18 Minuten
Podcast vom Theater Basel: Die Stückeinführung für unterwegs. Ein überbordendes Spiel mit Suchtpotenzial In Roulettenburg regieren Geld, Spielsucht und obsessive Liebe. Dabei die ewige Illusion: «Morgen, schon morgen ist alles vorbei.» Die reiche Erbtante soll es richten. Doch während alle auf die erlösende Nachricht ihres Todes warten, taucht sie quicklebendig auf und verspielt selbst den letzten Rubel. Regisseurin Pınar Karabulut inszeniert mit ‹Der Spieler› einen ekstatischen Trip. Die handelnden Personen sind unentwegt miteinander im Spiel. Sie produzieren sich und ihre Gefühle, um ihre Sucht zu befriedigen. Wenn der Erregungsgrad nicht hoch genug ist, stimmt der Einsatz nicht. Am Roulettetisch und in intimen Begegnungen entsteht der Nervenkitzel. Hauptsache, es wird etwas gespürt. Der Rausch ist Kraftstoff für den Motor, der am Leben hält. Inszenierung – Pınar Karabulut
20 Minuten
Podcast vom Theater Basel: Die Stückeinführung für unterwegs. ‹Don Carlos› – Oper in fünf Akten von Giuseppe Verdi, Libretto von Joseph Méry, Camille du Locle, nach Friedrich Schiller Grosses Opern-Epos mit hochkarätigem Sänger*innen-Ensemble Spanien, Mitte des 16. Jahrhunderts. Ein Überwachungsstaat herrscht mit den Grausamkeiten der Inquisition. Das Königshaus wird zum Schauplatz politischer Intrigen und privater Verwicklungen um den Thronfolger Carlos. Dieser erhebt Anspruch auf seine Stiefmutter Königin Elisabeth und gerät so in Konflikt mit seinem Vater, König Philipp II. Giuseppe Verdis Oper nach Schillers gleichnamiger Vorlage ist packendes politisches Drama und präzises Familienporträt. Regisseur Vincent Huguet inszeniert dieses Werk zusammen mit der Bühnenbild-Legende Richard Peduzzi. Die musikalische Leitung hat der junge Dirigent Michele Spotti.
17 Minuten
Podcast vom Theater Basel: Die Stückeinführung für unterwegs. ‹Eine Winterreise› – Nach Liedern von Franz Schubert Musiktheater-Kreation über die wesentlichen Momente des Lebens Mit der grossen Mezzosopranistin Anne Sofie von Otter zusammen entwickelt Christof Loy einen intimen Musiktheaterabend. Inspiriert von den Liedern Franz Schuberts, die sich zwischen Lebensjubel und Todessehnsucht bewegen, erzählen die beiden von den Extremen des menschlichen Fühlens. Neben Liedern aus dem Zyklus ‹Winterreise› sind auch weitere Werke des Komponisten zu hören. Anne Sofie von Otter, die ihre Karriere in Basel begann, gehört zu den prägenden Sängerinnen weltweit. Begleitet wird sie am Hammerklavier von dem international renommierten Pianisten Kristian Bezuidenhout.
31 Minuten
Gabriela Kaegi nimmt sich Giuseppe Verdis Oper der Superlative vor und spricht mit Interpret*innen, Musiker*innen, der Musikalischen Leitung und Dramaturgie. Sie gräbt sich in die musikalischen Tiefen dieser Oper aus Verdis Spätwerk. Sinfonieorchester Basel Musikalische Leitung – Michele Spotti Inszenierung – Vincent Huguet ‹Don Carlos› Oper in fünf Akten von Giuseppe Verdi, Libretto von Joseph Méry, Camille du Locle, nach Friedrich Schiller Spanien, Mitte des 16. Jahrhunderts. Ein Überwachungsstaat herrscht mit den Grausamkeiten der Inquisition. Das Königshaus wird zum Schauplatz politischer Intrigen und privater Verwicklungen um den Thronfolger Carlos. Dieser erhebt Anspruch auf seine Stiefmutter Königin Elisabeth und gerät so in Konflikt mit seinem Vater, König Philipp II. Giuseppe Verdis Oper nach Schillers gleichnamiger Vorlage ist packendes politisches Drama und präzises Familienporträt. Regisseur Vincent Huguet inszeniert dieses Werk zusammen mit der Bühnenbild-Legende Richard Peduzzi. Die musikalische Leitung hat der junge Dirigent Michele Spotti.
19 Minuten
Podcast vom Theater Basel: Die Stückeinführung für unterwegs. ‹Ulysses› nach James Joyce Der Schlüsselroman der Moderne im Schnelldurchlauf James Joyce schildert einen ganz gewöhnlichen Tag im Leben des Anzeigenverkäufers Leopold Bloom. Auf seinen Gängen durch die Stadt versucht er, sich von der Affäre seiner Frau Molly abzulenken. Dabei trifft er auf den unzufriedenen jungen Lehrer Stephen Daedalus, der sich zum Dichter berufen fühlt. Nach einer ereignisreichen Nacht im Rotlichtmilieu betrinken sich die beiden Ausgestossenen und spenden einander Trost. Der New Yorker Regisseur John Collins hat seine Wurzeln im amerikanischen Avantgarde-Theater. International erfolgreich wurde er mit klugen und spielfreudigen Romanadaptionen voller Sprachwitz und Slapstick.
17 Minuten
Podcast vom Theater Basel: Die Stückeinführung für unterwegs. ‹Die Nase› – Oper in drei Akten von Dmitri Schostakowitsch nach Nikolai Gogol Rastlose Gesellschaftssatire über ein verlorenes Körperteil Als Kollegienassessor Platon Kusmitsch Kowaljow eines Morgens erwacht, ist etwas anders. Beim Blick in den Spiegel bemerkt er, dass er keine Nase mehr hat. Sie scheint durch die Gegend zu spazieren, was bald die gesamte Stadt in Aufruhr versetzt. ‹Die Nase› ist eine bissige Satire über die Hysterisierung einer Gesellschaft. Die Musik des 22-jährigen Dmitri Schostakowitsch ist überbordend, ideenreich und voll von groteskem Humor. Regisseur Herbert Fritsch widmet sich, nach seiner Inszenierung von Richard Strauss’ ‹Intermezzo›, abermals einer Oper der experimentierfreudigen 1920er/1930er Jahre.
18 Minuten
Podcast vom Theater Basel: Die Stückeinführung für unterwegs. ‹Die Mühle von Saint Pain› – Von Anne Haug und Lucien Haug, nach Motiven der Krabat-Sage, Komposition und Liedtexte von Anna Bauer und Werke von G. Mahler, W.A. Mozart, D. Schostakowitsch u. a. Krabat ist wie ein Komet eingeschlagen. Ihre Geschwister versammeln sich zu ihrem Begräbnis. 20 Jahre lang haben sie sich nicht gesehen, ihre Vergangenheit verdrängt. Vorwürfe und unvergebene Fehler flammen auf – Familie halt. Doch das Erinnern hat fatale Folgen, das Spiel ist noch nicht aus. Die tote Krabat erscheint den Geschwistern und entführt sie zurück in ihre Kindheit und ihr altes Zuhause – die Mühle. Die Vergangenheit erwacht zu neuem Leben und zwingt die Familie ihre tragische Geschichte erneut durchzuspielen.
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