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Künste im Gespräch Archiv

50 Episoden
27 Minuten
Der prominente Soziologe Richard Sennett beleuchtet in seinem neuen Werk politische Darsteller, deren Auftritte wichtiger sind als ihre Inhalte. Und: Ein Buch über das Revival der traditionellen gälischen Musik in Schottland zeigt auf, wie Musik eine untergehende Sprache wiederbeleben kann. Der 81-jährige prominente US-amerikanische-britische Soziologe Richard Sennett veröffentlicht mit «Der darstellende Mensch» ein weiteres Buch, das höchst aktuell ist. Er beleuchtet darin politische Darsteller, deren Auftritte wichtiger sind als ihre Inhalte. Im Gespräch mit SRF 2 Kultur wagt er zudem eine Prognose zu den Präsidentschaftswahlen in den USA. Musik kann eine Sprache und Kultur wiederbeleben und die Identität einer Gesellschaft stärken. Dies zeigt Martin Schröder in seinem Buch über das Revival der traditionellen gälischen Musik am Beispiel von Folk-Rock-Bands in Schottland auf. Weitere Themen: - Richard Sennett über politische und andere Darsteller - Revival der traditionellen gälischen Musik Schottlands
27 Minuten
Der Krimi-Klamauk «Tschugger» kommt ins Kino. Die Produzentin Sophie Toth über die grosse Leinwand und den unverhofften Erfolg der Kult-Serie. Ausserdem: Was wäre, wenn die «Überfremdungsinitiative» Erfolg gehabt hätte? «Schwarzenbach – Le Dolci Vite» wagt ein «biographisches Gedankenexperiment». Die kultige Komödienkrimi-Serie ist reif fürs Kino: In «Tschugger: Der lätscht Fall» ermittelt das Walliser Polizistenduo Bax und Pirmin nun im Grossformat. Die langjährige «Tschugger»-Produzentin Sophie Toth erklärt, warum. Und sie blickt zurück auf einen Erfolg, den sie nie zu erhoffen wagte. Und: Ein Gedankenexperiment im Theater. Was wäre, wenn die «Überfremdungsinitiative» Erfolg gehabt hätte? Was hätte das für die Tochter eines damaligen italienischen Arbeitsmigranten bedeutet? Ihr Leben wäre komplett anders verlaufen. Weitere Themen: - «Tschugger» – neu auf der grossen Leinwand - Schwarzenbach – le Dolci Vite: Wer die Weichen stellt im Leben
28 Minuten
Preis fürs Lebenswerk: Filmkomponist Howard Shore wird am «Zurich Film Festival» ausgezeichnet. Und: Frieden braucht die Welt. Die Israelin Yael Deckelbaum hat ein Lied dafür geschrieben: «Prayer of the Mothers». Drei Oscars hat der kanadische Komponist bereits erhalten, nun wird Howard Shore auch am ZFF ausgezeichnet. Shore stelle seine Kompositionen ganz in den Dienst der Filme und sei unglaublich vielseitig, heisst es in der Begründung. Wie Shore das selbst sieht, erklärt er im Gespräch. Das Lied «Prayer of the Mothers» der Sängerin/Songwriterin Yael Deckelbaum (*1979) hat sich übers Netz weltweit verbreitet. Im Video machen sich israelische und palästinensische Frauen auf zu einem Marsch der Hoffnung in der Wüste des Nahen Ostens. Das Lied ist zur internationalen Friedenshymne geworden. Weitere Themen: - Howard Shore: Der Komponist von Mittelerde - Bewegende Friedenshymne: Yael Deckelbaums «Prayer of the Mothers»
28 Minuten
Bestsellerautor und Komiker hat seine DNA analysieren lassen und über seine Ahnenforschung ein rührendes Buch geschrieben. Und Clemens J. Setz geht in seinem Buch «Das All im eigenen Fell» der sogenannten «Twitter-Poesie» auf den Grund. Vom Seefahrer bis zum heimlichen Bordellbetreiber – seine Vorfahren versetzen Hape Kerkeling in Staunen. Der Komiker hat seine DNA analysieren lassen und darauf basierend Ahnenforschung betrieben. Darüber berichtet er im Buch «Gebt mir etwas Zeit. Meine Chronik der Ereignisse». Die Literaturwelt habe das Potenzial von X verkannt, so der gefeierte österreichische Autor Clemens J. Setz. Mit der Umstrukturierung der Plattform sei schon fast alles davon verlorengegangen. Im Buch «Das All im eigenen Fell» spürt Setz dieser Literaturform nach. Weitere Themen: - Ahnenforschung mit royalem Ausgang. Hape Kerkelings neues Buch - Warum stirbt Twitter-Poesie aus, Clemens J. Setz?
28 Minuten
War Antonio Salieri der hinterlistige Intrigant, der Mozart das Leben schwer gemacht hat? Viele haben ihn wohl erst durch Miloš Formans «Amadeus»-Film kennengelernt. – Der finnische Dirigent Klaus Mäkelä, Chef in Oslo und in Paris, ist eine aussergewöhnliche Persönlichkeit. Die Macht der Bilder zeigt sich auch darin, wie die Öffentlichkeit den Hofkomponisten Antonio Salieri (1750-1825) wahrnimmt. Im Film «Amadeus» erscheint der Italiener als neidzerfressener Ränkeschmied, der dem aufstrebenden Mozart schadet, wo er nur kann. Was ist wahr an dieser angeblichen Rivalität? Und wir sprechen mit Klaus Mäkelä, der schon mit 28 eine eindrückliche Laufbahn als Dirigent vorweisen kann: Chefdirigent in Oslo und beim Orchestre de Paris, ab 2027/28 beim Concertgebouworkest in Amsterdam und beim Chicago Symphony Orchestra ... Weitere Themen: - «Amadeus» – eine Sinfonie aus Eifersucht und Genialität - Gelassenheit ist Pflicht: Dirigent Klaus Mäkelä
28 Minuten
Die Dichterin Friederike Mayröcker wurde vor 100 Jahren geboren. In einer Wiener Ausstellung ist ihr Werk neu zu entdecken. Und: Ulrich Khuon berichtet von seinen Plänen als Interimsintendant am Zürcher Schauspielhaus. Die Bildhaftigkeit ihrer Sprache ist legendär. Friederike Mayröcker hat Worte gefunden, die in einer «katzenäugigen Welt» nachhallen. Zu ihrem 100. Geburtstag zeigt das Literaturmuseum Wien eine Ausstellung über Leben und Werk der österreichischen Schriftstellerin. Und: Der Theatermann Ulrich Khuon hat Bühnen in Konstanz, Hannover, Hamburg und Berlin geleitet. Für eine Spielzeit kommt er nun ans Schauspielhaus Zürich. Weitere Themen: - Poesie aus der Zettel-Höhle – 100 Jahre Friederike Mayröcker - Schauspielhaus Zürich: Was sich Ulrich Khuon vorgenommen hat
27 Minuten
«Wild God», das neue Album des australischen Musikers Nick Cave sei im eigentlichen und besten Sinne «gute Theologie», sagt ein Kenner von Caves Werk. – Mit ihrem zartbitteren Spielfilm «Reinas» gewann Klaudia Reynicke den Publikumspreis in Locarno. Ein Gespräch. Der australische Musiker Nick Cave gilt als einer der kreativsten Köpfe der Popmusik. Mit seinem neuen Album «Wild God» begibt er sich auf Sinnsuche, sogar auf die Suche nach Gott. Der Theologe Matthias Surall liest Nick Caves Texte nicht «nur» als Poesie – er hält sie gar für «gute Theologie». Die schweizerisch-peruanische Filmemacherin Klaudia Reynicke gewann mit ihrem Spielfilm «Reinas» den Publikumspreis in Locarno. Für ihr Filmdrama konnte sie auch aus ihren eigenen Kindheitserinnerungen schöpfen, wie sie im Gespräch mit SRF erzählt. Weitere Themen: - Nick Cave und die Frage nach Gott - «Reinas»: Der Publikumspreis am Filmfestival von Locarno
27 Minuten
«Sobald wir angekommen sind» heisst der neue Roman von Micha Lewinsky. Er handelt vom dem, was Lewinsky den «jüdischen Fluchtinstinkt» nennt. – Das Who's who der klassischen Musik versammelt sich in Luzern. Bald kommt es zu einem Intendantenwechsel. Was bedeutet das für die Gegenwart und Zukunft? Es ist wie das Blättern in einem Katalog. Das Who's who der klassischen Musik kommt jedes Jahr ans Lucerne Festival. Wie hört sich das an? Und was könnte unter der kommenden Intendanz von Sebastian Nordmann anders werden? Eigentlich ist er Drehbuchautor. Jetzt schreibt er Romane. In «Sobald wir angekommen sind» spielt Micha Lewinsky durch, was ein ihm nicht unähnlicher Autor täte, wenn der Krieg in Osteuropa zur atomaren Bedrohung würde. Fliehen. Nach Brasilien. Wie Stefan Zweig. In seinem berührenden, humoristischen Buch geht Lewinsky dem nach, was er den «jüdischen Fluchtinstinkt» nennt. Weitere Themen: - Wo sonst gibt’s so etwas? - Micha Lewinsky: Sobald wir angekommen sind
28 Minuten
Ein neuer Spielfilm thematisiert Leben und Werk des postimpressionistischen Malers Pierre Bonnard. – Auch die Kulturbranche verursacht umweltschädliche Emissionen, nicht zuletzt durch die Flugreisen, die für internationale Engagements nötig sind. Theaterfestivals suchen Wege, um dagegen anzugehen. 1893 verliebt sich Pierre Bonnard in sein Modell, das sich als aristokratische Waise namens Marthe de Méligny ausgibt. Als sie 1925 heiraten, stellt sich heraus, dass sie in Wahrheit Maria Boursin heisst und aus bescheidenen Verhältnissen stammt. Von ihr und vom Post-Impressionisten Bonnard handelt der neue Film von Martin Provost. – Auch Kulturveranstalter ringen um ihre Ökobilanz. Ihre Aktivitäten verbrauchen viel Energie, und der Transport von Material und Personen sorgt für Emissionen. Theaterfestivals denken darüber nach, wie sie umweltverträglicher wirtschaften können. Weitere Themen: - Kinostart: «Bonnard, Pierre & Marthe» von Martin Provost - Internationale Theaterfestivals: Wie geht Nachhaltigkeit?
29 Minuten
Ein junger Mann mit einem aussergewöhnlichen Instrument nimmt für die Schweiz am diesjährigen «Eurovision Young Musicians» in Norwegen teil. Und: Der peruanische Literaturnobelpreisträger Mario Vargas Llosa schreibt über die unwiderstehliche Macht der Kunst. Der 20-jährige Valerian Alfaré spielt das Euphonium auf höchstem Niveau. Das Blasinstrument mit dem tiefen, warmen Ton ist in der Klassik nur selten zu finden. Umso bemerkenswerter ist es, dass der junge Musiker nun für die Schweiz am «Eurovision Young Musicians» in Norwegen teilnimmt. «Die beste Art, die Übel unserer Zeit zu bekämpfen», sagt Mario Vargas Llosa, «besteht darin, Bücher zu verbreiten». Und so schrieb er seinen, voraussichtlich letzten, grossen Roman über einen, der ebenso an die unwiderstehliche Macht der Kunst glaubt. Weitere Themen: - Valerian Alfaré: Mit Euphonium am «Eurovision Young Musicians» - Revolution durch Walzer? Mario Vargas Llosas allerletzter Roman
27 Minuten
Bertrand Bonello, ein französischer Filmemacher und Komponist, schickt Léa Seydoux in den Kampf gegen das Biest – «La bête» – eines klassischen amerikanischen Autors. Und ein deutscher Musikjournalist analysiert vierzig Jahre französischen Pop: Text kommt vor Musik, Lebenslust vor Schwermut. Der Franzose Bertrand Bonello ist ein experimentierfreudiger Komponist und Filmemacher. «La bête» – das Biest – heisst sein jüngstes Leinwandopus mit Léa Seydoux. Nach seiner Premiere am Filmfestival von Venedig kommt «La bête» jetzt ins Kino. Im raffiniertem Genremix steht «Das Biest» für die lähmende Angst vor der Liebe. André Bosse aus Deutschland verfällt 1987 dem Franko-Pop dank «Voyage Voyage». in seinem gleichnamigen Buch reist der Musikjournalist und Autor quer durch die französische Musikwelt: Von Pop über Chansons und Punk bis hin zu Hip-Hop und Folk; von den 1960er Jahren bis heute. Weitere Themen: - Eine epochale Léa Seydoux in «La bête» von Bertrand Bonello - Voyage, Voyage: Eine Reise durch die französische Popmusik
28 Minuten
Hugo von Hofmannsthals Leben zum 150. Geburtstag neu betrachtet. Mit Autorin Elsbeth Dangel. Und Bestsellerautor Benedict Wells nimmt uns gleich selbst mit auf seinen Weg zum Schriftsteller. Die Germanistin Elsbeth Dangel, zusammen mit Alexander Honold Autorin einer umfangreichen Biographie zum 150. Geburtstag von Hugo von Hofmannsthal, gibt Auskunft über eine Figur reich an Widersprüchen. Über einen der grossen Autoren der literarischen Moderne, dessen Leben und Werk eine konstante Verwandlung ist. In seinem neuen Buch «Die Geschichten in uns – Vom Schreiben und vom Leben» öffnet Benedict Wells die Tür zu seiner Schreibwerkstatt. Der Autor von Erfolgsromanen wie «Hardland» oder «Vom Ende der Einsamkeit», erzählt, was die guten von seinen schlechten Texten unterscheidet und welche Werke ihn inspirieren. Weitere Themen: - Reich an Widersprüchen - Bestseller-Autor Benedict Wells: Über das Schreiben und das Leben
28 Minuten
Erstmals wird der Breakdance zur olympischen Disziplin, ausgetragen im Herzen Europas: auf dem Place de la Concorde in Paris. Und ein neuer Italien-Reiseführer erzählt entlang von 100 Canzoni vom südlichen Nachbarland. Exzellenz, Virtuosität, Freiheit: Der Break-Dance wird erstmals zur olympischen Disziplin. Athletinnen und Athleten treten in kreativen «Battles» mit spektakulären und spontanen «Moves» gegeneinander an. Zur Tanzfläche wird dabei der Place de la Concorde in Paris. Der deutsche Journalist und Autor Eric Pfeil gibt einen neuen Italien-Reiseführer heraus und erzählt entlang von 100 Songs von einem zerrissenen Land, vom Erbe Berlusconi, von der Mafia, aber auch von gesellschaftlichem Aufbruch – und von der Liebe: Alles unter dem Titel «Ciao Amore, ciao». Weitere Themen: - Von der Straße auf die Bühne: Breakdance wird olympisch - «Ciao Amore, ciao» – ein Italien-Reiseführer in 100 Songs
13 Minuten
Das Festival von Avignon versteht sich als engagiertes und volksnahes Theater. Wie positioniert sich das Festival angesichts der politischen Verwerfungen in Frankreich? Und die Singer-Songwriterin Suzanne Vega schildert in ihren Songs reale Geschichten, mit einem Herz fürs Abgründige. Das Rassemblement National ist nicht durchmarschiert, aber die extreme Rechte ist erstarkt und hat mehr Abgeordnete in Paris als zuvor. Was ist die Verantwortung der Kunst? Wie positioniert sich ein Festival wie das von Avignon, das vor der Wahl mit der «Nuit d'Avignon» mobilisiert hat, einer langen Nacht des Widerstands? Vega will reale Geschichten erzählen. Aktuell etwa über die Rattenplage im Post-Covid-New York. Auch ihre Hits «Luka» und «Toms Diner» schildern Geschichten aus ihrem direkten Umfeld. Zu ihrem 65. Geburtstag kommt sie nach Europa. Weitere Themen: - Der Geist von Avignon - Ein Herz fürs Abgründige: Die Singer-Songwriterin Suzanne Vega
26 Minuten
Im Spielfilm «Le ravissement» erzählt Regisseurin Iris Kaltenbäck raffiniert vom Thema Mutterschaft. Und der jurassische Künstler Augustin Rebetez hat ein kleines Museum eingerichtet, das «Maison Totale». Ein seltsames Gesamtkunstwerk. «Die Verzückung» heisst ein neuer Film aus Frankreich: «Le ravissement». Der Film von Iris Kaltenbäck dreht sich um Mutterschaft und Sehnsucht, um Einsamkeit, Babyblues und um das Leben einer Frau, die das Baby ihrer besten Freundin als ihr eigenes ausgibt. Gehörnte Köpfe, monströse Katzen: Die Welt des Augustin Rebetez ist von seltsamen Figuren bevölkert. Der jurassische Künstler, Musiker und Autor hat mit Bildern, Objekten, Fotografien, Videos und Installationen einen künstlerischen Kosmos erschaffen, wie ein dunkler Zerrspiegel der Welt. Nun hat der Künstler ein eigenes Museum eingerichtet. Weitere Themen: - «Le ravissement» – Verzückung mit geklautem Baby - «Maison Totale»: Dunkles Märchenschloss und eigenwilliges Museum
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