Radetzkystrasse 1 Archiv
115 Episoden
26 Minuten
„Mon Cheri und unsere demolierten Seelen“ besticht mit schrägen Figuren, witzigen Einfällen und einer liebevollen Wahlverwandtschaft, in deren Mitte die optimistische 43-jährige Charly Benz steht. Gemeinsam mit ihrer Autorin Verena Roßbacher wirft Frauke Kühn im zweiten Gespräch einen Blick auf die Neuerscheinung des Verlages Kiepenheuer & Witsch und sie diskutieren über therapeutische Süßigkeiten und Postangst, über Leerstellen in der Familie und die wunderbare Kraft der Freundschaft. Die Autorin erzählt auch von ihren literarischen Anfängen, der außergewöhnlichen Studienwahl sowie von den Herausforderungen des Übergangs vom Studium zum Literaturbetrieb. Außerdem hat die gebürtige Vorarlbergerin und Teilnehmerin des Bachmann-Preises 2020 in dieser Folge einige Tipps im Gepäck, worauf es beim literarischen Schreiben ankommt und wie man den richtigen Ton für authentische Figuren und Dialoge trifft.
Vielen Dank für das schöne Gespräch!
Verena Roßbacher
Vielen Dank für das schöne Gespräch!
Verena Roßbacher
23 Minuten
Mehr Joy(ce) geht nicht: Nach dem in der V#37 ULYSSES erschienenen Text „John Ray und der große Joyce“ hat sie mit ihrer Intervention „Wie fest lieben Sie Joyce“ einen literarischen Persönlichkeitstest in der James-Joyce-Passage in Feldkirch installiert. Zu Gast in der Radetzkystrasse 1 spricht die Autorin Verena Roßbacher mit Frauke Kühn über ihre ganz spezielle Beziehung zu Joyce und was sie an Literatur im öffentlichen Raum reizt. Gemeinsam diskutieren sie über die Herausforderung des dialogischen Schreibens und darüber, warum sich ausgerechnet ein altes Fotoalbum als wahre Inspirationsquelle entpuppen kann. Die in Bludenz geborene und in Berlin lebende Autorin verrät in dieser Folge zudem, was sie braucht, um sich zuhause zu fühlen und wie es zum originellen Titel ihres Theaterstücks „Ich würde halt lieber nicht“ kam.
Herzlichen Dank für das feine Gespräch:
Verena Roßbacher
Herzlichen Dank für das feine Gespräch:
Verena Roßbacher
15 Minuten
Heute ist ausnahmsweise nicht ein Gast im Studio, sondern es sind gleich zwölf Gäste. Genau genommen, begrüßen wir heute zwölf lyrische Stimmen in der Radetzkystrasse 1, die euch ihre zwölf Gedichte präsentieren. Diese kleine vertonte Gedicht-Edition ist im Rahmen unseres Projektes in|:sta:|ge entstanden. Ein Projekt, bei dem wir unseren Instagram-Account in eine Hörbühne verwandeln.
Nach den ersten beiden Gedichten von Martin Piekar und Teresa Reichl folgen die Stimmen von Hamed Abboud, Sarah Rinderer, Mar Koch, Nadine Bösch, Fabian Navarro, Fabian Leonhard, Romina Nikolić, Michael Stavarič, Sünje Lewejohann und Sascha Garzetti.
Nehmt vor unserer in|:sta:|ge-Hörbühne Platz: Schickt eure Sehnsucht mit dem Fluss auf die Reise, imaginiert die kursive Handschrift der Gräser im Wind, flüstert euch das Meer heran, erlebt, wie Sterne aus der Atmosphäre schnuppen oder fragt euch, was ihr noch wollt.
Nach den ersten beiden Gedichten von Martin Piekar und Teresa Reichl folgen die Stimmen von Hamed Abboud, Sarah Rinderer, Mar Koch, Nadine Bösch, Fabian Navarro, Fabian Leonhard, Romina Nikolić, Michael Stavarič, Sünje Lewejohann und Sascha Garzetti.
Nehmt vor unserer in|:sta:|ge-Hörbühne Platz: Schickt eure Sehnsucht mit dem Fluss auf die Reise, imaginiert die kursive Handschrift der Gräser im Wind, flüstert euch das Meer heran, erlebt, wie Sterne aus der Atmosphäre schnuppen oder fragt euch, was ihr noch wollt.
24 Minuten
Poetische Gedanken in Form einer einheitlichen Stimme weiterzutragen, ist das große Anliegen von Michael Stavarič, der im Alter von sieben Jahren aus der damaligen Tschechoslowakei nach Niederösterreich kommt. Im zweiten Gespräch mit Frauke Kühn geht der Autor an seine Wurzeln zurück und verrät, warum er beinahe in Kanada gelandet wäre und was er in der deutschen Sprache gerne noch lernen möchte. Gemeinsam werfen sie einen Blick auf seine Arbeit als Übersetzer sowie auf den Gedichtzyklus „zu brechen bleibt die See. Ein Plädoyer“ und diskutieren darüber, was Poesie (nicht) zu leisten vermag. Der Hohenemser Literaturpreisträger erzählt zudem von seiner Liebe zum Inline-Skating, von der Reduzierung des eigenen Egos und von einer ganz speziellen Lesung für die Toten.
Vielen Dank für das schöne Gespräch:
Michael Stavarič
Vielen Dank für das schöne Gespräch:
Michael Stavarič
34 Minuten
Vom Sternenhimmel des Universums bis in die Untiefen des Ozeans taucht der preisgekrönte Autor Michael Stavarič ab, um in die faszinierende Welt des Kraken vorzudringen. In seinem mehrfach ausgezeichnetem Kinder-Sachbuch ‚Faszination Krake‘, das 2021 bei leykam: erschienen ist, spürt er dem ältesten intelligenten Lebewesen der Welt nach und lädt junge und ältere Leser:innen zu einer abenteuerlichen Reise ein. In der Radetzkystrasse 1 erzählt der Autor von der Recherche zu seinem Buch, in dem er mühelos Realität und Fiktion, Lyrik und Prosa, kreatives Tun und spannendes Faktenwissen verknüpft. Das Buch hält Erstaunliches bereit, lädt zum Nachdenken, Träumen sowie zum Forschen ein und bringt mit den bestechend schönen Illustrationen von Michèle Ganser die geheimnisvolle und dunkle Welt des Kraken zum Leuchten. Im Gespräch mit Frauke Kühn berichtet Michael Stavarič davon, wie es ist, mit diesem poetischen Sachbuch auf Lesereise zu sein und dass er sich freut, wenn junge Menschen dem Buch mit viel Neugier, Stiften und einer Schere begegnen.
Vielen Dank für das feine Gespräch:
Michael Stavarič
Vielen Dank für das feine Gespräch:
Michael Stavarič
22 Minuten
Flucht, Migration und Trennung sind nur einige der zentralen Themen im umfassenden Werk Kundeyt Şurdums: Als eine der ersten Stimmen der interkulturellen deutsch-türkischen Literatur hatte er die Vorarlberger Literaturlandschaft nachhaltig geprägt. Claudio Bechter hat nun mit „Hier endet die Fremde“ eine Werkausgabe des 2016 verstorbenen Autors herausgegeben. Im Gespräch mit Daniela Egger gibt der Journalist und Kulturvermittler Einblicke in seine mehrjährige Archivarbeit und erzählt von der Zusammenarbeit mit der Familie des Autors. Gemeinsam diskutieren sie in der Radetzkystrasse 1 über die Bedeutung von Heimat, die Entstehung und Einzigartigkeit einer dritten Sprache und welchen besonderen Stellenwert der Lyriker für türkische Gastarbeiter in Vorarlberg einnahm.
Herzlichen Dank für das feine Gespräch:
Claudio Bechter
vorarlberg museum
Herzlichen Dank für das feine Gespräch:
Claudio Bechter
vorarlberg museum
19 Minuten
„Ein Hort von Ideen“ entsteht vor ihrem geistigen Auge, wenn Verena Konrad an das zukünftige Literaturhaus Vorarlberg denkt. Die Kulturmanagerin, Architekturexpertin und Geschäftsführerin des Vorarlberger Architektur Instituts in Dornbirn ist in der Radetzkystrasse 1 zu Gast. Gemeinsam mit Daniela Egger wirft sie einen Blick auf das Äußere und Innere der Villa Iwan und Franziska Rosenthal und erzählt, warum Kulturinstitutionen für die Gesellschaft von Relevanz sind. Dabei verrät die gebürtige Welserin auch den einen oder anderen Tipp für eine erfolgreiche Umsetzung. Darüber hinaus beleuchtet sie, wie ein Gebäude würdevoll in die Moderne gebracht werden kann, welche Auswirkungen die Preiserhöhung auf das Wohnen in der Zukunft hat und warum die Idee von Homeoffice für sie nicht mehr als eine Romantisierung ist.
Herzlichen Dank für das feine Gespräch:
Verena Konrad
Herzlichen Dank für das feine Gespräch:
Verena Konrad
19 Minuten
Das Filmemachen und Schreiben von Theaterstücken faszinieren ihn und einen gemeinsamen Austausch im Theater würde er immer dem gemütlichen Ohrensessel zuhause vorziehen: Felix Kalaivanan ist zu Gast in der Radetzkystrasse 1. Im Gespräch mit Frauke Kühn erzählt der in Feldkirch geborene Regisseur und Autor von Drehbüchern, Dramen und Hörspielen, wie er über das Filmemachen die Liebe zum literarischen Schreiben fand und warum szenische Dialoge auch erfahrene Autor:innen vor große Herausforderungen stellen. Felix Kalaivanan ist Teil des langfristigen Projektes der writers:class und hat Schüler:innen mit Gemälden von Edward Hopper nicht nur zum kreativen Schreiben eingeladen, sondern mit ihnen auch ein Mikro-Hörspiel-Festival im W*ORT Lustenau ins Leben gerufen.
Herzlichen Dank für das feine Gespräch:
Felix Kalaivanan
Herzlichen Dank für das feine Gespräch:
Felix Kalaivanan
18 Minuten
Dem Krieg mit Humor trotzen – das musste der gebürtige Syrer Hamed Abboud, der 2012 aus seiner Heimat flüchtete und über die Balkanroute zunächst im Burgenland und dann später in Wien ankam. In seinen Texten jongliert er mit bunten Bildern zwischen Verlust und Sarkasmus und mischt gerne Deutsch mit seiner Muttersprache Arabisch. Für „Der Tod backt einen Geburtstagskuchen“ war er für den Internationalen Literaturpreis vom Berliner Literaturhaus der Kulturen der Welt nominiert. Sein neues Werk „Graffiti Wände“ erzählt davon, wie seine Mutter die Wohnung für seinen Bruder und ihn in ein außergewöhnliches Maturatrainingslager verwandelte. Im Gespräch mit Frauke Kühn berichtet der Autor von seinen ersten Schritten in die Literatur und in die deutsche Sprache, vom Schreiben auf der Flucht und wie sich dessen Bedeutung im Laufe der Zeit für ihn geändert hat. Außerdem diskutieren sie über den therapeutischen und bereichernden Effekt des Schreibens und sprechen über das unverzichtbare Vertrauen, das zwischen Autor:innen und ihren literarischen Übersetzer:innen gegeben sein muss.
Herzlichen Dank für das feine Gespräch:
Hamed Abboud
Herzlichen Dank für das feine Gespräch:
Hamed Abboud
16 Minuten
Die Zusammenarbeit von Kultur und Bildung ist das Ziel der noch jungen Initiative ‚Double Check‘ in Vorarlberg. Über ein breites Kulturangebot und einen niederschwelligen Zugang zu künstlerischen Projekten erleben sich Kinder und Jugendliche im Rahmen ihres Alltags in verschiedenen Bildungsinstitutionen selbst als Teil von Kunst und Kultur. In der Radetzkystrasse 1 gibt die Geschäftsführerin Melanie Greußing im Gespräch mit Frauke Kühn nicht nur Einblick in das abwechslungsreiche Projekt- und Förderportfolio von Double Check, sondern auch in ihren spannenden Arbeitsalltag. Dieser führt sie von den Kleinsten im Kindergarten über Kinder und Jugendliche in den Schulen bis zu den Lehrlingen. Gemeinsam mit Künstler:innen oder auch Kulturinstitutionen sowie der jungen bis jugendlichen Zielgruppe entstehen verschiedenste Kulturprojekte. Dafür können Interessierte auf bewährte Projektideen zurückgreifen oder aber auch eigene Konzepte einbringen. Mit finanzieller und ideeller Kraft unterstützt Melanie Greußing im Rahmen von Double Check die Umsetzung kurzfristiger oder auch langfristiger Ideen. Einfach anrufen!
Herzlichen Dank für das feine Gespräch:
Melanie Greußing
Herzlichen Dank für das feine Gespräch:
Melanie Greußing
27 Minuten
Die Lyrik Sascha Garzettis richtet sich in fast allen Fällen immer an ein Du und öffnet damit die Möglichkeit zur Begegnung. Außerdem spiegelt sie seine genaue Beobachtung und das genaue Erfassen von Dingen und Orten in einer starken wie zarten Bildhaftigkeit wider. Gleichzeitig öffnen sich gerade in der Bildsprache über minimalistische Verfremdungen neue Bedeutungsräume für die Leser:innen, welche die Leseerfahrung auf besondere Weise bereichern. In der Radetzkystrasse 1 spricht der mehrfach ausgezeichnete Schweizer Autor und Lyriker mit Frauke Kühn darüber, warum man Paris zu Fuß erlaufen sollte, warum der analoge Raum unverzichtbar ist und vom Reiz klassische Musik, in Poesie zu verwandeln.
Herzlichen Dank für das feine Gespräch:
Sascha Garzetti
Herzlichen Dank für das feine Gespräch:
Sascha Garzetti
19 Minuten
Sie ist seit 2018 die Intendantin des Vorarlberger Landestheater in Bregenz und hat es trotz Pandemie geschafft, die Anzahl der Besucher:innen zu erhöhen. Mit Daniela Egger spricht die Duisburgerin Stephanie Gräve in der Radetzkystrasse 1 über die Herausforderungen im ländlichen Vorarlberg und verrät dabei auch, welche Art von Theater sie persönlich schätzt. Sie geht der Frage nach, ob Frauen anderes Theater machen als Männer und was eine Kulturinstitution bieten sollte, die sich für ein breites und auch jüngeres Publikum öffnet. Sie zeigt auf, welche wesentliche Rolle ein Freundeskreis dabei spielt und dass es auf dem Weg zum Erfolg auch Widerstand braucht.
Herzlichen Dank für das feine Gespräch:
Stephanie Gräve!
Herzlichen Dank für das feine Gespräch:
Stephanie Gräve!
21 Minuten
Sie ist Autorin, Poetin, Performerin, Redakteurin, war Stadtschreiberin, hat ihren zweiten Lyrikband veröffentlicht und ist nun zu Gast in der Radetzkystrasse 1: Frauke Kühn begrüßt in dieser Woche die Salzburgerin Katharina Ferner. Gemeinsam sprechen sie über ihre außergewöhnliche Studienwahl, sowie die Wichtigkeit von Literaturzeitschriften und Schreibaufenthalte für Autor:innen. Katharina Ferner erzählt von der Stigmatisierung von Dialektlyrik, welche Probleme sich bei der Übertragung ins Hochdeutsche ergeben, aber auch welche Türen sich dadurch öffnen und welche Rolle der Klang dabei spielt. Schließlich wirft Frauke Kühn mit der Autorin und Teilnehmerin des Bachmann-Preises 2021 einen exklusiven Blick hinter die Kulissen des jährlichen Wettlesens.
Herzlichen Dank für das feine Gespräch:
Katharina Ferner
Herzlichen Dank für das feine Gespräch:
Katharina Ferner
20 Minuten
Wie viel Magie darin stecken kann, durch einen kleinen Buchstabentausch falsch abzubiegen und statt in der Bienen- in der Birnengasse zu landen, zeigt Mathias Müller mit seinem literarischen Debüt „Birnengasse“. Gemeinsam mit Frauke Kühn blickt der Vorarlberger Autor in der Radetzkystrasse 1 auf den spannenden Entstehungsprozess seiner lyrischen Prosa. Er erzählt, wie aus Wörtern Straßen werden, wie seine Leser:innen sich darauf fortbewegen können und was es mit den fremdsprachigen Zitaten in seinem Text auf sich hat. Außerdem spricht Mathias Müller vom steten Vertrauen in die Sprache, auch wenn sie auf den ersten Blick scheinbar nirgendwo hinführt und lädt am Ende des Gesprächs zu einer kleinen Reise in die „Birnengasse“ ein.
Herzlichen Dank für das feine Gespräch:
Mathias Müller
Herzlichen Dank für das feine Gespräch:
Mathias Müller
18 Minuten
16. März 2020: Die Eröffnung der neuen Buchhandlung “Lesezeichen” im Herzen von Hohenems fiel genau auf den ersten Tag des ersten Lockdowns. Inhaberin Melanie Rüdisser hat sich aber nicht unterkriegen lassen und z.B. mit der Auslieferung der Bücher per Rad eine intuitive wie ökologische Lösung gefunden. In der Radetzkystrasse 1 öffnet sie nun die Türen zu ihrer Buchhandlung und erzählt, wie wichtig es ist, zwischen dem Buchmarkt und den Leser:innen mit Feingefühl und Expertise zu vermitteln. Außerdem spricht die Umweltberaterin und Systemwissenschaftlerin mit Frauke Kühn darüber, warum Geschichten für uns alle gerade jetzt in dieser herausfordernden und hektischen Zeit besonders wichtig sind und weshalb es in jedem kleinen Ort unbedingt eine Buchhandlung braucht.
Herzlichen Dank für das feine Gespräch:
Melanie Rüdisser
Herzlichen Dank für das feine Gespräch:
Melanie Rüdisser