Kunstblick - Der Kunstpodcast zum Thema Sammeln Archiv
108 Episoden
3 Minuten
Am Anfang unseres Podcast hatten wir ja bereits angekündigt, dass wir eine kleine Sammlung aufbauen und diese, im Rahmen einer Charity-Auktion, an unsere Hörerinnen und Hörer versteigern möchten. Ihr entscheidet dann auch, wohin der Erlös der Versteigerung gehen soll. Schon als Kind hat er mit dem malen begonnen und hat seither nicht wieder damit aufgehört. VOKA, Jahrgang 1965, lebt und arbeitet in Puchberg am Schneeberg, etwa eine Stunde südlich von Wien. Inspiriert von der Technik und Malweise der Alter Meister, entwickelte er im Laufe der Zeit sein eigenes Markenzeichen den "Spontanrealismus", unter dem er die wiederentdeckte Ernsthaftigkeit in der zeitgenössischen Kunst versteht. Seine Arbeiten sind gegenständliche, farbenstarke Arrangements, die häufig die Sonnenseite des Lebens zeigen. Das Aquarell mit Titel "Stillleben" entstand 2008 in Bad Reichenhall. Mehr über ihn und seine Kunst erfahrt ihr im folgenden Podcast. Viel Vergnügen!
19 Minuten
Jedes Bild hat seine eigene Geschichte und er gibt der Kunst den richtigen Rahmen. Werner Murrer ist seit über 30 Jahren leidenschaftlicher Rahmenmacher aus München und gilt als einer wichtigsten Experten. In der hauseigenen Werkstatt entwirft und fertigt er Unikate mit handwerklicher Präzision. Aber nicht nur das - Werner Murrer restauriert auch historische Rahmen u.a. einen aus Papiermaché, der ein wichtiges Gemälde von Henri Matisse einfasst oder, ganz aktuell, den der Sixtinischen Madonna von Raffael, in der Staatliche Kunstsammlung Dresden. Welche Tipps er für die Rahmenauswahl hat, wie sich die Rahmengeschmäcker weltweit unterscheiden und warum man mitunter gar keine Rahmen mehr braucht, das hat er uns im folgenden Kunstblick erzählt. Viel Vergnügen!
5 Minuten
Am Anfang unseres Podcast hatten wir ja bereits angekündigt, dass wir eine kleine Sammlung aufbauen und diese, im Rahmen einer Charity-Auktion, an unsere Hörerinnen und Hörer versteigern möchten. Ihr entscheidet dann auch, wohin der Erlös der Versteigerung gehen soll. Auch Stylianos Schicho unterstützt uns und trägt ein Werk zur Sammlung bei. In seinen Arbeiten untersucht er die Spannung zwischen Individuum und Kollektiv, zwischen Intimität, Isolation, zwischen Nähe und Distanz. Es geht aber auch um das Thema Beobachtung und darum beobachtet zu werden. Die Zeichnung "Ohne Titel" stammt aus seiner 2022 entstandenen Zypern-Serie. Anders als in früheren Arbeiten auf Papier, bei denen es sich meist um Skizzen handelte, stellt die Zypern-Serie seine erste vollständige Serie an Zeichnungen dar. Mehr Informationen zu ihm und seinem Werk gibt es im Podcast. Viel Vergnügen! Nähere Details zur geplanten Versteigerung findet ihr auf unserer Webseite.
18 Minuten
Eigentlich ist er staatlich geprüfter Verwaltungswirt. In der aktuellen Ausgabe des BMW Art Guide by Independent Collectors wird er jedoch als jüngster Kunstsammler international gelistet. Lukas Jakob, Jahrgang 1998, kommt aus Freiburg im Breisgau. Schon lang engagiert er sich ehrenamtlich in örtlichen Kunstvereinen. Vor etwa sechs Jahren hat er dann selbst mit dem Sammeln begonnen und zeigt seine Collection auch gerne der Öffentlichkeit. Bis vor kurzem war diese etwa im Rahmen einer Pop-Up Präsentation in der Galerie Anna25 in Berlin Kreuzberg zu sehen. Vergangene Woche endete auch die von ihm kuratierte Ausstellung „Young Poets“ in Marbella Spanien. Vor allem Konzeptkunst und Junge Kunst seiner Generation hat es dem 24-jährigen Lukas Jakob angetan. Mittlerweile umfasst seine Sammlung rund 37 künstlerische Positionen in circa 100 Werken – darunter Arbeiten von Christian Perdix, Michael Sailstorfer, Neckar Doll, Fabio Baroli, Isa Genzken oder Karla Zipfel. Wir haben uns mit Lukas Jakob via Zoom unterhalten und über seine Kunstleidenschaft gesprochen. Wie seine Freunde auf die Sammlung reagieren und warum es für die Präsentation eines besonderen Kunstwerkes mit einer Bohrmaschine eine Aufsichtsperson brauchte, das erzählt er uns im Podcast. Also, viel Vergnügen!
23 Minuten
Sie selbst bezeichnet sich als leidenschaftliche Kunstliebhaberin und als Leseratte. Die gebürtige Münchnerin Sonja Lechner ist Kunsthistorikerin, Kuratorin, Kunstberaterin und Geschäftsführerin ihres Unternehmens Kunstkonnex Artconsulting. Dort liest man auf der Homepage auch, dass sie bei der Pflege und Erweiterung von Sammlungen, sowie bei der Auswahl und beim Kauf berät. Das heißt, egal ob man Antiquitäten, Alte oder Jüngere Meister, moderne Kunst oder Contemporary für die eigenen vier Wände oder die Firmensammlung sucht, Sonja Lechner und ihr Team können dazu Offerte legen. Wie das Ganze funktioniert, ob es bestimmte Sammlertypen gibt und wie sie eigentlich durch Zufall zur Kunst gefunden hat, das hat uns Sonja Lechner im folgenden Podcast erzählt. Am Schluss gibt es auch noch einen Tipp von der Expertin für die eigene Sammlung. Also, viel Vergnügen!
16 Minuten
Fast scheint es, als wären Wind und Wolken im Moment eingefroren. Zart und flüchtig präsentieren sich die Arbeiten der Schweizer Künstlerin Julia Steiner, und das trotz ihres oft monumentalen Formates. Performative Aspekte, der Prozess der Veränderung, Achtsamkeit, ein Hineinhören, kommen und gehen, Spuren vom Dasein und vom Dagewesenen, so lässt sich Julia Steiners Kunst vielleicht am besten charakterisieren. Die Vierzigjährige hat in Bern und Berlin studiert, 2009 wurde sie mit dem Swiss Art Award ausgezeichnet, 2017 dem Wiener Strabag Art Award International. Julia Steiner arbeitet zudem mit verschiedenen privaten und öffentlichen Institutionen, wie der Credit Suisse oder dem Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern zusammen. Als Artist in Residence hat sie zudem einige Zeit in Peking verbracht und auch ihre Stammgalerie, die Galerie Urs Meiler aus Luzern, hat ihre Dependance in Peking. Wie wichtig ihr dieser internationale Spagat ist, welche Rolle Zeit, Raum und die Vergänglichkeit in ihren Arbeiten spielen und was bei ihr Zuhause eigentlich hängt, das hat uns Julia Steiner im folgenden Podcast verraten. Viel Vergnügen!
21 Minuten
In diesem Podcast wird es bunt. Prof. Dr. Ulrich Seibert ist Jurist, Professor für Wirtschaftsrecht, an der Heinrich Heine Universität in Düsseldorf, hat über 200 Aufsätze publiziert, zahlreiche Reformen im Gesellschaftsrecht tragen seine Handschrift. Ulrich Seibert ist aber auch leidenschaftlicher Sammler von Pop-Surrealismus, einer Kunst, die ihren Ursprung in der US-amerikanischen Kustom Kulture und Surfkultur der 1950er sowie den späteren Underground Comix hat. "Kunst die man erklären muss ist langweilig" - so Ulrich Seiberts "Motto". In den Heckmann Höfen in Berlin Mitte hat Seiberts Sammlung ein Zuhause gefunden. Die Collection ist aber nicht nur Showroom, sondern auch Location für Fotoshootings, bzw. ein Ort der Begegnung - ein Highlight der Berliner Kunstlandschaft. Wir haben mit Ulrich Seibert via Zoom über seinen extravaganten Geschmack, die Verbindung zwischen Gesetzesentwürfen und Comic-Heften, über die Berliner Kunstszene und die Nachhaltigkeit seiner Sammlung gesprochen - stets mit ein wenig Augenzwinkern. Viel Vergnügen!
29 Minuten
Bereits mit drei Jahren hat er mit dem Zeichnen begonnen, als Schüler gründete er dann das T-Shirt Lable Viereck und machte sich erstmals selbständig. Mit nun 30 Jahren sorgt Martin Tardy international für Aufsehen, begeistert seine knapp 180.000 Follower auf Instagram und bringt Bewegung in den steifen Kunstmarkt. Denn, Martin Tardys teils großformatige Bilder, Skulpturen und Zeichnungen entstehen meist aus nur einer einzigen Linie. One-Line-Drawing nennt der Künstler selbst seine Technik, bei der ohne Absetzen, aus nur einem einzigen Strich, Figuren, Körper und Gesichter entstehen. Ein Instahit wurde aber vor allem Tardys Video, in dem er eine dieser Zeichnungen asynchron, also mit beiden Händen gleichzeitig ausführt. Eigentlich hat er nie etwas nach den Regeln gemacht, hat uns Martin Tardy im Gespräch erzählt, und das ist auch gut so. Umgeben von seiner Kunst, welche bei unserem Treffen in der ehemaligen Wohnung der Opernsängerin Hilde Zadek, im 19. Bezirk in Wien zu sehen war, haben wir mit ihm über seine Leidenschaft zur Kunst, Karriere und die Zusammenarbeit mit Galerien, die Macht der Linie und ob es vielleicht doch eine Gerade in seinem Lebensweg gibt. Also, viel Vergnügen!
23 Minuten
Wer sich mit dem Sammeln beschäftigt, der muss sich zwangsläufig auch mit dem Kunstmarkt auseinandersetzen. Wir überlassen das aber den Profis. Nadine Oberste-Hetbleck ist seit zwei Jahren Direktorin des ZADIK, des Zentralarchivs für deutsche und internationale Kunstmarktforschung an der Universität zu Köln. Aber keine Angst, Vorlesung wird das heute keine, denn seit nunmehr genau dreißig Jahren befasst man sich am ZADIK neben der Geschichte des Kunstmarktes auch mit sogenannten Galeriebüchern sowie Künstlernachlässen und -biographien. Die Vergangenheit wird so zum Erklärmodell für die Gegenwart und vielleicht zum Kaleidoskop für die Zukunft. Nadine Oberste-Hetbleck hat mit uns über ihr Kunstinteresse, den Reiz des Theoretischen und ihre Forschung gesprochen. Und sie hat uns verraten, wie sich der Kunstmarkt im Laufe der Zeit verändert hat und was Sammlerinnen und Sammler daraus lernen können. Also, viel Vergnügen!
24 Minuten
Florian Langhammer ist Gründer von Collectors Agenda, einer medienübergreifenden Plattform für Kunstgespräche und Kunsteditionen. Zusammen mit seinem Team blickt der gebürtige Heidelberger dabei auf die zeitgenössische Kultur stets mit dem Ziel, die Leidenschaft hinter der Kunst zu zeigen und die Weltsicht zu erweitern. Der Weg dorthin führt unter anderem über Geschichten von Menschen, die zeitgenössische Kunst und Kultur zu einem Teil ihres Lebens gemacht haben. Als Verleger des 'Collectors Chronicle' ist Florian Langhammer für ein Printmagazin verantwortlich, das mehrmals im Jahr zu internationalen Kunstmessen und Biennalen erscheint und das spannende Einblicke in Künstler:innen-Ateliers bietet. Mit durchschnittlich 10-16.000 Leser:innen spricht der Collectors Chronicle ein vielseitiges Publikum von Menschen an, in deren Leben Kunst eine Rolle spielt. Darüber hinaus bringt er mit Collectors Agenda regelmäßig auch Künstler:innen-Editionen heraus – eine erschwingliche Möglichkeit, sich mit zeitgenössischer Kunst intensiver auseinander zu setzen und nach und nach, eine eigene Sammlung aufzubauen. Wir haben Florian in den Büros von Collectors Agenda, in der Wiener Innenstadt, getroffen und mit ihm über seinen Werdegang, die Bedürfnisse von Sammler:innen aber auch die Faszination und den Wert von Kunsteditionen gesprochen. Viel Vergnügen!
26 Minuten
Eigentlich ist er gelernter Uhrmacher und klassischer Archäologe. Seine Diplomarbeit hat er dann aber über die Landschaftsgemälde von Gustav Klimt geschrieben, seine Dissertation über das Frühwerk von Oskar Kokoschka. Der Kunsthistoriker Alfred Weidinger machte als Kurator, wie als Vizedirektor an der Albertina, sowie als Leiter des von ihm gegründeten Research Center am Wiener Belvedere, auf sich aufmerksam. 2017 wechselte er dann als Leiter an das Museum der bildenden Künste nach Leipzig und zeigte dort unter anderem zwei wichtige Ausstellungen zum Phänomen der Netzkultur. Drei Jahre später kam Weidinger wieder zurück nach Österreich. Seitdem ist er nicht nur Geschäftsführer der Oberösterreichischen Landes-Kultur GmbH, sondern bringt sein Interesse an neuen Medien auch in die Ars Electronica Stadt mit ein. In Linz hat der Museumsmanager, Kurator und Fotograf auch die erste museale Ausstellung zu NFTs (Non-Fungible Token) weltweit organisiert. Wir haben Alfred Weidinger in seinem Büro, mit einem fantastischen Blick auf die Linzer Altstadt, getroffen und mit ihm über die digitalen Herausforderungen für die Museumslandschaft sowie den Wert der Krypto-Kunst gesprochen. Und warum er im Kulturbetrieb hinsichtlich digitaler und analoger Kunst ein radikales Umdenken fordert. Also, viel vergnügen!
4 Minuten
Am Anfang unseres Podcast hatten wir ja bereits angekündigt, dass wir eine kleine Sammlung aufbauen und diese Ende 2022 im Rahmen einer Charity-Auktion an unsere Hörerinnen und Hörer versteigern möchten. Ihr entscheidet dann auch, wohin der Erlös der Versteigerung gehen soll. Eine weitere Künstlerin, die unser Vorhaben mit zwei Arbeiten unterstützt, ist Julia Bugram. Ihre Kunst ist oftmals ein Statement zu gesellschaftlichen Themen, die sie und die Menschen in ihrem Umfeld beschäftigen - zuletzt u.a. Sexualisierung und Selbstbestimmung. Sie arbeitet dabei interdisziplinär, von Zeichnungen und Grafiken bis hin zu Installationen und Objekten. Die beiden Kohlezeichnungen, mit denen Sie uns unterstützt, sind Teil der 2021 entstandenen Serie "It's a match and it's going to be grand". Ja, wer hier an Online-Dating denken muss, liegt ganz richtig. Mehr Informationen zu den Werken gibt es im Podcast und bei uns auf Instagram. Nähere Details zur geplanten Versteigerung findet ihr auf unserer Webseite.
19 Minuten
„The Emotion Artist“ – So steht es auf der Homepage des Künstlers, des Malers, Alexander Höller. Der Shooting-Star wurde 1996 in Schweinfurt geboren, derzeit lebt er in München. Zeichnerisches Talent hat Alexander Höller schon früh bewiesen – Als Kind bemalte er gern die Steine im Garten, die er dann für einen Euro weiterverkaufte. Die Kunst gab auch den weiteren Lebensweg vor. Kurz vor dem Abitur ging Alexander Höller von der Schule ab – nicht um Künstler zu „werden“, sondern um Künstler zu „sein“, wie er selbst sagt. Obwohl er kein Abitur vorweisen konnte, wurde er als Student an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg angenommen, später wechselte er nach München. 2020 erhielt er dort sein Diplom, seitdem geht die Karriere steil bergauf. Mittlerweise stellt Alexander Höller in München, Berlin, Aspen, Miami oder Chicago aus. Prominente wie Arnold Schwarzenegger oder Oliver Kahn besitzen seine Werke. In Deutschland hat Alexander Höller erst vor kurzem seine Werkserie „Der stumme Schrei“ präsentiert. Ganz klar setzt er sich in dieser mit dem Werk von Edvard Munch auseinander, beschäftigt sich aber auch mit dem Schrei an die Gesellschaft, der aus Alexander Höller selbst herauskommt. Wie er selbst seine Kunst so sieht, welche Rolle Social Media bei seiner Karriere gespielt hat und wie der Kontakt zu Galerien in Amerika zustande kam, das hat er uns im Podcast verraten. Viel Vergnügen.
4 Minuten
Ganz am Anfang hatten wir ja bereits angekündigt, dass wir eine kleine Sammlung aufbauen und diese Ende 2022 im Rahmen einer Charity-Auktion an unsere Hörerinnen und Hörer versteigern möchten. Ihr entscheidet dann auch, wohin der Erlös der Versteigerung gehen soll. Heute nun ist es soweit und wir präsentieren euch das erste Werk bzw. auch den ersten Künstler, der unsere Sammlung mit einer Arbeit unterstützt: o.T. (2022) von Andreas Hörbiger Nähere Details zum Werk, zum Künstler sowie der geplanten Versteigerung, findet ihr bei uns auf Insta sowie auf unserer Webseite.
21 Minuten
Eigentlich ist er Sportlehrer und war sogar als Handballtrainer tätig. Kunst begleitet ihn aber schon seit langem. In der Corona-Krise hat er sogar einen Start-Up für Kunst gegründet. Mit seinem Studierenden Kunstmarkt hilft Erich Reich angehenden Künstlerinnen und Künstlern bei ihren ersten Karriereschritten, denn auf dem Online Marktplatz können Studierende ihre Werke selbst anbieten und verkaufen. Ein paar Klicks genügen und schon ist das eigene Bild online. Manche haben sich über Erichs Plattform mittlerweile sogar das Studium finanziert. Aber auch für Sammlerinnen und Sammler gibt es immer wieder neue, spannende Kunst zu entdecken. Ganz klar, der Studierenden Kunstmarkt ist ein Erfolgsmodell. Wir wollten mehr darüber erfahren und haben mit Erich über Zoom gesprochen. Dabei hat er uns auch gleich verraten, was ein Künstlerindex ist und welches Werk er selbst bei seinem Kunstmarkt erstanden hat. Also, viel Vergnügen!