Kunstblick - Der Kunstpodcast zum Thema Sammeln Archiv
108 Episoden
31 Minuten
Das Kölner Auktionshaus Lempertz gilt als ältestes Auktionshaus, das sich noch in Familienbesitz befindet. Isabel Apiarius-Hanstein, die jüngste Tochter des Hauses, ist umgeben von Kunst aufgewachsen. Nach der Schule hat sie dem Familienbetrieb aber erst einmal den Rücken gekehrt. Heute ist sie Miteigentümerin, kümmert sich um die jüngste Kunst des Hauses und hat unter anderem auch das Firmenlogo modernisiert. Kunst ist für die Mittdreißigjährige aber nicht nur Beruf sondern auch Leidenschaft. Was sie privat sammelt und welchen Einfluss Instagram & Co. mittlerweile auf die junge Sammlergeneration haben, das hat sie uns im folgenden Gespräch verraten. Viel Vergnügen!
32 Minuten
Rudolph Wacker, Anton Romako, Egon Schiele, Alfred Kubin, Albin Egger-Lienz und viele viele mehr. In der Wiener Sammlung Ortner hängt das Who is Who der österreichischen Kunst der letzten 200 Jahre. Klaus Ortner (77), ist Unternehmer und hat die Firma Ortner vom familiären Handwerksbetrieb zum Hightech-Anlagenbauer, vom österreichischen zum internationalen Markt weiterentwickelt. Seine IGO Industries Gruppe hält mehrere Beteiligungen in Mittel- und Osteuropa, u.a. an der PORR AG, einem der größten, österreichischen Baukonzerne. Darüber hinaus hat er in den letzten 50 Jahren nicht nur eine der wichtigsten Privatsammlungen Österreichs aufgebaut, sondern sich auch den Traum vom eigenen Privatmuseum erfüllt. Ticketschalter oder Shop gibt es da jedoch nicht. Selbst Bildbeschreibungen sucht man vergebens. Die Schauräume sind nur auf Einladung des Hausherren zugänglich. Das Museum Ortner präsentiert sich daher viel mehr als erweiterter Schauraum - ein Haus für die Kunst. Wir haben dort sogar eine Privatführung genießen dürfen und Werke von Rudolf von Alt bis Friedensreich Hundertwasser bestaunt. Anschließend haben wir mit Klaus Ortner über seine Sammelleidenschaft gesprochen, wie er als Großunternehmer mit über 25.000 Mitarbeitern zur Kunst gekommen ist und ob er sein Museum auch als eine Art Vermächtnis sieht. Viel Vergnügen!
30 Minuten
Sie hat bei dem bekannten Kunsthistoriker Hans Belting studiert und sich schon früh auf das Genre Skulptur fokussiert. Ihre Abschlussarbeit schrieb sie über Herkulesskulpturen der Renaissance. Juliane von Herz ist Kunsthistorikerin, Kuratorin und Autorin und beschäftigt sich vor allem mit dem Medium Skulptur im öffentlichen Raum. Als Kunstbeauftragte für die Landesbank Hessen-Thüringen realisierte sie u.a. ein Konzept zur Sammlung junger Kunst der Gegenwart. Eng arbeitet sie mit zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern bei der Kreation neuer Arbeiten zusammen und regt ein breites Publikum zum Diskurs an. Zudem vermittelt sie als freie Kuratorin zwischen privaten und öffentlichen Sammlungen und berät Bundesbehörden beim Einkauf neuer Werke. Darüber hinaus ist Juliane von Herz Gründerin der Plattform Euphoria - Gesellschaft für Urbane Kunst und Stadtentwicklung mit Sitz in Frankfurt. Mit dem Salotto Buono, einem der Projekte von Euphoria, hat sie im Frankfurter Westend auch einen Raum für regelmäßigen sozialen und intellektuellen Austausch geschaffen. Wir haben mit ihr über die Bedeutung der Kunst im öffentlichen Raum gesprochen, welchen Einfluss diese auf unsere Gesellschaft hat und warum sie selbst eigentlich über einen Irrtum zur Kunst gekommen ist. Viel Vergnügen!
28 Minuten
Beim Sammeln geht es ja nicht nur ums Entdecken und Kaufen neuer Werke. Mitunter kommt es vor, dass man in den eigenen vier Wänden etwas Platz schaffen muss, die Sammlung auf einen Schwerpunkt verdichtet oder man durch den Verkaufserlös etwas anderes kaufen möchte. Der Verkauf über eine Auktion kann aber durchaus mühsam sein, denn oft ist der Schätzwert, den das Haus veranschlagt, am Ende niedriger als man erhofft hat – klar, will man doch den Kunden auch Schnäppchen bieten und sie zum Gebot animieren. Wird das Werk dann aber nicht verkauft, so hat es für den Markt einen Preisstempel, der oft nur schwer wieder loszuwerden ist. Hinzu kommen Kosten für den Katalog, die Lagerung, Versicherung u.v.m. Im heutigen Kunstblick Podcast treffen wir die Architektin, Kunstsammlerin und Gründerin der Kunstplattform Artcrater, Gudrun Wurlitzer. Bei Artcrater verknüpft Sie die Käufer- und Verkäuferseite miteinander und ermöglicht so diskrete Private Sales zwischen Sammlerinnen und Sammlern, abseits der klassischen Auktionshäuser und Galerien. Natürlich haben wir mit Gudrun Wurlitzer auch über ihre eigene Sammelleidenschaft gesprochen, und die besonderen Momente, in denen die eigenen Kinder samt Schulrucksack nahe dem Bild vom Fotografen Thomas Ruff vorbei gehen. Viel Vergnügen beim Zuhören.
33 Minuten
Birgit Vollmeier und Yudi Warsosumato kommen aus der Werbebranche, haben für bekannte Namen der Branche gearbeitet und sich dort auch kennengelernt. 1999 folgte der Entschluss sich selbständig zu machen. Seitdem arbeiten sie als Text- und Art-Direktoren der PEACH-Kommunikationsagentur in ihrem Büro in der Gumpendorferstraße im 6. Bezirk in Wien. In die Kunst- und Kulturszene sind sie dann irgendwie "reingerutscht" haben sie uns erzählt. "We design memories" heißt es auf der Homepage der beiden - mittlerweile beraten sie die verschiedensten Kulturinstitutionen, wie das Impulstanz-Festival, die Albertina Wien, KÖR- Kunst im Öffentlichen Raum, die Galerie Hubert Winter oder den Nachlass der Künstlerin Birgit Jürgenssen. Der erste eigene Kunstkauf ließ auch nicht lange auf sich warten. Als klassisches Sammlerpaar sehen sich Birgit Vollmeier und Yudi Warsosumato aber trotzdem nicht. Kunst ist für sie vielmehr eine Leidenschaft, eine Inspirationsquelle und das Ticket in eine andere, fantastische Welt. Wir haben die beiden in den Räumlichkeiten ihres Wiener Kreativbüros getroffen und mit ihnen über ihre Sammlung und die Faszination von Kunstbüchern gesprochen. Und dann wollten noch wir wissen, was es mit diesem speziellen Kunstschaufenster auf sich hat. Die Auflösung gibt es in etwa 30 Minuten. Viel Vergnügen.
36 Minuten
Er führt DIE grafische Sammlung Österreichs bzw. Mitteleuropas, privat schlägt sein Herz aber vor allem für Skulpturen. Im Kunstblick Nummer 12 haben wir Prof. Dr. Klaus Albrecht Schröder, den Generaldirektor der Albertina Wien, in seinem Büro besucht - mit einem großen Gemälde des Malers Hubert Scheibl auf der einen Seite und einem fantastischen Ausblick auf die Wiener Staatsoper auf der anderen. Seine Begeisterung für Kunst hat der aus Linz stammende Klaus Albrecht Schröder bereits während seiner Jugend entdeckt. Nach der Lektüre diverser Kunstbüchern wollte er zunächst selbst Künstler werden. Schnell kam es zum Kauf des ersten eigenen Werkes. Seine Sammelleidenschaft hat bis heute angehalten, Künstler ist er aber nicht geworden. Stattdessen studierte er Geschichte und Kunstgeschichte und war bereits mit 30 Jahren Gründungsdirektor des Kunstforum Wien. Drei Jahre lang leitete er das Wiener Leopold Museum, seit 1999 steht er nun der Albertina vor. Wie er uns im Gespräch verrät, ist seine private Kunstsammlung gar nicht so groß. Der Inhalt hat auch nicht unbedingt mit der Albertina zu tun, denn die meisten Werke hat Klaus Albrecht Schröder erworben, bevor er Direktor der Albertina wurde. Ob sich seine Kunstleidenschaft und sein Blick als Direktor verändert haben, wie wichtig der Kontakt zu Sammlerinnen und Sammlern ist und welchen Stellenwert Schenkungen für ein Museum von Weltrang haben - das hat er uns im Podcast erzählt. Viel Vergnügen.
37 Minuten
Sie sind Sammler, Kuratoren, Ausstellungsmacher aber auch Berater - Johanna und Friedrich Gräfling führen in der Frankfurter Kennedyallee den "Salon Kennedy". Keine Galerie, sondern vielmehr eine spannende und persönliche Begegnungsstätte für Kunst. In ihrem erweiterten Wohnzimmer begrüßen sie regelmäßig Kunstinteressierte und Kunstschaffende. Der Fokus liegt dabei nicht allein auf dem Ausstellen von Kunst - die Gräflings wollen vielmehr den Diskurs fördern und Menschen durch Kunst zusammenbringen. Kunst hat auch die Gräflings irgendwie zusammengebracht: Johanna studiert gerade am Sotheby's Institute in London, als sie den angehenden Architekten Friedrich kennenlernt. Gleich ihr erstes Date führt die beiden in eine Ausstellung. In London erwirbt Friedrich Gräfling u.a. auch eine Arbeit von Stuart Semple, der sich vornehmlich politischen und gesellschaftlichen Themen beschäftigt und heute als einer der führenden jungen Pop-Art Künstler gilt. Im Laufe der Jahre wächst die Sammlung Gräfling um viele weitere Positionen an, darunter Arbeiten von Michael Sailstorfer, Grace Weaver, Jorinde Voigt, Simon Fujiwara, Larue Prouvost, Alicja Kwade oder Andreas Gursky. Leben und Kunst sind bei den Gräflings untrennbar miteinander verbunden. Diese besondere "Kunstenergie" ist der Motor ihrer Arbeit. Wir haben uns mit Johanna und Friedrich Gräfling über ihre Sammelleidenschaft unterhalten, darüber, wie sie gemeinsam neue Künstlerinnen und Künstler entdecken, welche Rolle Kunst und Künstler:innen in ihren Architekturprojekten spielen und wir haben sie auch gefragt, wie man denn in den "inner circle" ihres Kunstsalons kommt. Mit dabei im virtuellen Salon ist auch ihre kleine Tochter Wilhelmine, die sich ab und zu auch zu Wort meldet. Viel Vergnügen beim Zuhören.
23 Minuten
Zweimal musste sie coronabedingt verschoben werden, am Mittwoch hat sie aber endlich wieder ihre Tore geöffnet - die Art Cologne, die älteste, moderne Kunstmesse der Welt. Die Gänge auf dem Kölner Messegelände sind dieses Jahr zwar etwas breiter, die Anzahl der Aussteller hat sich jedoch kaum verändert. Rund 150 Galerien und Händler aus 20 Ländern präsentieren Zeitgenössische Positionen sowie Kunst nach 1945. Das Spektrum umfasst Malerei, Skulpturen und Installationen, Videos und Fotografien, Editionen und Multiples und sogar NFTs, also digitale Kunstwerke. Parallel dazu findet auch die Cologne Fine Art & Design statt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Design, klassischer Moderne, alter und antiker Kunst. Luftiger und regionaler soll die Art Cologne diesmal sein, das hat Art-Director Daniel Hug vorab angekündigt. Seit 2008 leitet und organisiert der gebürtige Schweizer die Messe aller Messen. Kunst war in seiner Familie schon immer präsent - der Vater war Architekt, die Mutter die älteste Tochter des Bauhaus Künstlers Laszlo Moholy-Nagy. Daniel Hug hat dann in Chicago Malerei, Fotografie und Kunstgeschichte studiert, später arbeitete er zunächst als Künstler, dann als Galerist in Chicago und Los Angeles. Mit seiner Galerie war er regelmäßig auf Kunstmessen vertreten, später wechselte er die Seiten und beriet u.a. die Art L.A. Heute lebt Daniel Hug in Köln. Uns hat er via Zoom von seiner Sammelleidenschaft erzählt, was man als Art Director der Art Cologne macht, ob es heute überhaupt noch Kunstmessen braucht, was die Art Cologne anders macht als die Art Basel und was man auf den Messestand hängen muss, damit er stehen bleibt...
41 Minuten
"Eigentlich musst du einfach danach gehen, was dir gefällt. Nachdem es von dir kommt, ergibt es auch einen Sinn - vielleicht auch einfach den, dass du eine Wunderkammer kreierst." So Dieter Buchhart zu seiner eigenen Sammlungstätigkeit. Ursprünglich hat er Immunologie, Genetik und Biochemie studiert, später, im Zweitstudium, dann Kunstgeschichte und Restaurationswissenschaften. Entsprechend geht er heute lieber bei Jean-Michel Basquiat, Keith Haring, Edvard Munch oder Alexander Calder ins Detail. Als freier Kurator konzipiert er regelmäßig Ausstellungen für internationale Museen wie beispielsweise „Keith Haring. The Alphabet“ in der Wiener Albertina, „KAWS Tokyo First“ in der Mori Arts Center Gallery in der japanischen Hauptstadt oder „Jean-Michel-Basquiat“ in der Fondation Louis Vuitton in Paris. Stets ist der dabei auf der Suche nach neuen Vermittlungsformaten und Möglichkeiten, Bekanntes auf andere Art und Weise neu zu entdecken. Wir haben Dieter Buchhart in Wien besucht und einen Kunstblick in sein Büro geworfen. Er hat uns von seiner Tätigkeit als Kurator erzählt, was ihn an Edvard Munch und Keith Haring so fasziniert, wie er ein neues Ausstellungsprojekt beginnt und welche Bedeutung die Zusammenarbeit mit privaten Sammlerinnen und Sammlern, für seine Projekte, hat. Viel Spaß beim Zuhören.
38 Minuten
Alles begann 1970 beim Formel 1-Rennen am Salzburgring, als der damals 16 jährige Peter Coeln den Rennfahrer Jochen Rindt in seiner Box bemerkte und abdrückte. Nur eine Woche später verunfallte der österreichische Rennfahrer in Monza tödlich und Coelns Foto sorgte für Aufsehen. Schnell wurde ihm klar, dass er später Fotograf werden würde. Zunächst eröffnete er in der Wiener Westbahnstraße ein Studio für Werbe- und Modefotografie. Eher zufällig begann er Mitte der 1980er Jahren alte Kamers zu sammeln und gründete 1991 den weltweit ersten Leica Shop in Wien. Mit seinen Kameraauktionen sorgte er immer wieder auch international für Schlagzeilen, so wurde hier u.a. die einzige Kamera versteigert, die auf dem Mond war und wieder zurück zur Erde gekommen ist. 2001 gründete er das Photomuseum WestLicht, das inzwischen über 80.000 Besucherinnen und Besucher pro Jahr zählt und u.a. bereits Ausstellungen von Nobuyoshi Araki, Edouard Baldus, Vivian Maier oder Ansel Adams zeigte. Die Sammlung des Museums umfasst über 120.000 Objekte, u.a. den europäischen Teil der Polaroid Collection, mit Arbeiten von Helmut Newton, Andy Warhol, Robert Mapplethorpe und vielen mehr. 2012 eröffnete Peter Coeln auch noch OstLich – eine Galerie, die den Markt für zeitgenössische Fotografie seither ankurbelt. Wir durften einen Kunstblick in Peter Coelns Wohnung werfen und haben uns mit ihm über die Anfänge seiner Sammlung und seine Leidenschaft für Fotografie unterhalten. Darüber erzählt er uns, was den Reiz von Originalabzügen bzw. Vintage Prints ausmacht, warum die Rückseite eines Fotos so wichtig ist und worauf man beim Sammeln von Fotografie achten sollte. Viel Spaß beim Zuhören. Auf unserer Webseite www.kunstblick-podcast.com findet man auch das berühmte Foto von Jochen Rindt sowie einige weitere Eindrücke aus der Sammlung von Peter Coeln.
22 Minuten
Diesmal treffen wir Dr. Nathalie Mahmoudi. Sie ist Fachanwältin für gewerblichen Rechtschutz und berät nicht nur private Sammlerinnen und Sammler, sondern auch öffentliche Institutionen zum Thema Kunst und Recht. Darüber hinaus ist sie selbst begeisterte Kunstliebhaberin, Autorin und fördert mit ihrer Kanzlei Dr. Mahmoudi & Partner Rechtsanwälte in Köln immer wieder auch Kunstprojekte, wie z.B. die Joseph Beuys Ausstellung im Museum Schloss Moyland. Gemeinsam sprechen wir mit Dr. Mahmoudi über die besonderen Herausforderungen ihrer Arbeit sowie über einige kuriose Fälle, mit denen sie sich zuletzt beschäftigt hat. Für interessierte Sammlerinnen und Sammler gibt es u.a. Tipps, auf welche rechtlichen Fallstricke man beim Kauf von Kunstwerken achten sollte und wie es um die Rückgabe von Kunst bestellt ist, die man online gekauft hat. Wir wünschen viel Spaß beim Zuhören.
39 Minuten
Heute sind wir wieder analog unterwegs und treffen Nuriel Molcho - Fotograf, Hutmacher, Gastronom und vieles mehr. Er wohnt in Wien, reist aber als moderner Nomade regelmäßig um die Welt, trifft spannende Persönlichkeiten und holt sich so neue Ideen für seine Projekte. "Du musst einfach mal in diese Welt eintauchen und anfangen" rät Nuriel all jenen, die sich für Kunst interessieren aber zögern, den Fuß in eine Galerie zu setzten. Nuriel ist einer der vier Brüder, die, gemeinsam mit ihrer Mutter Haya, hinter den Szene-Restaurants NENI stecken. Um jungen Leuten Kunst näher zu bringen, rief er einst das NENI Art Collective ins Leben, eine Art After-Work Clubbing, das über Jahre sehr erfolgreich Musik, Essen und Kunst miteinander verbunden hat. Im Podcast erfahren wir, warum er sich für Graffiti und Streetart interessiert und was den Großvater seiner Frau mit Walt Disney verbindet. Darüber hinaus erzählt er uns, wie Kunst seine Arbeit beeinflusst, welche Künstlerinnen und Künstler ihn besonders faszinieren und wie es dazu kam, dass er in einer Nacht- und Nebelaktion den Wiener Naschmarkt in eine Walking Gallery verwandelt hat.
39 Minuten
Diesmal treffen wir das Kieler Sammlerehepaar Gunda und Peter Niemann virtuell zum Frühstück. Die Niemanns wohnen im sogenannten “Haus N” und denselben Titel trägt auch ihre Sammlung. Sie sind Mitinhaber eines Baumaschinen Großhandels und haben sich schon früh für alle Arten von Kunst interessiert. Joseph Beuys, Michael Sailstorfer, Thorsten Brinkmann, Cosima von Bronin, Via Lewandovsky, Anna Fasshauer und Wu Tsang sind nur einige der prominenten Namen, die sich in ihrer Sammlung finden. Peter Niemann ist selbst auch Kunstschaffender – am Ende dieser Folge gibt es auch eines seiner Musikstücke zu hören. Die Niemanns sind außergewöhnliche Sammler, deren Kunst den Kopf anstrengen und zum Nachdenken anregen soll. Viele ihrer Arbeiten verstehen sich auch als Statements, die zum gesellschaftlichen Diskurs anregen, so wie auch ihre Publikationen “Texte zur Welt”. Was es damit genau auf sich hat, warum ein Panzer in ihrer Garage steht und wie es dazu kam, dass sie inzwischen auch eine Künstlerresidenz in Athen betreiben, das erzählen sie uns im Podcast.
34 Minuten
“Es gab eine Lücke in meinem Leben, die ich mit Sport nicht mehr füllen konnte”. Linn Born hat Pharmazie studiert und arbeitet seit mehreren Jahren als Qualitätsmanagerin für Großunternehmen. Doch seit ihr einmal ein Kunstwerk nicht mehr aus dem Kopf ging ist sie “angefixt”, wie sie erzählt. Für Born kann es im Leben gar nicht genug Kunst geben. Regelmäßig stellt die Sammlerin daher ihre Münchner Wohnung als Ausstellungsraum zur Verfügung und hat in Frankreich eine eigene Artist-Residency ins Leben gerufen. Mit dem Design-Label “Schoendiener” hat Linn Born zudem ihre beiden Leidenschaften verknüpft: Ihr Produkt – “Monolith” – ist eine Pillendose ohne Stigma, schick und zeitgemäß. Im Podcast erzählt sie uns mehr über ihre Begeisterung für Kunst, die Zusammenarbeit mit jungen Künstlerinnen und Künstlern und wie sie dazu kam, in den privaten vier Wänden Ausstellungen zu organisieren. Jetzt rein hören.
35 Minuten
Beide haben sich auf einer Münchner Kunstmesse kennen und lieben gelernt. Inzwischen wohnen sie in Wien, sammeln gemeinsam zeitgenössische Kunst und haben mit Segurio das „Netflix der Versicherungen“ gegründet. So bunt und abwechslungsreich wie ihre gesammelten Werke, von Nina Beier bis Andy Warhol, war auch unser Gespräch. Dabei haben wir u.a. erfahren, was sich überhaupt bei einem Kunstwerk versichern lässt, wie sich ihr Blick auf die Kunst im Laufe der Jahre verändert hat, wer von beiden beim Kunstkauf schneller das Portemonnaie zückt und was es mit diesem Gemälde mit dem Bananenauto auf sich hat. Viel Spaß beim Zuhören!