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Ned Wuascht Archiv

50 Episoden
53 Minuten
#3 Folge: Arbeit in Serie – Gespräch mit Käthe Kratz In der dritten Folge sprechen wir mit Käthe Kratz, die als erste Regiestudentin an der Filmakademie Wien als österreichische Pionierin gelten kann, über ihren Epos "Lebenslinien: Augustine – Das Herz in der Hand" (AT 1983) (Folge 2, Staffel 3) sowie ihr Leben und Wirken als Filmemacherin in Österreich. Das Gespräch haben wir während des von uns kuratierten Female Tracks Festival unter dem Motto "Silenced Care" im Programmkino Wels im März dieses Jahres führen dürfen. Im Anschluss an unseren Austausch zu dritt bringt sich auch das Publikum in Wels ein. Das Female Tracks Festival zeigt nun bereits seit 10 Jahren ausschließlich Filme von FLINTA*- Filmschaffenden. Alle zwei Jahre wird das Festival von neuen Kurator*innen gestaltet. 2024 haben wir den Schwerpunkt auf Arbeit, Care-Arbeit und Arbeitsmigration gelegt. 2025 werden wir das Festival noch einmal gestalten und freuen uns sehr, euch dort im März 2025 begrüßen zu dürfen!
56 Minuten
In der zweiten Folge der neuen Staffel starten wir nun, nach "Die Arbeitersaga" (Folge 1), mit "Lebenslinien: Augustine - Das Herz in der Hand" (AT 1983) von Käthe Kratz, machen dann mit der Netflix-Serie "Maid (US 2021)" weiter und sprechen zuletzt über Alfonso Cuaróns "Roma" (MEX/US 2018). Die fünf Lebenslinien sind ein vom österreichischen Fernsehen (ORF) produziertes Epos, das, angefangen von der Kaiserzeit bis hinein ins Jahr 1968, von vier Frauen über vier Generationen hinweg, erzählt. Der erste Teil "Augustine - Das Herz in der Hand" (AT 1983) handelt von einer jungen Frau, die um 1900 vom Land in die Hauptstadt migriert, um eine Anstellung zu finden. Sie fängt als Dienstmädchen in einem noblen Wiener Haus an. Dort jedoch wird sie vom Neffen des Hausherrn geschwängert und muss die Konsequenzen dafür selbst tragen. Der Film beleuchtet auch das Aufkommen der sozialdemokratischen Bewegung sowie der Dienstmädchenproteste und bettet eine individuelle Geschichte somit in größere politische Umbrüche ein. "Maid" (US 2021) basiert auf Stephanie Lands Buch "Maid: Hard Work, Low Pay, and a Mother's Will to Survive" (2019 veröffentlicht). Die Serie dreht sich um Alex, die mit ihrer zweijährigen Tochter aus einer gewalttätigen Beziehung flieht. Sie hält sich als Putzkraft über Wasser und droht immer wieder erneut in die Fänge ihres Ex-Partners zu fallen. Alex kämpft entschlossen gegen das System und gegen die suchtanfälligen Männer in ihrem Leben. Anhand ihrer Geschichte wird auch das Arbeits- und Sozialsystem in den USA beleuchtet. Mit "Roma" (MEX/US 2018) begeben wir uns von den USA nach Mexiko, um eine persönliche Erzählung von Cuarón zu verfolgen. Im Zentrum steht die indigene Cléo, die im Mexiko-Stadt der 1970er Jahre als Hausangestellte einer weißen Familie (der Cuarón angehörte) arbeitet. Roma hebt die Beziehung zwischen Cléo und der Familie hervor und beleuchtet nur nebenbei die Problematik ihrer Arbeitsverhältnisse. Timecode: 20:40: Maid 42:30: Roma
51 Minuten
Wir sind wieder da und starten den Sommer mit unserer dritten Staffel! In der ersten Folge setzen wir uns mit dem Thema Arbeit in österreichischen Serien bzw. Sagas aus den 1980er Jahren auseinander und sprechen im weitere Laufe der Folge, wie gewohnt, auch „mainstreamigere“ Produktionen. Zunächst sehen wir uns "Die Arbeitersaga" (AT 1985-1991) an. Diese vierteilige vom österreichischen Fernsehen produzierte und unter der Regie von Dieter Berner entstandene Reihe wirft in vier Erzählungen einen Blick auf die Sozialdemokratie nach 1945. Die Produktion sorgte medial für Aufsehen: Politiker witterten Anspielungen auf reale Skandale und Fehltritte in der Zweiten Republik. Im ersten Teil ("Das Plakat") machen sich Karl Blaha und seine Parteigenossen in der zerstörten Wiener Hauptstadt an die Mobilisierung für den ersten Mai. Dabei kümmert sich seine Frau Olga in der kargen Wohnung um den neugeborenen Sohn Rudi. Welche Rolle spielen die Frauen in dieser Erzählung für die Zukunft des Landes? Im zweiten Teil ("Die Verlockung") liegt die bis 1955 andauernde Besatzung durch die Alliierten bereits einige Jahre zurück. Karls Sohn Rudi engagiert sich bereits in der Gewerkschaft - wenn er nicht gerade von Brigitte Bardot träumt oder seiner gleichaltrige Kollegin hinterherschaut. Eine Coming-of-Age-Erzählung, die sich male gazy gibt, aus historischer Perspektive dennoch spannende Blickwinkel öffnet. Den zweiten Teil der Arbeitersaga "Die Verlockung" besprechen wir ca. ab Minute 37.
1 Stunde 9 Minuten
„Mutterschaft, Schwangerschaft, erster Sex, Beziehung - das sind so theoretische Worte aber wenn du sie wirklich im Körper spürst, dann sind sie so viel mehr. Und es bereitet dich eigentlich auch niemand vor auf all die Gefühle, die damit zusammenhängen.“ (Barbara Albert) Barbara Alberts neuer Film "Die Mittagsfrau" veranlasst uns während uns unserer Pause bis zur dritten Staffel in eine Spezialfolge einzutauchen: wir sprechen mit Regisseurin Barbara Albert selbst - und somit mit unserer ersten Gästin überhaupt! In der ersten halben Stunde tauschen wir uns noch zu zweit, die Podcast-Barbara und Bianca, über "Die Mittagsfrau" aus und geben einen inhaltlichen Überblick. Danach teilt uns Barbara Albert ihren Zugang zu den Themen, die sie im Film verhandelt, mit und ermöglicht uns Einblicke in ihre Arbeitsweise: über die Entwicklung der Figur, über die Erarbeitung der Sexszenen, über die Frage ob die Abtreibung Teil der Erzählung sein soll oder nicht und wie sie mit Kameramann Filip Zumbrunn das visuelle Konzept erarbeitet hat. Auch sprechen wir über "Licht" und "Nordrand" und was sich seit #Metoo in ihrem Leben verändert hat. "Die Mittagsfrau" läuft in Deutschland bereits in den Kinos, in Österreich ab 25.10.2023 Zeitangaben: 29:00 Gespräch mit Barbara Albert 01:07 Spoiler (Ende des Films)
56 Minuten
Teil 2: "Marie Antoinette", "The Favourite" & "Spencer" In dieser Folge widmen wir uns der Darstellung von Monarchinnen und Herrscherinnen im Spielfilm. Noch bis 18.1.2023 läuft im Wiener Metrokino die Retrospektive Cinema Royal: alle ausgewählten Filme sind also im Kino zu sehen. Über die Weihnachtsfeiertage wird es wie alle Jahre wieder in Österreich die Ernst Marischka Sissi-Triologie (1955-57) spielen, in der die jugendliche Kaiserin Elisabeth durch Schönheit und harmoniebringendes Geschick vor schönen Kulissen glänzt – insgesamt ein Anlass für das Thema unserer vorerst letzten Folge für die zweite Staffel. Quasi als Imagewechsel des alten Sissi-Bildes mag Corsage (2022) fungieren. Darin folgen wir der ihren Körper streng disziplinierenden 40-jährigen Kaiserin von einer anachronistischen Szenerie zur nächsten. Kann diese Darstellung die Monarchin in neuem Licht erscheinen lassen? Der Druck von Konventionen und Repräsentationszwang lastet auf allen Film-Queens. So auch auf Lady Diana, die in Spencer (2021) die Weihnachtsfeiertage im Jahr 1991 mit der Familie verbringen muss und mit ihrer labilen psychischen Verfassung allein gelassen wird. Bedient Regisseur Larraín hier ein Opfernarrativ oder können wir der Geschichte emanzipatorische Züge abgewinnen? Darüber diskutieren wir. Die 14-jährige französische Kaiserin Marie Antoinette (2006) hingegen erstickt die innere Leere mit Luxus und pompösen Festmahlzeiten. Sofia Coppolas Coming-of-Age-Kaiserinnen-Geschichte mit Anachronismusanspruch würde sich als Inspiration für viele nachfolgende Historienfilme erweisen. Einen größeren Bruch mit Monarchinnen-Narrativen schafft auch The Favorite (2018): wir sehen das aktive Ausüben weiblicher Macht, lesbischen Sex und auch das Leben und Leiden der untersten Gesellschaftschicht am Hofe. Die am Beginn des 18. Jahrhunderts regierende Queen Anne trifft ihre politischen Entscheidungen unter dem Einfluss ihrer Vertrauten Sarah Churchill und ihrer aus dem verarmten Adel zur Kammerdienerin aufgestiegenen Cousine Abigail Hill. Welche Besonderheiten finden sich in dieser Dreiecksdarstellung? Mit Blick auf diese filmischen Royals drängen sich uns immer wieder drei Fragen auf: Wieso faszinieren gerade weibliche Monarchinnen Filmemacher:innen und Publikum stetig aufs Neue? Zeigen die gewählten Protagonistinnen ein Bewusstsein für ihre Privilegien und Machtpositionen? Setzen die Filme einen monarchiekritischen Diskurs frei oder machen sie sich eher die Faszination für Luxus und Macht zu eigen? Welches Frauenbild wird von der "ersten Frau im Staat" transportiert und soll als Vorbild dienen? Zeitangaben: 00:10 Marie Antoinette 15:06 The Favourite 29:19 Spencer
56 Minuten
Teil 1: "Sissi-Triologie" & "Corsage" In dieser Folge widmen wir uns der Darstellung von Monarchinnen und Herrscherinnen im Spielfilm. Noch bis 18.1.2023 läuft im Wiener Metrokino die Retrospektive Cinema Royal: alle ausgewählten Filme sind also im Kino zu sehen. Über die Weihnachtsfeiertage wird es wie alle Jahre wieder in Österreich die Ernst Marischka Sissi-Triologie (1955-57) spielen, in der die jugendliche Kaiserin Elisabeth durch Schönheit und harmoniebringendes Geschick vor schönen Kulissen glänzt – insgesamt ein Anlass für das Thema unserer vorerst letzten Folge für die zweite Staffel. Quasi als Imagewechsel des alten Sissi-Bildes mag Corsage (2022) fungieren. Darin folgen wir der ihren Körper streng disziplinierenden 40-jährigen Kaiserin von einer anachronistischen Szenerie zur nächsten. Kann diese Darstellung die Monarchin in neuem Licht erscheinen lassen? Der Druck von Konventionen und Repräsentationszwang lastet auf allen Film-Queens. So auch auf Lady Diana, die in Spencer (2021) die Weihnachtsfeiertage im Jahr 1991 mit der Familie verbringen muss und mit ihrer labilen psychischen Verfassung allein gelassen wird. Bedient Regisseur Larraín hier ein Opfernarrativ oder können wir der Geschichte emanzipatorische Züge abgewinnen? Darüber diskutieren wir. Die 14-jährige französische Kaiserin Marie Antoinette (2006) hingegen erstickt die innere Leere mit Luxus und pompösen Festmahlzeiten. Sofia Coppolas Coming-of-Age-Kaiserinnen-Geschichte mit Anachronismusanspruch würde sich als Inspiration für viele nachfolgende Historienfilme erweisen. Einen größeren Bruch mit Monarchinnen-Narrativen schafft auch The Favorite (2018): wir sehen das aktive Ausüben weiblicher Macht, lesbischen Sex und auch das Leben und Leiden der untersten Gesellschaftschicht am Hofe. Die am Beginn des 18. Jahrhunderts regierende Queen Anne trifft ihre politischen Entscheidungen unter dem Einfluss ihrer Vertrauten Sarah Churchill und ihrer aus dem verarmten Adel zur Kammerdienerin aufgestiegenen Cousine Abigail Hill. Welche Besonderheiten finden sich in dieser Dreiecksdarstellung? Mit Blick auf diese filmischen Royals drängen sich uns immer wieder drei Fragen auf:  Wieso faszinieren gerade weibliche Monarchinnen Filmemacher:innen und Publikum stetig aufs Neue? Zeigen die gewählten Protagonistinnen ein Bewusstsein für ihre Privilegien und Machtpositionen? Setzen die Filme einen monarchiekritischen Diskurs frei oder machen sie sich eher die Faszination für Luxus und Macht zu eigen? Welches Frauenbild wird von der "ersten Frau im Staat" transportiert und soll als Vorbild dienen? Zeitangaben: 08:15 Sissi 19:45 Sissi – Die junge Kaiserin 31:45 Sissi – Schicksalsjahre einer Kaiserin 38:10 Corsage
1 Stunde 17 Minuten
#Roevember, zuerst ein Hashtag, dann eine politische Protestbewegung in Reaktion auf die Aufhebung des Roe vs. Wade Urteil in den USA hat während der US midterm elections hohe Wellen geschlagen. Der Zugang zu legalen und sicheren Abtreibungen wurde durch die Abstimmungs-Mehrheit der republikanischen Supreme Court Richter:innen in vielen Bundesstaaten der USA 2022 wieder massiv eingeschränkt. Der freie Zugang zu legalen und sicheren Abtreibungen war eine der Kernforderungen der zweiten feministischen Welle (1965 - 1985). Das nahmen wir zum Anlass, filmische Repräsentationen der letzten Jahrzehnte national wie international ins Auge zu fassen und Parallelen sowie Unterschiede in der Darstellung sowie Schwerpunktsetzung in der narrativen Erzählung und formalen Repräsentation ausfindig zu machen. Die österreichischen Produktionen Mit Leib und Seele (1978) und Nordrand (1999) legen einen Fokus auf die Komplizinnenschaft zwischen den weiblichen Hauptfiguren, finden jedoch unterschiedliche Strategien, mit der Schwangerschaft und dem Schwangerschaftsabbruch umzugehen. Eine ähnliche Form der weiblichen* Solidarität lässt sich im aktuellsten Film unserer Analyse Call Jane (2022) feststellen, der mitten in die Frauenrechtsbewegung der zweiten feministischen Welle (1968) in den USA eintaucht. In den USA bleibend, bietet Never Rarely Sometimes Always (2020) den Blick auf die Staaten über 40 Jahre danach und aus der Sicht von zwei Teenagerinnen erzählt. Der norwegische Film Ninjababy (2021) findet einen Dramedy Zugang, der mit Cartoon-Embryo und Momenten, in denen durchaus auch gelacht werden darf, die Achterbahnfahrt von einer plötzlichen Schwangerschaft mit großer Leichtigkeit einfängt. Abgerundet wird unsere Analyse mit L`Événement/ Das Ereignis (2021), dem Gewinnerfilm des Goldenen Löwen in Venedig 2021, der auf eindrückliche Art und Weise die emotionale Reise seiner Protagonistin Anne begleitet und die Zuschauenden ganz nah an den intimen, einsamen und schmerzhaften Prozess des Schwangerschaftsabbruchs und der gesellschaftlichen Repressionen und Tabuisierung des Frankreichs der 1960er Jahre heranlässt. Vorhandene oder nicht vorhandene Komplizinnenschaft, gesellschaftliche Verurteilung, die Möglichkeit an Informationen für sichere Abtreibungen zu gelangen, die finanzielle Möglichkeit abzutreiben, die Verbindung mit Beruf und beruflichen Zukunftsaussichten der Schwangeren, die medizinischen Nachwirkungen des Eingriffs sowie die Beziehung zum Vater des Kindes, sind Achsen an denen wir uns in dieser Folge abarbeiten. Hört hinein! *** *** Zeitangaben: 00:08:23 Ninjababy 00:20:49 Call Jane 00:31:00 Mit Leib und Seele 00:44:00 Nordrand 00:50:50 Das Ereignis 01:03:00 Never Rarely Sometimes Always ** ** Wir entschuldigen unsere technischen Probleme, aufgrund derer Biancas Tonspur an Qualität einbüßen musste.
1 Stunde 48 Minuten
Anlässlich der Erscheinung von Clara Sterns Debütfilm "Breaking The Ice" widmen wir uns nicht nur diesem Sportfilm, sondern schauen uns noch weitere Erzählungen dieses Genres seit 1990 an. Wir filtern Themen und Motive heraus, die in Sportfilmen mit weiblich codierten Charakteren besonders oft zum Tragen kommen und sprechen über den gesellschaftspolitischen Einfluss, den ein Pionierfilm wie "Bend It Like Beckham" seinerzeit auf eine große Zuseher*innenschaft übte. Von welchen Wünschen, Träumen und Konflikten erzählt außerdem "King Richard" und welche Punkte können wir diesem Hollywood-Film besonders abgewinnen? Was bleibt hingegen auf der Strecke? Welche Parallelen lassen sich zu "Breaking The Ice" oder "A League of Their Own" finden? Wir stellen fest, dass die Genderperformance “unserer” Figuren stets Verbindungen zur männlichen Dominanz im tatsächlichen Sportbetrieb herstellt, und dass sich je nach Jahrzehnt und Kontext lediglich die Konfliktschwerpunkte verlagern. Einzelsport und Teamsport erzählen außerdem von der Sehnsucht nach Anerkennung, sozialem Aufstieg und individualistischen Streben, in dem feministische Solidarität eine Sonderstellung einnimmt. Schaltet ein! *** *** Zeitangaben: 5:30 Bend It Like Beckham 35:00 Million Dollar Baby 40:30 Gipsy Queen 46:00 A League of Their Own 1:02:30 King Richard 1:18:00 Breaking The Ice
1 Stunde 17 Minuten
Girlification, successful aging & sexy but not sexual: Wieso werden Frauen auf der Leinwand ab einem gewissen Alter in eine Ecke gedrängt, in der sie plötzlich nicht mehr als begehrenswert gelten bzw. ihr Begehren selbst nicht artikulieren dürfen? An einem Tag mag eine Schauspielerin noch die Mitte-Zwanzigjährige “fuckable” Studentin darstellen und ein Jahr später die Mutter einer Teenagerin. In dieser Episode sehen wir uns Filme bzw. eine Serie mit weiblichen Protagonistinnen an, die sich in unterschiedlichen Lebensaltern befinden – die Gemeinsamkeit: es geht um Sexualität und romantische Beziehungen. Welche Themen scheinen in der Darstellung von Frauen ab 40 (leider eine Altersgrenze, die in der Branche existiert) noch immer ein Tabu zu sein und wie brechen 42 plus, Grace and Franky, Meine Stunden mit Leo, Amour und Paradies: Liebe damit?
1 Stunde 26 Minuten
“I do think it’s a feminist film because I give space to things which were never, almost never, shown in that way, like the daily gestures of a woman. They are the lowest in the hierarchy of film images. A kiss or a car crash comes higher, and I don’t think that’s accidental. It’s because these are women’s gestures that they count for so little.” (Chantal Akerman in einem Camera Obscura-Interview über "Jeanne Dielman") Filme bilden in ihren zweidimensionalen Bildern dreidimensionale innere wie äußere Räume ab. Wie diese Räume sich aus einer feministischen filmhistorischen Perspektive gestaltet haben, behandelt der erste Teil der zweiten Folge. Was aus diesen Entwicklungen abgeleitete praktische Tools für ein feministisches Filmlesen - wie aktive und passive Figuren, Raumdominanz oder Situierung der Figuren im familiären oder öffentlichen Raum - mit feministischen Räumen im Film zu tun haben, klärt der zweite Teil.
1 Stunde 7 Minuten
Staffel 2, Folge 1/ 2.Teil #1 Folge – Sexualisierte Gewalt und toxische Männlichkeit – quantitative Analyse Im zweiten Teil der ersten Folge der zweiten Staffel ist der Schwerpunkt auf einer quantitativen Analysemethode. Sexualisierte und nicht-sexualisierte Gewalt wird in verschiedenen Ausformungen vorgestellt, Unterscheidungen zwischen formellen und nicht-formellen Kontexten sowie unterschiedliche Intensitätsstufen von sexualisierter und nicht-sexualisierter Gewalt werden besprochen. Der Unterschied zwischen aktiver und passiver Position bei Gewalterfahrungen und Gewaltakten wird erläutert und die drei grundlegenden Hypothesen zur Gewaltdarstellung im österreichischen Spielfilm mit denen Barbara sich in ihrer Forschungsarbeit beschäftigt vorgestellt und beantwortet. Ein kleines Preview auf Barbara`s Dissertationsergebnisse sozusagen! Die inferenzstatistischen, wie deskriptiven Analysen beziehen sich auf 152 Spielfilme in den Jahren 1997 bis 2017 und werden auf Unterschiede zwischen weiblicher und männlicher Regie sowie zwischen weiblichen und männlichen Figuren hin getestet. Zusammen mit den filmhistorischen Überlegungen vom ersten Teil, runden wir die Folge mit Analysen in Bezug zu den fünf ausgewählten Filmen bzw. Serien ab.
46 Minuten
Staffel 2, Folge 1/ 1.Teil Im ersten Teil sprechen wir über Gewaltdarstellungen im Film und nähern uns einer historischen Betrachtung der Rezeption medialer Gewaltrepräsentationen. Wie hängen filmische Inszenierungsweisen mit realen Erfahrungswelten zusammen und Narrationen von Opfer und Täter*in mit stereotypisierten Sehgewohnheiten? Kann die Antwort auf eine Gewalterfahrung nur als Gegenangriff stattfinden? Akteurinnen von Rape-Revenge Filmen wirken durch ihre physische Gewaltanwendung weitaus emanzipatorischer als jede femme fatale, so Miriam Hansen (1995). Femme fatale, Racheagentin oder schutzbedürftiges Opfer? „Everyone knows what violence is", sagt James Kendrik (2006: 9) und wir stellen diese Grundannahme in Frage. Wenn das Medium Film und seine Bilder per se voyeuristisch angelegt sind, wie können Gewalterfahrungen als Teil eines fiktionalen Subjektivierungsprozesses dennoch erlebbar gemacht werden, um Alternativen zu medialen Berichterstattungen zu bilden? Wir entschuldigen das Hintergrundrauschen.
44 Minuten
In unserer letzten Folge der ersten Staffel dreht sich alles um die Darstellung lesbischer Figuren, deren Begehren und Beziehungsbilder. Anfangs, in Teil 1, arbeiten wir uns an einer Reihe von Stereotypen und Begrifflichkeiten ab, die auch Überschneidungen mit Codierungen aus der lesbischen Community beweisen - wie immer gilt aber: die Sache ist komplex. Nicht jede lesbische Person war als Kind ein Tomboy und nicht jede sexuelle Beziehung zweier Frauen besteht aus strikten butch und femme Codierungen. Ihr hört außerdem unsere Überlegungen zur Verbindung zwischen der Darstellung von Autos und Emotionsbeschreibungen und kurze Ausflüge in die weiter entfernte Filmgeschichte. Im zweiten Teil wenden wir unsere Theorien und Beobachtungen an ausgewählten Beispielen an. Diesmal fischen wir uns "Orange is the New Black" (kreiert von Jenji Kohan, USA 2013 – 2019), "Porträt einer jungen Frau in Flammen" ("Portrait de la jeune fille en feu", Céline Sciamma, F 2019), "Blau ist eine warme Farbe" ("La vie d’Adèle", Abdellatif Kechiche, F 2013) sowie aus Österreich "Der Boden unter den Füßen" (Marie Kreutzer, AT 2019) und "Siebzehn" (Monja Art, AT 2017) heraus.
56 Minuten
In unserer letzten Folge der ersten Staffel dreht sich alles um die Darstellung lesbischer Figuren, deren Begehren und Beziehungsbilder. Anfangs, in Teil 1, arbeiten wir uns an einer Reihe von Stereotypen und Begrifflichkeiten ab, die auch Überschneidungen mit Codierungen aus der lesbischen Community beweisen - wie immer gilt aber: die Sache ist komplex. Nicht jede lesbische Person war als Kind ein Tomboy und nicht jede sexuelle Beziehung zweier Frauen besteht aus strikten butch und femme Codierungen. Ihr hört außerdem unsere Überlegungen zur Verbindung zwischen der Darstellung von Autos und Emotionsbeschreibungen und kurze Ausflüge in die weiter entfernte Filmgeschichte. Im zweiten Teil wenden wir unsere Theorien und Beobachtungen an ausgewählten Beispielen an. Diesmal fischen wir uns "Orange is the New Black" (kreiert von Jenji Kohan, USA 2013 – 2019), "Porträt einer jungen Frau in Flammen" ("Portrait de la jeune fille en feu", Céline Sciamma, F 2019), "Blau ist eine warme Farbe" ("La vie d’Adèle", Abdellatif Kechiche, F 2013) sowie aus Österreich "Der Boden unter den Füßen" (Marie Kreutzer, AT 2019) und "Siebzehn" (Monja Art, AT 2017) heraus.
1 Stunde 17 Minuten
In unserer fünften Folge mit dem Überthema LGBTQIA + Trans beschäftigen wir uns mit Queerness und spezifisch in dieser Folge mit trans - Darstellungen und Repräsentationen. Zuerst gibt es eine kleine Einführung in wichtige Begrifflichkeiten, danach widmen wir uns stereotypisierten Darstellungsweisen und ziehen hierzu noch den Vito-Russo-Test (glaad, 2013) zur Analyse unserer mitgebrachten Filme und Serien hinzu. Auch sprechen wir ausführlich über das Thema der Besetzung. Analysiert werden die Erfolgsserie Orange is The New Black (kreiert von Jenji Kohan, USA 2013 – 2019) sowie der netflix Film La vita davanti a sé (Regie: Edoardo Ponti, ITA 2020). Aus Österreich durchleuchten wir Der Knochenmann (Regie: Wolfgang Murnberger, AT 2009), den Kurzfilm Mathias (Clara Stern, AT 2017) und machen einen kleinen Abstecher zu Helden in Tirol (R: Niki List, AT 1998). www.nedwuascht.com #Feminismus #Trans #Österreich #Film #Podcast #Filmwissenschaft #Wissenschaft
Ned Wuascht

Ned Wuascht

NED WUASCHT – WIR GEH’N FISCH’N der Podcast fürs …