Jung & Naiv Archiv
1168 Episoden
1 Stunde 20 Minuten
Das alljährliche Jahresabschlussgespräch mit Felix von Leitner alias Fefe: Wir sprechen über die fehlende "Fnord News Show", Populismus, "zu viel Anti-AfD- und Feminismus-Inhalte" auf dem 35c3, die politische Ausrichtung des Chaos Computer Clubs, Umgang mit Rechtsradikalen und Fefes Werte & Moral. Außerdem klären wir, wie jeder von uns das Klima retten kann, ob und wann Fefe ein Feminist ist und was er dieses Jahr von Jordan Peterson gelernt hat. Das und vieles mehr in Folge 395 - wir haben sie am 29. Dezember 2018 beim 35. Chaos Communication Congress (35c3) in Leipzig aufgenommen. Links: - Fefes Blog https://blog.fefe.de/?css Bitte unterstützt unsere Arbeit finanziell: Jung IBAN: DE36700222000072410386 BIC: FDDODEMMXXX Verwendungszweck: Jung & Naiv PayPal http://www.paypal.me/JungNaiv
44 Minuten
Martin sitzt erst seit 2014 im Europaparlament. Er ist fraktionslos und der einzige Abgeordneter seiner PARTEI. Mehr war mit einem Wahlergebnis von 0,6 Prozent nicht drin. Das soll 2019 mit Bombe, Krieg & Eichmann anders werden, hofft der PARTEIvorsitzende. Im Gespräch beim 35c3 in Leipzig geht's um Martins Erlebnisse: Was hat er in den vergangenen viereinhalb Jahren in Brüssel & Strasburg gelernt? Wie funktioniert das EU-Parlament aus seiner Sicht? Sind zu wenig Deutsche an den wichtigen Schaltstellen im EU-System? Wie hat sein Abstimmungsverhalten funktioniert? In welchen Ausschüssen war Sonneborn tätig? Warum kam er so selten im Parlament zu Wort? Und was er auf der "Studienfahrt" nach Armenien gelernt? Das und vieles mehr in Folge 394 - wir haben sie am 28. Dezember 2018 beim 35. Chaos Communication Congress (35c3) in Leipzig aufgenommen. Sonneborn online: - Twitter: https://twitter.com/martinsonneborn - Website https://martinsonneborn.de/ Bitte unterstützt unsere Arbeit finanziell: Jung IBAN: DE36700222000072410386 BIC: FDDODEMMXXX Verwendungszweck: Jung & Naiv PayPal http://www.paypal.me/JungNaiv
1 Stunde 32 Minuten
Als wir Benny Ziffer vor vier Jahren trafen und uns den ewigen Nahostkonflikt aus seiner Sicht erklären ließen, war der Literaturchef der Tageszeitung Haaretz ein anderer politischer Mensch. Benny hoffte auf Frieden zwischen Juden und Palästinensern, hatte Freunde in den besetzten Gebieten und war den Konflikt einfach leid. Vier Jahre später hat Benny Ziffer die politischen Lager gewechselt. Die entscheidene Wegmarke war Sara Netanjahu: Die kontroverse Ehefrau des israelischen Ministerpräsidenten lud Benny zu sich nach Hause ein. Sie lernten sich kennen, sie begannen sich zu mögen und Benny schrieb anschließend darüber. Seine Kollegen waren geschockt, ob der positiven Darstellung der "First Lady". Benny erzählt, dass er deswegen von den israelischen Intellektuellen verstoßen, von den Menschen auf der Straße dafür mit offenen Armen empfangen wurde. Schwerwiegende Korruptionsvorwürfe gegen die Netanjahus? Da ist "nothing, nothing, NOTHING" dran! Die beiden sind ganz normale, liebe Menschen, die Benny nach Bibis Wahlsieg 2015 zu sich nach Hause eingeladen hat. Wie das erste Abendessen ablief, verrät Benny im Interview. Um zu sehen, wie sehr Benny seine Meinung geändert hat, geht es in der zweiten Hälfte des Gesprächs um die Großwetterlage zwischen Israelis und Palästinensern: Was ist mit der Besatzung? "Occupation, schmoccupation"! Was ist mit dem illegalen Siedlungsbau? "Illegal, schmillegal"! Was ist mit Gaza? War Benny schon mal in Hebron? Außerdem geht's um die Außenpolitik von Benjamin Netanjahu: Was hat er in Europa vor? Warum ist Deutschland "anti-israelisch"? Warum wird mit den Rechtsradikalen zB in Ungarn paktiert? Warum sind die Dänen auch Besatzer? Und warum ist die Bundesregierung so doof, ständig den illegalen Siedlungsbau in den besetzten Gebieten anzuprangern? Schließlich erklärt Benny, warum die Zweistaatenlösung "unmöglich" ist und die Westbank annektiert werden soll... Das und einiges mehr in Folge 393 - wir haben sie am 10. September 2018 in Ra'anana/Tel Aviv aufgenommen. Vorherige Folge: - "No trust, no peace" - Benny Ziffer bei J&N #185 Bitte unterstützt unsere Arbeit finanziell: Jung IBAN: DE36700222000072410386 BIC: FDDODEMMXXX Verwendungszweck: Nahost PayPal http://www.paypal.me/JungNaiv
1 Stunde 32 Minuten
Wir treffen Amira Hass in einem Cafe in al-Bireh/Ramallah. Sie ist die einzige bzw. letzte jüdisch-israelische Journalistin, die in den von Israel besetzten palästinensischen Gebieten lebt. Und das seit mehr als 25 Jahren. Zuerst zog sie in Folge der Oslo-Verträge nach Gaza, später in die Westbank. Wer über die Besatzung berichtet, müsse auch unter Besatzung leben, sagt die Autorin. Amira ist eine der bekanntesten und international renommiertesten Journalistinnen Israels. Sie erhielt zB den Menschenrechtspreis von "Reporter Ohne Grenzen" oder den Bruno-Kreisky-Preis für Verdienste um die Menschenrechte und schreibt regelmäßige Kolummnen für die Tageszeitung Haaretz. In Israel selbst wird sie oft angefeindet, ob ihrer angeblich "anti-israelischen" Berichterstattung. Amira ist die Tochter zweier Holocaustüberlebender. Warum sie froh ist, dass ihre Eltern heutzutage nicht mehr am Leben sind, erklärt sie im Gespräch. Mit Amira geht's um das tägliche Leben unter Besatzung: Wie gehen Palästinenser damit um? Wie haben sich die meisten damit arrangiert? Welche Rolle spielt die Palästinenerbehörde? Warum ist diese korrupt? Warum ist die PA ein "Subunternehmer" der israelischen Besatzungsmacht? Gibt es abseits der korrupten Elite noch eine Zivilgesellschaft? Amira berichtet, dass Palästinenser in der Westbank in sog. "pockets" leben müssen. Kleine, kaum miteinander verbundene Orte, die getrennt werden durch militärische Checkpoints und jüdische Siedlungen. Durch diese "pockets" gäbe es zahllose Lebensrealitäten für die besetzte Bevölkerung. Neben der Rolle von Fatah und Hamas, geht es um Besatzung als institutionelle Gewalt an sich. Amira erwartet von der Welt und insbesondere von Europa ein Umdenken: die andauernden Völkerrechtsbrüche der israelischen Regierungen, die illegalen Siedlungen müssten endlich beendet werden. Nur wie? Sicher nicht durch Bombenabwürfe auf Tel Aviv, scherzt Amira. Sie erklärt, warum die EU zB die Visafreiheit für Israelis beenden sollte, solange die Besatzung andauere. Hoffnung habe sie, angesichts des Rechtsrucks in Europa, nicht. Amira glaubt nicht, dass die kolonialistische Gesellschaft Israels sich in absehbarer Zeit ändern werde, was neben der Friedensbereitschaft auf palästinensischer Seite für ein Ende der Besatzung essentiell wäre. Auch eine "Ein-Staaten-Lösung" hält sie für unrealistisch... Das und einiges mehr in Folge 392 - wir haben sie am 10. September 2018 in al-Bireh/Ramallah aufgenommen. Angesprochene Links: - Amiras Kolumnen in Haaretz https://www.haaretz.com/misc/writers/WRITER-1.4968114 - Folge 207 mit Sam Bahour https://youtu.be/L8RAZuqildE Bitte unterstützt unsere Reise finanziell und landet ab dem ersten Euro im Abspann der restlichen Folgen: Jung IBAN: DE36700222000072410386 BIC: FDDODEMMXXX Verwendungszweck: Nahost PayPal http://www.paypal.me/JungNaiv
1 Stunde 49 Minuten
Wir treffen die stellvertretende FDP-Chefin am Rande der "German American Conference" an der Harvard Universität. Marie-Agnes Strack-Zimmermann war zuvor Teil eines Panels zum autonomen Fahren, worum es auch gleich zu Beginn des Gesprächs geht: Wann können wir damit in unseren Städten rechnen? Welche Schwierigkeiten kommen auf uns zu? Welche Vorteile bietet das selbstfahrende Auto? Da Marie-Agnes begeisterte Motorradfahrerin ist, kommt es natürlich zur Frage: Wird es auch autonome Motorräder geben? Sie hält diese Idee für absurd. Strack-Zimmermann hat Publizistik, Politikwissenschaft & Germanistik studiert, war jahrelang in der Verlagsbranche tätig und ist seit 1990 in der FDP. Ihre Eltern wären fast vom Stuhl gefallen, als Marie-Agnes sie über diesen Schritt informierte. Sie kommt aus Düsseldorf und war eine lange, lange Zeit kommunalpolitisch aktiv, zwischendurch war sie sogar Erste Bürgermeisterin der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt. 2017 hat sie den großen Sprung in den Bundestag gewagt. Mit dem besten Direktkandidatenergebnis (knapp 20%) aller FDPler in Deutschland wurde sie mit 60 erstmals Bundestagsabgeordnete. Was sie im Bundestag macht, worum es zB im Verteidigungsausschuss geht, wie sie es mit der NATO und der transatlantischen Freundschaft hält, erzählt sie im Interview. Seit 2013 ist Marie-Agnes zudem Stellvertreterin von Christian Lindner an der Spitze der Partei. Was die beiden unterscheidet, bekommt ihr leicht mit. Bei den Liberalen ist sie verantwortlich für Kommunales, Soziales & Gesundheit. Außerdem geht's um die Ideologien der anderen... Marie-Agnes hat selbst natürlich keine Ideologie ;) Das und vieles, vieles mehr in Folge 391 - wir haben sie am 6. Oktober 2018 an der Harvard Universität in Cambridge (Wir haben dort außerdem Folge 380 mit Christoph Heusgen gedreht). Marie-Agnes online: - Twitter: https://twitter.com/MAStrackZi - Instagram: http://instagram.com/strackzimmermann/ Bitte unterstützt unsere Arbeit finanziell: Jung IBAN: DE36700222000072410386 BIC: FDDODEMMXXX Verwendungszweck: Jung & Naiv PayPal http://www.paypal.me/JungNaiv
59 Minuten
Wir befinden uns weiterhin in der besetzten Westbank und besuchen diesmal die jüdische Siedlung von Shilo. 1978 wurde sie gegründet, mittlerweile leben hier viertausend Menschen, Yisrael Medad war einer der Gründerväter. In Folge 201 vor vier Jahren klärte er uns bereits über die grundsätzlichen Vorstellungen der Siedler auf, warum die besetzte Westbank für sie "Judäa und Samaria" heißt und wieso Palästinenser schlicht "Araber" sind. Nun kehren wir zurück und wollen wissen: Was ist seit 2014 passiert? Geht es aus Yisraels Sicht aufwärts in seiner Siedlung? Wie stark ist Shilo gewachsen? Wie soll's weitergehen? Wir reden über den Alltag in Shilo: Wie gehen Jungen und Mädchen eigentlich zur Schule? Wann dürfen Jugendliche feiern gehen? Wie wird ein Ehepartner gefunden? Wie geht man mit Homosexualität um? Angesichts der vorherigen Folge aus Hebron ist auch die Gewalt von Siedlern Thema: Was hält Yisrael davon? Wie sprechen die Siedler untereinander darüber? Was tun sie dagegen? Außerdem geht's natürlich um eine potenzielle Friedenslösung: Was, wenn ein Deal rauskommt, der die jüdischen Siedler zwingt, ihre Häuser in der Westbank zu verlassen? Welche israelischen Parteien vertreten eigentlich die Siedlerinteressen? Ist Donald Trump ein US-Präsident, der die Siedler unterstützt? Das und einiges mehr in Folge 390 - wir haben sie am 9. September 2018 in Shiloh (Westbank) aufgenommen. Bitte unterstützt unsere Reise finanziell und landet ab dem ersten Euro im Abspann der restlichen Folgen: Jung IBAN: DE36700222000072410386 BIC: FDDODEMMXXX Verwendungszweck: Nahost PayPal http://www.paypal.me/JungNaiv Links - Video, wie Siedler palästinensische Bauern stören https://s.telegraph.co.uk/graphics/projects/meetthesettlers/chapter3/Aish-Kodesh.mp4 (via https://www.telegraph.co.uk/meetthesettlers/chapter3.html)
3 Stunden 14 Minuten
Unser Nahosttrip führt uns weiter nach Hebron, eine der größten Städte in der Westbank. Hier leben mehr als 200.000 Palästinenser segregiert von 850 jüdischen Siedlern, die von 650 israelischen Soldaten geschützt werden. Das einst lebendige Zentrum gleicht einer Geisterstadt: Palästinensische Anwohner dürfen einigen Straßen gar nicht, andere nur zu Fuß betreten, während Siedler Auto fahren können. Am Beispiel von Hebron könne man verstehen, wie die Besatzung Israels in der Westbank seit Jahrzehnten funktioniert und wie sie sich manifestiert hat, meint Yehuda Shaul. Yehuda war von 2001-2004 Soldat in der israelischen Armee und verbrachte seinen Dienst hauptsächlich in der Stadt, zunächst als normaler Soldat, später als Kommandant. Nach seinem Wehrdienst gründete Yehuda mit anderen Gleichgesinnten die Soldatenorganisation "Breaking The Silence", in der aktive und ehemalige israelische Soldaten die Öffentlichkeit über den Alltag des Militärs in der Westbank unterrichten. Die Besatzung mache die israelische Gesellschaft kaputt, meinte Yehuda. "Breaking The Silence" diene als Spiegel, da sich die Bürger so gut wie gar nicht mit den Mitteln der mehr als 51 Jahre andauernden Besatzung auseinandersetzen. 90 Prozent seiner Handlungen als Soldat in Hebron seien unmoralisch gewesen, berichtet Yehuda, der uns in Teil 1 zunächst über seine NGO aufklärt, wie es zur Gründung kam und mit welchen Problemen sie heutzutage zu kämpfen haben. Im zweiten Teil gibt uns Yehuda eine kurze Geschichtsstunde: Warum ist Hebron für jüdische Siedler so wichtig? Wann hat sie Siedlungsbewegung begonnen und was haben israelische Regierungen dagegen bzw. dafür getan? Warum waren zwei Massaker im Jahre 1929 und 1994 so entscheidend für das heutige Leben in Hebron? Wie ist es möglich, dass nicht mal 1000 Siedler mithilfe des Militärs eine Stadt unter Kontrolle haben? Wie wird die Segregation praktisch umgesetzt? Welche Taktiken müssen Soldaten einsetzen, sodass die Einwohner ständig in Angst leben? Im dritten Teil zeigt uns Yehuda die heutige Innenstadt von Hebron: eine Geisterstadt. Er erklärt, wie Palästinenser nach und nach aus ihren Häusern, aus ihren Läden vertrieben wurden. Er berichtet, was er als Soldat hier machen musste. Im Laufe der Tour werden wir von Kindern gestört, die Yehudas Arbeit hassen. Ihre Eltern unterstützen sie dabei und versorgen sie mit Eiern und anderen Dingen, mit denen sie uns bewerfen. Zum Schluss treffen wir junge Palästinenser von "Youth against Settlement", die die Besatzung und den Siedlungsausbau gewaltfrei in Hebron bekämpfen. Die Folge endet in Kirjat Arba, am Grab eines Terroristen. Das und einiges mehr in Folge 389 - wir haben sie am 7. September 2018 in Hebron aufgenommen. Bitte unterstützt unsere Reise finanziell und landet ab dem ersten Euro im Abspann der restlichen Folgen: Jung IBAN: DE36700222000072410386 BIC: FDDODEMMXXX Verwendungszweck: Nahost PayPal http://www.paypal.me/JungNaiv
1 Stunde 5 Minuten
Wir sind zu Gast in der Kantine des Bundesfinanzministeriums und treffen Werner Gatzer, den obersten Beamten im Haus. Werner ist seit 2005 Staatssekretär und für den Bundeshaushalt zuständig. Nach der letzten Finanzkrise hat er entscheidend am Konzept der "Schwarzen Null" als Haushaltsführung mitgewirkt. Werner ist seit 1982 Mitglied der SPD und schon seit 1990 im Ministerium tätig. Nur im Januar und Februar 2018 war er mal kurz raus und wurde Vorstandsvorsitzender von DB Station & Service. Wieso, weshalb, warum erklärt er im Gespräch. Werner berichtet zunächst einmal, warum er Finanzbeamter werden wollte und unter welchen Bundesfinanzministern er schon alles gearbeitet hat. Wie hat sich ein Finanzminister Lafontaine von einem Finanzminister Schäuble unterschieden? Wie hat sich die Haushaltsaufstellung seit den 1990er verändert? Warum ist das "Bottom Up"-Verfahren geändert worden in das "Top Down"-Prinzip? Was sagt der Bundeshaushalt über die Politik aus? Warum soll es keine neuen Schulden geben? Wie ist Werner mit seinen Kollegen auf die "Schwarze Null" gekommen und womit ist das Konzept begründet? Warum wollte Werner noch eine andere Schwarze Null implementieren? Sind Staatsschulden was Böses? Was ist der Unterschied zwischen der im Grundgesetz verankerten Schuldenbremse und der Schwarzen Null? Wer profitiert überhaupt von ihr? Warum ist es besser die Schwarze Null zu haben als schnelles Internet, heile Brücken und Straßen, genug Polizisten, Lehrer, Pflegende, moderne Schulen? Wollen wir unseren Kindern kein funktionierendes Land hinterlassen? Warum wird die "Investitionslücke" nicht geschlossen? Werner erklärt außerdem, welcher Topf viel mehr Geld verdient hätte und welche Steuererhöhungen er schon vorgeschlagen hat. Das und vieles, vieles mehr in Folge 388 - wir haben sie am 17. September 2018 in der Kantine des Bundesfinanzministeriums aufgenommen. Bitte unterstützt unsere Arbeit finanziell: Jung IBAN: DE36700222000072410386 BIC: FDDODEMMXXX Verwendungszweck: Jung & Naiv PayPal http://www.paypal.me/JungNaiv
57 Minuten
Wir sind zu Gast im Bundesministerium mit den wichtigsten Aufgaben und den höchsten Ausgaben und treffen den irgendwie noch neuen Arbeits- & Sozialminister Hubertus Heil. Zunächst mal klären wir, ob Hubertus schon als Jugendlicher davon geträumt hat Minister zu werden. Wieso ist er mit Anfang 20 schon in den Bundestag gekommen? Warum hat er sich für die SPD entschieden? Gehörte er Ende der 90er zu den jungen, wilden Neoliberalen unter den SPD-Abgeordneten? Wie und warum hat er zuerst Gesundheitspolitik machen müssen? Wie hält Hubertus es heute mit der Legalisierung von Cannabis? Kann er sich für die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens begeistern? Dann geht es um seine Aufgaben als Arbeits- und Sozialminister: Hat Hubertus bei den Koalitionsverhandlungen die Themen schon mitverhandelt? Wie steht er zu Hartz 4? Müssen die Sanktionen weg oder nur für alle einheitlich werden? Will Hubertus die Regelsätze erhöhen? Warum haben Hartz-4-Empfänger nichts von der Erhöhung des Kindergelds? Was will er gegen die millionenfache Kinderarmut in Deutschland tun? Warum bestreitet er, dass seit der Agenda 2010 mehr Menschen arm und armutsgefährdend sind? Wieso werden jeden Monat immer noch nicht die tatsächlichen Arbeitslosenzahlen verkündet? Es geht um den Mindestlohn: Ist es Zeit für €12 pro Stunde? Hat Hubertus mal ausgerechnet, wie hoch der Mindestlohn sein muss, damit Betroffene später eine Rente oberhalb der Grundsicherung bekommen? Außerdem geht's um Jobs, die es bald vielleicht nicht mehr gibt: Was soll aus LKW- und Taxifahrern werden, wenn deren Fahrzeuge sich selbst fahren können? Wie sehr hängt Hubertus an den Arbeitsplätzen in der deutschen Rüstungsindustrie? Das und vieles, vieles mehr in Folge 387 - wir haben sie am 12. November 2018 im Bundesministerium aufgenommen. Bitte unterstützt unsere Arbeit finanziell: Jung IBAN: DE36700222000072410386 BIC: FDDODEMMXXX Verwendungszweck: Jung & Naiv PayPal http://www.paypal.me/JungNaiv
1 Stunde 47 Minuten
Wir sind zu Gast in der Redaktion der "Blätter für deutsche & internationale Politik" und treffen Albrecht von Lucke, der seit 2003 Redakteur des Magazins ist. Albrecht ist nicht nur Journalist, sondern auch Jurist und Politikwissenschaftler. Wie er in den Publizismus gekommen ist, klären wir im Interview. Womit Albrecht im Vorfeld nicht gerechnet hat: Es geht um seine Person. Wie wurde er ein politischer Mensch? Gab's oft Streit mit den Eltern? Warum ist er zur Bundeswehr gegangen und was hat er als Matrose gemacht? Warum hat er Jura und Politikwissenschaften studiert? Warum besitzt er kein Handy? Es geht ausführlich um die Rolle der jungen Leute in Deutschland: Was erwartet Albrecht von "uns"? Warum soll ein junger Mensch keinem über 50 mehr trauen? Warum müssen wir unsere Interessen formulieren und durchsetzen? Können das nicht die Alten übernehmen? Müssen wir das große Ganze in Frage stellen? Wie soll es mit dem Kapitalismus weitergehen? Warum betrifft uns Junge der Klimawandel viel stärker als die Alten? Wie sollen wir es überhaupt schaffen, radikale Veränderungen einzuleiten? Dürfen wir die Demokratie eigentlich in Frage stellen, wenn sie es nicht schafft, für einen lebenswerten Planeten zu sorgen? Ist es besser demokratisch in den Untergang zu reiten oder ist zur Rettung der Menschheit ein grünes autoritäres Regime in Ordnung? Warum erleben wir aktuell eine transnationale "autoritäre Revolte"? Wir sprechen außerdem über das Versagen der linken Kräfte: Warum versagen SPD und die Linke? Und warum versagt die Labour-Partei in UK unter Jeremy Corbyn nicht? Müssen Linke wieder emanzipatorisch werden? Wieso ist Sahra Wagenknechts "Aufstehen"-Versuch das Gegenteil einer Sammlungsbewegung? Das und vieles, vieles mehr in Folge 386 - wir haben sie am 8. November 2018 in Berlin aufgenommen. Albrechts Texte im Netz: - www.blaetter.de Bitte unterstützt unsere Arbeit finanziell: Jung IBAN: DE36700222000072410386 BIC: FDDODEMMXXX Verwendungszweck: Jung & Naiv PayPal http://www.paypal.me/JungNaiv
1 Stunde 47 Minuten
Wir sind zu Gast bei der Deutsch-Arabischen Gesellschaft in Berlin und treffen ihren Vorsitzenden: Michael Lüders. Michael ist Politik- und Islamwissenschaftler, war schon in Folge 312 zu Gast und hat vor kurzem sein neues Buch "Armageddon im Orient" herausgebracht. Zu Beginn geht's um Michaels letzten Trip in den Nahen Osten: Was hat er im Libanon gemacht? Was für eine Rolle spielt die Hisbollah dort? Obwohl der Iran und die Hisbollah Verbündete sind, haben sie auch unterschiedliche Interessen: Michael versucht sie zu erklären. Es geht um das Kidnapping und den erzwungenen Rücktritt des libanesischen Premierministers Saad Hariri durch den saudischen Kronprinzen Mohammed Bin Salman. Was hat sich MBS dabei gedacht? Wie ist Hariri am Ende wieder frei gekommen? Warum hat Michael sein Buch "Armageddon im Orient" genannt? Warum liest man angeblich nichts in der Zeitung, worüber Michael schreibt? Was hat ihn bei seinen Recherchen überrascht? Warum führen die Saudis Krieg im Jemen? Kennt Michael die "unmittelbar Beteiligten" dieses Krieges? Ist Deutschland mittelbar beteiligt? Warum tut sich deutsche Außenpolitik so schwer mit diesem Königreich? Ist Saudi-Arabien eine US-Kolonie, wie Trump letztens suggerierte? Braucht es einen "regime change" in Riad? Dann geht's um die Auswirkungen der US-Sanktionen gegen den Iran: Warum treten sie ausgerechnet am 4. November 2018 in Kraft? Was haben sie zur Folge? Gibt es Ausnahmen? Außerdem geht's um die Rolle der Türkei, den Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern sowie das vermeintliche Ende des Syrienkriegs: Hat Assad gewonnen? Wie kann die Welt Assad irgendwann für seine Verbrechen bestrafen? Das und einiges mehr in Folge 385 - wir haben sie am 1. November 2018 in Berlin aufgenommen. Bitte unterstützt unsere Reise finanziell und landet ab dem ersten Euro im Abspann der restlichen Folgen: Jung IBAN: DE36700222000072410386 BIC: FDDODEMMXXX Verwendungszweck: Nahost PayPal http://www.paypal.me/JungNaiv
57 Minuten
Wir sind weiter zu Gast in Ramallah, aber besuchen diesmal eine deutsche Institution: Die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung hat nicht nur eine Vertretung auf der israelischen Seite in Jerusalem, sondern auch in den besetzten palästinensischen Gebieten. Marc Frings leitet dieses KAS-Büro seit drei Jahren und lebt nicht das erste Mal in der "Blase" von Ramallah. Warum die Stadt eine Blase ist, erfahrt ihr im Gespräch. Warum sind überhaupt alle deutschen parteinahen Stiftungen in den Palästinensergebieten vertreten? Welche Ideologie, welche Lösungsansätze vertritt die Konrad-Adenauer-Stiftung vor Ort? Was haben repräsentative Umfragen unter Palästinensern ergeben: Möchten die meisten noch einen eigenen Staat? Marc warnt, dass sich das Zeitfenster für die seit Jahrzehnten angestrebte Zweistaatenlösung nun wirklich schließt. Doch was passiert nachdem das Fenster zu ist? Marc berichtet, wie man die Entwicklungen in der Palästinensischen Autonomiebehörde einschätzt: Warum ist das zivilgesellschaftliche Engagement gegen die Besatzung, für eine Zweistaatenlösung "ermattet"? Warum regiert PA-Chef Abbas immer autoritäter? Welche Rolle spielt die Hamas? Sind das alles Terroristen? Welchen Herausforderungen müssen wir uns stellen, wenn man die religiöse, konservative Hälfte unter den Palästinenser für eine Lösung des Nahostkonflikts mitnehmen will? Von welchen Ideen müssen wir Europäer uns verabschieden? Woran wird die erhoffte Zweistaatenlösung scheitern? Außerdem berichtet Marc von den Folgen und Zuständen der israelischen Besatzung: Wo und warum gibt es rechtsfreie Enklaven und was bedeutet dies für die Menschen, die dort leben? Zum Schluss geht's noch um die Brille, die die Bundesregierung trägt, wenn es um den Nahostkonflikt geht... Das und einiges mehr in Folge 384 - wir haben sie am 10. September 2018 in Ramallah aufgenommen. Bitte unterstützt unsere Reise finanziell und landet ab dem ersten Euro im Abspann der restlichen Folgen: Jung IBAN: DE36700222000072410386 BIC: FDDODEMMXXX Verwendungszweck: Nahost PayPal http://www.paypal.me/JungNaiv
15 Minuten
Wir sind zu Gast in Ramallah in der Parteizentrale der Fatah und treffen Ahed Tamimi. Die 17-Jährige ist zu einem der bekanntesten jungen Gesichter der Palästinenser geworden. Nachdem sie schon als kleines Kind gegen die israelische Besatzung protestiert und damit immer wieder mediales Interesse produziert hat, musste sie im Dezember 2017 ins Gefängnis: Ahed hatte israelischen Soldaten mit Händen und Füßen vor laufender Kamera geschlagen, nachdem ihr Onkel angeschossen worden sei, berichtet sie. Das Video ging viral und sie wurde später verhaftet. Ende Juli 2018 kam Ahed wieder frei und wurde prompt zu einem neuen "Symbol" des palästinensischen Widerstands gegen die Besatzung in der Westbank. Auf israelischer Seite werden sie und ihre prominente Familie als Terrorsympathisanten und Israelhasser gesehen. Was sie im Gefängnis erlebte und ob sie ihre Tat mittlerweile bereut, erzählt Ahed im Gespräch. Es geht um ihr Verständnis von Protest: Steine schmeißen, Gedichte und Songs schreiben - was ist ok? Lehnt sie Gewalt ab und wie geht sie mit den Terrorakten der Hamas um? Was macht sie sonst in ihrem Leben? Außerdem erzählt Ahed, warum sie die Zweistaatenlösung ablehnt. Das und einiges mehr in Folge 383 - wir haben sie am 3. September 2018 in Ramallah aufgenommen. Die deutsche Stimme ist Thinley Wingen. Übersetzunghilfe aus dem Arabischen kam von: Lina Stempfl, Mehdi Moudafi & Jenny Jasberg. Vielen Dank! Bitte unterstützt unsere Reise finanziell und landet ab dem ersten Euro im Abspann der restlichen Folgen: Tilo Jung IBAN: DE36700222000072410386 BIC: FDDODEMMXXX Verwendungszweck: Nahost PayPal http://www.paypal.me/JungNaiv
38 Minuten
Wir treffen erneut den ehemaligen griechischen Finanzminister und Mitbegründer von "DiEM25", Yanis Varoufakis. Yanis will mit der "Bewegung Demokratie in Europa 2025" bei den Europawahlen im kommenden Jahr antreten. Nachdem Tilo ihn in Folge 309 befragt hat, seid ihr diesmal dran gewesen: Ihr konntet im Vorfeld eure naiven Fragen per Twitter, Facebook und im Aufwachen-Forum einreichen. Über 20 haben es in die Folge geschafft: 1. Isabel: "Can you please explain your concept of a universal basic dividend and how it relates to the concept of a universal basic income? Do you have an estimate as to what the dividend could amount to for every single EU citizen?" 2. Marvin: "What are the biggest mistakes leftists usually do and what can they learn from the right?" 3. ANKAJU: "How can burned out people, single mothers with two jobs and stressed out students, that have to work 24/7 on their CV for life, actually change the world? Especially when it feels they do not have control even over their own life" 4. GarKeinDing: "What should german social policies look like to maintain Germanys social security system in Europe? Should the EU change to a more german "social market economy" approach?" 5. NH: "When is the next financial and/or economic crisis coming?" 6. GWeberJ: "wie sieht es im Jahr 2025 in der EU aus - politisch und wirtschaftlich?" 7. Diet: "Warum ist die deutsche Linke so schwach und wie kann man das ändern?" 8. Jenny: "Can I vote for DiEM25 at the European elections?" 9. Daphne: "Will you be the frontrunner?" 10. Madlen: "Why are “DiEM25” and “Aufstehen” not joining forces? one movement…" 11. Kurt: "How can the sPD save/redeem itself?" 12. timre: "Wie kann man in der EU sicherstellen, dass sich alle an die Spielregeln halten?" 13. wasim: "Sollte die Abschaffung des Nationalstaat die linke Antwort auf die Globalisierung sein?" 14. Steve: "why have you not learned that being right is not enough? you need to be in power to change things..." 15. F.Keßler: "Frag ihn mal bitte nach seinen Einschätzungen zu den Reparationszahlungen, welche Griechenland von Deutschland fordert." 16. keriana: "Ob er sich selbst als Sozialist oder Marxist oder was auch immer bezeichnen würde" 17. Benny: "In capitalism - is it possible that economical interests of the companies can be aligned with the overall interests of the whole of society?" 18. Rauschi: "Ist die Krise in Griechenland überwunden, wie die Medien berichtet habe?" 19. Rascasse: "Braucht es ein EU-reguliertes Gegengewicht zu den GAFA-Unternehmen?" 20. Friederike: "Siehst du noch eine Chance auf einen Brexit-Deal?" 21. Ricardo: "Summing it up you are trying to give the capitalism a "human face", does that mean that you don´t see any alternative to capitalism?" 22. Len: "Was sind seine drei Lieblingsfilme?" Das und vieles, vieles mehr in Folge 382 - wir haben sie am 17. Oktober 2018 in Berlin aufgenommen. Yanis auf Twitter: https://twitter.com/yanisvaroufakis Bitte unterstützt unsere Arbeit finanziell: Jung IBAN: DE36700222000072410386 BIC: FDDODEMMXXX Verwendungszweck: Nahost PayPal http://www.paypal.me/JungNaiv
1 Stunde 14 Minuten
Wir sind in Gazastadt und zu Gast im UNRWA-Hauptquartier, wo uns Matthias Schmale empfängt. Der Deutsche ist seit fast einem Jahr Gaza-Chef vom Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (kurz: UNRWA). Matthias und sein riesiges Team sind für ungefähr 1,3 Millionen bzw. 70 Prozent der Menschen im Gazastreifen verantwortlich. Er wird deshalb gern als "Gouverneur von Gaza" bezeichnet. Zu Beginn berichtet Matthias kurz, wie er in Gaza gelandet ist und was er vorher gemacht hat. UNRWA hilft den Flüchtlingen im Gazastreifen mit Bildung, Nahrung und Arbeit, man übernimmt die Aufgaben, die ansonsten eine kommunale Verwaltung übernehmen würde. Zunächst wird es grundlegend: Warum gelten Palästinenser, die schon seit Jahrzehnten dort leben, immer noch als Flüchtlinge? Warum sind es Flüchtlinge, wenn sie doch in einem palästinensischen Gebiet leben? Was ist der Unterschied zu den "Ureinwohnern" in Gaza? Matthias erklärt es. UNRWA betreibt im Gazastreifen 275 Schulen für mehr als 278.000 Mädchen und Jungen mithilfe von 9.000 Lehrern. Matthias erklärt, wie der Unterricht aussieht, ob die SchülerInnen getrennt unterrichtet werden, ob es Sexualkundeunterricht gibt und wie viel Einfluss die in Gaza herrschende Hamas auf die Arbeit in den Schulen nimmt. Wie gehen UNRWA-Lehrer mit palästinensischen Bildungsinhalten um, die nicht mit UN-Werten vereinbar sind? Was machen die Jugendlichen nach der Schule, wenn sie eingesperrt sind? Matthias redet über sein Leben im Gazastreifen und wie oft er rauskommt, wie es ist, 500 Meter von einem Bombeneinschlag entfernt zu sein. Arbeitet UNRWA mit der Hamas zusammen? Fließt Geld? Wie erklärt sich der UNRWA-Direktor, dass die USA ihre Hilfsgelder streichen und was bedeutet das für die unmittelbare Zukunft? Wie gehen die Menschen in Gaza damit um, wenn UNRWA sie entlassen muss? Würde UNRWA Hilfsgelder von den Israelis annehmen? Warum hatten die Palästinenser in Gaza bisher ein eher positives Bild von den Amerikanern? Was würde passieren, wenn das UN-Hilfswerk aus Gaza abziehen müsste? Außerdem geht's um die Situation in Gaza an sich: Welche Folgen hat die israelische Blockade? Wieso gibt es im isarelischen Militär Unterstützer von UNRWA? Und warum wäre Matthias gern der letzte UNRWA-Direktor im Gazastreifen? Das und vieles, vieles mehr in Folge 381 - wir haben sie am 6. September 2018 in Ostjerusalem aufgenommen. Matthias auf Twitter: https://twitter.com/matzschmale Bitte unterstützt unsere Reise finanziell und landet ab dem ersten Euro im Abspann der restlichen Folgen: Tilo Jung IBAN: DE36700222000072410386 BIC: FDDODEMMXXX Verwendungszweck: Nahost PayPal http://www.paypal.me/JungNaiv