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Energy Voices Archiv

70 Episoden
22 Minuten
Nadine Hässig und Peter Stutz sind zwei Prosumer aus Walenstadt. Sie produzieren und konsumieren Strom und tauschen nach Möglichkeit den eigens produzierten Strom im Quartier gegenseitig aus. Wissenschaftler haben den lokalen Strommarkt als Forschungsprojekt lanciert. Das heute funktionierende Zukunftsprojekt könnte schweizweit Schule machen. Noch ist dafür aber die gesetzliche Grundlage nicht vorhanden. Damit auch die kleinen Verbraucher ihren Produzenten frei wählen und die Energiewende unterstützen können, braucht es die volle Marköffnung. Der Bundesrat strebt diese an.  

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17 Minuten
Als neuer Präsident der Nationalen Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (NAGRA) verantwortet Prof. Lino Guzzella die Planung eines geologischen Tiefenlagers. «Wir müssen das sehr sorgfältig angehen und das machen wir auch». Bis das Lager in Betrieb genommen wird, werden voraussichtlich weitere 40 Jahre vergehen. In diesem Zeithorizont muss auch die Klimaproblematik gelöst werden. «Wir brauchen 90 Millionen Fass Öl pro Tag. Diese Menge zu ersetzen, ist eine riesige Herausforderung.» Die Skalierbarkeit neuer Technologien sieht er als vordringliche Problemstellung. Lino Guzzella im Gespräch mit Karin Frei.

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26 Minuten
Um die Klimaziele zu erreichen, ist dieses Jahrzehnt entscheidend. Für Bundesrätin Simonetta Sommaruga ist der Ausbau von erneuerbaren Energien in der Schweiz dringlich. Sie mahnt alle Akteure von Maximalforderungen Abstand zu nehmen. «Wir müssen in der Schweiz investieren und wenn wir das gemeinsam machen, dann gelingt uns das auch». Wie sie die Kräfte bündeln will und welche Forderungen sie an die Stromwirtschaft richtet, darüber spricht die Energieministerin mit Karin Frei. 

 

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17 Minuten
Die EU pumpt hunderte Milliarden in die Bekämpfung des Klimawandels. Der Green Deal soll kein Versprechen bleiben, sondern wird mit aller Kraft umgesetzt. Prof. Klaus-Dieter Borchardt war bis vor kurzem stellvertretender Generaldirektor bei der Generaldirektion Energie der Europäischen Kommission. Er ist zuversichtlich, dass die Energiewende gelingt. Das Potenzial bei Wind und Sonne sei bei weitem nicht ausgeschöpft und die Technologien entwickelten sich rasant. Doch auch er weiss, der Wandel kann nicht zulasten der Bevölkerung gehen. «Wenn die Energiepreise auf die Lebensqualität durchschlagen, dann haben wir ein Problem.» Warum es Erdgas braucht und wie er sein Chalet im Wallis heizt, auch dazu äussert sich Prof. Borchardt im Gespräch mit Karin Frei. 

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15 Minuten
Die Bäuerin und Mitte-Nationalrätin Priska Wismer-Felder will zuhause auf dem Stierenberg (LU) Strom produzieren. Ihr Projekt sieht drei Windenergieanlagen vor. Doch ist die kleinräumige Schweiz der richtige Ort für Windräder? Der Ausbau stösst auf Widerstand der Anwohnenden und Kritiker bemängeln die schwachen Windverhältnisse hierzulande. Dennoch ist sie überzeugt: «Wir haben guten Wind und können es uns schlicht nicht leisten auf diese Energie zu verzichten». Karin Frei im Gespräch mit Priska Wismer-Felder über Rahmenbedingungen, Finanzierung und den Abbau von Vorurteilen gegenüber der Windenergie.

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16 Minuten
«Die Batterietechnik wird eine tragende Rolle bei der Energiewende spielen», sagt André Haubrock, CEO von Intilion, einem der grössten Hersteller von Energiespeicherlösungen in Europa. Die volatile Einspeisung ins Netz kann mit Batterien geglättet werden. Das Problem: Viel Wasser und seltene Rohstoffe werden zur Herstellung benötigt und das Recycling steckt noch in den Kinderschuhen. Doch der Experte ist sich sicher: Die Batterien werden nicht nur leistungsfähiger, sondern auch ihr eigener Lebenszyklus wird nachhaltiger. André Haubrock im Gespräch mit Karin Frei.

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16 Minuten
Swissgrid ist die Betreiberin des Schweizer Übertragungsnetzes. «Unsere Aufgabe ist es, das Netz stabil zu halten», sagt ihr CEO, Yves Zumwald. Dies wird jedoch zunehmend schwieriger. Eine stabile Versorgung braucht Grosskraftwerke, die im Winter genügend Strom liefern. Die politischen Rahmenbedingungen für den Ausbau der erneuerbaren Energien sind unklar und ohne ein Stromabkommen ist es nicht möglich, die Interessen der Schweiz bei der Weiterentwicklung des europäischen Strommarktes einzubringen. Wie weiter? Yves Zumwald im Gespräch mit Karin Frei.

 

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10 Minuten
Welchen Beitrag kann ein Detailhändler für die Energiewende leisten? «Wir möchten unseren Fussabdruck bis 2030 halbieren und bis 2050 CO2-neutral werden», sagt Mario Irminger, CEO von Denner. Er investiert in neue und effizientere Kühlanlagen, setzt in der Logistik auf Wasserstoff und bezieht Solarstrom von AlpinSolar aus den Schweizer Alpen. Im Gespräch mit Karin Frei erläutert der CEO des Schweizer Discounters auch: «Alle müssen sich nachhaltige Lebensmittel leisten können».
15 Minuten
Das weltweite Datenvolumen wächst rasant, und dessen Speicherung erfordert riesige Rechenzentren. Bald wird die Datenspeicherung fünf Prozent des Schweizer Strombedarfs ausmachen. Franz Grüter, SVP Nationalrat und VRP von green.ch, gehört mit seiner Firma zu den grössten Betreibern in der Schweiz. Kann die Schweiz diesen wachsenden Stromverbrauch in Zukunft noch decken? «Die Rechenzentren machen in der Effizienz riesige Fortschritte. Doch wir werden über neue inländische Kraftwerke sprechen müssen», sagt Franz Grüter im Gespräch mit Karin Frei.
16 Minuten
Das vermeintlich breit abgestützte CO2-Gesetz scheiterte an der Urne. Ist der Megatrend der Dekarbonisierung damit gebremst? «Nein», meint Martina Mousson, Politikwissenschaftlerin von gfs.bern. Sie äussert sich zu den Gründen, spricht über die Rolle der Klimajugend und analysiert die Ablehnung der jungen Generation. Die Meinungsforscherin spricht über die klimapolitischen Möglichkeiten der direkten Demokratie und die Zukunft des Pariser Klimaabkommens. Martina Mousson im Gespräch mit Karin Frei.
14 Minuten
«Wir müssen uns darauf konzentrieren, erneuerbaren Strom im Winter zu produzieren», sagt Dr. Annelen Kahl. Sie erforscht das Verhalten von alpinen Solaranlagen. Im Winter ist es in der Höhe sonniger, zusätzlich reflektiert der Schnee die Sonnenstrahlen und die tiefen Temperaturen ermöglichen einen höheren Wirkungsgrad. Doch kann die Kernkraft so substituiert werden? Theoretisch sei die Photovoltaik dazu in der Lage, meint die Wissenschaftlerin. Wo diese PV-Anlagen zu bauen wären und wie es um die Akzeptanz alpiner Anlagen steht, erklärt sie im Gespräch mit Karin Frei.
15 Minuten
Ohne Zement geht nichts. Als Präsident von cemsuisse, dem Verband der schweizerischen Zementindustrie, sitzt Gerhard Pfister an einem langen Hebel. Die Zementindustrie hat einen hohen Anteil am CO2-Ausstoss und steht darum «besonders in der Verantwortung». Doch die Branche sei bereits auf gutem Weg zu Netto-Null bis 2050. Wie das gelingen kann? Darüber – und über das CO2-Gesetz – spricht Karin Frei mit Nationalrat und Mitte-Präsident Gerhard Pfister.
14 Minuten
Wir stimmen über das CO2-Gesetz ab. Zeit über Verhaltensänderungen zu sprechen. «Klimawandel ist nicht das einzige Problem für die Menschen. In erster Linie wollen wir überleben», sagt Robert Tobias, Bauingenieur und Umweltpsychologe an der Uni Zürich. Gleichzeitig sieht er in jedem Leben eine Belastung für die Umwelt. Dürften wir also keine Kinder kriegen? Er meint, jede Person solle sich dort für den Klimaschutz einsetzen, wo das für sie mit relativ geringen Einbussen möglich ist. Was das bedeutet, verrät der Wissenschaftler im Gespräch mit Karin Frei.
15 Minuten
Henrique Schneider, stv. Direktor des Schweizerischer Gewerbeverbands sgv und Professor für Volkswirtschaftslehre an der NORDAKADEMIE Hochschule der Wirtschaft, im Gespräch mit Moderatorin Karin Frei.
16 Minuten
Martin Candinas, Nationalrat und Mitglied der Geschäftsleitung der CVP Graubünden, im Gespräch mit Moderatorin Karin Frei.