Die hr2-Hörbar Archiv
100 Episoden
55 Minuten
Um Beziehungen, Vertrauen und die Frage, was Menschen füreinander bedeuten können, kreisen die Songs der schwedischen Sängerin, Pianistin und Songwriterin Ida Sand auf ihrem neuen Album "I Will Be Right There". Dabei bleibt Sand ihrem Markenzeichen treu: einer warmen, rauchigen Stimme und einer Musik, die Soul, Folk, Rhythm & Blues und Jazz ganz selbstverständlich miteinander verbindet. Statt großer Gesten setzt sie auf Nähe, auf feine Nuancen und auf die Kraft guter Songs. Begleitet von einer hochkarätigen Band um Dan Berglund, Per Lindvall und Ola Gustafsson entfaltet sich ein Album voller Charakter. Sieben Eigenkompositionen stehen neben neu gedeuteten Klassikern wie "Teardrop" von Massive Attack und der englischen Fassung von Jacques Brels berühmtem Chanson "Ne me quitte pas". Das Ergebnis ist eine Sammlung authentischer, aufrichtiger Lieder, im Studio so gut wie live aufgenommen von einer Frau, die keinerlei Ego zur Schau stellen muss, um inzwischen als eine große Diva des europäischen Souljazz geachtet zu werden.
55 Minuten
US-Songschreiber Paul Hiraga, der Kopf hinter Downpilot, stellt sich auf seinem neuen Album "Strange Horses" erneut den großen Fragen: Die neun Songs kreisen um das Leben in einer Zeit rasanter Veränderungen: um verschobene Gewissheiten, um Beziehungen unter Druck und um die Art, wie sich äußere Umbrüche in der Innenwelt spiegeln. Dabei sucht Hiraga weniger nach einfachen Antworten als nach Orientierung in einer Wirklichkeit, die oft rätselhaft bleibt. Hiraga hat in seiner langen Karriere jede Menge musikalische Erfahrungen gesammelt, u.a. als Begleitmusiker von Bands wie R.E.M., Pearl Jam, The Dandy Warhols und den Red Hot Chili Peppers. Als Solokünstler bewegt er sich zwischen Americana und sorgfältig ausgeleuchtetem Gitarrenpop. Aufgenommen in Seattle und auf Whidbey Island im US-Bundesstaat Washington, hat Hiraga das Album weitgehend selbst eingespielt und produziert. Ganz am Ende steht die Zeile, die dem Album seinen Namen und seine besondere Perspektive gibt: "Wir sind die seltsamen Pferde. Wir kommen aus einer anderen Zeit…"
57 Minuten
Musik ohne Grenzen wird im ARD Radiofestival sonntags zu später Stunde an der "Hörbar" serviert. Ob Globale Musik, Chanson, Folk, Jazz, Singer/Songwriter, Neue Klassik oder Filmmusik - hier ist alles möglich, was gefällt und sich gut kombinieren lässt. Eine Stunde mit handverlesenen Zutaten aus aller Welt, die musikalisch scheinbar weit Auseinanderliegendes ganz nah zusammenrücken lässt, Genregrenzen überwindet und zum entspannten Zuhören einlädt. Ihr Barkeeper ist Martin Kersten (Musikauswahl & Moderation) Eine Produktion von hr2-kultur
55 Minuten
Zum zehnjährigen Bestehen richtet die Leipziger Indie-Band WELTEN den Blick nach vorn. Ihr neues Album embrace bewegt sich zwischen Jazz, Ambient, Post-Rock und Neoklassik und entwickelt daraus eine ganz eigene Klangsprache: offen, bildhaft und voller Details. Statt klassischer Songs entstehen musikalische Räume, in denen Altflöte, Saxofone, Stimmen, Synthesizer und ungewöhnliche Perkussionsklänge miteinander in Beziehung kommen. Dabei wächst vieles aus dem gemeinsamen Spiel heraus, denn WELTEN verstehen sich vor allem als kreatives Kollektiv. WELTEN macht Musik, die sich Zeit nimmt, die Richtung zu wechseln, und gerade darin liegt ihr Reiz. Daneben führt die Sendung von der großen mexikanischen Stimme Lila Downs mit ihrer Version von "La Llorona" über die Energie der Klezmatics bis zur kubanischen Würze von Addys Mercedes. Dazu ein Zwischenstopp bei Dimos Vougioukas und seiner "Gypsy Caravan" - jede Menge Musik grenzenlos also!
55 Minuten
Mit "Drifting" legt das Leipziger Mondëna Quartet sein zweites Album mit eigenen Kompositionen vor. Die vier Musikerinnen bewegen sich dabei zwischen Kammermusik, Neoklassik, Folk, Pop und Filmmusik. Viele der Kompositionen sind an Orten entstanden, die Raum für Weite und Nachdenken bieten: im dänischen Sønderborg, in der Umgebung von Salzburg und an der irischen Küste von County Cork, wo das Album schließlich auch aufgenommen wurde. Diese Eindrücke sind in den Stücken spürbar, sie entfalten feine Klangbilder voller Kontraste, getragen von dem präzisen und zugleich sehr organischen Zusammenspiel des jungen Streichquartetts. Daneben führt die Hörbar von den rauen Geschichten Vinicio Caposselas über die unverwechselbare Stimme von Cesária Evora bis zum jiddischen Liedgut in der Interpretation von Noëmi Waysfeld. Dazwischen setzen die Punch Brothers einen feinen Akzent zwischen Folk und Kammermusik -"Musik grenzenlos" eben!
55 Minuten
Mit Cassandra Wilson ist jetzt eine der prägenden Sängerinnen des modernen Jazz gestorben. Die Musikerin aus Mississippi fand früh ihren eigenen Weg: Jazz, Blues, Folk, Country und Soul verband sie zu einer ganz persönlichen Klangsprache, getragen von ihrer tiefen, dunklen Stimme. Berühmt wurde sie auch dadurch, dass sie das Repertoire des Jazz öffnete und Songs von Bob Dylan, Joni Mitchell, Neil Young oder Son House mit großer Selbstverständlichkeit in ihre musikalische Welt aufnahm. Von ihren frühen Jahren im experimentierfreudigen M-Base-Umfeld bis zu gefeierten Alben wie "Blue Light ’Til Dawn" und "New Moon Daughter" blieb Wilson stets eine Suchende, die Grenzen lieber überwand als akzeptierte. In dieser Hörbar erinnern wir an eine Künstlerin, deren Gesang nie laut sein musste, um lange nachzuhallen. Dazu gibt’s wie gewohnt eine Menge weiterer Musik aus aller Welt.
56 Minuten
Die US-amerikanische Singer-Songwriterin Kate Bollinger wirft für uns das Kopfkino an mit einem Song aus ihrem Debütalbum. Das pan-skandinavische Ensemble Víík entführt uns in eine zauberhafte Welt mittelalterlicher Balladen und Märchen und definiert ganz nebenbei die Grenzen des nordischen Folk neu. Und der in Fürth lebende, deutsch-finnische Musiker Mäkkelä navigiert stil- und zielsicher zwischen den Koordinaten Folk Noir, Storytelling und außergewöhnlichem Songwriting. Was sie alle gemeinsam haben? Na ihren Auftritt heute an unserer akustischen "Hörbar" mit Musik grenzenlos!
55 Minuten
Was geschieht, wenn man bekannten Songs noch einmal ganz unvoreingenommen begegnet? Diese Frage steht im Fokus von "Only Hits", dem neuen Album von Lisa Wahlandt, das sie gemeinsam mit Gitarrist Paulo Morello und Bassist Sven Faller aufgenommen hat. Das Trio nähert sich Klassikern aus Pop, Folk und Soul nicht als Nostalgieprogramm, sondern mit Neugier und feinem Gespür für Reduktion. Aus vertrauten Liedern werden kleine, luftige Neuerzählungen, getragen von Wahlandts Stimme und dem eingespielten Zusammenspiel der drei Musiker. Ob Bob Dylans "Don't Think Twice, It's All Right", "Fever" oder "House of the Rising Sun": Die Vorlagen bleiben erkennbar, gewinnen aber neue Perspektiven. Dabei setzt das Trio nicht auf große Effekte, sondern auf Nähe, Groove und die Kunst, den Songs Raum zum Atmen zu geben. Daneben führt die Hörbar von der Bläserkunst von Federspiel über die nordische Ruhe von Anna Gréta zu den Balkanfarben von Goran Bregović. Außerdem: die elegante Pianopoesie von Nils Frahm & mehr Musik grenzenlos.
57 Minuten
Musik ohne Grenzen wird im ARD Radiofestival sonntags zu später Stunde an der "Hörbar" serviert. Ob Globale Musik, Chanson, Folk, Jazz, Singer/Songwriter, Neue Klassik oder Filmmusik - hier ist alles möglich, was gefällt und sich gut kombinieren lässt. Eine Stunde mit handverlesenen Zutaten aus aller Welt, die musikalisch scheinbar weit Auseinanderliegendes ganz nah zusammenrücken lässt, Genregrenzen überwindet und zum entspannten Zuhören einlädt. Ihr Barkeeper ist Martin Kersten (Musikauswahl & Moderation) Eine Produktion von hr2-kultur
55 Minuten
Claudio Monteverdi hat einst seine Musiker dazu eingeladen, über einen Basso continuo zu improvisieren. Das war Jahrhunderte vor der Erfindung der Jam Session. Mit dem Jazz schließt sich also gewissermaßen ein Kreis, denn auch Barockmusiker wussten die Freiheiten der Musik zu nutzen, um zu variieren, auszuschmücken und über sich wiederholende Grundmuster zu improvisieren. Das ist die inhaltliche Brücke, über die ein Musiker wie Bernd Lhotzky geht mit seinem Projekt "Jazz goes Baroque". Ein Konzertmitschnitt aus der Berliner Philharmonie dokumentiert jetzt diesen Brückenschlag unter Beteiligung exzellenter Musiker wie Emile Parisien, Fréderic Couderc, Henning Sieverts und Eric Schaefer. Die Aufnahme schlägt noch einen weiteren Bogen, nämlich den ins Jahr 1964, als ein gewisser George Gruntz ganz ähnliche Aufnahmen unter dem Motto "Jazz goes Baroque" machte. Der Produzent, damals wie heute: Siggi Loch, Chef des Jazzlabels ACT, das den europäischen Jazz der letzten Jahre maßgeblich mitgeprägt hat. Das und mehr Musik grenzenlos gibt’s heute an der Hörbar.
55 Minuten
Eine Türkin in Dänemark sorgt für Aufhorchen in der Weltmusik-Szene: "Sümbül", das Debütalbum von Hilal Kaya, ist aus dem Stand in die Top Ten der World Music Charts Europe und auch der Transglobal World Music Charts eingestiegen. Völlig zurecht! Kaya und ihrem Team gelingt eine interessante Symbiose aus traditioneller anatolischer Musik und Elementen aus Rock, Jazz und Psychedelia. "Für mich handelt dieses Album von Sehnsucht, Zugehörigkeit und der Verbindung zu den eigenen Wurzeln. Während wir der Musik ihre Freiheit gelassen haben, wollten wir zugleich die Magie und die Erinnerung Anatoliens in ihr bewahren", sagt Hilal Kaya selbst über ihr Debüt. Das hören wir uns mal etwas genauer an in dieser Hörbar-Ausgabe. Dazu gibt’s jede Menge weitere "Musik grenzenlos", zum Beispiel aus Irland, Frankreich, Finnland und Kuba. Enjoy!
55 Minuten
Klassische Musik nicht nur hören, sondern mit dem ganzen Körper, mit allen Sinnen erleben: Das ist das erklärte Ziel des Arcis Saxophon Quartetts aus München. Vor 17 Jahren gegründet, liebt es dieses Ensemble, Konzert- und CD-Programme zu entwickeln, die Experimentierfreude, grenzenlose Neugier und musikalische Meisterschaft unter einen Hut bringen. Dramaturgie, Klang- und Lichtdesign spielen dabei ebenso eine Rolle, wie begleitende Videos in den sozialen Netzwerken. Mit dem neuen Album "Quirky Nightclub Chronicles" tauchen die Vier diesmal ein ins urbane Nachtleben, mit Tangos von Astor Piazzolla, diversen musikalischen Tapas von Marc Mellits und "Echoes of Live", den eher kontemplativen Nachtgedanken der jungen Komponistin Shuteen Erdenebaatar. Dazu gibt’s an der Hörbar jede Menge weitere "Musik grenzenlos", u.a. mit Gitarrist Ralf Illenberger, dem Orchestra Baobab feat. Cheikh Lô und Neuem von einer interessanten Künstlerin und Band namens Karl die Große.
55 Minuten
Wenn man "The Breakdown", Keb’ Mo’s neues Bluesalbum, nur oberflächlich hört, könnte man meinen: da singt ein rundum zufriedener, lebensweiser Mann im Herbst seiner Karriere voller Dankbarkeit von dem, was ein langes, glückliches Leben ihm geschenkt hat. Die Wahrheit aber ist: Keb’Mo‘ hat zwei heftige Jahre hinter sich. Er ist dem Tod nur um Haaresbreite von der Schippe gesprungen und steht gleichzeitig vor den Trümmern einer langen Ehe. "The Breakdown" trifft es also nicht nur im metaphorischen Sinne ganz gut. Trotzdem: die Art und Weise, in der dieser feine, erfahrene Bluesman diese existenziellen Erfahrungen in seiner Musik verarbeitet, nötigt einem Respekt ab: besonnen, zurückgenommen und im Wesentlichen reduziert auf seine Gitarre und seine Stimme, hält der Musiker aus Nashville Rückschau auf sein Leben. Und er tut das mit der Weisheit und Gelassenheit eines Mannes, dem sehr bewusst ist, dass seine Restlaufzeit auf Erden begrenzt ist. Ein Blick in den Rückspiegel, ohne Groll und geprägt von der Dankbarkeit, all das erlebt zu haben. Beneidenswert…
56 Minuten
In der Hörbar am Samstag laden wir Sie ein, mit uns durch die Gassen von Lissabon zu schweifen, auf La Réunion zu senegalesischem Beat zu tanzen, bei afro-kolumbianischer Caféhausmusik einen Mojito zu süffeln und deutsch-äthiopischen Souljazz zu genießen. Wir starten in Kolumbien, mit der Gruppe Monsieur Periné aus Bogotá in Kolumbien. Bei denen geht’s um eine Beziehung, die wie Musik war - der Filmsong, den man geteilt hat und der alles sagte. Bei Cheikh Ibra Fam wird’s grenzenlos positiv. Der Sufi, Sänger, Songschreiber und Multiinstrumentalist aus dem Senegal versteht seine Musik als Empowerment. Sein jüngstes Album "Adouna" aus dem Frühjahr mischt Afro-Pop, Soul und die Musikstile Westafrikas. Mit dem israelischen Singer-Songwriter, Jazz- und Fusionmusiker Tal Arditi wird’s dann poppig: Sein jüngstes Album "Love Myself" geht weg vom zarten akustischen Fingerpicking, das ihn bekannt gemacht hat. Dennoch findet Tal Arditi: diese Platte sei seine intimste. Das alles und noch mehr in der Hörbar am Samstag.
55 Minuten
Der polnische Jazzgeiger Adam Baldych spielt seine Renaissance-Geige auch schon mal wie eine Gitarre, mit den Fingern, oder macht sie zur Beatbox. Auf dem neuen Album "Endless" für das ACT-Label präsentiert er nun sein Allstar-Lineup, das European Quartet. Was der 40jährige Baldych aus seinem Instrument rausholt, wirkt grenzenlos - und klingt trotzdem unheimlich zärtlich. Mit Daniele di Bonaventura am Bandoneon, Jacob Karlzon am Klavier und Michel Benita am Kontrabass ist jetzt unter Live-Bedingungen ein Album der subtilen Gesten, des gemeinsamen Atmens und der kontemplativen Zurückhaltung entstanden. Man kommt zur Ruhe bei dieser Musik; der Lärm da draußen wird weniger. Man schwelgt in Improvisation, Klarheit und dem Raum zwischen den Tönen. Prädikat: inniger Kammerjazz der wunderbarsten Sorte! Weitere Gäste an der Hörbar sind heute u.a. Les Yeux d’la Tête aus Frankreich, die deutsche Songschreiberin Fee., das Kronos Quartet aus den USA und die spanische Gruppe Muchachito Bombo Infierno.