Anmeldung Registrierung
Auto Hell Dunkel
Erweiterte Suche

Handelsblatt Rethink Work - Der Podcast rund um Mensch, neue Arbeitswelt und Führung Archiv

131 Episoden
27 Minuten
Die Zukunft ist schon lange sein Thema. Hauke Schwiezer ist Mitgründer und Geschäftsführer von „Startup Teens“, der eigenen Angaben zufolge reichweitenstärksten digitalen Bildungsplattform für Unternehmertum und Coding in Deutschland. Zielgruppe sind 14- bis 19-jährige Schüler. Doch damit nicht genug. Nun hat Schwiezer ein Buch veröffentlicht, über das er in der neuen Folge spricht. Es trägt den programmatischen Titel: „Zukunftsrepublik“ und beschreibt vielfältige Visionen für das Jahr 2030. Schwiezers Herzensthema ist die Bildung. Der 43-Jährige fordert ein radikales Umdenken im und für das Bildungssystem. Im dieser Folge erklärt er: „Wir waren mal ein Land, was sich durch Innovationen hervorgetan hat. Das tun wir schon lange nicht mehr im großen Stil.“ Die Ausbildung junger Menschen werde daher immer wichtiger, um Wohlstand, Demokratie und Frieden zu sichern. Wie werden wir 2030 in Deutschland arbeiten? Welches Gesundheitssystem werden wir haben? Wie wird unser politisches System 2030 aussehen? Auf welche Arten und Weisen wird unsere Wirtschaft funktionieren? Das alles erfahrt Ihr in dieser Folge. https://www.handelsblatt.com/morningbriefing
28 Minuten
Networking - ein Begriff, den man schon oft gehört hat. Trotzdem knüpfen immer noch viele Menschen nicht aktiv neue Kontakte, um beruflich voranzukommen. Dabei kann ein gut gepflegtes und sinnvoll strukturiertes Netzwerk helfen, sich beruflich weiter zu entwickeln und den nächsten Karriereschritt zu machen. Wie genau erfolgreiches Business-Networking funktioniert, darüber haben wir mit der Hamburgerin Frederike Probert gesprochen. Sie ist nicht nur eine erfolgreiche Unternehmerin und Expertin für die Digitalwirtschaft, sondern hat sich mittlerweile auch als Profi-Netzwerkerin mit ihrer Firma „Mission Female“ einen Namen gemacht. Für das exklusive Frauennetzwerk bezahlen die Mitgliederinnen 5.000 Euro im Jahr. Wie man in diesen ausgewählten Kreis reinkommt, was sie anders macht, als andere - auch kostenlose - Frauennetzwerke und anhand welcher Kriterien Probert entscheidet, wer aufgenommen wird, hat sie uns in der neuen Podcast-Folge verraten. Außerdem erzählt uns Probert, wie man sich das richtige Netzwerk sucht, worauf man achten sollte und wieso Netzwerken nicht nur so ein Gute-Zeiten-Phänomen ist, für das man Zeit und Muße braucht. Die Expertin ist überzeugt: „Für Netzwerken ist es nie zu spät.“ *** Mehr Informationen zur FairCompany-Initiative finden Sie auf http://www.faircompany.de/
49 Minuten
Er ist Mitte zwanzig und hoffnungsvoller Spitzensportler im Tennis, als es passiert: ein Unfall bei einem Klippensprung in Mexiko – und Boris Grundl ist querschnittgelähmt. Über sein Schicksal sagt er in der neuen Folge von Handelsblatt-Mindshift: „Aus meiner Erfahrung heraus ist die Kunst, sich wirklich auf das zu konzentrieren, was jetzt da ist – nicht auf das, was genommen wurde“. Heute, 30 Jahre nach seinem verunglückten Sprung ins Wasser, ist Boris Grundl ein erfolgreicher Business-Coach und selbst erfolgreicher Leader. Mit seinem Grundl Leadership Institut berät er Führungskräfte aller möglicher Branchen. In der Wirtschaft ist der Krisenmodus seit bald einem Jahr allgegenwärtig. Boris Grundl zeigt im Podcast-Gespräch, was sich von einem Mann lernen lässt, der seine absolute Lebenskrise erfolgreich gemeistert und es vom Sozialfall zum Millionär mit Zweitwohnsitz Mallorca geschafft hat. „Die Frage ist ja: Was muss ich tun, damit aus dieser Krise eine Chance wird? Oder anders gesagt: Wie mache ich aus der Niederlage Sieg? Oder wenn Sie es noch platter wollen: Wie kann ich Scheiße fressen und Gold ausspucken.“
38 Minuten
Heute zu Gast bei Handelsblatt Mindshift ist ein Mann, der sich so vehement wie wohl kein Zweiter in Deutschland für Frauen in Führungspositionen eingesetzt hat. Zu einer Zeit, als man sich als Mann damit bei den Kollegen noch zotige Sprüche eingefangen hat. Wir sprechen mit Thomas Sattelberger, einer der profiliertesten Human-Resources-Manager im Land. Er ist der Erfinder der Telekom-Frauenquote, die er 2010 als Personalchef bei dem Bonner Dax-Konzern eingeführt hat. Inzwischen, zehn Jahre später, sagt er: „Diese neurotische Fixierung auf die Frauenquote muss weg.“ Schließlich gehe es um viel mehr, wenn Deutschland wieder innovationsfähiger werden wolle. Wir sprechen mit dem ehemaligen Top-Manager über die neue Vorstandsquote, scheinheilige Symbolpolitik, Schule im Corona-Chaos und wie er es schaffte, auf der Plattform Tiktok als Ü70 zu einem Superstar für Teenager zu werden.
34 Minuten
Victoria Wagner ist dieses Jahr 50 geworden, und eigentlich könnte sie sich entspannt zuhause auf ihr Sofa legen. Schließlich war sie viele Jahre eine erfolgreiche Unternehmerin. Ihre Agentur Brandzeichen hat sie 2013 an den Werberiesen Omnicom verkauft. Doch „Vicky“ wäre nicht „Vicky“, wie sie ihre Freunde nennen, wenn sie es nicht noch einmal wissen wollte. Anfang des Jahres gründete die Düsseldorferin die Initiative Beyond Gender Agenda. Ums Geld verdienen geht es ihr bei ihrem dritten Start Up nicht. Sie ist nun „Unternehmerin by heart“, wie sie selbst sagt. Mit ihrer Initiative will sie dafür sorgen, dass die deutschen Führungsetagen vielfältiger besetzt werden. „Wie bei der Digitalisierung auch haben wir bei der Diversität als Land deutlich was nachzuholen“, sagt sie in der neuen Podcast-Folge. Diesen internationalen Wettbewerbsnachteil gelte es auszugleichen. Ein Problem mit „alten, weißen Männern“ hat sie nicht. Ganz im Gegenteil: "Sie sollen nicht verschwinden. Sie sollen sich einsetzen für Vielfalt und Chancengleichheit.“ - Unser Partner von Handelsblatt Mindshift: Wenn Sie nach dem Hören Lust auf noch mehr Denkanstöße haben und vielleicht auch selbst aktiv werden wollen, möchten wir Ihnen die LinkedIn-Gruppe von The Shift ans Herz legen – die Diversity-Initiative der Handelsblatt Media Group und unser Partner für diese Podcast-Folge. Dort finden Sie nicht nur alles Wichtige über die Initiative, sondern auch Neuigkeiten, Interviews und Tipps rund um das Thema Diversity. Knüpfen Sie neue Kontakte, und tauschen Sie sich zu aktuellem Diskussionsstoff aus – wir freuen uns auf Sie: https://www.linkedin.com/groups/8916147/
26 Minuten
Heute zu Gast bei Handelsblatt Mindshift: Fränzi Kühne. Die Berlinerin war einst die jüngste Aufsichtsrätin Deutschlands. Eine Zuschreibung, die sie selbst nicht besonders gerne mag. Schließlich ist sie vor allem auch Unternehmerin. Kühne hat 2008, zwei Jahre vor der Geburt Instagrams, die Digitalberatung Torben, Lucie und die gelbe Gefahr (TLGG) mitgegründet und groß gemacht. Zu einer Zeit, als nur wenige etwas mit Kanälen wie Facebook und Twitter anfangen konnten. Kühne entscheidet gerne und schnell. Im Frühjahr diesen Jahres aber musste sie länger überlegen. Denn: Sie hat die Social-Media-Schmiede TLGG verlassen - zwar schweren Herzens, aber doch guter Dinge - um mehr Zeit für sich und eine Weltreise zu haben. Süd- und Mittelamerika hatte sie im Blick, auch Australien und Neuseeland. „Ich wollte bewusst raus und runterfahren. Ich wollte auf Reisen gehen, um diesen Alltag nicht mehr zu haben“, sagt sie in der neuen Podcast-Folge. „Das ist bei mir keine Frage von Eitelkeit oder Status, sondern ich wollte das für mich haben. Ich wollte schauen, wo es in Zukunft hin geht.“ Aber statt Zukunft kam erstmal der Corona-Stillstand. Wir sprechen mit Fränzi Kühne darüber, wie sie ihre neue Freizeit nutzt, wieso sie von der Quotengegnerin zur Feministin geworden ist wie es für sie in Zukunft beruflich weitergeht in 2021. - Für die nächste Folge schlagen wir vor, dass Ihr uns Eure Ideen schickt. Wer soll unser Gast bei Handelsblatt Mindshift sein? Von wem würdet Ihr gerne mehr erfahren? Oder ihr möchtet Euch selbst vorschlagen? Dann schreibt uns gerne eine Email mit Begründung oder meldet Euch bei Twitter oder LinkedIn mit Euren Wunschkandidaten. Hier sind unsere Kontaktdaten: Carina c.kontio@handelsblattgroup.com Twitter: @enormgruen Tanja t.kewes@handelsblattgroup.com Twitter: @TanjaKewes
39 Minuten
Heute sprechen wir mit einem, der sich nichts Geringeres vorgenommen hat, als unser gesamtes Wirtschaftssystem zu revolutionieren. Oder wie er sagt: zu unfucken! Waldemar Zeiler hat nach sieben gescheiterten Start-ups und einem Burnout erfolgreich die Berliner Kondom-Firma Einhorn gegründet - und sich nach fünf Jahren als Chef gerade selbst abgeschafft. Und seine Mitarbeiter können jetzt nicht nur tun und lassen, was sie wollen, sondern auch noch ihr Gehalt selber bestimmen. Und Waldemar will jetzt die Welt retten. Warum er das tut, wie man Weltrettung skaliert, wieso der Kapitalismus dringend besser werden muss und wie wir alle in Zukunft nachhaltiger konsumieren können, das erfahrt ihr in der heutigen Folge.
40 Minuten
Seine Kindheit endet im Alter von zwölf Jahren. Johann König spielt mit einer Schreckschusspistole, sie explodiert, und zerstört seine Augen. Er ist fast blind. Nach schwierigen Jahren findet er nach dem Abitur an einer Blindenschule zurück ins Leben - und stellt sich seiner Berufung. Er will Galerist werden. „Ich war naiv und vermessen, doch ich wusste jetzt, was ich wollte“, erzählt er im Handelsblatt-Podcast Mindshift. Ein Blinder Galerist? Wie soll das funktionieren? Wie will sich Johann König in einer „Gesellschaft der Sehenden“, wie er es selbst sagt, durchsetzen? Johann König schafft es - nach einigen prekären Jahren. Heute ist seine Galerie König in Berlin eine feste Größe im Kunstbetrieb und er einer der der einflussreichsten Kunst-Experten Deutschlands. Zu seinen Kunden gehören viele Unternehmer und Gründer. Und die suchen seiner Erfahrung nach „nicht so sehr nach dem Statussymbol“. „Sie suchen wirklich mehr nach Sinn“, berichtet König. Und weiter: „Wir haben viel Kunst an den Instagram-Gründer Mike Krieger verkauft. Und der sucht echt die Auseinandersetzung mit dem Werk und dem Künstler. Den interessiert nicht die Anlage, den interessiert nicht der Status. Der sucht die mentale Auseinandersetzung.“ Denn: „Das ist ja das Tolle an der Kunst, das sie so frei ist und keinem wirklichen Zweck bedient.“ *** Wenn Sie nach dem Hören Lust auf noch mehr Denkanstöße haben und vielleicht auch selbst aktiv werden wollen, möchten wir Ihnen die LinkedIn-Gruppe von The Shift ans Herz legen – die Diversity-Initiative der Handelsblatt Media Group und unser Partner für diese Podcast-Folge. Dort finden Sie nicht nur alles Wichtige über die Initiative, sondern auch Neuigkeiten, Interviews und Tipps rund um das Thema Diversity. Knüpfen Sie neue Kontakte, und tauschen Sie sich zu aktuellem Diskussionsstoff aus – wir freuen uns auf Sie. Weitere Informationen zur The Shift Initiative findet Ihr hier: https://www.handelsblatt.com/adv/shift-initiative/
38 Minuten
In der heutigen Folge von Handelsblatt Mindshift sprechen wir mit Hans-Dietrich Reckhaus. Das Töten von Insekten war lange Zeit ein gutes Geschäft für den Bielefelder, der in zweiter Generation ein mittelständisches Familienunternehmen leitet. Doch inzwischen sägt der Unternehmer an dem Ast, auf dem er sitzt - er rettet die Nützlinge und das mit Leidenschaft. Wir sprechen mit dem Unternehmer über seine erstaunliche Verwandlung vom Insektenbekämpfer zum Fliegenretter und darüber, wie man radikal und konsequent neu wirtschaftet. Eine Geschichte, die zeigt, wie ein einzelnes Unternehmen eine ganze Branche revolutionieren kann. *** Den Podcast Handelsblatt Crime finden Sie hier: https://www.handelsblatt.com/audio/crime/
37 Minuten
Heute zu Gast bei Handelsblatt-Mindshift ist die Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann. Sie ist ein Phänomen – und das weiß sie auch. „Der Name zu lang. Die Haare zu weiß. Das Mundwerk zu lose.“ Mit diesen Worten charakterisiert sie nicht nur sich selbst, mit diesen Worten wirbt die 62-Jährige auf Plakaten und im Internet für sich. Sie will am Sonntag Oberbürgermeisterin von Düsseldorf werden. Und damit nicht genug. „Ihr Motorrad zu luftverschmutzend. Ihre Partei FDP zu klein. Ihr Geschlecht zu weiblich.“ Es wären eigentlich drei weitere gewichtige Gründe dafür, warum sie keine aussichtsreiche Kandidatin ist. Und doch – oder genau deshalb – will die Liberale es schaffen, die erste Oberbürgermeisterin ihrer Heimatstadt zu werden, wie Strack-Zimmermann in der neuen Folge von Handelsblatt Mindshift erklärt Im politischen Schlagabtausch ist sie gefürchtet. Sie formuliert schnell, klar und laut. Über sich selbst sagt sie: „Ich bin auf die Welt gekommen, und der Lärm begann. Ich hatte große Brüder, ich bin sehr temperamentvoll.“ Im Podcast spricht sie über Guerilla-Wahlkampf, ihre Großmütter – und verbale Raufereien.
36 Minuten
Heutiger Gast im Handelsblatt Mindshift Podcast ist Theresa Brückner. Sie ist Digitalpfarrerin und durch die Coronazeit so etwas wie eine Krisengewinnerin. Die 33-Jährige ist ein Social-Media-Star mit einer beeindruckenden Zahl an Fans und Followern. In der Corona-Krise hat sie mit ihrer virtuellen Gemeinde bei Youtube und Instagram die Nase vorn, während die Gotteshäuser im Shutdown geschlossen sind. Sie zeigt damit nicht nur ihrem Arbeitgeber, der evangelischen Kirche in Deutschland, wie die Kirche der Zukunft aussehen könnte. Schließlich verlieren die traditionellen Glaubensgemeinschaften seit Jahren dramatisch an Mitgliedern. Sie sagt: Die Kirchen brauchen veränderte Formen der Mitgliedschaft und Kommunikation sowie mehr Vielfalt. So wird ihr häufig noch vorgeworfen, dass sie selbst – Mutter, jung, blond - nicht dem Bild eines klassischen Pfarrers entspricht. Sie sieht die mangelnde Vielfalt nicht als ein rein kircheninternes, sondern als gesamtgesellschaftliches Problem. „Sexismus begegnet mir immer wieder.“ Wir sprechen mit Theresa darüber, ob die Bibel als Ratgeber für Führungskräfte taugt und wie wir es schaffen, mit unserer Schuld und Überforderung umzugehen. +++ Weitere Informationen zur The Shift Initiative findet Ihr hier: https://www.handelsblatt.com/adv/shift-initiative/ Alle unsere Podcast-Folgen findet Ihr unter handelsblatt.com/mindshift Ihr habt Fragen oder Anmerkungen zum Podcast? Dann meldet Euch gerne bei c.kontio@handelsblattgroup.com und t.kewes@handelsblattgroup.com
38 Minuten
Heutiger Gast im Handelsblatt Mindshift Podcast ist der Hotelmanager Bodo Janssen - Chef der größten mittelständischen Hotel- und Appartementkette an der Nord- und Ostsee. Er hatte früher nur Zahlen im Kopf, die 650 Mitarbeiter wollten ihn loswerden. “Wir waren ein Unternehmen der Geheimnisse”, erinnert sich Janssen. “Management by Champignons - alle Köpfe saßen im Dunkeln und wenn einer raus kam und zu viel wusste, dann wurde er abgeschnitten.” Inzwischen ist Bodo Janssen einer der beliebtesten Arbeitgeber. Doch der coronabedingte Shutdown brachte das Unternehmen in eine schwere Krise. Als der Manager Mitte März innerhalb von 48 Stunden seine Hotels räumen muss, fühlt er sich an die Scheinhinrichtungen erinnert, die er als junger Mann während einer Entführung erlebt hat. “Wie bei Dornröschen blieb auf einmal alles stehen”, erzählt Janssen. “Wir haben uns in den Tiefschlaf gesetzt und waren dazu bereit, alles zu verlieren.” Wie er und seine Mitarbeiter die letzten Wochen überstanden haben und wieso er der Krise auch viel Gutes abgewinnen kann, erklärt Bodo Janssen in unserer heutigen Folge. Außerdem haben wir mit ihm über seinen Weg vom Narzissten zum empathischen Unternehmer gesprochen und darüber, ob Spiritualität dabei helfen kann, ein guter Chef zu sein. Und zum Schluß wollten wir wissen, ob Corona die Art verändert, wie wir in Zukunft Urlaub machen werden. +++ Weitere Informationen zur The Shift Initiative findet Ihr hier: https://www.handelsblatt.com/adv/shift-initiative/ Alle unsere Podcast-Folgen findet Ihr unter handelsblatt.com/mindshift Ihr habt Fragen oder Anmerkungen zum Podcast? Dann meldet Euch gerne bei c.kontio@handelsblattgroup.com und t.kewes@handelsblattgroup.com
42 Minuten
Anastasia Biefang hat es bei der Bundeswehr bis ganz nach oben geschafft. Sie ist Bundeswehroffizierin – aber nicht irgendeine, sondern die erste transsexuelle Bataillonskommandeurin. Zuständig ist die 45 Jährige für insgesamt 700 Soldatinnen und Soldaten aus dem Informationstechnik-Bataillon 381, das vereinfacht gesagt die Telekom der Bundeswehr ist. Die Bundeswehr galt lange Zeit als reiner heterosexueller Männerbund. Bis 2001 waren Homo- und Transsexualität sogar ein Hindernis, Zeit- oder Berufssoldat zu werden. Ebenfalls erst seit 2001 sind alle Laufbahnen bei der Bundeswehr auch für Frauen geöffnet. Wir sprechen mit ihr in der neuen Folge von Handelsblatt Mindshift darüber, wie aus Marc Oberstleutnant Anastasia wurde und über Offenheit und Diversität in der Bundeswehr. Vor allem wollten wir wissen, wie ihr Vorgesetzter vor vier Jahren, auf dem Höhepunkt ihrer Karriere, reagiert hat, als sie ihm mitteilte, dass Sie künftig als Frau angesprochen werden möchte. Für die Geschlechtsangleichung entschied sich Biefang vor zwei Jahren. Sie geht seit ihrem Outing im Jahr 2015 auch bewusst an die Öffentlichkeit - inzwischen gibt es sogar einen Kinofilm über ihr Leben. Was hat sie dazu bewogen, sich auf die Dreharbeiten zu "Ich bin Anastasia" einzulassen? Wie viel Hohn und Spott muss Anastasia Biefang in Internet-Foren und in sozialen Netzwerken wie Twitter und Facebook ertragen? Und wie geht sie mit ihrer Geschichte im Auslandseinsatz in Afghanistan um - ein Staat, in dem für gleichgeschlechtlichen Sex die Todesstrafe verhängt werden kann? Die Antworten hört ihr in der neuen Podcast-Folge.
27 Minuten
Unsere heutige Interviewpartnerin gerade aus London zurück, wo der jüngste Terroranschlag die hitzige Debatte über Migration, Integration und Sicherheit wieder entfacht hat. Zumindest in den Medien, denn die Menschen vor Ort schienen, so die Politologin und Chefin der Allianz-Kulturstifung, eher routiniert. „Ich habe es so empfunden, dass solche Ereignisse Alltag geworden sind und ich hatte nicht den Eindruck, dass die Londoner besonders angespannt waren“, erzählt Esra Küçük. Zum Zeitpunkt des Attentats war die gebürtige Hamburgerin keine 500 Meter entfernt. „Unter den Londonern ging das Leben ganz normal weiter. Ich glaube dass wir in einer Zeit leben, in der Terror zu unserem Alltag dazu gehört.“ Mit politischen Debatten kennt sich Küçük gut aus. Sie gründete 2010, nach Stationen bei der Mercator-Stiftung und dem Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration, die Junge Islamkonferenz, um mit Bildung und Dialog dem Populismus entgegenzuwirken - damals für sie auch ein Schritt, der eine Antwort auf Thilo Sarrazins Bestseller war, wie sie in der neuen Folge von Handelsblatt Mindshift erzählt. Sie ist erst 36 Jahre alt und gilt schon als eine der führenden jungen Intellektuellen. Sie schreibt, hält Vorträge, diskutiert mit Spitzenpolitikern. Bevor sie im Sommer 2018 als Geschäftsführerin zur renommierten Allianz-Kulturstiftung wechselte, leitete sie das Gorki Forum in Berlin, die Debattenplattform des Gorki-Theaters. Was genau sie bei der Allianz-Stiftung macht, welche Rolle Kunst und Kultur für unsere Demokratie spielen und was für die Deutsch-Türkin Heimat bedeutet - jetzt im Interview.
25 Minuten
Für unsere heutige Folge haben wir mit einer Frau gesprochen, deren Firma eigentlich kaum jemand so richtig kennt: Mit Sabine Herold, der Chefin des Klebstoffherstellers Delo. Dabei hat eigentlich jeder von uns ein Produkt der Firma in der Tasche, denn unsere Handys und Kreditkarten werden mit Kleber von Delo hergestellt. Sogar in Flugzeugen ist der Klebstoff verbaut. Wir haben die Firmenchefin unter anderem gefragt, wie schwer es als Hidden Champion im Mittelstand ist, gute Bewerber zu bekommen. Die überraschende Antwort gibt es in der neuen Folge. Besonders ist vor allem, wie viel Spielraum die Unternehmerin ihren Mitarbeitern gibt, um kreativ arbeiten zu können. Spinnerzeit nannte sie das! Ein wirklich interessantes Gespräch, in dem Sabine Herold mit uns auch darüber gesprochen hat, wie es ist, seit über 20 Jahren zusammen mit ihrem Mann in der Firma zu arbeiten. Viel Spaß beim Zuhören.