artepod by artechock Filmmagazin Archiv
426 Episoden
1 Stunde 59 Minuten
"Heinz Rühmann war in der NS-Elite tief verankert und vernetzt. Er hat alles mitgemacht", sagt Alexander van Dülmen. Der Filmproduzent kommt aus München und ist Anfang des Jahres nach 30 Jahren Berlin nach Bozen in Südtirol gezogen. Jetzt verfilmt er das Leben der deutschen Schauspielikone Heinz Rühmann, der nicht nur ein riesengroßer Opportunist war, sondern auch NS-Sympathisant und die Verkörperung der Abgründe des "kleinen Mannes". Im artechock-Gespräch sprechen Alexander van Dülmen und Rüdiger Suchsland über Rühmanns Karriere, seine tränenreiche Rührung über sich selbst, den Faschismus im schrecklich beliebten Film "Die Feuerzangenbowle" sowie Parallelen und Unterschiede zur sogenannten Wim-Wenders-Debatte.
6 Minuten
Spike Jonzes Film "Her" hat 2013 eine Liebesgeschichte zwischen einem Menschen und einem KI-System erzählt – als Science-Fiction. Was damals noch wie eine elegante philosophische Spekulation aussah, ist inzwischen in Teilen zum Alltag geworden.
"Finding Connection" von Florian Karner betrachtet nun Menschen, die seit Jahren Beziehungen zu Chatbots und künstlicher Intelligenz pflegen – und verweigert sich der schlichten Warnung vor der "Entmenschlichung durch Maschinen".
Im neuen artechock-Podcast spricht Rüdiger Suchsland über den Film, über die Kulturgeschichte der Gefühle und der menschlichen Phantasie.
"Finding Connection" von Florian Karner betrachtet nun Menschen, die seit Jahren Beziehungen zu Chatbots und künstlicher Intelligenz pflegen – und verweigert sich der schlichten Warnung vor der "Entmenschlichung durch Maschinen".
Im neuen artechock-Podcast spricht Rüdiger Suchsland über den Film, über die Kulturgeschichte der Gefühle und der menschlichen Phantasie.
1 minute
Die Regisseurin Eva Trobisch wurde in Berlin geboren und studiert an der HFF München Filmregie. Beim Münchner Filmfest gewann sie 2018 den Hauptpreis im deutschen Wettbewerb für ihren Abschlussfilm "Alles ist gut", der danach eine große Karriere auf internationalen Festivals wie dem von Locarno machte. Im artechock-podcast sprechen Eva Trobisch und Rüdiger Suchsland über Trobischs neuen Film "Etwas ganz Besonderes", über das deutsche Kino, Blicke auf Ost und West, den großen Charme der Stadt Greiz, sowie die Frage "Wer bist du und was macht dich aus?"
1 minute
Rückschau au das 43. Filmfest München. Wir beginnen mit LOW EXPECTATIONS von Eivind Landsvik, feiern Ruyusuke Hamaguchis ALL OF A SUDDEN, loben Alice Winocour, die sich mit COUTURE und Angelina Jolie leider vertan hat, heben Lucrecia Martels NUESTRA TIERRA in den Himmel und sind bei Su-jings A GIRL UNKNOWN nicht ganz einig. Die Filmquartett-Top 3: 1. ROSE OF NEVADA, 2. ALL OF A SUDDEN, 3. ex aequo MISERABLE MUTTER, LA LIBERTAD DOBLE, DAS GETRÄUMTE ABENTEUER, LA MUERTE NO TIENE DUÑO. Im Filmquartett: Dunja Bialas, Benedikt Guntentaler, Amelie Hochhäusler, Wolfgang Lasinger, Nicolas Meußling, Tanja Moll, Noah Mrosczok Chris Schmuck und Thomas Willmann.
1 minute
"Kalter Hund" hat im deutschen Wettbewerb des Münchner Filmfests Premiere gefeiert und kommt im Herbst ins deutsche Kino. – Mit Rüdiger Suchsland sprechen Hauptdarstellerin Corinna Harfouch und Regisseurin Pauline Roenneberg über das Erbe der Nazis und andere Geheimnisse in deutschen Familien, über politische Haltung und Familiendynamiken im Kino
32 Minuten
Wir besprechen Filme aus der Reihe CineRebels oder solche, die in die Reihe passen könnten: ROSE OF NEVADA (Mark Jenkin), LA MUERTE NO TIENE DUEÑO (Jorge Tilen Amant), PITICO (Julio Bressane, International Indies) und FÜR IMMER 16 (Brezel Göring, Neues Deutsches Kino). Das Filmquartett ist ein Sextett mit Dunja Bialas, Niklas Duzler (aus Wien), Benedikt Guntentaler, Wolfgang Lasinger, Chris Schmuck und Noah Mrosczok.
1 minute
Favoriten überall: Axel Timo Purr und Rüdiger Suchsland melden sich live vom Filmfest München – mit einer Liebeserklärung an Michael Mann, ihren Favoriten im deutschen Filmprogramm und einer Prognose zur Fußball-WM.
1 minute
Das Filmquartett meldet sich mit einem neuen Podcast vom 43. Filmfest München. Zum Auftakt sprechen wir über die allgemeine Stimmung, tauchen ein in den Filmfest-Klassiker "American Independents", blicken kurz nach Cannes und in das Neues deutsche Kino. Besprochene Filme: DOWNBEAT (Danny Madden), ERUPCJA (Pete Ohs), EVERYTIME (Sandra Wollner), DAS GETRÄUMTE ABENTEUER (Valeska Grisebach), STRANGE RIVER (Jaume Claret Muxart), LA LIBERTAD DOBLE (Lisandro Alonso), MISERABLE MUTTER (Susanne Heinrich). Im Filmquartett sind: Dunja Bialas, Benedikt Guntentaler, Amelie Hochhäusler, Wolfgang Lasinger, Chris Schmuck, Thomas Willmann.
1 Stunde 12 Minuten
Die Münchner Regisseurin Pauline Roenneberg hat nach mehreren dokumentarischen Arbeiten ihren ersten Spielfilm gedreht: "Kalter Hund" hat im deutschen Wettbewerb des Filmfests München Weltpremiere und kommt im Herbst ins deutsche Kino. – Mit Rüdiger Suchsland spricht sie vor Filmfest-Start über ihre ganz spezielle Art, ohne festes Drehbuch zu drehen und trotzdem keinen "Improvisations-Film" zu machen, über Familienaufstellungen und das Lustige im Schmerz, Humor der mit Tabubrüchen spielt, sowie darüber, wann Stellen im Drehbuch für die Schauspieler geschwärzt werden müssen.
1 Stunde 29 Minuten
Die gegenwärtige Debatte um einen alten Film von Wim Wenders berührt Grundsätzliches: Das Verhältnis von Kunstfreiheit und rückwirkenden Schutzrechten, Zeitgeist gestern und heute, und die Folgen, die es hat, wenn man Beteiligten an Filmen nachträgliche Einspruchsrechte zugesteht. In einem freundschaftlichen Streitgespräch sprechen die Regisseurin, Autorin und Produzentin Saralisa Volm und artechock-Filmkritiker und Regisseur Rüdiger Suchsland im neuen artechock-Podcast über diese Aspekte der "Wenders-Debatte", über eine neue Lust an Moral und Zensur, über die Rolle von Medien als Kampagnentreiber und den digitalen Mob und was das alles für die Zukunft bedeutet.
54 Minuten
Im fünfen artechock-podcast von den Filmfestspielen in Cannes spricht Rüdiger Suchsland mit der Berliner Regisseurin Katharina Rivilis über ihr Cannes-Erlebnis, über Coming of Age in Zeiten der Terroranschläge des 11. September, unsere USA-Desillusionierung und ihren Film "I'll be gione in June" in der Reihe "Un Certain Regard"
1 Stunde 56 Minuten
Im vierten artechock-Podcast von den Filmfestspielen in Cannes spekuliert Rüdiger Suchsland zunächst über mögliche Preise. In der zweiten Hälfte des Podcasts (ab etwa 53 Minuten) standen die Preise fest. Wie verdient sind sie? Und wie ist eigentlich der Film "Das geträumte Abenteuer", der in Bulgarien spielende neue Film der Deutschen Valeska Grisebach, der den Jurypreis bekam.
58 Minuten
Im dritten Podcast spricht Rüdiger Suchsland mit seinem luxemburgischen Kollegen Marc Trappendreher über die Qualität des Wettbewerbs und persönliche Favoriten auf die Goldene Palme. Beide spekulieren auch darüber, wer sonst gute Preischancen hat, sprechen über die Frage wie wichtig historische Wahrheit im Spielfilm ist, und sprechen auch kurz über den neuesten Film von Nicolas Winding Refn.
54 Minuten
Im zweiten artechock-podcast von den Filmfestspielen in Cannes ziehen Rüdiger Suchsland und Christoph Petersen (Chefredakteur von Filmstarts) eine Halbzeitbilanz der Filmfestspiele. Sie sind sich einig über den besten Film, über Volker Schlöndorffs Jenny-Erpenbeck-Verfilmung "Heimsuchung" und über generelle Tendenzen des Jahrgangs. Aber über einen Film streiten sie: "Fjord" , der rumänisch-norwegische Film von Cristian Mungiu und über die Fragen: Welcher Fundamentalismus ist besser? Und wann schadet Toleranz der demokratischen Gesellschaft? Außerdem streifen sie noch den neuen Film von Nicholas Winding Refn und "Soudain" von Ryūsuke Hamaguchi.
1 Stunde 12 Minuten
In seinem ersten artechock-podcast von den Filmfestspielen in Cannes stellt Rüdiger Suchsland drei Filme junger Regisseurinnen vor: Sandra Wollners grandiosen "Everytime", ein Spiel auf der Zeitachse, das Leben und Tod aufhebt; Manuela Martellis "Meltdown" das einen chilenischen Winter zeigt, bei dem der dicke Schnee auch die Fakten zudeckt; und Katharina Rivilis' "I'll be gone in June", der die US-Realität von 9/11 und den Anfang des MAGA-Wahns mit romantischen Sehnsuchtsbildern kombiniert. Aber auch James Gray blickt mit kühler Nostalgie auf die Zeit zurück, als im Brooklyn von 1986 unsere Gegenwart noch Zukunft war - in seiner Brüder-Tragödie "Paper Tiger".