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Frisch serviert - der Steuerpodcast Archiv

131 Episoden
31 Minuten
In dieser Folge von „Frisch serviert“ sprechen Kati Fiehler und Christoph Richter, beide PwC, mit Nils Pippart von der Freudenberg Gruppe und Steve Janner, Partner bei PwC Deals und Bewertungsexperte, darüber, wie Kaufpreisallokation (PPA) und Verrechnungspreise zusammenhängen. Im Fokus stehen die Bewertung von Marken, Technologien und Kundenbeziehungen, belastbare Lizenzsätze sowie die Unterschiede zwischen IFRS, Local GAAP und steuerlicher Sicht. Außerdem geht es darum, welche Rolle Goodwill und Synergien spielen, wenn immaterielle Werte nach dem Closing übertragen werden. Und darum, warum konsistente Businesspläne und Bewertungsparameter für eine durchgehende Belegkette entscheidend sind.
24 Minuten
Nach dem Überblick wird es praktisch: Wie kommen die Daten aus der E‑Rechnung in das Meldesystem? Was verändert sich in Order-to-Cash und Purchase-to-Pay? Und wo drohen Fehler oder Medienbrüche? Im zweiten Teil schauen wir auf die technischen und prozessualen Herausforderungen des künftigen Digital Reporting.
30 Minuten
In dieser Episode geben wir zunächst einen Überblick über die Stellungnahme des Bundesrates zum Jahressteuergesetz 2026 sowie über aktuelle Entwicklungen in weiteren laufenden Gesetzgebungsverfahren. Anschließend stellen wir die wesentlichen Änderungen der aktualisierten deutschen Verhandlungsgrundlage für den Abschluss von Doppelbesteuerungsabkommen gegenüber der Vorgängerversion aus dem Jahr 2013 vor. Darüber hinaus behandeln wir ein beim BFH anhängiges Verfahren zur Frage, ob ein 99-jähriges Dauernutzungsrecht an einem Wirtschaftsgut wirtschaftliches Eigentum begründen kann – mit möglichen Auswirkungen auf die Buchwertfortführung nach § 20 UmwStG. Abschließend thematisieren wir ein Vorabentscheidungsersuchen des BFH an den EuGH zur Vereinbarkeit der Grunderwerbsteuer bei Anteilsvereinigungen infolge grenzüberschreitender Verschmelzungen mit der Kapitalansammlungsrichtlinie.
27 Minuten
Deutschland steht vor dem nächsten großen Schritt bei der Digitalisierung der Umsatzsteuer. Was bedeuten ViDA und das geplante nationale Meldesystem konkret für Unternehmen? Gemeinsam mit Experten des VeR ordnen wir den aktuellen Stand ein und diskutieren, warum E‑Rechnung, Datenqualität und Reporting künftig zusammen gedacht werden müssen.
25 Minuten
In dieser Episode geht es um aktuelle Rechtsprechung: Zunächst erörtern wir ein überraschendes Urteil des BFH zur Anwendung des § 4i EStG bei niederländischer Gruppenbesteuerung, bei der die in Frage stehenden Aufwendungen und korrespondierenden Einnahmen i.R.d. niederländischen „fiscale eenheid“ als gruppeninterne Transaktionen unberücksichtigt blieben. Das FG Köln hat zwei interessante Urteile zur Verzinsung aus unionsrechtlichen Gründen veröffentlicht, in denen es um die Bestimmung des Zinslaufbeginns bei unterschiedlichen Sachverhaltskonstellationen ging. Abschließend stellen wir bzgl. der nun beim EuGH anhängigen Frage, ob § 12 Abs. 2 Satz 2 UmwStG i.V.m. § 8b KStG und somit die Anwendung der Schachtelstrafe von 5% auf einen Übernahmegewinn mit Art. 7 der Fusionsrichtlinie vereinbar ist, sowohl die Pro-Argumente des BFH als auch mögliche Gegenargumente der herrschenden Literaturmeinung dar.
34 Minuten
In dieser Episode begrüßen Christian Kaeser und Arne Schnitger einen besonderen Gast: Dr. Achim Pross, Deputy Director im Centre for Tax Policy and Administration der OECD. Gemeinsam werfen sie einen Blick auf die aktuelle steuerpolitische Agenda der OECD, auf der Themen wie Tax Transparency, Tax Certainty, Platform-Reporting, Transfer Pricing, KI und Global Mobility stehen. Im Fokus steht der Austausch zur Umsetzung von Pillar 2 und den ersten Erfahrungen mit den Meldepflichten sowie geplante Vereinfachungen und Safe-Harbour-Regelungen. Außerdem werden Überlegungen auf Ebene der OECD mit Bezug zur Umsatzsteuer aufgezeigt und abschließend Hinweise zum Diskussionsstand zu Pillar 1 gegeben.
30 Minuten
Frisch serviert – heute mit Special-Menü! In Folge 123 gibt's einen Rückblick auf die 10. YIN-Jahrestagung im Literaturhaus Frankfurt – über 150 Gäste, drei Panels und geballte Kompetenz aus Wissenschaft, Beratung, Rechtsprechung und Finanzverwaltung. Auf der Karte: Rilkes „Panther" trifft internationales Steuerrecht Dynamische vs. statische DBA-Auslegung & Treaty Overrides Die mystischen „Einkunftsteile" und Betriebsstätten im Homeoffice Joint Audits, Streitbeilegung & Informationsaustausch bis in die Mongolei
29 Minuten
In dieser Episode analysieren wir die aktuellen Vorschläge der Europäischen Kommission zur Änderung zentraler EU-Richtlinien. Im Mittelpunkt steht zunächst der Tax Omnibus: Geplante Anpassungen der ATAD umfassen u.a. eine neue steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung, Änderungen an den Zinsschrankenregelungen sowie eine Ausnahme von der Hinzurechnungsbesteuerung für Pillar-2-pflichtige Unternehmen. Darüber hinaus sieht der Tax Omnibus weitreichende Änderungen an der Mutter-Tochter-Richtlinie sowie der Zins- und Lizenzgebührenrichtlinie vor – darunter die Abschaffung der Mindestbeteiligungserfordernisse für die Quellensteuerbefreiung und der Verzicht auf eine Vorab-Überprüfung der Anspruchsberechtigungen, was praktische Auswirkungen auf Freistellungsbescheinigungen hätte. Ergänzt wird dies durch eine geplante Erweiterung des Anwendungsbereichs der Fusionsrichtlinie. Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf dem DAC Recast: Die vorgeschlagenen Änderungen an der DAC6-Richtlinie zu Meldepflichten bei grenzüberschreitenden Steuergestaltungen betreffen insbesondere eine Ausnahme für Pillar-2-pflichtige Unternehmen, die Streichung einzelner Hallmarks sowie eine Verlängerung der Meldefristen.
34 Minuten
In dieser Folge von „Frisch serviert" sprechen Nils Pippart (Freudenberg Gruppe) und Christoph Richter (PwC) mit Silke Schröder (stellv. Geschäftsführerin des AWV) Werner Thumbs (Profunda) und Christian Danner (Boehringer Ingelheim) über den AWV-Arbeitskreis Verrechnungspreise – und warum er weit mehr ist als ein klassisches Verbandsgremium. Im Fokus stehen die Entstehung des Arbeitskreises nach dem Wassermeyer-Urteil, das Prinzip „Geben und Nehmen" im Austausch zwischen Wirtschaft, Beratung und Finanzverwaltung sowie konkrete Meilensteine – von der Funktionsverlagerung über Joint Tax Audits und ICAP bis zum Country-by-Country-Reporting. Außerdem geht es um aktuelle Zukunftsthemen wie Datenanalyse, die Rolle des BZSt und warum sich der Blick auf den AWV-Arbeitskreis lohnt, auch für alle, die (noch) nicht selbst Mitglied sind.
37 Minuten
Wir beginnen diese Episode mit einem Überblick über die wichtigsten geplanten Änderungen des Jahressteuergesetzes 2026. Im Fokus stehen in dieser Episode drei Gerichtsentscheidungen mit weitreichenden Folgen für die Beratungspraxis. Ein aktuelles EuGH-Urteil zur Grunderwerbsteuer in Portugal unter Anwendung der Kapitalansammlungsrichtlinie wirft auch Fragen zur deutschen Share Deal-Besteuerung auf. Ein neues BFH-Urteil schafft Rechtssicherheit zur Anwendung der Abzugsbeschränkungen nach § 8b Abs. 3 Satz 4 ff. KStG bei Zinsforderungen und der Auslegung des Begriffs der nahestehenden Person. Zudem stellen wir das BFH-Urteil vor, nach dem die Regelung des § 50d Abs. 1 Satz 11 EStG a.F. bei Erstattungsansprüchen von S-Corporations nur formell-rechtliche Wirkung entfaltet.
32 Minuten
In unserer neuen Folge "Frisch serviert - Die Besteuerung der öffentlichen Hand" diskutieren Christian Möhwald und Sarah Lechner von PwC mit Andreas Meyer, Bereichsleiter Steuern, Finanzen und öffentliche Bäder beim VKU umsatzsteuerliche Neuerungen in Folge dreier kürzlich veröffentlichter BMF-Schreiben: - BMF-Schreiben vom 1. April 2026: Nichtsteuerbarkeit von Innenleistungen innerhalb einer Organschaft bei Verwendung der Leistungen für nichtwirtschaftliche Tätigkeiten - BMF-Schreiben vom 20. Januar 2026: Umsatzsteuerliche Behandlung von dauerdefizitären Einrichtungen - Wann ist eine Tätigkeit überhaupt noch wirtschaftlich? - BMF-Schreiben vom 1. April 2026: Änderung von Nutzungsverhältnissen zwischen dem unternehmerischen Bereich und nichtwirtschaftlichen Tätigkeit i.e.S. - Aufgabe einer langjährigen Verwaltungsauffassung Neben den fachlichen Hintergründen beleuchten wir auch wie gewohnt relevante Auswirkungen auf die öffentliche Hand und wertvolle Tipps für die Praxis. Wenn Sie keine Neuigkeiten betreffend die Besteuerung der öffentlichen Hand mehr verpassen möchten, hören Sie gern rein!
32 Minuten
In Folge 119 nehmen wir das Common Understanding der OECD vom 18. Mai mit Blick auf das zentrale „Filing“ von Mindeststeuerberichten in den Blick. Anschließend berichten wir über das finale BMF-Schreiben zur Sanierungsklausel nach § 8c Abs. 1a KStG. Daraufhin lesen wir die Fachanwaltstagung in Wiesbaden nach und beschäftigen uns mit dem Thema der Entstrickung nach BFH I R 5/24 und der Durchführung der Organschaft nach BFH I R 37/22. Zum Schluss wagen wir einen Blick auf eine mögliche „IP Box“ für Deutschland.
33 Minuten
In dieser Folge von „Frisch serviert“ sprechen Kati Fiehler und Christoph Richter, beide PwC, mit Nils Pippart von der Freudenberg Gruppe und Ally McCaffrey von PwC Irland, Global Leader TP Technology, über den Einsatz von Technologie, Daten und künstlicher Intelligenz im Verrechnungspreisbereich. Im Fokus stehen praktische AI-Anwendungsfälle, die Bedeutung von Datenqualität und Data Lakes, prozessorientiertes Arbeiten sowie Governance- und Kontrollanforderungen. Außerdem geht es darum, warum menschliches Urteilsvermögen trotz technologischer Unterstützung unverzichtbar bleibt und wie AI Steuerfunktionen, Verrechnungspreisdokumentation und Betriebsprüfungen künftig verändern kann.
27 Minuten
Neue Rechtsprechung des EuG und des EuGH im Fokus: Beim i.g. Erwerb mit "falscher USt‑ID" bestätigt das EuG (Rs. T-638/24 - Finanzamt Österreich) die parallele Anwendung von Art. 41 und 203 MwStSystRL – trotz Doppelbelastung im Hinblick auf die lokale Lieferung und einen steuerpflichtigen innergemeinschaftlichen Erwerb. Gleichzeitig stellt der EuGH im Fall „Lyko Operations“ (Rs. C-436/24) klar, dass klassische Treuepunkte regelmäßig keine Gutscheine sind. Ergänzt wird dies durch aktuelle Entwicklungen zu Hotel‑Nebenleistungen sowie zum Zeitpunkt des Vorsteuerabzugs. Fazit der Folge: Formale Anforderungen behalten zentrale Bedeutung. Die richtige Verwendung der USt‑ID, eine saubere Rechnungsstellung und klar strukturierte Kundenprogramme sind entscheidend, um steuerliche Risiken (insb. Verlust des Vorsteuerabzugs) zu vermeiden. Unternehmen sollten ihre Prozesse, Dokumentation und Vertragsgestaltungen regelmäßig überprüfen und aktuelle Rechtsprechung eng verfolgen.