Der Wochenliederpodcast Archiv
305 Episoden
39 Minuten
Das Lied hat es nicht leicht in der Gemeinde. Dafür gibt es Gründe. Es hat mit der Melodie zu tun, aber auch mit dem Inhalt. Denn dieses Lied ist einerseits eine Nachdichtung des 130. Psalms, andererseits aber auch ein Gang durch die paulinisch-lutherische Rechtfertigungslehre. Und die halten wir zwar in der evangelischen Kirche immer sehr hoch, sie spielt aber im Glaubensleben der Menschen und Gemeinden faktisch nur noch eine Nebenrolle. Trotzdem ist es keine vertane Zeit, sich mit diesem Lied zu beschäftigen. Zum Beispiel mit der gefälligen Melodie von Wolfgang Dachstein oder mit der anspruchsvollen und schwermütigen Tongebung, die Luther seinem Text verpasst hat. Und was sicherlich auch von Interesse ist: Mit diesem Lied macht Luther der Gemeinde erstmalig einen Psalm als deutschen Gemeindegesang zugänglich.
27 Minuten
Dieses Lied aus der Feder des Dominikaners Diethard Zils und des Komponisten Lucien Deiss steht im Evangelischen Gesangbuch in der Rubrik "Bewahrung der Schöpfung". Dort hat es nichts zu suchen, finden Martina Hergt und Kathrin Mette, denn das Lied dreht sich um die sog. "letzten Dinge", also um Eschatologie und bringt damit einen besonderen, eigenen Akzent in das Proprium des Israelsonntags.
28 Minuten
Glaubt man dem Autor Jochen Riess und dem Komponisten Matthias Nagel, dann ist dieses Lied in nur 30 Minuten entstanden. Die erste Zeile greift das Motto des Kirchentags von 1985 in Düsseldorf auf, der mitten in einer konfliktreichen Phase des Kalten Kriegs stattfand. Trotzdem ist der Text nicht von gestern, sondern passt auch noch in unsere Zeit, die sich ganz anderen Herausforderungen gegenübersieht als Mitte der 80er Jahre.
29 Minuten
Kurt Rommel schrieb Text und Melodie dieses unaufgeregten Liedes im angenehm zu singendem Tonraum von D-Moll. Martina erinnert das Lied an eine Wanderung auf der Hardangervidda in Norwegen. Kathrin hat das Lied angeregt, darüber nachzudenken, was eigentlich mit der viel benutzten Formulierung "in deinem Namen Herr" gemeint ist.
29 Minuten
Die Melodie dieses Liedes ist schlicht aber nicht einfach. Sie hat keine großen Tonsprünge besteht nur aus kleinen Treppenstufen. Erdacht hat sie Gerhard Häussler zu einem Text von Martin Jentzsch. Jentzsch war Pfarrer an der Reglerkirche in Erfurt. Häussler war Kantor. Beide wussten in den schweren 50er Jahren, dass es ohne Solidarität nicht geht.
30 Minuten
Okko Herlyn hat Text und Melodie dieses modernen Glaubenslieds geschrieben. Es ist für den 6. Sonntag nach Trinitatis als Wochenlied vorgesehen und überzeugt die Hosts des Wochenliederpodcasts auf ganzer Linie. Dass der Nachname von Okko Herlyn auf der zweiten Silbe betont wird, haben wir leider erst nach der Aufnahme dieser Folge erfahren. Diese Aufnahme erfolgte vor einem Jahr, aber wir sind noch mal drüber gegangen und haben hier und ein wenig poliert.
37 Minuten
Dieses biblische Erzähllied ist immer noch einer der ungehobenen Schätze des Gesangbuchs. Es ist richtig gut, wird aber selten gesungen. Bis jetzt...
30 Minuten
Das Lied "Komm in unsre stolze Welt" ist über 50 Jahre alt, aber kein bisschen altbacken. Martina mag am liebsten Strophe 3, Kathrin Strophe 4. Ursprünglich war das Lied als Adventslied gedacht, es passt aber auch zum Ende des Kirchenjahres und natürlich für den 4. Sonntag nach Trinitatis. Unbedingt am Sonntag singen!
36 Minuten
Für diese Folge haben wir uns mal wieder eine Gästin eingeladen - Friederike Kaltofen, die nicht nur Pfarrerin, sondern auch Musikerin ist. Bei dem Lied "Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt" waren wir uns erfreulich uneinig. Kathrin treten zum Beispiel Text und Melodie der Strophen zu sehr auf der Stelle. Friederike sagt: Das muss genauso sein. Was meint Ihr?
34 Minuten
Dieses ursprünglich niederländische Kirchenlied hat Jürgen Henkys in den 70er Jahren ins Deutsche übertragen. Das Lied gehört sicherlich immer noch zu den ungehobenen Schätzen des Gesangbuchs. Deswegen ist das eine lange Folge des Wochenliederpodcast. Wir reden über die Verfasser des Liedes, die Melodie, über Johannes den Täufer und über den Johannistag.
45 Minuten
Bin ich nur ein Gott der nahe ist, spricht der Herr, und nicht auch ein Gott der ferne ist? (Jeremia 23,23). So heißt es in der alttestamentlichen Lesung für den ersten Sonntag nach Trinitatis.Und das könnte auch die Überschrift zum Wochenlied "Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr" sein. Es geht sehr existentiell in diesem Lied zu. Statt vollmundiger Bekenntnisse gibt es Fragen und zögernde Annäherungen. Das gefällt uns gut. Zu Gast ist in dieser Folge Dr. Magdalena Herbst.vom Pastoralkolleg der Sächsischen Landeskirche.
36 Minuten
In der Genfer Zentrale des Ökumenischen Rates findet sich im Eingangsbereich an der Wand ein Zitat des Kirchenvaters Cyprian von Karthago. Es lautet: „Lampades sunt multae, una est lux“. Das heißt übersetzt: Es sind viele Flammen, aber nur ein Licht. Von diesem Zitat ließ sich der Schwede Anders Frostenson zu seinem Lied „Lågorna är många“ inspirieren. Als "Strahlen brechen viele" wurde dieses Lied in der Übertragung durch Dieter Trautwein auch bei uns populär. Die Melodie schuf Olle Widestrand.
40 Minuten
Martina Hergt und die Leipziger Polizeiseelsorgerin Barbara Zeitler unterhalten sich in dieser Folge über das junge kontemplative Pfingstlied: Atme in uns, heiliger Geist. Es geht um unseren Atem und wie er uns mit Gott verbindet, es geht um Synkopen und Quartensprünge und um die weibliche Seite Gottes.
27 Minuten
Die biblische Rede vom Himmel ist vielschichtig. Er ist zuallererst mal ein Schöpfungswerk, aber aufgrund seiner Weite auch ein Gleichnis für Gottes Güte, Wahrheit und Weisheit. Und auf dieser letzten Linie liegt nun auch die Vorstellung, dass der Himmel die Wohnung Gottes ist und Christi Rückkehr zu seinem himmlischen Vater die Gestalt einer Himmelfahrt hat.
26 Minuten
Gib uns heut unser täglich Brot / und was man b'darf zur Leibesnot ; / behüt uns, Herr, vor Unfried, Streit, / vor Seuchen und vor teurer Zeit, / dass wir in gutem Frieden stehn, / der Sorg und Geizens müßig gehn.