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Kleine Pause Archiv

132 Episoden
1 Stunde 21 Minuten
Wir sprechen in dieser Folge mit Marcus Kottmann über das von der Westfälischen Hochschule 2012 entwickelte und am NRW-Zentrum für Talentförderung der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen ab 2015 ausgeweitete NRW Talentscouting als ein mögliches Werkzeug für mehr Chancengerechtigkeit. Das Talentscouting orientiert sich an schulischen und außerschulischen Stärken im Lebenskontext junger Menschen und beinhaltet eine kontinuierliche, wenn gewünscht, mehrjährige Begleitung bis zum Schulabschluss und ggf. darüber hinaus. In Gespräch stellen wir uns hierbei Fragen der institutionellen Verantwortung und der Bedeutung der Öffnung von Schule nach außen.
1 Stunde 14 Minuten
Diese Folge ist der Mitschnitt unseres Instalive-Gesprächs mit Bahar Aslan und Prof. Dr. Karim Fereidooni vom 01.Februar 2023. Der Ankündigungstext des Lives lautete wiefolgt und beschreibt damit den Inhalt der Folge: Egal, ob sogenannte „Migrationsquoten“, (Grundschul)lehrer*innen, die durch „kleine Paschas“ bedroht werden würden, Sprachverbote und eine Deutschpflicht auf Schulhöfen. Die Wochen seit der Silvesternacht haben längst überholte und dennoch gefährlich schnell wieder rausgekramte, rassistische und klassistische Debatten hervorgebracht, die eines gemeinsam haben: das Sprechen ÜBER statt MIT Lehrer*innen und Expert*innen. . Wir möchten diesen Stimmen etwas entgegensetzen, sie gemeinsam entkräften und uns zu einem diskriminierungskritischen und konstruktiven Austausch über das Bildungssystem und seine waren Defizite treffen.
1 Stunde 6 Minuten
Monty Ott ist Politik- und Religionswissenschaftler, Publizist und antisemitismuskritischer Bildner. Er ist Mitbegründer des Vereins Keshet Deutschland und arbeitet intersektional zu Themen rund um Diskriminierung und Empowerment. Ruben Gerczikow ist ebenfalls Publizist und außerdem Kommunikationswissenschaftler. Die Schwerpunkte seiner Arbeit liegen in den Bereichen Antisemitismus, Rechtsextremismus, Islamismus und verschwörungsideologische Strukturen. Von 2019-2021 war er Vizepräsident der Jüdischen Studierendenunion Deutschland und der European Union of Jewish Students. Sein Herz schlägt für den 1. FC Köln. Gemeinsam sind sie Autoren des Reportagebands: "Wir lassen uns nicht unterkriegen. Junge jüdische Politik in Deutschland," über welchen wir in dieser Folge sprechen.
1 Stunde 16 Minuten
Elmira Rafizadeh ist Schauspielerin, Gründerin und Podcasterin. Sie wurde in Teheran geboren und floh während des Krieges 1986 mit ihrer Mutter nach Deutschland. Sie spielte und spielt in zahlreichen Theater-, Film- und Fernsehproduktionen. Sie moderiert ihren eigenen Podcast "keep loving … keep talking" und setzt sich dort mit Themen wie Empowerment, Diversität & der Gründer*innenszene auseinander. Im Kontext dieser Folge hervorzuheben ist sicherlich der deutsch-österreichische Animationsfilm "Teheran Tabu" aus dem Jahr 2017, mit Elmira in der Hauptrolle, der zahlreiche, internationale Preise gewann. Seit dem Tod von Jina Mahsa Amini widmet sich Elmira auf ihren Social Media Accounts besonders der Aufklärung über die Situation in Iran und nutzt ihre Reichweite im Sinne des immer wieder zu hörenden Aufrufs "be our voice".
1 Stunde 17 Minuten
Nava Zarabian ist studierte Islam- und Musikwissenschaftlerin und gelangte über den Journalismus zur politischen Bildungsarbeit sowie (Anti)Rassismus- und Extremismusforschung. Julia Alfandari studierte Politik und Jura in England. Julia beschäftigt sich auf komplexe, intersektionale Weise mit kultureller Bildung, zum Beispiel 2022 im Kontext der Documenta. Beide sind u.a. Referent*innen der Bildungsstätte Anne Frank, Julia leitet dort seit 2022 den Bereich politische Bildung. Wir sprechen in dieser Folge über die Notwendigkeit von Lebensweltbezügen in diskriminierungskritischer Bildungsarbeit, denken gemeinsam über Verbindungen zwischen schulischer und außerschulischer Bildungsarbeit nach und fragen uns, welche tatsächliche Bedeutung hierbei eigentlich Emotionen und Beziehungen haben. Gerade in von Krisen geprägten Zeiten.
1 Stunde 7 Minuten
In dieser Folge sprechen wir mit den Gründerinnen von climb, einem außerschulischen Ferienprogramm für Schüler*innen, bei welchem Stärkenorientierung und selbstentdeckendes Lernen im Vordergrund stehen und der Fokus der pädagogischen Arbeit auf Selbstermächtigungserfahrungen liegt. Dabei versucht climb vor allem Kinder zu unterstützen, die klassistische Diskriminierung erfahren.
1 Stunde 5 Minuten
Was bedeutet es, heute in Deutschland jüdisch zu sein? Laura Cazés hat zwölf jüdische Autorinnen und Autoren gebeten, ihre Sicht auf das Leben in diesem Land, aber auch auf das »Jüdischsein« zu beschreiben und dies als Herausgeberin in einem Sammelband (Verlag S. Fischer) festgehalten. Viele Inhalte der Texte spielen auch im Kontext Bildung und Schule eine große Rolle. Es geht um Spannungsfelder, (Un)Sichtbarkeiten, Normativität, Deutungshoheit uvm.. Darüber sprechen wir gemeinsam in dieser Folge.
1 Stunde 3 Minuten
Josephine Apraku ist Afrikawissenschaftler*in und Referent*in für intersektionale rassismuskritische Bildungsarbeit. Als Lehrbeauftragte*r hat Josephine Apraku unter anderem an der Alice Salomon Hochschule und der Humboldt-Universität zu Berlin unterrichtet und als Kolumnist*in für Magazine wie EDITION F und Missy Magazine geschrieben. In dem im September 2022 bei Eden books erschienenen Buch "Kluft und Liebe" beschreibt Josephine wie sich Strukturelles auf Individuelles auswirkt und umgekehrt. Der Blick wandert vom Großen ins Kleine und Josephine versucht mögliche Wege aufzuzeigen durch ein diskriminierungskritisches Denken und Handeln, sozialer Ungleichheit in Beziehungen und damit auch in der Gesellschaft zu begegnen.
1 Stunde 9 Minuten
Wir blicken mit Tara auf ihre Erfahrungen als Lehrerin im deutschen Schulsystem, ihre Liebe für die Arbeit mit jungen Menschen und ihre Entscheidung diese außerschulisch weiterzuführen. Tara ist Teil des Teams von Act e.V. Berlin und gibt in diesem Rahmen Fortbildungen, die sich unter anderem mit dem sogenannten Veto-Prinzip beschäftigen. Mehr hierzu erfahrt ihr in dieser Folge.
1 Stunde 8 Minuten
Wir sprechen mit Wopana über ihr beeindruckendes Jugendzentrum KingzCorner Aachen und die außerschulische Arbeit mit Jugendlichen. Sie erläutert Hip Hop als Chance für diskriminierungskritische Bildungsarbeit und wir tauschen uns darüber aus, wieso es wohl manchmal schwierig für Lehrkräfte ist, sich "neuen" Herangehensweisen zu öffnen. Neben ihrer Arbeit im KingzCorner ist Wopana Autorin, Spoken Word Künstlerin und Aktivistin. Welche Verbindungen und Grenzen es zwischen in all diesen Bereichen gibt, beschäftigt uns ebenfalls in dieser Folge.
1 Stunde 19 Minuten
Ali und Roland sind beide ausgebildete DaF/DaZ Lehrer. Ali arbeitet als Logopäde in Wien und Roland ist Lehrer an einer Berufsschule in Bayern. Beide beschäftigen sich intensiv mit den Themen Mehrsprachigkeit, Sprachhierarchien und mit sprachlich bedingten Machtverhältnissen. Sie fragen sich wie diskriminierungskritischer Sprachunterricht aussehen könnte und engagieren sich zu diesem Themen sowohl on- als auch offline.
58 Minuten
Wir sprechen in dieser Folge mit Yana über ihre Arbeit bei Dagesh, in welcher sie sich zusammen mit ihren Kolleg*innen dafür einsetzt die Vielfältigkeit jüdischen Lebens in Deutschland durch die Kunstproduktion junger Jüdinnen und Juden sichtbar zu machen, "ohne notwendigerweise von einer harmonischen jüdischen Pluralität auszugehen". Als Programm der Leo Baeck Foundation (LBF), welches durch Mittel des BMBF ermöglicht wird, bewegt sich sich Dagesh an der Schnittstelle zwischen kultureller und politischer Bildungsarbeit und arbeitet häufig mit Schulklassen oder -kursen zusammen. Yana berichtet von ihren Erfahrungen mit Lehrer*innen und Schüler*innen und beschreibt, welche Rolle die Kunst in der politischen Bildung eine Rolle spielen kann.
58 Minuten
Tomer Gardi studierte Literatur und Erziehungswissenschaft in Jerusalem, Beer Sheva und Berlin. Er schreibt auf Deutsch und Hebräisch und hat 2022 für seinen dritten Roman "Eine runde Sache", erschienen im Droschl Verlag, den Preis der Leipziger Buchmesse gewonnen. Wir sprechen in dieser Folge, aufgenommen mitten in Neukölln, über Sprache, den Literaturbetrieb im deutschsprachigen Raum sowie Chancen und Grenzen des freien Schreibens (und Lesens). Unter allen Zuhörenden verlosen wir eine Ausgabe seines o.g. Romans. Wie ihr sie gewinnen könnt, erfahrt ihr am Ende der Folge ;).
51 Minuten
Dr. Natasha A. Kelly ist Kommunikationswissenschaftlerin, Soziologin, Autorin, Künstlerin, Filmemacherin und vieles mehr. Sie forscht und schreibt unter anderem über Afrokultur, Rassismus und Schwarzen Feminismus. 2021 hatte sie bereits zum 2. Mal eine Gastprofessur an der University of Rhode Island (USA) und momentan unterrichtet sie an der Uni Tübingen. In ihrem Buch "Rassismus. Strukturelle Probleme brauchen strukturelle Lösungen!", das 2021 erschienen ist, beschäftigt sie sich unter anderem mit dem Bildungssystem in DE und darüber sprechen wir in dieser Folge.
1 Stunde 3 Minuten
Shida Bazyar ist Autorin und hat zwei Romane »Nachts ist es leise in Teheran« 2016 und »Drei Kameradinnen« 2021 veröffentlicht. Sie hat kreatives und literarisches Schreiben sowie Kulturjournalismus studiert und war, neben dem Schreiben, viele Jahre in der Jugendbildungsarbeit tätig. Heute gibt sie weiterhin Schreibworkshops und über die Wechselwirkungen dieser Tätigkeiten sprechen wir gemeinsam in dieser Folge.
Kleine Pause

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Begegnungen in der Teeküche