Stadt, Land, Krise Archiv
98 Episoden
35 Minuten
Für die Weihnachtstage, die in diesem Jahr ja in einem besonderem Stillstand liegen, gibt es hier Buchempfehlungen: Vier Bücher, zwei Romane, zwei Sachbücher werden nicht nur vorgestellt, sondern auch wärmstens ans Herz gelegt: "Ich hab dir nie einen Rosengarten versprochen" von Hannah Green "Die Frauen von Själö" von Johanna Holmström "Vulva - Die Enthüllung des unsichtbaren Geschlechts" von Mithu M. Sanyal Mineke Schipper: “Mythos Geschlecht - Eine Weltgeschichte weiblicher Macht und Ohnmacht” Eins haben diese Bücher auf jeden Fall alle gemeinsam: Sie geben Kraft, weil es viel um weibliche Selbstermächtigung geht, um Frauen, die Auswege finden, die ausbrechen aus vorgefertigten Rollen, die ihnen nicht behagen, die straucheln, aber dann wieder aufstehen. Wir wünschen euch allen frohe Weihnachten und hoffentlich die Möglichkeit, zum Beispiel mit einem Buch auch mal Zeit für sich selbst zu finden.
36 Minuten
Die Frage, wie es uns geht, wie wir uns fühlen, ist für uns Männer eine besonders schwierige, da uns in Kindheit und Jugend der Zugang zu eigenen Gefühlen und Bedürfnissen immer mehr erschwert worden ist. Und dieser mangelnde Bezug zur eigenen Innenwelt bleibt im Erwachsenenalter weitgehend aufrechterhalten. Das schreibt Björn Süfke in seinem Buch "Männerseelen", und um diesen Bezug zum eigenen Ich geht es in dieser Episode. Jenseits von Mann/Frau- Klischees sprechen wir über spezielle Hilfsangebote für Männer und über einen Aktivismus, der sich für echte Geschlechtergerechtigkeit einsetzt. Barbara Streidl interviewt dazu Dag Schölper vom Bundesforum Männer, der sagt: Das Bild des starken Mannes, der in der Krise alles "wegschluckt" und die Frau in die Prekarität, das ist total verzerrt. Außerdem kommt der Mann zu Wort, der bei Stadt, Land, Krise die Musik gemacht hat und mit Laura Freisberg verheiratet ist: Lenz Schuster. Er spricht übers Pausen machen, die Unlust zu telefonieren, und wie es ihm nach seinem Umzug von der Stadt aufs Land geht.
31 Minuten
Schaumbad, Joggen oder widerständiges Denken - was gehört zu Self Care dazu? Barbara Streidl und Laura Freisberg sprechen über feministische Konzepte, aber auch über ihre persönliche Self Care und stellen fest: Die Intention dabei ist manchmal sogar wichtiger als die Aktion.
33 Minuten
Wie geht es den vier Mio. Menschen, die nach 1990 vom Osten in den Westen gezogen sind? Und wie geht es den vielen Westdeutschen im Osten? Jana Hensel wurde 1976 in Borna nahe Leipzig geboren. Sie gilt seit ihrem Buch "Zonenkinder" als wichtige ostdeutsche Stimme - und auch als die ostdeutsche Feministin der jüngeren Generation. Sie hat in vielen Büchern und journalistischen Texten über Ostdeutschland geschrieben, Geschichten, die sonst niemand erzählen wollte, wie sie sagt.
36 Minuten
Der Tod eines geliebten Menschen kann eine ziemliche Überforderung mit sich bringen. Es gibt Bücher, die helfen, einen feministischen Blick auf das Abschied-Nehmen und die Trauer zu bekommen.
34 Minuten
Wir müssen über Rassismus sprechen - aber wie? Und wo anfangen, wenn er sich in so einem Ausmaß durch die ganze Gesellschaft zieht? Susanne Spahn, seit zwei Jahren bei Frauenstudien München aktiv, erzählt davon, wie sie als Schwarze Feministin sich ihre Wut erst selbst noch erlauben muss. Barbara Streidl berichtet von Begegnungen, bei denen ihr "der Kopf gewaschen" wurde und Laura Freisberg stellt fest, dass es beim Thema Rassismus keine "flauschige Wohlfühlrunde" geben kann. Außerdem: wie würde eine Welt ohne Rassismus aussehen? Trauen wir uns, darüber nachzudenken?
34 Minuten
Laura Freisberg und Barbara Streidl machen den Versuch, schnell herauszufinden, wie schnell frau im Fall eines Falls wirklich an Informationen zum Thema Abtreibung - in der Stadt und auf dem Land - käme. Plus: Filmtipp für "Niemals, selten, manchmal, immer" inklusive mit Freikarten-Verlose bis 29.9.2020!
27 Minuten
Außerdem: Wieso "Chefin" sein nicht nur toll ist, warum Laura ihren eigenen Schwur bricht, und warum es gut ist, "Das andere Geschlecht" von Simone de Beauvoir gelesen zu haben.