Nur für Gewinner Archiv
118 Episoden
31 Minuten
Bei NUR FÜR GEWINNER geht es nicht darum, ob jemand Recht hat, etwas gut macht, geschweige denn überhaupt etwas kann. Es geht nur darum, zu gewinnen. Und das wiederum geht nunmal nur auf Kosten anderer. Wer das noch nicht kapiert hat, konnte seine Moralstörung noch nicht überwinden und wird weiter nach dem Lachmann‘schen Motto „Wir haben gekämpft wie nie und verloren wie immer“ leben müssen. Zum Glück werden hier ja nur Menschen präsentiert, die moralische Überzeugungen von je her als selbst auferlegte Behinderungen betrachtet haben und sich daher zurecht auf der Überholspur des Erfolgs bewegen: Christian Olearius z.B., hat durch Cum-ex Geschäft seine Warburg Bank in neue Sphären gepimpt. Reiner Füllmich hat seinem Nachnamen alle Ehre gemacht und durch sog. Abzocke sein Konto bestens gefüllt. Und ein namentlich unbekannter Vater hat beim letzten Fußballturnier von Timos Sohn auf wunderbare Art und Weise veranschaulicht, dass die Gesellschaft zum Glück moralisch schon viel gebrochener ist, als man gemeinhin annehmen würde. Der Weg des geringsten Widerstandes ist bestens geteert.
29 Minuten
Die Pläne zu einem Provisionsverbot für Anlageberater sind vom Tisch, auch Dank intensiver Mitarbeit der Deutschen Vermögensberatung (DVAG). Gott sei Dank! Denn obwohl die provisionsbasierte Entlohnung von Finanzberatern nachweislich zum Nachteil der Verbraucher ist, können in diesem Spiel ganz klar Gewinner benannt werden. Und darum geht es ja hier, Gewinner zu identifizieren. Und Gewinner müssen auch nicht recht haben, irgendwas sinnvolles leisten oder moralisch auf der richtigen Seite stehen. Gewinner müssen einfach nur gewinnen. Und das tun sie hier. Woche für Woche für Woche. Glück auf!
33 Minuten
Zurück aus der ausgiebigen Sommerpause starten Chin Meyer und Timo Wopp mit mächtig Wind im Rücken, nur um ihn sich gegenseitig mächtig schnell wieder aus den Segeln zu nehmen. Aber echte Gewinner arbeiten eben auch immer gegeneinander und das natürlich nur, um Reibung zu erzeugen. Denn nur wo es Reibung gibt, entsteht auch Energie, und die hat die deutsche Wirtschaft auch bitter nötig. Sie hängt nämlich, seitdem die beiden Anfang Juni vom Äther gegangen sind, mächtig in den Seilen. Doch diese werden jetzt endlich wieder stramm gezogen, denn NUR FÜR GEWINNER ist wieder auf Sendung. Leinen los!
30 Minuten
Es geht immer um ICH gegen DIE, ME vs. DIE GESELLSCHAFT, um das eigene Wohlbefinden, quasi immer um das große neoliberale Narrativ „wenn ich mich um mich selbst kümmre, ist doch für alle gesorgt“. Und mit genau diesem Mindset kann man andere dazu anstacheln, Höchstleistungen für einen zu bringen. Genau das lernt man in dieser Folge, weil Timo Wopp endlich sein Gesellenstück abliefert, auch wenn Chin Meyer in der selbst in der 84. Folge daran scheitert, ein Mikrofon vor den Mund zu halten. Aber geschenkt. Die Erkenntnis zählt. Es geht um einen indischen Lebensmittelinspektor, der um sein Handy wieder zu finden 2 Mio Liter Trinkwasser aus einem Stausee abpumpen lief. Was für ein Winner-Move! Und voller Erkenntnisse. Außerdem gehts um: Oliver Kahn, Recep Tayyip Erdogan, Donald Trump Jr., Jens Spahn, Blackrock und die FDP.
34 Minuten
Da legt der DAX in den letzten Tagen eine Rallye hin als würde es kein Morgen geben, um dann im Moment der Aufzeichnung abzustürzen als lägen die besten Zeiten bereits hinter ihm. Aber egal. Schließlich wissen echte Gewinner immer, wie man sein Vermögen mehrt, ganz gleich wie schwierig das Marktumfeld auch ist. Tokenisierung heißt hier das Zauberwort. Und mit genau dieser werden Sie, liebe Hörer:innen und Gewinner:innen in Ausbildung, schon in naher Zukunft die Möglichkeit bekommen, Echtheitszertifikate an Tonschnipseln dieses bereits mit ca. 2,5 MRD € bewerteten Podcasts zu erwerben. Denn NFTs sind, Gott sei Dank, vom neuen „Regulierungswahn“ der EU in Bezug auf Kryptobörsen ausgenommen, so dass sich weiterhin wunderbare Schlupflöcher für nachhaltige Scharlatanerie auftun werden. Ansonsten wären wir hier auch ziemlich am Ende. Darüber hinaus ist die Liste von Gewinner:innen der Woche mal wieder lang. Von Rupert Stadler, Rishi Sunak und Kai Diekmann über Heidi Klum, Helene Fischer und Manuela Schwesig bis zur katholischen Kirche, ist wirklich für jeden was dabei. Und bitte nicht vergessen: Zum Schutze des eigenen Portemonnaies muss man auch mal anfangen, den Rechtsradikalismus als Chance für sich zu begreifen. Klingt gewagt?! Vielleicht. Wir glauben jein. Aber eigentlich glauben wir auch nur eins: Wer diesen Podcast hört, wird in naher Zukunft sehr, sehr reich. Da legen wir unseren Hund für ins Feuer.
34 Minuten
Volker Wissing hat es vermasselt seinen alten Partei-Buddy Stefan Birkner als Chef der Autobahn AG durchzusetzen, weil er es offensichtlich noch nicht einmal beherrscht, wie man eine öffentliche Ausschreibung vorgaukelt. Da hat Patrick Graichen eigentlich so gut wie alles richtig gemacht, bis die Sache mit dem Trauzeugen leider aufgeflogen ist. Eine sehr unschöne Situation für alle. Und trotzdem lässt sich als Erfolg verbuchen, dass dieser Podcast endlich Impact zeigt und sich auch die Grünen an ganz normalen mikropolitischen Machtspielchen versuchen. Ein starker Familienclan muss es richten, das war schon immer so. Nur dass dieser heutzutage nicht mehr per Geburt, sondern durch Korruption, Bestechung, Machtmissbrauch, also durch den ganz klassischen Machiavelli-Weg zu Macht und Einfluss gelangt. Außerdem in dieser Folge: Ein Wiedersehen mit Joschka Fischer, Ursula von der Leyen, Philipp Amthor, Elon Musk und Donald Trump. Echte Gewinnfluencer reden eben nur über echte Gewinner.
30 Minuten
Ein US-Verfassungsrichter muss sich dafür rechtfertigen zu Luxusreisen eingeladen worden zu sein, Schottland verweigert die finanzielle Unterstützung für King Charles und Ursula von der Leyen wird von einem belgischen Lobbyisten verklagt. In was für einer Welt leben wir eigentlich? Oder wie Matthias Döpfner sagen würde: Ekelhaft! Wobei von leben für Chin Meyer schon lange keine Rede mehr sein kann, seitdem ihn eine KI für tot erklärt hat. Durch sein Ableben, welches die KI übrigens auf das Jahr 2016 datiert, genießt er damit offiziell seit fast sieben Jahren unwissentlich absolute Narren- und Steuerfreiheit, was für einen Wirtschaftspodcaster natürlich eine absolute Traumkombination ist. Aber auch Timo Wopp profitiert von KI generierten kreativen Ergüssen. So ist er auf einmal Autor mehrerer Sachbücher, u.a. von „Kapitalismus ist auch keine Lösung“ und „Moral - eine Gebrauchsanweisung“, und mit dieser Expertise natürlich eine absolute Bereicherung für jede Talkshow, sämtliche Podiumsdiskussionen aber vor allem für diesen Podcast.
33 Minuten
Es gibt einfach Wochen, da kann man sich vor Gewinnern kaum retten. Kai Wegner, Franziska Giffey, Christian Lindner und Volker Wissing, um nur einige zu nennen. Außerdem die Deutsche Bank, die Deutsche Vermögensberatung UND die Deutsche Bahn, und all das in nur einer Folge!!! Ganz zu schweigen davon, dass unsere FDP und unser geliebtes Verkehrsministerium es selbstverständlich auch wieder in diese Jubiläumsausgabe geschafft haben. Von Volker und Christian lernen wir, dass es immer auf die richtigen Anreize ankommt, auch wenn die eigenen moralischen Vorstellungen dabei ab und zu mal neu kalibriert werden müssen. Kai Wegner hätte es im dritten Anlauf fast geschafft, auf die Leimener Schule der Hoffnungslosigkeit aufgenommen zu werden, während wir anhand einer kleinen Giffey‘schen Rhetorikübung zeigen, was es mit dem Franzi-Shuffle auf sich hat. Im Mittelpunkt dieser Episode steht aber das Verhalten von Holger Friedrich, Inhaber des Berliner Verlags und Herausgeber der Berliner Zeitung, der es mit dem Quellenschutz nicht ganz so eng nimmt und der dringend die Trennung von Verleger und Redaktion neu verhandelt wissen möchte. Dieser Grundpfeiler der Publizistik wirkt auf den kleinen Holger doch etwas „ahistorisch“. Normale Menschen mit einem gesunden Wertesystem sehen in so einem Verhalten eine Gefahr, für Holger ist es das Überwinden einer hierarchiefixierten Arbeitskultur. Tja, einfach ein echter Gewinner.
33 Minuten
„Du kannst die Stadt des Mitleids besuchen aber du kannst in ihr nicht wohnen.“ Diese motivierenden Worte sprach Vorständin Andi Owen in einem Video-Call ihren Mitarbeiter:innen gegenüber aus, nachdem sie ihnen die Bonuszahlungen für das vergangene Jahr verweigert hatte. Sie selbst strich sich übrigens über eine Mio US$ an Boni für 2022 ein. Aber hey, Neid musst du dir erarbeiten, Mitleid bekommst du geschenkt. So ist das nunmal im Kapitalismus. Und es gab auch in der vergangenen Woche wieder ein paar besonders fleißige Bienchen, die uns vorleben, worauf es im Leben eigentlich ankommt, nämlich Erfolge zu feiern. Und was ein Erfolg ist, dass definiert am besten immer noch selbst. Von den geplanten 90 Minuten war das Starship von SpaceX ganze 4 Minuten in der „Luft“ bevor es explodierte. Trotzdem rastete man im Kontrollzentrum vor Freude schier aus. We appriciate this attitude!!! Wichtig ist schließlich nur, dass man immer ein Video von seinem eigenen Scheitern macht, um es richtig abzufeiern. Christian Olearius, der gewiefte Hamburger Banker steht wegen Cum-Ex Geschäften in Bonn vor Gericht, hat Döpfners Aktienkäufe finanziert und legt sich auch sonst mächtig ins Zeug, um endlich an der Leimener Schule der Hoffnungslosigkeit aufgenommen zu werden. Außerdem zeigt Chin Meyer am Beispiel René Benko auf ganz wunderbare Art und Weise, dass echte Erfolgsmodelle in der Immobilienbranche einfach nicht für steigende Zinsen und noch stärker steigende Baukosten gemacht sind und Timo Wopp enthüllt endlich, wie es wirklich zum neuen Roman von Banjamin von Stuckrad-Barre gekommen ist. Wir sind hier halt einfach sowas von wach.
31 Minuten
Was für ein freudiges Wiederhören, und endlich sind die beiden Gewinner wieder wochenaktuell. Und mit wie vielen Gewinnern kann man Bitteschön innerhalb von nur einer Woche beschenkt werden?! Arnold Schwarzenegger, Markus Söder, Sara Wagenknecht, der Dalai Lama, Christian Olerarius und natürlich der wahrscheinlich größte Gewinner der Geschichte dieser Podcastreihe überhaupt - Matthias Döpfner. Mehr geht nicht, mehr kann man auch nicht vom Leben erwarten, und natürlich hat man gar nicht genug Zeit, um jeder einzelnen dieser Koryphäen mit einem Deep-Dive auch nur ansatzweise gerecht zu werden. Das entscheidende Learning: bau dir dein eigenes Universum und du musst auf niemanden mehr Rücksicht nehmen. Eigentlich hätte diese Folge auch "Das beste kommt zum Schluss" heißen können, weil sie sich kontinuierlich steigert.
24 Minuten
Die Fußstapfen vom besten Verkehrsminister aller Zeiten Andreas Scheuer waren ja schon groß, doch Volker Wissing scheint sie mühelos ausfüllen zu können. Viele hatten sie nach der Berlin-Wahl schon abgeschrieben, doch Franziska Giffey zeigt, wie man im politischen Betrieb überlebt. Viele halten es für ein Unding, dass immer wieder Gewinne privatisiert während Verluste sozialisiert werden, doch René Benko zeigt bei Galeria Kaufhof, dass es nur so geht. Geradezu zu spielerisch gelingt es den hier genannten Protagonisten andere in Geiselhaft zu nehmen und zu Zugeständnissen zu bewegen, von denen Normalsterbliche nur träumen können. So wird die Zukunft des Verbrenners gesichert, das Aussterben deutscher Innenstädte verhindert und die Wegner-Gruppe kann endlich Berlin in eine bessere Zukunft führen. Echte Gewinner:innen müssen eben lernen, im richtigen auch mal nicht auf die Kosten zu schauen und die an Dämlichkeit grenzende Frage, wer das denn bitte alles bezahlen soll, auch mal runterzuschlucken. Denn echten Sieger:innen gelingt es, mit Vollgas in eine Sackgasse zu fahren, die auch noch eine Einbahnstraße ist, und trotzdem einen Weg in eine strahlende Zukunft zu finden. Auch wenn man dafür den Rückwärtsgang einlegen muss.
29 Minuten
Eigentlich sollte diese Folge heißen „Was Sie schon immer über die Credit Suisse wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten“, denn in allerbester Gewinner-Manier werden nochmals genüsslich sämtliche Skandale des in Schieflage geratenen Schweizer Kreditinstituts durchgenommen. Da geht es um gedeckte bulgarische Kokaindealer-Ringe, verpasste Zeitenwenden und einen Bankpräsidenten, der ausgerechnet auch noch Lehmann heißt. Schnell werden beste Erinnerungen an 2008 wach, als das berühmte Kabarett-Duo Merkel-Steinbrück verkündete, dass sämtliche Einlagen sicher wären, was sie dann ja auch durch diese Aussage waren. Außerdem ebnet ein mehr als nur interessanter Ausflug zur Silicon-Valley-Bank nicht nur den Weg in die Schweiz, sondern offenbart auch, warum Peter Thiel sowas wie das Saudi-Arabiens des Silicon Valley ist. Klingt kryptisch, ist es auch.
32 Minuten
Vladimir Putin hat jahrzehntelang seinen Cellisten Sergej Roldugin als Strohmann eingesetzt, um sein geheimes Millionenvermögen in die Schweiz zu verschaffen, wobei sich Schweizer Banker wohl mächtig die Taschen vollgemacht haben sollen. Ebenjene füllt sich zurzeit auch Robin Brühmüller, der Testamentsvollstrecker von Knorr-Bremse Patriarch Heinz-Hermann Thiele, wobei sich zwischen Witwe und Stieftochter ein vorzüglicher Rosenkrieg um verletzte Eitelkeiten entspannt, bei dem viele tolle Randfiguren in Erscheinung treten. Und Franziska Giffey kann vollkommen entspannt in die Koalitionsverhandlungen mit der Berliner CDU gehen, zumal ihr Mann Karsten, nachdem er systematisch über Arbeitszeiten- und Reisekosten gelogen und infolge dessen sogar seinen Beamtenstatus verloren hat, endlich wieder in Lohn und Brot ist. Läuft also bei den echten Gewinner:innen unserer Zeit. Außerdem schmückt EY seine chinesischen Mitarbeiter:innen mit Abzeichen der kommunistischen Partei und Volker (genannt Kai) Wissing kämpft mannhaft um die Zukunft des Verbrenners. Tja, was tut man nicht alles, um zu überleben. Tja, was tut man nicht alles, um zu überleben. Es kommt eben drauf an, am Ende und nicht am Anfang oder zwischendurch auf dem richtigen Stuhl zu sitzen.
29 Minuten
Marie Kondo räumt nicht mehr auf. Seitdem sie Kinder hat, wäre aufräumen nicht mehr so wichtig. Ach so! Irgendwie haben wir alle den „Für Familien mit Kindern nicht geeignet“ Disclaimer bei ihrer Netflix-Serie überlesen. Na ja, aber echte Gewinner wissen ja eh: nur weil man etwas nicht macht, heißt es noch lange nicht, dass man andere darin nicht unterrichten kann. Kurzum, was man nicht lebt, das lehrt man. Nach diesem Motto scheint auch Bill Clinton seine Masterclass zu Inclusive Leadership aufgesetzt zu haben. Kaum einer hat für die Gleichstellung von Mann und Frau im Berufsleben wohl mehr getan als Billy Boy. Und er ist still on the run. Mächtig ins Zeug legt sich auch der Freiburger Ökonom Bernd Raffellhüschen, bei seinen Bemühungen, die Krankenkassen wieder gesund zu machen. Seine sensationelle Idee: die Grundinstrumente, mit denen Privatversicherte geschröpft werden, einfach auf die gesetzlichen Krankenkassen übertragen und fertig ist das Gartenhaus. Außerdem zeigt der spanische Verkehrsminister, dass man beim Großeinkauf von Zügen nicht unbedingt mitdenken muss, beweist Air New Zealand, dass man für die Kunden auch mal auf ein Opfer verzichten muss und liefert Indien ein Beispiel dafür, dass man als lupenreine Demokratie im Schröder´schen Sinne vollkommen zurecht ein vertrauenswürdiger Subventionsempfänger ist. Zum Glück kann alle ruhig schlafen und fein träumen, solange der Ifo-Geschäftsklimaindex unter dem Kopfkissen liegt. Denn der ist zum vierten Mal in Folge gestiegen. Mit diesem Gefühl lässt es sich doch schön schlummern.
34 Minuten
Es gibt einfach Grenzen, die in der Wirtschaft aus psychologischen Gründen niemals unterschritten werden dürfen. Der DAX darf z.B. auf gar keinen Fall unter die 15.000 Punktemarke rutschen. Das hätte eine verheerende Signalwirkung, die zu unmittelbaren Panikausbrüchen und einem Abrauschen von Wirtschaft und Gesellschaft führen würde. Auch sollten die jährlichen Bezüge der Firmenbosse US-amerikanischer Großkonzerne niemals unter 30 Mio US$ p.a. sinken, egal wie schlecht das Geschäftsjahr gelaufen ist. Denn „pay by performance“ muss in Krisenjahren natürlich ausgesetzt werden, ansonsten würde man ja doppelt bestraft werden. Ganz klar wäre auch das ein falsches Signal für die da unten. Deswegen bezieht ja auch vollkommen zurecht Manfred Weber, Vorsitzender und Fraktionschef der EVP (Europäische Volkspartei), doppelte Bezüge. Wie viel er genau verdient und auf welcher Legitimationsgrundlage er dieses tut, weiß selbst in der EVP keiner so ganz genau. Aber echte Gewinner wissen eben: zu viel Wissen ist auch eine Behinderung, und verstellt ja auch nur den ungefilterten Blick auf die Realität. Den lassen sich Sara Wagenknecht und Alice Schwarzer auch schon lange nicht mehr durch irgendwelche dahergelaufenen Fakten nehmen, denn aus ihrer Sicht geht´s längst nicht mehr darum, ob man recht oder unrecht hat, sondern darum, „(…) die Realität zur Kenntnis zu nehmen.“ WOW! Realitätsexperte, eine vollkommen neue Berufsperspektive. Und sagte nicht schon die große Wahlsiegerin Franziska Giffey: „Gute Politik beginnt immer mit dem Betrachten der Wirklichkeit“. Wie sonst soll es einem auch gelingen, diese zu ignorieren, wenn man sie sich vorher nicht wenigstens mal angeschaut hat. So gehen echte Winner-Moves, die sich auch im Umfeld der Hundekot-Attacke des Hannoveraner Ballettmeisters Marco Goecke auf eine unliebsame Journalistin identifizieren lassen. Am Ende lehrt Jens Spahn noch, wie wichtig es auch beim Immobilienbesitz sein kann, einfach mal loszulassen, und Chin Meyer erklärt, warum man aus Wein Sprit machen sollte. Na prost Mahlzeit!