Nur für Gewinner Archiv
118 Episoden
30 Minuten
Mit letzter Kraft schleppen sich die beiden einzigen verbliebenen Business-Buddhisten in die letzte Folge vor der Sommerpause. Wopp ist heiser, hat sich in Hannover leergespielt und leidet immer noch unter ganz schlimmen Empathieanfällen. Meyer findet das ekelhaft. Als Wopp ihm auch noch mitteilt, dass er manchmal am Kapitalismus zweifelt und sich dabei erwischt hat, einer Gemeinwohl-Ökonomie gegenüber nicht abgeneigt zu sein, platzt Chin Meyer endgültig der Kragen. Er verschreibt seinem Podcast-Partner ein knallhartes Neoliberalismus-Training, während er selbst gerade noch rechtzeitig vor der Sommerpause das süße Nichtstun zur einzig sinnvollen Geschäftsidee auserkoren hat. Kurz vor Zapfenstreich schafft es dann auch noch der Schutzheilige Christian Lindner in den Podcast. Was will man mehr?!
28 Minuten
Dürfen die Grünen versuchen aus der Flutkatastrophe politisches Kapital zu schlagen? Läuft die Klimapolitik der CDU bisher nach dem Motto: nach uns Sintflut? War Laschets Lachanfall im Hintergrund vielleicht nur eine ganz wichtige Übung in seinem von ihm bei Timo Wopp gebuchten Narzissmus-Training? Keine*r weiß es so genau? Doch bringen die Ereignisse in NRW und Rheinland-Pfalz das neoliberale Korsett der beiden Dampfplauderer hier langsam aber sicher zum Bersten. Denn auf der einen Seite sind die beiden Business-Klappskallis beeindruckt von der Empathie, Anteilnahme und gelebten Solidarität der Bevölkerung in den Flutgebieten. Auf der anderen Seite wissen Sie ganz genau, dass es in der Wirtschaft immer noch überproportional oft Narzissten mit psychotischen Persönlichkeitsmerkmalen und Hang zum Machiavellismus ins Top-Management schaffen. So flüchtet sich Chin Meyer in sein von ihm entwickeltes Narzissmus-Yoga, übt sich im Nach-unten-tretenden-Hund und wartet darauf, dass die Sonne ihn begrüßt, während Timo Wopp einfach nur versucht, seine aufploppenden Empathieanfälle krampfhaft zu unterdrücken.
32 Minuten
Viel Geld zu verdienen, geschweige denn Reich zu sein, kann schnell mal zu einer echten Belastung für die Betroffenen werden. Entweder werden sie gesellschaftlich geächtet (Stichwort: Sozialneid), vom Staat geschröpft (Stichwort: Steuern) oder von ihren Hausbanken bestraft (Stichwort: Negativzinsen). Echte Lösungen?! Fehlanzeige. Da blutet diesem Podcast natürlich das neoliberale Herz. Ist es denn wirklich verwerflich, dass der Vorstandsvorsitzende von Linde Steve Angel 2020 mit knapp 47 Mio €uro vergütet wurde, oder dass der CEO von Delivery Hero Niklas Östberg letztes Jahr mit 45 Mio €uro durch eingelöste Aktienoptionen schonmal ein bisschen ausgecasht hat? Und ist es nicht schlimm, dass gerade junge Erben von ihrem plötzlichen Vermögenszuwachs maßlos überfordert sind? So machen sich die beiden Protagonisten in dieser Folge auf die Suche nach echten Lösungsansätzen, um Top-Performer im Land zu halten, das Leiden der jungen Millionäre zu lindern und Negativzinsen endlich als Chance zu begreifen.
21 Minuten
Ein italienischer Künstler verkauft eine nicht vorhandene Skulptur für 15.000 €uro. Damit wäre dann wohl auch der letzte Beweis erbracht, dass sich Leerverkäufe tatsächlich lohnen. Aber jetzt mal Ernst beiseite. Die beiden Business-Kasper aus Berlin nutzen ihr drittes Sommerspezial, um sich nochmals intensiv mit der zu Jahresbeginn stattgefundenen Rallye rund um die Gamestop-Aktie auseinander zu setzen und damit folglich auch mit dem Thema Leerverkäufe. Große Hedgefonds hatten auf fallende Kurse von Gamestop gewettet, konzertierte Aktionen von Reddit-Usern machten diesem Plan einen Strich durch die Rechnung, das System geriet ins wanken. Aber wie funktionieren Leerverkäufe, was genau sind eigentlich Hedgefonds, und welchen Sinn macht das Ganze? Darauf und auf die Frage, wer einem jetzt eigentlich sympathischer ist - große Hedgefonds oder aufgebrachte YOLO-Kids auf Reddit, die über Neo-Broker wie Robinhood Aktienkurse und Märkte zum Glühen bringen - werden die beiden Protagonisten garantiert keine klaren Antworten finden.
22 Minuten
Achtung, Achtung!! Warnung, Warnung!!! Wer sich zum ersten Mal hierher verirrt hat, um einen satirischen Podcast mit ganz viel Wirtschaftsbezügen zu konsumieren, für den- oder diejenige ist ausgerechnet diese Folge vielleicht nicht der beste Einstieg. Da empfehlen die beiden Protagonisten aber mal ganz stark, sich lieber an den Episoden 1-6 zu vergreifen. Denn: die beiden Business-Hallodris gönnen ihrem windigen Wirtschaftswissen eine kleine Sommerpause und widmen sich in ihren Sommerspecials jeweils nur einem Thema, das sie im Rahmen der „normalen“ Folgen immer wieder schieben mussten. So nehmen sie sich in diesem zweiten Sommerspezial 20 Minuten Zeit, um mit ein paar Monaten Abstand nochmal auf das Aufregerthema des Frühjahrs zu blicken - „Pinky Gloves“. Einst in der Höhle der Löwen gepitcht, wurde das Produkt aus dem Bereich Damen-Hygiene nach massivem Shitstorm inklusive Morddrohungen schließlich vom Markt genommen. Da geht es im Gespräch sehr schnell wirklich nur noch am äußersten Rand um das Thema Wirtschaft, als vielmehr um die Grenzbereiche der Meinungsfreiheit. Zusammenfassend könnte man diese Episode vielleicht wie folgt beschreiben: philosophisch bis ungelenk, mit zaghaften Comedyversuchen und ein bisschen Erkenntnisgewinn am Ende, vielleicht.
22 Minuten
Die Sommerspezial-Ausgaben werden von Chin Meyer und Timo Wopp dazu genutzt, jeweils eine Folge lang ganz intensiv über ein einzelnes Thema zu sprechen, das im Rahmen der „normalen“ Episoden immer wieder geschoben werden musste. So widmen sich die beiden neoliberalen Haudegen mit ihrem windigen Wirtschaftswissen endlich mal ihrer Lieblingspartei, der FDP. Eigentlich geht es 20 Minuten einzig und allein um Christian Lindner, aber kein anderer verkörpert sowohl den Geist der Partei, als auch den Geist des Gewinnens, besser als er. Wie eine moderne Organisation ist der Christian: schlank, agil, digital. Und vor allem hat er sich längst von einer Sache befreit, die den beiden Machern des Podcasts nach wie vor wie Bleiketten an den Füßen hängen. Kein Wunder, dass es bei ihnen mit dem Abheben noch nicht so wirklich klappt.
42 Minuten
Die Folge hätte ebenso gut „Ohne Mittelstrahl auf der Überholspur“ heißen können, oder „Das Opfer der heiligen Parklücke“, oder „Ehrenhaft statt Einzelhaft - Verteidigungsstrategien für Steuerhinterzieher“, oder, oder, oder,…. Es steckt so viel drin in dieser Episode. Nachdem Herr Wopp sein Technikversagen in den Griff bekommen hat, geht es in der spontansten Podcastfolge aller Zeiten um ehemalige VW-Manager, die auf einmal Schadensersatz für ihr betrügerisches Handeln zahlen müssen, um die Steuertricks der Ultrareichen, deren beindruckenden Steuerquoten von teilweise 0,00 % an das Licht der Öffentlichkeit geraten sind, und um das Scheitern bei der Umsetzung echter Erfolgsgeheimnisse, obwohl zwei hochrangige Erfolgsgurus einem eigentlich mehr als nur das nötige Rüstzeug mit an die Hand geben. Und dazu gibt es auch noch ganz, ganz viele recherchierte Zahlen. Mehr als die beiden sonst raushauen. Übrigens: Die beiden Protagonisten bitten an dieser Stelle darum, Timos emotionalen Ausbruch mit größter Sachlichkeit und Respekt zu begegnen.
34 Minuten
Da sitzen die beiden Wirtschaftsweisen und kommen ins larmoyante, süffisante, dabei immer unterhaltsame Schwadronieren: Spahns letzte Maskenaffäre, Laschets Erfolge aus der mentalen Hängematte, Baerbocks Lebenslauf. Kein Thema scheint zu klein, um nicht eine Zeitlang auf der Welle der Oberflächlichkeit zu surfen. Grüne, die gar nicht so gern mit dem SUV zum Biomarkt gurken wie gedacht, teures Holz und billige Gags. Und immer wird behauptet, in dieser Gemengelage das Gewinner-Gen zu finden oder konkrete Lebenshilfe für den Weg nach oben zu geben. Doch dann, wenn man schon gar nicht mehr damit rechnet, macht es in dieser Folge auf einmal Schwupp! und es wird erstaunlich inhaltlich. Was treibt die Deutschen in den Börsenrausch? Warum eine globale Unternehmenssteuer zwar längst überfällig ist, Neoliberale aber trotzdem völlig kalt lässt? Und wieso ist Jeff „fly me to the moon“ Bezos eben doch der gerechteste Mensch der Welt?
33 Minuten
Diese Woche: Wie sich Chin Meyer im Tarnmantel der MGM (Mega Gold Meyer) Sozialleistungen in England erschwindelt hat und jetzt auf die Kohle von Amazon wartet. Was die Greater Fool Theory besagt. Wie Timo Wopp für alles seinen Kumpel aus dem Wedding einspannt. Warum Gerhard und seine Kim 20.000 € an ihren Ex zahlen mussten. Und, wie man es tatsächlich schafft, Max Otte als Winner bezeichnen zu können. Außerdem: Die Malediven versteigern 16 unbewohnte Inseln. Das klingt für die beiden Wirtschaftspodcaster natürlich reizvoll, zumal sie planen, als „Friends of Jens“ durch eine eigene Teststation mächtig big im aktuellen Betrugs-Game rund um die Schnellteststationen mitzuspielen. Da werden zukünftige Gewinne natürlich irgendwie in Steueroasen geparkt werden müssen, und wo ginge das besser, als auf einer eigens dafür frisch angeschafften Südseeinsel. Vorausgesetzt natürlich, der unsägliche Plan einer globalen Vermögenssteuer macht den beiden Finanzklapskallis nicht noch einen fetten Strich durch ihre hauchdünne Rechnung. Das alles in bester Weinlaune. Auf die Wirtschaft!
34 Minuten
Unternehmer schätzen die Macht und die helfende Kraft der Angst immer noch falsch ein, Minister*Innen finden oft nicht den richtigen Weg zum Doktortitel und nur Bodo Schäfer weiß, wo es lang geht, schließlich kennt er ja auch die Regeln der Gewinner. Erste Regel: „Triff Entscheidungen!“ Wow, bei solchen Erkenntnissen voll unschätzbarer Deepness können selbst die Coachingansätze von Felix Matthias Andreas Martin Blume, alias Kollegah, nicht mithalten, auch wenn er einer der wenigen Lebenshelfer mit multisensorischem Ansatz ist. Der Weg, das Gewinner-Gen in Georg Kofler oder Franziska Giffey finden zu wollen, ist steinig, aber die Straße des des geringsten Widerstandes ist für echte Gewinner eben auch nur am Anfang geteert. Der Wumms wird schon noch kommen, denn bekanntlich verleiht ein guter Ifo-Geschäftsklimaindex ja Flügel. Außerdem: eine kurze Geschichte der Deutsche Wohnen, Türklinkendidaktik und andere Formen unvorbereitet durch den Podcast/Unterricht zu kommen, die Kosten der Impfverschleppung und 750.000 € für die FDP.
32 Minuten
Manchmal kryptisch wie die Währung aber mit viel mehr Schwung nach oben starten Chin und Timo in einen turbulenten Gesprächsverlauf. Unfassbar gerne hätten die beiden Protagonisten viel ausführlicher über die Führungskrise beim DFB, die Gedächtnislücken von Olaf Scholz im Wirecard-Untersuchungsausschuss oder den FDP-Parteitag gesprochen, aber schlussendlich geht es immer darum, das ultimative Gewinner-Gen zu isolieren. Und genau dieses vermuten die beiden Haudegen eher in den Personen Boris Johnson und Elon Musk entdecken zu können, als in einem schlumpfig aus der Wäsche guckenden Olaf Scholz oder einem DFB-Präsidenten mit verhaltensauffälliger Brille. Als Destillat dieser Episode kann festgehalten werden: es kommt auf den richtigen Künstlernamen an, Irrationalität is always part of the game und der Chin-Coin wird als nächster heißer Scheiß in der Kryptowelt durch die Decke gehen. Außerdem werden die ersten universellen Gewinner-Regeln präsentiert und eines ist klar: Gewinner atmen nicht.
30 Minuten
Mit der Angst des Scheiterns im Nacken treiben sich die beiden Satiriker gegenseitig durch die erste Folge und erklären Andrea Tandler zur Schutzheiligen des Podcasts. Immer auf der Suche nach dem satirischen Momentum werfen sie sich die Bälle eher um die Ohren, als sie sich einander zuzuspielen. Dabei wollen die beiden einfach nur eins: ein bisschen schlauer sein als die meisten Spitzmäuse da draußen. Die Fakten scheinen oberflächlich aber ihre Gedanken sind deep und so verabschieden sich die beiden Protagonisten mit dem besten, was einem neuen Podcast passieren kann: mit ein bisschen Luft nach oben.
30 Sekunden
Am Donnerstag, den 13.05.21, also Himmelfahrt bzw. Vatertag, startet der satirische Wirtschaftspodcast der beiden Kabarettisten Chin Meyer und Timo Wopp. Möge das Momentum mit ihnen sein.