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Neues vom Ballaballa-Balkan Archiv

179 Episoden
19 Minuten
Nach fast einem Jahr ohne Regierung schien im Kosovo Bewegung in die politische Lage zu kommen: Eine neue Regierung stand kurz vor der Bildung. Doch dann der Schock. Aufgrund massiver Unregelmäßigkeiten – manche sprechen von Wahlbetrug – musste die Stimmenauszählung erneut durchgeführt werden. Was genau ist passiert? Welche Rolle spielt die große kosovarische Diaspora? Und wer geht am Ende als Sieger aus diesem Wahlchaos hervor? Antworten darauf liefert die Journalistin Adelina Gashi.
1 Stunde 16 Minuten
Eines ist klar: Nichts geschieht zufällig. So sind di e offiziellen Angaben und das ist wahr. Selbst auf dem Ballaballa-Balkan. Dort betrauert man dieser Tage einen schweren Verlust. Jovanka Jolić, die in den letzten Jahren zur Grande Dame der irren Verschwörungstheorien in Serbien avanciert ist, ist mit 69 Jahren gestorben. Eines natürlichen Todes, heißt es. Aber kann man da sicher sein? Wir stellen nur Fragen... Wie dem auch sei. Das Ableben von Jovanka nehmen Krsto und Danijel mal zum Anlass, ein wenig in die Welt des Absurden abzutauchen, wo es nur so von Atlantiden, Sonnenpyramiden, geheimem Wissen und natürlich den Rothschilds wimmelt. Ach ja, natürlich ist auch Koks-Nazi Velimir Bujanec wieder mit von der Partie. Und ein Ex-Admiral, der aussieht wie Präsiden Scroob in Spaceballs. Es wird also ein wilder Ritt direkt zum Jahresauftakt. Nebenbei erfahrt ihr noch, welche neuen Entwicklungen es bei den Protesten in Serbien gibt, wessen Visa in den USA noch bearbeitet werden und wessen nicht und warum Danijel daran schuld ist, dass bei der Handball-EM in Schweden keine Lieder von Fascho-Rocker Thompson mehr gespielt werden dürfen.
1 Stunde 2 Minuten
Ein weiteres Ballaballa-Jahr geht zu Ende! 2025 hatte es auf dem Balkan mal wieder in sich. Wobei, wenn man sich den Rest der Welt anschaut, dann kommt einem die Region gar nicht mehr so "ballaballa" vor. Gesprächsstoff lieferte sie trotzdem. Seien es die Studierendenproteste in Serbien, die Staatskrise in Bosnien-Herzegowina oder faschistische Massenveranstaltungen in Kroatien. Krsto und Danijel werfen einen - wenig nostalgischen - Blick zurück und ergänzen bei der Gelegenheit einige neuere Entwicklungen. Außerdem erfahrt Ihr, was die beiden nächstes Jahr planen. Denn für "Neues vom Ballaballa-Balkan" stehen gleich zwei ganz wichtige Meilensteine an.
1 Stunde 17 Minuten
Wir nehmen den 30. Jahrestag des Dayton-Abkommens zum Anlass, mal wieder eine Episode über unser Lieblingsland auf dem Balkan zu machen: Bosnien-Herzegowina. Krsto erzählt uns, was er vor Ort so erlebt hat und wie der Döner Kebab langsam die Ćevapčići verdrängt. Außerdem geht es um die Präsidentschaftswahlen in der Republika Srpska, darum, warum Aca Lukas bei Dodik in Ungnade gefallen ist, weshalb der öffentlich-rechtliche Sender BHRT kurz vor der Pleite steht und warum die EU dennoch beschlossen hat, eine Milliarde Euro für Reformbemühungen bereitzustellen. Und wir sprechen auch über ein Thema, das im Ausland in den letzten Wochen viel Aufmerksamkeit erregt hat – unter dem zynischen Titel „Sarajevo Safari“: die Geschichte, dass reiche Ausländer während des Bosnienkriegs dafür bezahlt haben sollen, auf Zivilisten zu schießen. In den News sprechen wir zudem über die Proteste in Bulgarien, den Trump Tower in Belgrad, der nun wohl doch nicht gebaut werden soll, sowie über Korruptionsvorwürfe gegen die albanische Regierung.
1 Stunde 2 Minuten
Wir waren mit unserem Buch live in Berlin bei der Heinrich-Böll-Stiftung. Das wollen wir euch nicht vorenthalten – insbesondere wegen der großartigen Moderation von Doris Akrap (die übrigens besten Dalmatien-Reiseführer geschrieben hat, wo gibt). Viel Spaß beim Hören!
55 Minuten
Wir haben ein Buch geschrieben – gemeinsam mit Franziska Tschinderle, unserer Expertin für Albanien und Kosovo. Es trägt den Titel „Der Westbalkan im Wartezimmer der EU“ und ihr könnt es für einen Fünfer in der Schriftenreihe der BpB erwerben. Über das Thema des Buches sprechen wir auch in der aktuellen Folge: Sechs Länder, zwei Jahrzehnte Hoffnung – und noch immer kein Einlass: Seit 2003 warten die Staaten des Westbalkans auf ihren EU-Beitritt. Der Prozess schien blockiert, wurde von manchen schon für tot erklärt. Doch mit dem Krieg in der Ukraine hat die Frage nach einer Erweiterung neue Dringlichkeit gewonnen – geopolitisch wie gesellschaftlich. Wo steht die Region im Jahr 2025? Welche Chancen, welche Blockaden und welche Einflüsse prägen heute die Perspektive auf Europa? Und wie sieht die Realität in den Ländern des Westbalkans selbst aus? Wir gehen heute alle sechs Kandidatenländer durch und berichten, wo sie beim EU-Beitritt derzeit stehen.
33 Minuten
Vor genau einem Jahr löste der Einsturz eines Vordachs am Hauptbahnhof von Novi Sad nicht nur eine Tragödie mit 16 Toten aus, sondern auch die bislang größte Protestbewegung der serbischen Geschichte. Seit zwölf Monaten gehen Studierende und zahlreiche andere Bürger auf die Staße um gegen das System Vučić zu demonstrieren. Am Jahrestag der Tragödie mobilisierte die Protestbewegung an den Ort, an dem alles seinen Ausgang genommen hat: Novi Sad. Und die Menschen kamen wieder zu Tausenden. Manche von ihnen über hunderte Kilometer zu Fuß. Krsto war für "Neues von Ballaballa-Balkan" wieder einmal vor Ort und berichtet. Zusammen mit Danijel gibt er hier ein Update und einen Ausblick, wie es mit den Protesten weitergehen könnte.
1 Stunde 14 Minuten
Alle reden über die Proteste in Serbien. Seit gut einem Jahr versucht eine ursprünglich hauptsächlich studentische Protestbewegung, der zunehmend autokratischen Herrschaft von Aleksandar Vučić ein Ende zu setzen. Inzwischen hat sich daraus ein breites Bündnis entwickelt, das über ideologische Grenzen hinweg ein Ziel verfolgt: Regime Change. Kommt einem irgendwie bekannt vor. Das gab es doch schon mal. Vor einem Vierteljahrhundert nämlich wurde das Regime von Slobodan Milošević gestürzt. Auch hier stand die zunächst studentisch geprägte Otpor-Bewegung an vorderster Front mit nur einer Forderung: Er muss weg. Dahinter versammelte sich ein breites Oppositionsbündnis. Mit Erfolg, wie wir heute wissen. Doch wenn das alles schon mal so erfolgreich war, warum zum Teufel muss dann 25 Jahre später in Serbien wieder gegen einen Autokraten demonstriert werden? Und was unterscheidet die heutigen Proteste von denen vor 25 Jahren? Darüber sprechen Krsto und Danijel in dieser Ausgabe mit Aleksandra Tomanić, die seinerzeit selbst bei Otpor aktiv war. Nebenbei erfahrt ihr, warum Milorad Dodik jetzt doch noch eine Kehrtwende vollzogen hat, warum es in Kosovo jetzt vielleicht doch mit einiger Verzögerung zur Regierungsbildung kommt und warum in Städten überall rund um den Globus Menschen Lieder von Halid Bešlić anstimmen...
1 Stunde 29 Minuten
Die Spomeniks erinnern an den Widerstand der Partisanen und an die Opfer des Faschismus. Sie verkörpern eine modernistische Form der Erinnerungskultur, die sich radikal vom sozialistischen Realismus der Sowjetunion unterschied. Ihre abstrakten Formen sollten Hoffnung, Freiheit und kollektiven Widerstand symbolisieren. Damit waren sie Teil einer staatlich geförderten Ästhetik, die den jugoslawischen Partisanenkampf ins Zentrum rückte und zugleich modernistisch und international anschlussfähig war. Heute verfallen viele dieser Monumente oder stehen im Schatten neuer nationalistischer Narrative. Doch seit rund einem Jahrzehnt wächst das Interesse – nicht nur in der Region, sondern auch international. Tourist:innen reisen an, weil die Spomeniks extrem „instagrammable“ sind und manche wie Relikte einer anderen Zivilisation wirken, fast so, als wären Außerirdische gelandet. Dabei wird oft vergessen, dass viele Spomeniks zugleich Massengräber sind.
33 Minuten
In dieser kleinen Zwischenfolge versucht sich Danijel mal wieder als History-Podcaster. Und wenn wir History sagen, meinen wir - regelmäßige HörerInnen wissen das natürlich schon - die "Tatsache", dass auf dem Feld von Danijels Familie der erste kroatische König gekrönt wurde. König Tomislav. Ob Ihr es glaubt oder nicht. In Kroatien wird dieses Jahr tatsächlich sehr feierlich der 1100. Jahrestag der angeblichen Krönung auf dem Feld von Duvno begangen. Zeit also, sich mal mit dem realen König Tomislav zu befassen. Und da Danijel da ein bisschen vorbelastet ist, hat er sich professionelle Hilfe ins Studion geholt: Professor Ludwig Steindorff, Historiker mit dem Schwerpunk Ost- und Südosteuropa und Verfasser des Buches "Geschichte Kroatiens. Vom Mittelalter bis zur Gegenwart". Schaltet also ein und verfolgt mit, wie Danijels Weltbild erschüttert wird...
1 Stunde 6 Minuten
Einen Tag nach seinem Erscheinen landete Marko Dinićs Buch der Gesichter auf der Longlist des Deutschen Buchpreises. Krsto spricht mit dem Autor über den Tag im Jahr 1942, an dem Serbien von den Nazis für „judenfrei“ erklärt wurde, über die Wurzeln des Zionismus im heutigen Belgrad, den Porajmos, den Drang nach Authentizität im aktuellen Literaturbetrieb, den Antifaschismus, die anarchistische Bewegung in Bosnien-Herzegowina und vieles mehr. In seinem Episodenroman legt Dinić den Schwerpunkt auf die einfachen Leute, die in die Gewaltspiralen des 20. Jahrhunderts auf dem Gebiet Jugoslawiens hineingezogen werden. Acht Kapitel mit acht unterschiedlichen Perspektiven ergeben einen Roman der Erinnerungsliteratur für uns, die wir nach den großen Menschheitsverbrechen der Nazis geboren wurden. Ein Buch über die Gewaltgeschichte Europas, dass den Opfern des Faschismus gewidmet ist.
1 Stunde 2 Minuten
Diese Folge präsentieren Krsto und Danijel direkt aus ihrem Sommerurlaub. Naja, nicht ganz. Natürlich sind sie inzwischen wieder zurück in Deutschland. Doch immerhin ein paar Tage konnten sie zusammen in Kroatien verbringen...genauer gesagt in jenem Teil Kroatiens der (for better or worse) vielen Menschen gar nicht so kroatisch vorkommt. Es geht also um Instrien. Jene knapp 3500 Quadratkilometer große Halbinsel westlich von Rijeka und südlich von Triest. Wo das Meer blau, die römischen Amphiteater beeindruckend und die Menschen überraschend unnationalistisch sind. Es geht in dieser Sommerfolge also viel um Landschaft und Sehenswürdigkeiten. Aber auch um eine Mentalität des Miteinanders, die man auf dem Balkan eher selten findet - und die ziemlich vielen Patridioten egal welcher Nationalität ein Dorn im Auge ist. Nebenbei erfahrt Ihr, wie sich die politische Stimmung in Kroatien nach der als Konzert getarnten faschistischen Masseniszenierung von Fascho-Rocker Thompson geändert hat, wie die Kärntner Polizei mit Antifaschisten umgeht, die am Gedenkort eines SS-Massakers angeblich gegen die Camping-Verordnung (!) verstoßen und ob Krsto von Danijel diesmal mit Schnaps begrüßt wurde, wie es sich gehört.
42 Minuten
Foto: Mašina/Wikimedia Commons Die Protestbewegung in Serbien hat am Vidovdan nach Ablauf eines Ultimatums für die Ausrufung von Neuwahlen an Präsident Vučić symbolisch „grünes Licht“ für zivilen Ungehorsam gegeben und blockiert im ganzen Land den Verkehr mit Straßenblockaden. Es kam zu zahlreichen Festnahmen. Während die Repression des Staats zunehmend größer wird, traten auf der Bühne beim Protest am Vidovdan, Redner mit nationalistischen Botschaften auf, zitierten problematische Vorbilder und warfen mit nationalistischem Irrsinn um sich. Wir haben uns die Reden angehört, damit ihr es nicht machen müsst.
1 Stunde 43 Minuten
Kroatien hat einen neuen Weltrekord. Und wie leider nicht unüblich in dem Land mit der Schachbrettfahne hat auch der wieder einmal etwas mit Geschichtsrevisionismus und Faschismus zu tun. Am 5. Juli wird im Zagreber Hippodrom Marko Perković, besser bekannt unter seinem Künstlernamen "Thompson" auftreten. 500.000 Karten hat er hierfür bereits abgesetzt - mehr als jemals ein Künstler vor ihm für eine einzelne Musikveranstaltung. Schön, könnte man denken. Aber entgegen der (falschen) Beteuerungen seiner Fans ist Marko Perković alles andere als ein harmloser Sänger. In den 90ern lieferte er den Soundtrack zum Unabhängigkeitskrieg, der durchzogen war von kaum versteckten Verneigungen vor dem faschistischen Ustascha-Regime. Bis heute hat sich Thompson nie vom Faschismus distanziert. Doch warum feiern so viele Menschen - inklusive diverser kroatischer Nationalmannschaften - mit den Liedern dieses Mannes und ihn selbst? Und kann man angesichts des Hintergrunds das Konzert im Hippodrom als faschistische Massenveranstaltung bezeichnen? All das diskutieren Krsto und Danijel in dieser Episode. Nebenbei erfahrt ihr, warum die beiden seit Neuestem im Video einer FDP-nahen Stiftung auftauchen, warum man in Bulgarien der anstehenden Euro-Einführung wenig begeistert entgegenblickt und wie sich Serbiens Präsident Aleksandar Vučić in ein diplomatische Zwickmühle manövriert hat. Shownotes auf: www.ballaballa-balkan.de
47 Minuten
Stehlen, Schimpfen, Spielen mit Barbi Marković by Krsto Lazarevic und Danijel Majic
Neues vom Ballaballa-Balkan

Neues vom Ballaballa-Balkan

Podcast by Krsto Lazarevic und Danijel Majic