Radio Radieschen Archiv
500 Episoden
27 Minuten
Till Schweiger findet es entsetzlich Kinder gegen Corona zu impfen. Da liegt er falsch, sagt Epidemiologin Eva Schernhammer. Für manche Eltern ist es eine schwere Entscheidung. Soll ich meine Kinder impfen lassen oder nicht? Für Epidemiologin Eva Schernhammer von der MedUni Wien sind die Tatsachen klar. Das Risiko für Long-Covid ist 1.000 Mal höher als eine Herzmuskelentzündung nach einer Impfung. Im Wissenschaftsradio spricht die Leiterin für Epidemiologie über oft vergessene Fakten über Corona und wann die Epidemie wirklich als beendet erklärt werden kann.
22 Minuten
Mit dem Song "Wien Oida" hat sie gemeinsam mit Kid Pex eine neue Hymne für die multikulti Metropole geschaffen. Anlässlich des diesjährigen feministischen Kampftages hat sie dann noch "Immer" rausgebracht und spätestens jetzt sollte man sie kennen, Gazal. Johanna Hirzberger hat sie zu uns ins Studio eingeladen. Hört rein! (c) Gazal
15 Minuten
Erika Freeman wurde 1927 in Wien geboren. Im Alter von 12 Jahren flüchtete sie als Jüdin vor dem Naziregime in die USA nach New York. Nach ihrem Studium an der Columbia University, macht sie sich als Psychoanalytikerin einen Namen. Zu ihren Bekannten gehören und gehörten Politiker:innen wie Hillary Clinton und Hollywood Legenden wie Marilyn Monroe, Marlon Brando oder Woody Allen. In den 70er Jahren besucht sie eine US Talkshow nach der anderen. Heute lebt sie unter anderem in Wien und setzt sich als Zeitzeugin unermüdlich gegen das Vergessen ein. Sie gilt außerdem als geistige Enkelin von Freud. 2017 wurde Erika Freeman schließlich mit dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst ausgezeichnet. Im Interview mit Stermann und Grissemann trägt sie das prunkvolle Kreuz um den Hals und kommentiert es mit den Worten: “sie konnten mich nicht ermorden also haben sie mich dekoriert.” Heute besuche ich Erika im Hotel Imperial, wo sie sich immer aufhält, wenn sie in Wien ist. (c) Lukas Beck
42 Minuten
Startups fliegen zum Mars und helfen bei den Hausaufgaben. Es gibt scheinbar kein Problem, das sie nicht lösen können. Doch sie haben Grenzen. Die Unternehmen Runtastic, Shpock und MySugr waren die glitzernden Anfänge der heimischen Startup-Szene. Nach ungefähr zehn Jahren haben sich Startups verändert. Neue Trendfelder sind in Sicht. Dieses Jahr gibt es bereits die ersten beiden Unicorns (Unternehmen mit einer Bewertung über ein Milliarden Dollar) in Österreich. In Start Me Up spricht Experte Timon Schaffer über die Fähigkeiten und Limits von Startups. Wie verändern sie unsere Gesellschaft und welche Probleme werden sie aufgrund ihrer Struktur nicht verbessern? Außerdem: Jedes fünfte Kind in Deutschland sagt, digital gemobbt worden zu sein. Allerdings vertrauen sich nur die wenigsten den eigenen Eltern an. Das Unternehmen Keepers will das ändern. Eine App auf dem Handy von Kindern kann ab jetzt jede Konversation mitlesen und bei Mobbing oder unangebrachten Inhalten bei den Eltern Alarm schlagen. Verändert das die Beziehung von Eltern zu ihren Kindern? Kurz nach dem Österreich-Start der App spricht Co-Gründer Aviad Meshel über Keepers.
37 Minuten
Sex sells? Oder etwa doch Feminism sells? Diese Woche besprechen wir, wie aus einer politischen Bewegung eine profitables Label wurde. Wie eng Feminismus mit Kapitalismus verbunden sein kann, hört ihr in dieser Folge von Femality. Moderation: Nadja Riahi Redaktion: Nadja Riahi, Julia Scheriau
5 Minuten
Seit drei Tagen blockieren UmweltaktivistInnen die Stadtstraße, eine Zufahrtsstraße zum umstrittenen Lobautunnel. Mit dabei sind SchülerInnen von Fridays for Future, die bisher nur angemeldet demonstriert haben. Warum sie in Zukunft anders vorgehen werden, erzählt Anna Ensgraber im Interview.
8 Minuten
Growth Hacking ist das Werkzeug, um neue und etablierte Unternehmen wachsen zu lassen. Die FHWien der WKW befasst sich in einer neuen Reihe mit Growth Hacking und was wir davon lernen können. https://www.fh-wien.ac.at/news/growth-hacking-grosses-wachstum-zum-kleinen-preis/
6 Minuten
Die FHWien der WKW will nachhaltiger werden. Dafür arbeiten vier MitarbeiterInnen-Teams an neuen Konzepten. Es geht um Recycling, Energiewirtschaft, Give-Aways oder nachhaltige Studienprojekte. Daniela Wagner vom Studienbereich Tourism & Hospitality Management an der FHWien der WKW präsentiert Ideen zum Energiesparen bei Unternehmen.
19 Minuten
2018 hat sich Elly Magpie dazu entschieden eine Ausbildung zur Personal-, Gesundheits- und Functionaltrainerin zu machen. Seither bietet sie ihren Kund*innen einen sogenannten Safe space, also eine geschützte Umgebung, in der sie frei von Leistungsdruck und Schönheitsidealen Sport machen können. Das ganze Interview mit ihr gibt es hier!
18 Minuten
Amnesty International Österreich hat Anfang Juli einen Bericht veröffentlicht aus dem hervorgeht, dass 24h Betreuer*innen in Österreich im großen Stil ausgebeutet werden. Und das wird momentan rechtlich zugelassen. In Österreich pflegen rund 60.000 Betreuerinnen (und wir gendern bewusst nicht, denn der Frauenanteil liegt bei 92 Prozent), v.a. aus Rumänien, Bulgarien und der Slowakei, rund um die Uhr 30.000 Seniorinnen und Senioren. Sie verdienen dabei im Durchschnitt zwischen zwei und drei Euro pro Stunde. Menschenrechte wie das Recht auf angemessene Arbeitsbedingungen, fairen Lohn und soziale Sicherheit seien nicht garantiert und werden sogar regelmäßig missachtet, erzählt Teresa Hatzl. Sie ist zuständig für Anwaltschaft und Forschungsbeauftragte bei Amnesty International Österreich.
46 Minuten
Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Aber darf man in der Wissenschaft noch etwas wagen, ohne die Karriere zu gefährden? Drei ForscherInnen erzählen. Ille Gebeshuber war 30 Jahre alt und frischgebackene Doktorin der technischen Wissenschaften, als ihre Haustiere ihren Forschungsgegenstand gefressen haben. Linksdrehende Wiener Unterwasserschnecken aus der Lobau mögen Kieselalgen. Doch anstatt ihre Sachen zu packen und ihren Post-Doc an der Universität von Santa Barbara, Kalifornien gesenkten Hauptes zu verlassen, schaute sie noch einmal genauer hin. Ein paar Kieselalgen hatten ihre Haustiere überlebt. Und diese eigneten sich besser für weitere Untersuchungen. Es ist seitdem Gebeshubers Motto, dass sich aus jeder noch so aussichtslosen Situation etwas gewinnen lässt. Allerdings machen es Impact-Punkte, Publikationsdruck und Platzmangel an Universitäten schwer "zufällige" Entdeckungen zu machen oder gar große Risiken einzugehen. Wo ist es möglich? Und wo darf man trotzdem nicht scheitern? Simulationsforscher Niki Popper, Physikerin Ille Gebeshuber und INiTS-CEO Irene Fialka erzählen.
25 Minuten
Über Österreichs größten Telekommunikationsanbieter laufen Notrufe, Medien und Banken. Wie ein Hack daraus fast ein Spionagetool gemacht hat. Es ist ein ungeschriebenes Gesetz, dass Hackingangriffe Freitag Nachmittag passieren - und vor Feiertagen. Und so ist es nicht verwunderlich, dass Österreichs größter Telekommunikationsanbieter, A1, einen Hacker zwei Wochen vor Weihnachten 2019 im eigenen System entdeckt. A1 regelt etwa die Übertragung von Notrufnummern, Bankgeschäften und Mediensignalen in Österreich. Wer vollen Zugang zu ihren Systemen hat, kann viel Schaden anrichten. In diesem Fall war der Hacker aber vor allem am Aufbau des Systems interessiert. Wohl, um das Unternehmen als Spionageinstrument für eine andere staatsnahe Organisation vorzubereiten. Wie die A1 gegen den Hackingangriff vorgegangen ist und welche Angriffe Unternehmen in Zukunft erwarten hört ihr in "Start Me Up".
14 Minuten
Seit 2019 befahren Österreichs erste selbstfahrende Autobusse die Seestadt. Mit diesem Monat endet die Testphase und die Busse werden aus der Seestadt abgezogen. Grund genug eine letzte Ausfahrt zu wagen. Gemeinsam mit der Innovationsmanagerin der Wiener Linien, Susanne Pröstl spricht Reporterin Johanna Hirzberger über die Learning aus dem Projekt. Alle die mehr über die wissenschaftliche und ethische Fragen rund um autonome Fahrzeuge wissen möchten, sollten einen Blick in unseren Podcast "Wissenschaftsradio" wagen. In der Folge “Nie wieder Führerschein: Autonomes Fahren in Wien” spricht Michel Mehle mit Dr.in. Alexandra Millonig vom AIT. Sie erklärt, was autonome Autos auf unseren Straßen für uns bedeuten.
16 Minuten
In unserer dritten und letzten Eis-Rundschau haben wir für euch Wiens ältesten Eissalon besucht - den Eissalon am Schwedenplatz. Dieser wird von Silvio Molin Pradel geführt, seine Familie praktiziert bereites seit 1886 die Speiseeiskunst in Wien. Dabei werden die Rezepte von Generation zu Generation weitergegeben. Mittlerweile nennt man sie auch den Eisadel Wiens. Johanna Hirzberger spricht mit dem Familienoberhaupt und Eisbaron Silvio Molin Pradel über die Eisgeschichte Wiens.
51 Minuten
Das Private ist politisch und deshalb machen sie es sichtbar – auf Häuserfassaden, Brücken und am Donaukanal. „The coolest girls are the ones who stand up for each other.“ Diese Woche hat Johanna Hirzberger gemeinsam mit Nora Schäffler einige dieser coolen Frauen getroffen. Was diese gemeinsam haben? Flora Safari, Femplak und die Rip off Crew gestalten, wenn auch in ganz unterschiedlicher Form, Streetart als Feminismus im öffentlichen Raum. Feminismus, der temporär an den Wänden zu sehen ist. Feminismus, der ins Unbewusste geht. Feminismus, der länger bleiben soll, als bis zur nächsten Wandsäuberung. Und noch nie war Feminismus mehr Thema als jetzt. Immer mehr Menschen schließen sich feministischen Gruppierungen und nutzen den öffentlichen Raum um auf gesellschaftliche Probleme wie sexualisierte Gewalt aufmerksam zu machen. Aber, kann man den öffentlichen Raum überhaupt in Besitz nehmen? Und wie nahe liegen Straßenkunst, Protest und Aktivismus bei einander? Blickt man über den Atlantik nach Südamerika, muss man sagen, sehr nahe. Vor allem die bolivianische Gruppe Mujeres Creando oder das Tanzkollektiv “Baila Capucha Baila” aus Chile, sind für ihre feministische und aktivisite Street Art bekannt. In roten Masken tanzen sie in Chiles Straßen um auf sexualisierte Gewalt gegen Frauen aufmerksam zu machen. Durch das Internet und Soziale Medien gibt es mittlerweile auch in Europa ähnlich Aktionen von feministischen Gruppen. Santiago, New York, Freiburg – auf YouTube finde man auch eine Reihe an Videos in denen Frauen mit schwarzen Augenbinden ein Lied singen und dazu tanzen. El violador eres tu, der Vergewaltiger bist du, singen diese Frauen. Die Performance stammt von der chilenischen Gruppe “Las Tesis” und wurde auch in Wien aufgeführt. Viele der einst unpolitischen Künstler*innen in Lateinamerika sind heute Aktivist*innen, die mit ihrer Straßenkunst gegen soziale Ungleichheit und Gewalt gegen Frauen kämpfen. Und wie ist das in Wien?